Seit Tagen regnet es Blut vom Himmel.
Die rubinroten Wolken hängen wie ein
Omen über mir und glotzen mich an.
Der kleine Bach der sonst so unscheinbar einem
Rinnsal gleich, den Berg herunter läuft, hat sich
in einen tosenden Strom verwandelt.
Bedrohlich reist er alles was ihm sich in den Weg
stellt hinunter ins Tal. Bäume,Tiere und menschliche
Kadaver ziehen an mir vorbei und manchmal scheint
es mir das ich ihre Schreie zu hören glaube.
Vielleicht ist es besser einfach in die Fluten zu
springen und alles hintersich zu lassen. Aber ein
Gedanke lässt mich nicht mehr los und gibt mir
Mut und Kraft. Ich gehe also weiter gegen den Wind
gestemmt und steige über Felsen und Leichen.
Plötzlich greift etwas, wie aus dem Nichts nach meinem
Bein und reist mich zu Boden. Ich verliere den Halt und falle Kopf voran in die Fluten. Nur noch Blut, Schwälle von Blut füllen meine Lungen und ich muß jämmerlich verrecken. Jetzt fühle ich nichts mehr, kein Laut dringt aus meinem Mund, nur dieses Fieber , nur dieses Fieber………….
Februar 2009