Kurzgeschichte
Hilferuf im Zinkental 1

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"Hilferuf im Zinkental 1"
Veröffentlicht am 01. Dezember 2025, 14 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?
Hilferuf im Zinkental 1

Hilferuf im Zinkental 1


Fotograf ist Miles Iwes,

gefunden auf unsplash..


Hilferuf im Zinkental Eine wahre Begebenheit über Mut, Angst und den Willen, nicht aufzugeben.

Vorwort:Manchmal verändert ein einziger Moment alles. Ein falscher Schritt, ein Ausrutschen, eine Sekunde Unachtsamkeit – und plötzlich steht ein Mensch allein mitten in der Natur und kämpft

darum, weiterzukommen. Diese Geschichte erzählt von einem solchen Moment. Von einer Wanderung in den Bergen, die mit Begeisterung begann und sich plötzlich in einen Kampf gegen Schmerz, Kälte und Angst verwandelte. Doch sie erzählt auch von Hoffnung. Von der Kraft, nicht aufzugeben, selbst wenn man glaubt, am Ende seiner Kräfte zu sein.Und sie erzählt von

Menschen, die helfen, ohne lange zu fragen. © 2026 Pamola Grey Alle Rechte vorbehalten. .............................

Hilferuf im Zinkental Allein unterwegs beim Bergwandern spürte ich die Einheit mit der Natur, dieses überwältigende Gefühl, auf einem Gipfel zu stehen. Ich startete an der Postalm und wollte auf den Labenberg (1.642 m). Dann die Südwestflanke hinunter, vorbei am

Zinkenbach, der vom Hohen Zinken (1.764 m), Osterhorn (1.742 m) und Pitschenberg (1.720 m) kam. Alles schien friedlich – bis zur Brücke über den Klausbach. Die Brücke war breit, betoniert, ohne Geländer. Ich ging am oberen Rand, als plötzlich mein linker Schuh wegrutschte. Sekunden später fiel ich; das Bachbett wartete 1,8 bis 2,2 Meter tiefer. Ich sackte zusammen. Mein linker Arm schlug unbewusst vor mein Gesicht, die Nase blutete, Stirn, Ellenbogen, Knie – überall brannte

es. Mein rechter Fuß fühlte sich fremd und schwer an, das Sprunggelenk tat höllisch weh. „Was machst du jetzt?“ dachte ich. Ich musste einen klaren Kopf bewahren. Den Stein, den ich für Marita mitgebracht hatte, legte ich vorsichtig aus dem Rucksack beiseite. Ich packte Kamera und Handy zusammen. Akku und Schale hatten sich gelöst, aber alles funktionierte

noch. Ich musste die Böschung hoch, Schritt für Schritt. Jeder Hümpel war ein Kampf. Mein linker Fuß trug mein ganzes Gewicht, das rechte Knie stieß immer wieder gegen Felsen, Blut durchtränkte meine Hose. Endlich erreichte ich die Forststraße, doch mein Handy zeigte immer noch kein Netz. Ich musste weiter – Richtung Brücke, höher, an eine Stelle, die frei und sichtbar

war. Die Schmerzen wurden stärker, die Kälte kroch durch meine Kleidung. Ich rief um Hilfe, so laut ich konnte. Meine Stimme hallte durch das Zinkental. Immer wieder sah ich auf die Uhr – die Zeit rann wie Sand durch meine Finger. Die Angst war überwältigend, die Gedanken wirr. „Was, wenn mich niemand findet? Marita, die Kinder

…“ Dann hörte ich das Summen von Rotorblättern. Ein Hubschrauber, am Hohen Zinken, kreiste. Mein Herz schlug schneller. Ich winkte, rief, versuchte gesehen zu werden. Die Maschine flog weiter. Doch ich gab nicht auf. Stunden fühlten sich wie Minuten an. Ich fror, zitterte, doch mein

Hilferuf hallte weiter durch das Tal. Plötzlich rief jemand: „Hallo! Wo bist du?“ Ein Mann! Ich antwortete sofort. Ich konnte ihn sehen, er kam mir entgegen, Schritt für Schritt. Glücksgefühle überströmten mich, als er näherkam. „Vorsicht, die Brücke ist rutschig!“ rief

ich. Er lachte und ging vorsichtig weiter – die letzten Meter schafften wir gemeinsam. Der Hubschrauber landete sanft auf der Forststraße. Ich setzte mich vorsichtig, hielt mich an den Helfern fest. Endlich in Sicherheit. Tränen liefen unkontrolliert über mein Gesicht. Ich war

gerettet. Die Piloten waren freundlich, ruhig, professionell. Sie flogen mich ins LKH Salzburg. In diesem Moment spürte ich etwas, das tiefer ging als Freude: Dankbarkeit. Denn nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glücklich. In diesem Augenblick war ich beides.








30.10.2011, ca. 13:10 Uhr.




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Über den Autor

PamolaGrey
Meine Leidenschaft ist das Lesen, oft kann ich nicht aufhören zu lesen bis das Buch zu Ende ist, bis tief in der Nacht. ;)) Schon immer spielen Bücher eine große Rolle in meinem Leben. Kleine Geschichten habe ich immer schon geschrieben, die heute gut verwahrt in einer Schublade liegen. Manchmal nehme ich sie wieder raus, und schreibe aus ihnen eine neue Geschichte?

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Phantasus Eine sehr spannende Geschichte, mit einer markanten Schlusspointe, Pamola. Man fiebert mit dem Verunglückten um seine Rettung.
Liebe Grüße
Phantasus (Ekki)
Vor ein paar Monaten - Antworten
Bleistift 
"Hilferuf im Zinkental..."
Höchst dramatisch geschrieben und es hätte in der Tat, auch das Leben kosten können.
Immer wieder erfährt man aus den Medien von verunglückten Bergwanderern,
aber auch von erfahrenen Alpinisten, die in den Bergen ihr Leben verloren haben...
beste Grüße vom
Bleistift :-)
Vor ein paar Monaten - Antworten
PamolaGrey Hallo liebe Gerlinde,
schön das du bei mir vorbeischaust, in der tat ist die Geschichte nicht erfunden. Allerdings schon älter Sie ist meinem Vater passiert, er war Naturbursche, er liebte die Natur, und auch die Berge.
Manchmal kommen so stücke die ich schreibe als Erinnerung an meinem Vater.
LG Pam

Vor ein paar Monaten - Antworten
Eichenlaub 
Ohje, was für eine dramatische Geschichte.
Hoffentlich war alles nur ausgedacht?
Du hast sie sehr gut geschrieben.
LG, Gerlinde
Vor ein paar Monaten - Antworten
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