Kurzgeschichte
mit den Augen des Betrachters - SP 115

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"Inspiration"
Veröffentlicht am 10. Januar 2026, 10 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Lebe meine Träume, pflege meine Laster, denke positiv. Bin wie ich bin und manchmal anders
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mit den Augen des Betrachters - SP 115

SCHREIBPARTY 115 ---------------------------------------------- Thema:Mit den Augen des Betrachters Feedres Bild Nr. 2 aus dem Ankündigungsbuch http://www.mystorys.de/b173390-Sonstiges-Schreibparty-115.htm dient als Vorlage dieser Kurzgeschichte Vorgabeworte: Denkpause, Clown, Wolkenbildung, rostrot, Brücke, Kieselsteine, träumen Text : Martina Wiemers

Buchcover: kostenlos, gefunden

über google

Noch unter dem Eindruck der Ausstellung über die „Schamanin aus Bad Dürrenberg“, meiner ehemaligen Heimat, betrachte ich das Bild Nr. 2 von Feedre. Auch in ihrer Heimat Spanien wurden in der berühmten Höhle von Altamir Kunstwerke gefunden, die einige Forscher als Belege für schamanistische Visionen oder Rituale interpretieren. Es wird angenommen, dass Schamanen in Trance (durch Fasten, Isolation oder CLOWNesken) Kunst schufen, um mit der Geisterwelt zu kommunizieren. Im Bild von Feedre sehe ich den Kopf einer Frau von der ich nicht weiß, ob sie

vor 9000 Jahren gelebt hat oder der heutigen Schamanismusbewegung huldigt. Ist es Feedre selbst, die sich im Bild BRÜCKENschlagend auf Zeitreise malend und TRÄUMEND eine DENKPAUSE gönnt? Den Kopf schmückt ein ROSTROTES Haarband. Ein Schleier aus weißen Perlen oder KIESELSTEINEN umhüllt ihre Schultern, verleiht Zartheit aber auch Entschlossenheit. Vielleicht ein Hinweis auf eine erfolgreiche Heilerin, die man verehrt? Das Gesicht verdeckt ein exotisches Tier mit bunten Federn und Gehörn. Auch die

Maske und das 2. Gesicht deuten ebenfalls auf eine Sonderstellung hin. Der Raum in dem sich die Schamanin befindet, lässt keinen Blick nach draußen zu. Weder Landschaft noch WOLKENBILDUNGEN sind zu erkennen. Sie ist nicht allein. Ihr Umfeld hält Abstand. Aus Ehrfurcht oder Ritual, lässt die Malerin offen. Das Bild ist für mich voller Rätsel. Neugierig und voller Erstaunen betrachte ich es nun schon seit Tagen. Bin sehr gespannt auf die Interpretation von Feedre nach Beendigung der Schreibparty.



Die künstlerische Rekonstruktion auf der folgenden Seite zeigt die


"Schamanin von Bad Dürrenberg" in vollem Ornat. Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt von Karol Schauer


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PamolaGrey „Ein Bild wie ein Traum zwischen den Zeiten – still, geheimnisvoll und voller Zeichen. Je länger man schaut, desto mehr beginnt es zu sprechen.“
LG Pam
Diese Woche - Antworten
drachenzaehmer „Wow, das klingt echt faszinierend! Ich kann richtig nachempfinden, wie sehr dich das Bild beschäftigt. Vor allem die Maske und das Haarband haben mich jetzt total neugierig gemacht – ich würde zu gern sehen, wie Feedre das selbst interpretiert.“
LG Mike
Vergangene Woche - Antworten
Gabriele 
Hallo liebe blaue Blume am Wegesrand,
der ja nun heftig zugeschneit zu sein scheint?!
Deine sehr einfühlsame und detaillierte Kunstbetrachtung mit "Einführung" in die schamanische Kunst (und "Philosophie") ist dir gut gelungen!
Ich habe mich auch einige Zeit mit Schamanismus beschäftigt, da eine Freundin von mir, eine Ausbildung hierzu gemacht hatte. Ein weites Feld voller Magie - ebenso wie dieses schöne Gemäde von Feede!
Magisch finde ich auch wieder die vielen sehr unterschiedlichen Beiträge zur Schreibparty - wie schön!
Viele liebe Grüße von Gabriele
Vergangene Woche - Antworten
Eichenlaub 
Liebe Martina,
Du hast eine Gabe etwas zu sehen oder zu erkennen, was nicht jeder auf Anhieb sehen kann, unter dem Motto:
"ICH sehe was, was DU nicht siehst."
Du hast eine großartige Feedre-Bildbeschreibung bzw. Interpretation abgegeben. Und erst jetzt erkenne ich ganz oben links, was ich als eventuelle "grüne Blätter" gedeutet hatte, dass es eigentlich auch ein Gesicht ist mit geschlossenen Augen, runder Nase und Mund, welches zu dem kleinen weißen Gesicht direkt dadrunter und weißer Maske daneben schaut.
Aber bei der Maske mit den "wedelnden Haaren"? und "blauweißen Federn" oder was immer die Künstlerin damit andeuten möchte, entdeckte ich neulich ein kleines Gesichtchen, direkt dadrunter, aber über dem Wasser herausschauend.
Insgesamt sind hier demnach 5 "Masken-Gesichter" zu erkennen. Wer weiß, vielleicht noch mehr?
Danke für Deine Ausführungen.
Ich drücke Dir die Daumen.

Lieben Gruß
Gerlinde
Vergangene Woche - Antworten
Phantasus Liebe Martina,
ich werde hier nicht alle Gründe sagen, weshalb mir dein Beitrag sehr gefällt.
Auf jeden Fall kommt dein Eröffnungsbild dem Motto der SP "Mit den Augen des Betrachters" intensiv nach. Doch einen Grund nenne ich noch: Ich habe angesichts des letzten Bildes herzlich gelacht, denn ich wusste nicht, dass man auch einer Frau Hörner aufsetzen kann.
Unabhängig von den sprudelnden Einfällen ist die SP jetzt schon wegen der regen Beteiligung ein Erfolg.
Mit heiteren Grüßen
Ekki
Vergangene Woche - Antworten
Kornblume Danke lieber Ekki für das Lesen und Kommentieren.
Es ist spannend in die Vorgeschichte unserer Zeit einzutauchen und einen Blick auf das Leben und Treiben unserer Altvorderen zu werfen.
Vielleicht haben die hochstehemden Frauen damals alle Hörner getragen Warum,weshalb,weswegen man sie in der heutigen Zeit eher den Männern zu schreibt, kann ich nur schmunzelnd vermuten
Vielleicht ein Thema vor die SP116???
Vergangene Woche - Antworten
FranckSezelli Liebe Martina,
deine Bildbetrachtung samt Interpretationsversuch gefällt mir. Sie könnte glatt von einer Führerin duch eine Gemäldegalerie sein. Verständlicherweise kommst du über Spekulationen nicht hinaus. Das kennt man: Was hat sich der Künstler dabei gedacht?"
Interessant finde ich, dass es dir gelingt, einen ungekünstelten Bezug zu unserer Heimat und ihrer Geschichte mit der Schamanin von Bad Dürrenberg herzustellen.
Gibt es diese Ausstellung noch? Wir werden ab Mitta April wieder in der Region sein.
Liebe Grüße von
Franck
Vergangene Woche - Antworten
Kornblume Hallo Franck,
Ja,es ist eine Dauerausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle /Saale mit beeindruckenden Grabbeigaben .Ein Kleinkind auf dem Schoß der Schamanin ,welches nicht ihr eigenes ist, gibt zusätzlich Rätsel auf. Du kannst Dir dort auch das Urpferdchen ansehen und wenn Du noch Zeit hast in Pfännerhall bei Braunsbedra den Altelefanten, den man in Pfännerhall vor 40 Jahren ausgebuddelt hat.Spannend oder?
Grüße und ein Dankeschön, schickt die KOrnblume
Vergangene Woche - Antworten
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