Gedichte
Der seltsam anmutende ...

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"Der seltsam anmutende Ausblick des Heiratsschwindlers Jean-Jaques Surmont"
Veröffentlicht am 26. Mai 2024, 12 Seiten
Kategorie Gedichte
© Umschlag Bildmaterial: Ulrich Seegschütz
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Der seltsam anmutende Ausblick des Heiratsschwindlers Jean-Jaques Surmont

Der seltsam anmutende ...

Heissa! Wie angenehm man leben kann

in Rio oder Cannes ohne dass man täglich schuftet mit Geld, das nach Parfüm süß duftet! Gewiss, gewiss, vom Himmel fällt der Mammon nicht doch Jean-Jaques war nun mal ein warmes Licht das jede Frau verwirrt wenn sie im Dunkeln sich verliert Ach, wie oft fiel die erste große Liebe ihm in den Schoß nach einem Lächeln oder einer Geste bloß! Immer war da jemand - ein Mädchen, eine Frau All die Blumen und er der Tau! Die Biene, die stets ausgebucht von Damen, die sehr gut betucht und so floss - Dank charmanter Masche mehr als Honig in seine Tasche


Übel nahm ihm das noch keine Na ja, doch, eine Sah sich mit ihm schon vorm Altar Eltern, Freunde, die ganze Schar All seine Schwüre hat sie geglaubt war aller Träume nun beraubt Dafür soll büßen dieser Schuft! Soll atmen nur gesiebte Luft! Und so fand Jean-Jaques sich wieder vor Gericht und kniete nieder blickte auf und ihm wurd' klar dass der Kadi eine hübsche Kadin war! Die Blicke, die sich die beiden schenkten während ihre Seelen sich verrenkten gingen durch Mark und Bein und in die Geschichte ein!




Doch sah die Vorsitzende sich vor als seine Unschuld er beschwor und sie rief: "Gemach! Gemach!" als der Kläger sich erbrach Keine Frage: Gerecht war sie, penibel und genau aber eben auch ... na ja... irgendwie auch Frau! So betrachtete sie alles von hinten und vorn dann traf Jean-Jaques ihr ganzer Zorn! Wie Fäuste prügelten ihre Worte auf ihn ein trafen tief und schürten seine Pein Er war das alles nicht gewöhnt hatte das Leben ihn doch stets verwöhnt! Und nun legte der Wind der Gerechtigkeit Zeugnis ab von seiner Schlechtigkeit! Opfer kamen und gingen nicht ohne dasselbe Lied zu singen!




So hart das Urteil schließlich war das die Gesellschaft da gebar Es kam schlimmer noch später dann im Knast die Richterin hatte etwas Besonderes ihm verpasst


Seine abbruchreife Zelle lag direkt am Meer! Das machte es ihm doppelt schwer Die Freiheit, die früher ihm war einerlei lief nun im Bikini an ihm vorbei Das alles hier war unter seinem Niveau besonders das gammelige Klo denn dort gab es statt Papier nur Sand Vom Strand









© Ulrich Seegschütz

Mai|2024



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