„Was weiß ich schon?“
Die Welt lag in Scherben.
Als sie die Schuhe auszog, war das kein Aufgeben –
es war ein Schwur.
Barfuß ging sie über verbrannte Erde,
und flüsterte:
„Vielleicht geht da noch was.“
Asche rieselte aus ihren Händen,
doch aus den Fingerspitzen stoben Funken –
nicht hell, nicht laut,
aber
echt.
Aus zerschundenen Träumen wuchsen neue Namen:
Mut. Trotz. Und dieses „Was weiß ich“,
das wie ein stilles Gebet klang.
Es war kein Plan. Kein Sieg.
Nur ein einziger Schritt.
Aber manchmal beginnt Rettung
mit einem barfüßigen „Trotzdem“.
„Ich weiß es jetzt.“
Der Morgen kam nicht mit Posaunen,
nur mit einem Atemzug –
und der war
ihrer.
Die Luft roch nach Rost,
nach Regen auf verbrannter Erde.
Und sie stand.
Nicht, weil es leicht war –
sondern weil niemand sonst mehr stand.
Die Glut in ihren Händen war kein Wunder.
Sie war das Letzte,
was blieb.
Und das Erste,
was wärmte.
„Ich weiß es jetzt“, sagte
sie.
Leise.
So leise, dass selbst der Wind innehielt.
Es ging nie um den Sieg.
Nie um das Große.
Es ging um das Eine:
Gehen.
Trotz allem.
Denn manchmal beginnt Rettung
nicht mit Hoffnung –
sondern mit Haltung.
Und
jetzt?
Sie blickt auf die Trümmer.
Nicht mit Zorn,
sondern mit einem stillen, müden Lächeln –
wie eine,
die endlich verstanden hat:
Die Welt hat sich nicht gegen sie gestellt.
Sie ist nur gefallen –
wie ein Kind,
das wieder lernen muss zu gehen.
Und so sieht sie es jetzt:
Nicht als
Ende.
Sondern als Anfang.
Bar jeder Lüge.
Die Sonne bricht durch Ruß und Rauch
wie ein Versprechen.
Kein Feuer mehr, das zerstört –
sondern eins, das wärmt.
Sie trägt keine Hoffnung von gestern.
Sie trägt das Jetzt.
Mit Händen,
die nicht klammern,
sondern geben.
Und wenn sie nun
geht,
dann nicht, um zu fliehen –
sondern um zu zeigen:
Auch aus Asche
kann man Zukunft bauen.
Nicht blind.
Nicht naiv.
Aber ganz.
Und ohne Groll.