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Es war einst einmal,
im Aalner Tal,
ein schwarzes und ein weißes Schaf.
Nicht beide direkt bös - doch auch nicht immer auch nur brav.
Das eine Namens Ernst das andere hieß Spaßeshalber kurz Heiter
und so weiter und so weiter.
Die Farbe trennte oft ihr tun,
nun ja nicht grad beim Grasen nun.
Das eine eher fragt: „Was tu
ig?“.
Das andere weiß - eher bei sehr ruhig.
So grasten sie die zwei beiden,
und beide konnten Grashalme grün gut leiden.
Doch oft gehört zum richt’gen Spaß;
mehr als Halm; und frisches grünes Gras.
So kam’s zum ernsten Zank,
dem Besitzer war spontan so bang.
Er erschoss das schwarze,
das weiße fing er
an:
,,Es war für wahr kein liebes Schaf,
nicht immer ruhig oder brav.“
Doch schwarz und weiß und gar voller Kanten und Ecken,
es macht eins weiß wie schwarz die selben roten Flecken.
Das wurd ihm leider späterdings erst recht klar,
als schwarz bereits geschossen war.
Nun, vielleicht gibt Optikvorurteil manchmal Recht,
vielleicht ist Vorurteil bei so etwas stets schlecht.
Ein schwarzes Schaf – den Ruf wohl oft und offenkundig weg;
das dumm – doch dass eben ist - oft der eben dieser Dreck.
Ist ein solches schon geschossen,
ist zu viel an Blut meist bereits deswegen geflossen.
Schaf Ernst und Heiter;
mit Heiter geht jetzt jedenfalls nicht mehr weiter.
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Text und Illustrationsbild:
2026 © Simon Käßheimer