Biografien & Erinnerungen
Wasser

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"Durchquerung des Stausees"
Veröffentlicht am 09. Februar 2026, 8 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
© Umschlag Bildmaterial: Bleistiftzeichnung - Gerlinde (Eichenlaub)
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich liebe die NATUR, gehe oft zum "Waldbaden" mit allen Sinnen, wie: Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken. Eine gesunde Natur ist das Wertvollste auf der Welt. Denn dann bleibt auch der Mensch gesund. Meine Hobbys, hier im Südharz, sind das Fotografieren, das Wandern, Zeichnen und Malen. Ich schreibe auch gern mal etwas Lustiges, eine Kurzgeschichte oder ein DRABBLE. Wichtig ist, innerlich immer fröhlich zu bleiben, auch wenn das ...
Durchquerung des Stausees

Wasser

Durchquerung des Stausees






Text und Coverzeichnung : Gerlinde

(Eichenlaub)







Durchquerungsschwimmen

des Stausees


Es ist schon lange her, ca. 30 Jahre, als bei unserem damaligen Wohnort mit einem Rückhaltebecken (Stausee) ein Stauseedurchquerungsschwimmen angesagt wurde.

Und da ich schon immer gern, als 'Wasserratte', geschwommen war, allerdings nur aus Spaß, nicht als Sportart, meldete ich mich zu diesem Schwimmen trotzdem an.

Von der gegenüberliegenden Seite waren es DREI km, die nun von ca.30 Personen, Männer und Frauen, durchschwommen werden sollten.

Jeder Teilnehmer erhielt eine Bedekappe mit einer Nummer darauf, falls es ein Problem beim Schwimmen geben sollte. Denn ein Boot fuhr in einem gewissen Abstand langsam mit und beobachte die Schwimmer und Schwimmerinnen. Denn diese Absicherung gab es, sonst hätte ich es nicht probiert.


Als Anfang 40-jährige war ich mit die Älteste Schwimmerin, aber das war mir völlig egal.

Ich wollte wissen, dieses Schwimmerlebnis sogar vielleicht schaffen zu können.

Am Ufer, wo schon die Presse voller Erwartung stand, um diese Aktion in der Zeitung präsentieren zu können, warteten auch viele Zuschauer.

Die Hoffnung, keinen Wadenkrampf oder

Erschöpfungszustand zu bekommen, ließ ich im Kopf nicht zu. Denn ich hatte einen Trick während des Vorwärtsschwimmens mir ausgedacht. Unabhängig von den jugendlichen Schnellschwimmern, legte ich mich einfach, nachdem die Arme etwas lahmer wurden, auf den Rücken. Das Wasser war ruhig, kein Wind. Und so schwamm ich ganz behutsam rückwärts und konnte sogar noch den herrlichen Himmel dabei beobachten.


Noch nie war ich soweit geschwommen und dachte mir: "Hoffentlich schaffe ich es überhaupt am gegenüberliegenden Strand anzukommen. Aber ich wusste, dass ein Rettungsboot sofort angebraust käme, wenn

man den Arm heben würde.

Während des Starts, schwamm ich ganz langsam und behutsam weiter, während einige junge Männer im wahrsten Sinne des Wortes mit sportlichem Eifer davonschwammen.

Und so geschah es, dass ich als letzte Frau aus dem Wasser stieg. Etwas erschöpft betrat ich den sandigen Strand und bemerkte nicht, dass ich auch fotografiert wurde. Mit den letzten Schritten eilte ich noch, wegen der Stoppuhr, zum Anschlag.

Geschafft!

Jeder erhielt eine Medaille umgehängt. Auf der Rückseite stand: "Schwimm mit bleib fit"

Am nächsten Tag schlug mein Mann als erster die Zeitung auf und meinte.

"Gerlinde, Du bist in der Zeitung".

Ich bekam fast einen kleinen Schreck, wollte eigentlich nicht unbedingt im Badeanzug erschöpfend aus dem Wasser steigend aussehen und mit nassen, langen Haaren, fotografiert werden.

Doch dann sah ich mein Foto.


Die Urkunde, welcher jeder erhalten hatte, hing eine zeitlang bei mir an der Wand.

Es bleibt eine schöne Erinnerung.

Und die Medaille könnte ich mir an manchen Tagen stolz umhängen, wenn es in Strömen regnet...



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Über den Autor

Eichenlaub
Ich liebe die NATUR, gehe oft zum "Waldbaden" mit allen Sinnen, wie:
Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken.
Eine gesunde Natur ist das Wertvollste auf der Welt. Denn dann bleibt auch der Mensch gesund.

Meine Hobbys, hier im Südharz, sind das Fotografieren, das Wandern, Zeichnen und Malen.
Ich schreibe auch gern mal etwas Lustiges, eine Kurzgeschichte oder ein DRABBLE.
Wichtig ist, innerlich immer fröhlich zu bleiben, auch wenn das "Eichenlaub" beginnt zu welken...

"Ein Weiser wurde gefragt, welches die wichtigste Stunde sei, die der Mensch erlebt, welches der bedeutendste Mensch, der ihm begegnet, und welches das notwendigste Werk sei.
Die Antwort lautete: Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch immer der, der dir gerade gegenübersteht und das notwendigste Werk ist immer die Liebe."
Meister Eckhart


Wer Interesse hat, hier meine Foto-Bilder-Homepage:
https://62c79a6810f0d.site123.me/

geb.1951 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

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Bleistift 
"Wasser..."
Einst war ich mal ein guter Schwimmer,
nun geht's als Rollifahrer leider schlimmer...
Aber ohne Wasser, merkt euch das,
wär' unsere Welt ein leeres Fass... ...smile*
Tolles Schwimmerlebnis, liebe Gerlinde, sogar ne' richtige Medaillenträgerin, Hut ab...
Dafür hast Du deine zeichnerischen Qualitäten aber so gut ausgebaut,
dass Dir die Zeichnungen sogar als Cover zur Verfügung stehen können. ...smile*
LG zu Dir aus dem nebelnassen Berlin...
Louis :-)
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Apollinaris Da ist dir aber ein hübsches Coverbild für gelungen.
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Eichenlaub 
Danke Simon. Es freut mich sehr, dass Dir meine Zeichnung gefällt.
LG, Gerlinde
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Flocke 
Na, toll!
Wie heißt es so schön, "dabei sein ist ALLES!"
und da gibts auch noch nach 30 Jahren eine herzliche Gratulation.
Die Zeichnung auf dem Cover ist wunderschön.
Alles sehr gelungen, liebe Gerlinde.

Ich wünsche dir einen schönen Abend.
Liebe Grüße, Flocke
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Eichenlaub 
Danke für Dein Lob und für den netten Favo.
Es freut mich, dass Dir meine kleine Geschichte gefallen hat. und auch das Cover.
Ich zeichne selten Landschaften, aber die Vorlage gefiel mir auf Anhieb und daher versuchte ich es vor einigen Tagen.
Dir auch einen angenehmen Abend.
LG, Gerlinde
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FranckSezelli Liebe Gerlinde, alle Achtung! Einen See durchschwommen, habe ich nur ein einziges Mal. Ich weiß auch nicht, wie lang die Strecke war. Aber das war als Vierzehnjähriger! Da haben wir die Prüfung als "Junger Rettungsschwimmer" abgelegt. Und eine Disziplin neben vielen anderen war eben das Langstreckenschwimmen.
Du hast das als Vierzigjährige gemacht, das ist eine ganz andere Leistung. Aber ich erinnere mich an andere sportliche Herausforderungen, die ich irgendwann zu bestehen hatte – aber eigentlich nie aus freien Stücken. Sondern nur, weil es von mir erwartet wurde. Z.B. ein 3000m-Lauf. Da war ich bei der Armee in einer Reservisten-Ausbildung. Zufällig auch viel älter als die anderen. Aber den jungen Hüpfern, die das sehr unlustig angingen, bin ich davongelaufen. Da zählte für mich nur der Willen: durchhalten, durchhalten ....
Es freut mich, dass du es durch diese Leistung sogar in die Zeitung geschafft hast. Nachträgliche bewunderungsvolle Gratulation!
Liebe Grüße
Franck
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Eichenlaub 
Dankeschön Franck fürs Lesen und für Deinen Kommentar.
Es freut mich, dass Du es damals dann doch gegen die Jugendlichen geschafft hattest.
Eigentlich kommen immer die Sieger in die Zeitung und nicht die Verlierer. Deshalb staunte ich nicht schlecht.
Es war eine schöne Zeit und ich fühlte mich einen Tag nach diesem Schwimmen, als ob ich über die Straße "schweben" würde, so leicht wie eine Feder, durch die starke körperliche Anstrengung. Denn auch das tut einem Körper mal gut, sich auszupauern.
Naja, bald geht ja wieder die Wanderzeit los, mir fehlt es jetzt im Winter etwas. Aber der Schnee ist hier nun fast ganz weggetaut durch die letzten Plusgrade.
LG Gerlinde
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Kornblume ja, uns Frauen sollte man nie unterschätzen. Eine Meisterleistung, liebe Gerlinde. 3km und sicher auch noch bei Wellengang. Daumen hoch.Was bedeuten schon die Plätze 2,3, etc ,wenn doch nur vom Ersten und von Dir ein Foto in der Zeitung erschienen ist. Hast den Fotografen sicher sehr beeindruckt.
Lachende Grüße von der Kornblume
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Eichenlaub 
Danke liebe Kornblume fürs Lesen und Kommentieren.
Das Wasser war zum Glück ruhig, aber bei einem zweiten Durchquerungsschwimmen, woran ich auch teilnahm, war es windiger und durch den Wellengang erhielt ich immer mal ein Schluck Wasser im Mund, was beim heraushusten Schwierigkeiten bereitete. Aber ich schaffte es trotz Wellenganges damals auch. Denn ich hatte mich beim Schwimmen wieder auf den Rücken gelegt, so dass ich kein Wasser mehr verschlucken konnte.
LG, Gerlinde
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