Beim Anblick alten Porzellans
Seit meinen Jugendtagen begleitest du mich „Maria weiß“. Damals fehlten mir die Worte für deine Schönheit. Doch im Unterbewusstsein hat es sich tief verankert, dieses Symbol unaufdringlicher Eleganz. An dämmrigen Wintertagen schimmert es matt. An heiteren Sommertagen leuchtet es hell. Der wechselnde Geschmack der Zeiten hat mein Empfinden nicht verändert.
Wenn ich es heute auf einer Kaffeetafel sehe, schrumpft für mich die vergangene Zeit: Schlichtheit, Klarheit, Reinheit, Eleganz, Beständigkeit. Das habe ich bei deinem Anblick ein Leben lang empfunden, „Maria Weiß“. Ich frage mich, ob ich einer Sentimentalität aufsitze.
Gibt es so etwas wie zeitlose Schönheit?