Kurzgeschichte
Der Moderator der in ständiger Furcht lebte - Dieter Battisti

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"Moderator, Angst, Aufregen, ständige Furcht, Dunkelheit"
Veröffentlicht am 20. Januar 2026, 10 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
© Umschlag Bildmaterial: Pixabay
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Hallo! Mein Name ist Dieter, und ich bin 72 Jahre jung. Das schreiben von Kurzgeschichten aus dem nicht mit Puderzucker bestreuten Leben, als E-Book, vertreibt mich aus meiner Hängematte. Täglich lerne ich im zarten Greisenalter dazu.
Moderator, Angst, Aufregen, ständige Furcht, Dunkelheit

Der Moderator der in ständiger Furcht lebte - Dieter Battisti

der moderator der in ständiger furcht lebte

Der Moderator der in ständiger Furcht lebte Georg Klugwohl lebte in der kleinen Stadt Strullin, im beschaulichen Ortsteil Strullenhafe. Mit seinen 38 Jahren war er ein bekanntes Gesicht im Fernsehen, ein Moderator, der mit Charme und Eleganz durch die Abende der Zuschauer führte. Sein Talent, Geschichten lebendig werden zu lassen und Menschen zu unterhalten, hatte ihm eine treue Fangemeinde eingebracht. Doch hinter der glänzenden Fassade verbarg sich eine tiefe Angst, die ihn Tag für Tag

begleitete. Das Aufregen vor jeder Live-Sendung war für Georg ein ständiger Begleiter. Während er sich im Spiegel betrachtete, sah er nicht den selbstbewussten Moderator, den die Zuschauer bewunderten, sondern einen Mann, der in ständiger Furcht lebte. Die Gedanken an das, was schief gehen könnte, raubten ihm den Schlaf. Was, wenn er einen Fehler machte? Was, wenn die Zuschauer ihn ablehnten? Diese Fragen zerrten an seinem Selbstbewusstsein und ließen ihn oft in die Dunkelheit seinen eigenen Gedanken

versinken. Georg saß in einem Cafe und bestellte sich zwei Brötchen. Die Marmelade strich er gleichmäßig über die Brötchen. Jetzt noch ein Kännchen Kaffee. Draußen tänzelten die Schneefocken. Er beobachtete, wie Menschen in ihre Wohnungen flüchteten. Es war Januar 2026. In der Stille seiner Wohnung, umgeben von den Erinnerungen an seine Erfolge, fühlte sich Georg oft verloren. Die Wände schienen sich um ihn zusammen zu ziehen, während die Stimmen der Kritiken in seinem Kopf immer lauter

wurden. Er war gefangen in einem goldenen Käfig, dessen Gitterstäbe aus Ruhm und Erfolg bestanden. Die Angst vor dem Leben, vor dem Unbekannten, vor dem Möglich werden des Scheiterns, war erdrückend. Seine Abende verbrachte er häufig allein, mit einem Glas Wein in der Hand und einem alten Buch auf dem Schoß. Die Geschichten der Protagonisten in diesen Geschichten schienen ihm näher als die Menschen in seiner Umgebung. Er fand Trost in den fiktiven Welten, wo die Charaktere oft ähnliche Ängste und Zweifel durchlebten. Doch trotz dieser Flucht blieb die Realität, dass er sich nie

gewünscht hatte. Eines Abends, als der Regen gegen die Fenster prasselte und die Stadt im Nebel versank, beschloss Georg, einen Schritt zu wagen. Er nahm sein Handy und wählte die Nummer eines alten Freundes der Psychologe geworden war. Nach einigen Minuten des Zögerns hörte er sich selbst sagen: > Ich brauche Hilfe. < Diese Worte, so einfach sie auch waren, fühlten sich wie ein Befreiungsschlag an. Das zusammen hocken mit seinem Freund halfen ihm, seine Ängste zu verstehen und zu akzeptieren. Georg lernte, dass es in Ordnung war, verletzlich zu sein, dass

seine Talente nicht seine gesamte Identität ausmachten. Schritt für Schritt begann er, sich den Konflikten des Lebens zu stellen, anstatt vor ihnen davonzulaufen. Die nächste Live-Sendung war ein Wendepunkt für ihn. Anstatt die Angst als seinen Feind zu betrachten, nahm er sie als Teil seiner menschlichen Erfahrung an. Als die Kamera auf ihn gerichtet war und das Licht auf sein Gesicht fiel, lächelte er. Er sprach mit einer neuen Gelassenheit, die er zuvor nicht kannte. Die Zuschauer bemerkten das Gelassensein; sie sahen Georg, der authentisch war, nicht nur ein talentierter

Moderator. In den folgenden Wochen und Monaten wuchs Georgs Selbstvertrauen. Er begann neue Formate zu entwickeln, die nicht nur unterhielten, sondern auch das Nachdenken ankurbelten. Er sprach offen über seine Ängste und ermunterte andere, dass selbe zu tun. Die Resonanz war überwältigend. Menschen aus der ganzen Stadt, die ähnliche Kämpfe durchlebten, fanden in seinen Worten Trost und Inspiration. Georg Klugwohl hatte gelernt, dass das Leben nicht nur aus Erfolg und Ruhm bestand, sondern auch aus Konflikten,

die uns formen und stärker machen. In Strullenhafe, wo er einst von Angst gefangen war, fand er schließlich den Mut, seine eigene Geschichte neu zu schreiben. ENDE

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Emser
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Mein Name ist Dieter, und ich bin 72 Jahre jung. Das schreiben von Kurzgeschichten aus dem nicht mit Puderzucker bestreuten Leben, als E-Book, vertreibt mich aus meiner Hängematte. Täglich lerne ich im zarten Greisenalter dazu.

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