Jugendbücher
Eine Nacht unter Baumwipfeln - SP 116

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"Unter rauschenden Baumwipfeln beginnt eine Nacht, die man nie vergisst."
Veröffentlicht am 15. Februar 2026, 8 Seiten
Kategorie Jugendbücher
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?
Unter rauschenden Baumwipfeln beginnt eine Nacht, die man nie vergisst.

Eine Nacht unter Baumwipfeln - SP 116


Der Künstler ist Adams Arsan


Sp 116


flackernder Blick Schatten Traum Geräusch Erinnerung Baumwipfel Kochtopf


Kopfkino






Eine Nacht unter Baumwipfeln I bin da Max, und mei Freunde Leo und Tim und i san auf unserer ersten richtigen Wanderung mit Lagerfeuer. Mei Rucksack drückt, die Karte schaut aus wie a zerknitterter Schmarrn, und Leo schleppt grinsend an riesigen Kochtopf hinter sich her. „Oida, des Ding wiegt ja mehr als i!“, jammert er. „Dann hätt ma halt vorher weniger Würstl eingepackt“, meint Tim

trocken. Langsam wird’s dämmrig. Der Wald um uns herum wird stiller, nur ganz oben rauschen die Baumwipfel im Abendwind. I merk, wie mei flackernder Blick immer wieder in die Dunkelheit wandert. „Habts des Geräusch g’hört?“, fragt Tim leise. „Ach was“, sagt Leo, „des is bestimmt nur a Traum von dir.“ I will grad antworten, da huscht am Rand vom Feuer a Schatten vorbei. Die Würstl brutzeln, der Kochtopf steht

direkt über der Flamme – und im nächsten Moment ist er weg. „HEY!“, brüllt Leo. A Waschbär steht da. Beide Pfoten fest am Topf. Er zerrt dran, merkt sofort, dass des Ding höllisch heiß is, lässt los, hüpft zurück – und probiert’s gleich nochmal. Hartnäckig is er ja. „Der spinnt doch“, lach i. Der Waschbär schüttelt beleidigt die Pfoten, stößt a empörtes Fauchen aus und zieht den Topf Stück für Stück vom Feuer weg. Ganz konzentriert, als wär’s

sei persönliches Meisterwerk. „Schau, jetzt klaut er uns echt des Essen“, sagt Tim ungläubig. „Mit Bayrisch wär des ned passiert“, knurrt Leo und springt auf. Der Waschbär flitzt los, stolpert fast über a Wurzel, lässt den Kochtopf scheppernd fallen, rennt ein paar Meter, dreht sich noch einmal um – mit so einem Blick, als würd er uns auslachen – und verschwindet dann zwischen Farn und Gebüsch. Über uns rauschen wieder nur die

Baumwipfel. Kein Tier mehr zu sehen. Nur des Knistern vom Feuer. Wir stehen da, schauen uns an – und fangen gleichzeitig zum Lachen an. So laut, dass uns wahrscheinlich der ganze Wald hört. Später, als wir wieder am Feuer sitzen und die Glut leise vor sich hinglüht, denk i mir: Des wird a Erinnerung, die uns keiner mehr nimmt. Drei Burschen, a frecher Waschbär, a heißer Kochtopf – und unser ganz eigenes Kopfkino, das sicher noch lang weiterläuft.

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Hörbuch

Über den Autor

PamolaGrey
Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?

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yumiko Hallo liebe Pam der Text ist lustig
Liebe Grüße yumiko
Heute - Antworten
Kornblume Wieder eine völlig neue Variante zur SP 116. Wer hätte gedacht, dass so viele sich beteiligen.
Dein bayrische Text war für mich beim 1.Lesen etwas schwer les- und erfassbar. Aber wenn man beim 2.mal, wenn man weiss worum es geht, kann man sich dem Inhalt richtig widmen und das Kopfkino selbst mit-erleben.
Bitte vergiss nicht alle Beiträge zu listen.
Grüße an Dich vpn der Kornblume

Heute - Antworten
Gabriele 
Hallo liebe Pam,
eine hübsche und lustige Geschichte!
Ich stelle mir gerade vor, diese Geschichte meinem Enkel vorzulesen - er wird sie sofort glauben! Nur das Wort Kopfkino kann er nicht einordnen.....
Mir gefällt sie :-)
Viele liebe Grüße von Gabriele
Heute - Antworten
Eichenlaub 
Mit dem bayrischem Dialekt liest es sich zwar schwer, aber die Geschichte ist sehr amüsant zu lesen.
Lieben Gruß
Gerlinde
Heute - Antworten
PamolaGrey „Liebe Gerlinde, vielen Dank für dein Feedback!
Ja, der Bayrisch-Dialekt ist manchmal ein bisschen knifflig, aber genau so wollte ich die Stimmung und den Humor der Geschichte rüberbringen. Es freut mich sehr, dass sie dich trotzdem amüsiert hat!
Lieben Gruß zurück,
Pamola“
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