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Pfeife rauchen - Essays über ein Hobby

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"Pfeife rauchen - Essays über ein Hobby"
Veröffentlicht am 19. März 2018, 38 Seiten
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Über den Autor:

...Was gibts über mich zu wissen ? Ich schreibe gerne, deshalb bin ich auf der Seite angemeldet. Muss man mehr wissen ?Ich freu mich natürlich immer über konstruktive Kritik und Kommentare zu meinen Texten.Sonst noch was über mich.. Malt und Metalhead und Laborheini mit einem Faible für Philosophie, Pfeifen und Fantasyliteratur. Erwarte also bitte niemand zu viel von mir :-) Oh und mich gibts auch bei ...
Pfeife rauchen - Essays über ein Hobby

Pfeife rauchen - Essays über ein Hobby

Eine kurze Übersicht über die Geschichte der Pfeife

Ich bin Pfeifenraucher und da seit etwa zwei ein halb Jahren. Und ja ich denke davon vor allem als Hobby nicht als eine Sucht. Aber um die Gesundheitsgefahren des Rauchens soll es hier auch gar nicht gehen. Die sind eine absolute Realität und darüber zu streiten ist absolut sinnlos. Mir geht es eher darum dem Leser ein wenig die Faszination für ein, doch eher ungewöhnliches und altmodisches Hobby näher zu bringen und mal ein wenig meine Gedanken dazu festzuhalten. (Und ein wenig wieder ins Schreiben rein zu

kommen) Die indigenen Völker Nordamerikas und der Inseln der Südsee dürften wohl unter den ersten gewesen sein, die Tabak zu Ritualen Zwecken verarbeiteten und aus, meist aus Stein gefertigten, Pfeifen oder als frühe Form der Zigarre zu Bündeln zusammen gerollt rauchten. Auch gab es Urformen des Schnupftabaks, wobei hier meist Tabak und Kalk zerkaut und das entstehende Pulver verwendet wurde. In der alten Welt hingegen war Tabak unbekannt aber auch hier gab es das Verbrennen und Rauchen von verschiedenen Kräutermischungen als rituelle Handlung. Tabak jedoch kam das erste Mal im 16 Jahrhundert nach Europa

und wurde dort hauptsächlich als Heil und Zierplfanze verwendet, am spanischen Hof vor allem als Schnupftabak und Mittel gegen Migräne. Einer der ersten Europäer, der sich das Pfeife rauchen von den Einwohnern Amerikas abschaute, war Walter Raleigh, der auch als erster die Kartoffel nach England brachte (Generell eine ziemlich schillernde Persönlichkeit). Eine nette Anekdote ist die, das ihn einmal ein Diener mit Wasser übergoss, während er rauchte, da dieser davon überzeugt war, sein Herr stünde in Flammen. Von dort verbreiteten sich die Kultur des Tabakgebrauchs schnell im restlichen Europa und damit auch der Gebrauch von

Pfeifen. Diese bestanden zu Anfang noch aus Ton und waren im allgemeinen Wegwerfprodukte. Im 18Jahrhudnert war es beispielsweise gebräuchlich, bereits mit Tabak vorgefüllte Tonpfeifen von Händlern zu kaufen und diese nach einmaligem gebrauch weg zu werfen und heutzutage kann man bei niedrigem Wasserstand an der Themse wahre Berge an alten Tonpfeifen finden, manche schlicht und einfach, andere verziert mit Sprüchen, Figuren und Adelswappen. Tatsächlich sind Tonpfeifen für alle Perioden nach dem 16 Jahrhundert ein wichtiges Werkzeug in der Archäologie, da sie einen guten Rückschluss auf das Alter einer Ausgrabung bieten. Die

ersten Tonpfeifen waren relativ schmal und hatten eine sehr spezifische Form und entwickelten sich von da über die gerne als „Tavern“ Pipe bezeichneten Modele des 17 Jahrhunderts bis zum Beginn des 20 Jahrhunderts immer weiter. Übrigens sind Tonpfeifen schlecht für die Zähne. Man fand bei Ausgrabungen unter anderem Schädel, dessen Zähne durch das ständige festbeißen eines Tonstiels kreisrund abgenutzt waren, so dass sie eine genaue Aussparung für die Pfeife bildeten. Etwa zeitgleich mit den Tonpfeifen waren auch Pfeifen aus Porzellan oder Keramik Populär, welche vor allem in

Holland gefertigt wurden. Beide diese Pfeifen hatten jedoch einige leidige Nachteile. Zum einen waren sie extrem zerbrechlich. Und zum anderen wurden sie heiß. Bei den Tonpfeifen behalf man sich meist mit einem kleinen „Fuß“ unter der Brennkammer, so dass man die Pfeife an diesem halten konnte. Zumindest eines dieser Probleme wurde durch ein Material geöst, das sich Meerschuam nennt. Meerschaum ist ein Mineral, das aus den Schalen urzeitlicher Krebstiere, ähnlich wie Kalk, entstanden ist und sich leicht bearbeiten lässt. Die größten Vorkommen davon finden sich in der Türkei, Tanzania und in manchen Regionen Italiens. Meerschaum hatte

zwei große Vorteile gegenüber Porzellan und Ton. Es leitet Wärme sehr schlecht, was bedeutete, eine aus Meerschaum geschnitzte Pfeife wird nur sehr langsam heiß und kann bequem mit der Hand gehalten werden. Und es ist äußerst Porös, was bedeutet, es verhält sich wie ein natürlicher Filter und kann Schadstoffe wie Teer und , beim Verbrennen entstehende Flüssigkeit aufsaugen. Ein Effekt, der dafür sorgt, das eine Meerschaumpfeife, die in ihrer ungebrauchten Form rein weiß ist, sich mit der Zeit zu verfärben beginnt und Farbtöne von Rot über Bernstein, bis violett, schwarz und braun annimmt. Viele Pfeifenbauer bezogen diese

Verfärbung in ihre Arbeiten mit ein und erschufen kleine Kunstwerke aus den Meerschaumblöcken, die vor allem aus der Türkei nach Europa kamen und hauptsächlich in Wien verarbeitet wurden. So konnte man die zu erwartende Verfärbung in etwa einschätzen und so z.b eine Indianerfigur schnitzen, deren Haut sich zwar rötlich verfärbte, deren Kopfschmuck aber weiß blieb. Übrigens besteht seit den 1970ern ein Exportverbot für Meerschaumblöcke aus der Türkei, so dass heutzutage alle Meerschaumpfeifen vor Ort gefertigt werden. Und Meerschaum-Schnitzerr in der Türkei selbst brauchen für die

Bearbeitung eine staatliche Anerkennung. Auch wenn unter der Erdogan-Regierung härter gegen Raucher vorgegangen wird, ist die Meerschaum-Verarbeitung wohl immer noch ein Kulturgut auf das die Türkei stolz ist. Und nicht nur Pfeifen werden daraus gefertigt, sondern auch Kunstgegenstände von Statuen und Souvenirs bis hin zu Pfeifenstopfern, Zigarettensitzen und Schmuck. Meerschaum hat jedoch nach wie vor ein großes Problem. Die Weichheit des Materials macht es Ideal zum bearbeiten und Schnitzen aber es ist auch brüchig. Eine Meerschaumpfeife überlebt einen Fall nur selten und wenn, immer mit

Schäden. Und auch heute noch, sind Pfeifen aus Meerschaum vor allem eines: Teuer. Lange Zeit konnte sich also nur der Adel und die reiche Oberschicht eine Meerschaumpfeife leisten. Viele antike Meerschaumpeifen besitzen auch deshalb, aufwendige Silberverzierungen und in manchen Fällen Mundstücke aus Bernstein. (Etwas, das es mir besonders angetan hat. Ich besitze selbst ein gutes Dutzend alter Pfeifen mit Bernsteinmundstücken) Der eigentliche Durchbruch in der Pfeifenherstellung ließ tatsächlich bis ins 19 Jahrhundert auf sich warten. Holzpfeifen gab es schon lange, doch

brannten diese oft schnell aus und nicht alle Hölzer sind geeignet. Manche sind beim Brennen giftig, andere wie z.b Eiche entwickeln einen unangenehmen Geschmack. Die Lösung fand man in der Baumheide oder auch Bruyere-Holz genannt. Baumheide ist ein, vor allem im Mittelmeerraum heimischer, Strauch, dessen Wurzeln extrem Hitzebeständig sind. Eine der Anekdoten über die Entdeckung des Bruyere als Pfeifenmaterial ist z.b das italienische Bauern versuchten die Wurzeln der Baumheide zu verbrennen nur um festzustellen, dass diese schlicht nicht Feuer fangen wollten. Und Bruyere war ein Material das deutlich leichter

aufzutreiben war als der importierte Meerschaum, während es ähnliche Eigenschaften, was Temperaturabgabe und Saugfähigkeit anging hatte. Und es war bedeutend stabiler. Ich selber besitze zwei Pfeifen aus dem Jahren 1910 bis 1920. Und abgesehen von ein paar Kratzern sind diese nach wie vor voll funktionsfähig. Bruyere ist, sofern richtig behandelt, quasi unkaputtbar und viele Pfeifen überleben ihre Besitzer bei weitem. Wer nun die ersten pfeifen aus Bruyere herstellte, darüber lässt sich streiten. Einige der ersten jedoch waren die, bald weltweit bekannten, Pfeifenschnitzer von St.Claude in Frankreich, auch heute noch

Ursprungsort vieler noch existierender Pfeifenhersteller. Bruyere war leicht zu bearbeiten, es war in rauen Mengen verfügbar und es stand Meerschaum in nichts nach und bis heute ist es das Material aus dem fast alle Pfeifen gefertigt werden. Es gibt noch andere Hölzer z.b Birne, Kirsche oder Mooreiche, die sich für die Herstellung von Pfeifen eignen doch nichts, was an Bruyere herankommt. Soviel also zu einer ersten groben Übersicht über die Geschichte der Pfeifenherstellung und Kultur. Ich werde auf vieles noch einmal ausführlicher eingehen, seien das Ton und

Meerschaumpeifen, die allgemeine Herstellung, Tabak u.s.w Doch für den Moment hoffe ich einfach eine erste Übersicht geben zu können.

2. Wie raucht man den ÜBERHAUPT Pfeife?

Klingt erstmal wie eine ziemlich dämliche Frage. Man verbrennt Tabak und zieht den Rauch durch Unterdruck in den Mund ( Pfeifenrauch wird gewöhnlich nicht in die Lunge inhaliert). Soweit zur Physik. Praktisch ist es dann doch etwas komplizierter. ( Aber wirklich nur etwas) . Das innere einer Pfeife funktioniert im Prinzip wie ein umgekehrter Hochofen. Raucht man eine Pfeife wie eine Zigarette, das heißt , tiefe , schnell folgende Züge, erlebt man schnell ein unangenehmes Wunder in Form von Zungenbrand. De Pfeife wird heiß und der

heiße Rauch führt zur Irritation der Schleimhäute im Mund, insbesondere der Zunge, was sich unangenehm bemerkbar macht. Pfeife rauchen braucht vor allem eines: Geduld. Ruhiges, langsames Rauchen wird belohnt. Der Tabak schmeckt besser, die Zunge und das Rauchinstrument werden geschont. Und die Frustration bleibt aus. Diese Geduld beginnt schon beim Stopfen einer Pfeife. Wie schon erwähnt, funktioniert diese wie ein umgekehrter Hochofen. Das heißt, der Tabak sollte am Boden der Pfeife lockerer gestopft werden als weiter oben, damit ein Luftzug gewährleistet ist. Am einfachsten lässt sich dies mit der

sogenannten Drittel-Methode erreichen d.h man füllt die Pfeife bis zum oberen Rand mit Tabak und verdichtet diesen nun einmal, bis die Pfeife etwa nur noch halb voll ist. Dann füllt man die Pfeife erneut mit losem Tabak und verdichtet diesen ( Am besten mit den Fingern weil man mehr Gefühl hat) bis zu einer drei/Viertel Füllung. Nun füllt man die Pfeife noch einmal bis zum Rand und verdichtete diesen wieder etwas, so dass der Tabak noch leicht nachfedert. Ob man mit dieser Methode erfolgreich war kann man leicht überprüfen, indem man einfach einmal an der gestopften Pfeife zieht. Man sollte nur einen geringen Wiederstand spüren. Muss man

daran ziehen als ob man eingedickte Suppe trinken wollte, hat man zu fest gestopft. Dann sollte man mit einem Pfeifendorn die Füllung etwas auflockern und überprüfen ob der Zug diesmal leichter geht. Wenn nicht, den Tabak einfach wieder aus der pfeife räumen und nochmal stopfen. Übung macht hier den Meister und selbst Leute die seit Jahrzehnten rauchen kriegen das nicht immer perfekt hin. Auch sollte man darauf achten, dass der Tabak den man verwendet nicht zu feucht ist, sonst verklebt dieser und macht den Zug schwerer. Außerdem brennt feuchter Tabak nur schwer. Als generelle Regel

gilt hier: Wenn der Tabak zusammenklebt wenn man ihn zwischen den Fingern drückt ist er zu feucht und man sollte ihn eine halbe Stunde auf einem Papiertuch zum Trocknen liegen lassen. Auf Pfeifentabak und was diesen ausmacht, da gehe ich noch einmal in einem gesonderten Text drauf ein. Also, die Pfeife ist gestopft und man kann leicht daran ziehen ( Übrigens die Stopfmethode die ich hier nenne ist auch nur ein Rule of Thump. Wichtig ist erst einmal nur ein vernünftiger Zug, den kann man auch erreichen, wenn man die einfach etwa die Menge Tabak abschätzt, die in die Pfeife passt und diese einfach nach Gefühl bis zum gewünschten Ergebnis

andrückt, etwas das zu Beginn Frust sparen kann. Das Ergebnis ist nicht so „gut“ wie bei der langsameren Methode aber ein funktionierender Work around) Jetzt kommen wir zum Anzünden. NEIN, LEG EN FLAMMENWERFER WEG! OH GOTT! *Wir bitten die kurze Unterbrechung aufgrund technischer Schwierigkeiten zu entschuldigen* Ähm, wo war ich? Anzünden. Wichtig ist hier eigentlich nur, dass man eine „sanfte“ Flamme verwendet. Also bitte keine Sturmfeuerzeuge oder Zigarrenanzünder. Die sind perfekt für

eine Zigarre, aber ungeeignet für eine Pfeife aus Holz. Die Flamme ist zu heiß und würde das Holz verbrennen. Ein normales Bic-Feuerzeug oder Streichhölzer sind hingegen perfekt. Es gibt auch spezielle Pfeifenfeuerzeuge mit einer gewinkelten Flamme, die verhindern, dass man sich die Finger verbrennt. Die Flamme des Feuerzeugs oder Streichholzs sollte man jetzt einfach über der Tabak in der Brennkammer halten und die Flamme durch ziehen an der Pfeife in den Tabak ziehen. Nicht zu stark, wir wollen am besten nur die Oberfläche anzünden. Während dem ziehen bewegt man die Flamme nun

kreisförmig über den Tabak hin und her, dieser bäumt sich dabei auf, das ist völlig normal, bis die Oberfläche gleichmäßig glüht oder bis der aufgequollene Tabak es einem schwer macht. Dann hört man einfach auf , legt das Feuerzeug und die Pfeife bei Seite und verwendet einen Pfeifenstopfer um den aufgequollenen Tabak sanft und ohne viel Druck wieder auf ein Level zu bringen. Es ist weniger ein Stopfen als ein Glätten. Das war das sogenannte „ False Ligth“ manche Tabake brauchen auch nur einen Zündvorgang aber meist wird man zweimal ran

müssen. Wenn der Tabak also geglättet ist, machen wir einfach dasselbe nochmal, bis die Oberfläche gleichmäßig glüht. Dann stopfen wir erneut sanft mit dem Pfeifenstopfer nach und… wir rauchen. Sollte die Pfeife bei diesem Vorgang ausgehen ist das auch nicht schlimm. Einfach wieder anzünden. Das gleiche gilt dafür, sollte die Pfeife während dem Rauchen ausgehen. Einfach wieder anzünden. Ich hab teilweise die Angewohnheit eine Pfeife die ich morgens angefangen habe zu Rauchen, erst Abends wieder neu anzuzünden. Geht sie aus, geht sie halt aus.

Und das ist eigentlich der ganze Zauber. Wenn man jetzt gleichmäßig und langsam an der Pfeife zieht und ab und an die Oberfläche sanft mit dem Pfeifenstopfer glättet, sollte man nur noch darauf achten, dass die Pfeife nicht zu heiß wird. Bruyere ist unglaublich hitzebeständig und es sind schon Leute dabei verzweifelt ihre Pfeifen für ein Experiment absichtlich auszubrennen, aber es kann passieren. Man sollte beim Rauchen am besten die Pfeife einfach in der Hand halte und wenn die Temperatur an irgendeinem Punkt unangenehm wird, diese einfach kurz bei Seite legen und einige Minuten abkühlen lassen. Wie

schon erwähnt, man kann sie jederzeit wieder anzünden. Sollte man sich mal unsicher sein ob die Pfeife den nun zu heiß ist: Haltet den Pfeifenkopf einfach mal kurz an eure Wange oder die Lippen. Ist die Temperatur noch angenehm ist alles in Ordnung. Noch ein Wort zum Abschluss: Man wird eine Pfeife selten bis zum Boden rauchen und das muss man auch nicht. Schmeckt sie an einem Punkt nicht mehr oder will sich die Asche nicht mehr oder nur schwer neu entzünden lassen, nachdem sie ausgegangen ist , ist die Pfeife im allgemeinen fertig geraucht. Dann kann man die Asche und den noch nicht verbrannten Tabak ausräumen und die

Pfeife bei Seite legen, bis sie wieder kalt ist. Das ist wichtig, da das Holz sich durch die Hitze verformt und Mundstücke sich so nur schwer entfernen lassen und man riskiert die Pfeife zu beschädigen. Ist die Pfeife kalt, bleibt nur noch das reinigen. Am besten tut man dies mit einem Pfeifenreiniger ( Ja die sind nicht bloß zum Basteln. Man entfernt das Mundstück der Pfeife, führt einmal einen Pfeifenreiniger hindurch und tut das gleiche mit dem Holz-Stummel. Einen Pfeifenreiniger durch den Rauchkanal in den Kopf führen und mit einem gefalteten Reiniger den Kopf

innen auswischen. Danach kann man die Pfeife wieder zusammen bauen und sollte sie danach einen Tag, zumindest aber ein paar Stunden, bei Seite legen, damit das Holz trocknen und sich erholen kann.

3. Pfeifentabak - Generell


Die meisten von uns dürften mit Zigarettentabak ( Meist eine Mischung aus überwiegend Burley-Tabaken und Virginia) vertraut sein. Dabei handelt es sich um so genannten Feinschnitt. Für Pfeifen ist dieser, durch seinen feinen Schnitt eben, ungeeignet. Er brennt zu schnell und zu heiß auch durch die oft zugesetzten Abbrennhilfen. Diese fehlen im Pfeifentabak. Auch die Schnittart ist anders. Die meisten Pfeifentabake die man im Allgemeinen findet, sind sogenannte Ready Rubbed-Mixturen. Diese bestehen

aus langen Tabak-Fasern oder Plättchen und nicht etwa aus den kurzen, gleichförmigen „Schnipseln“ wie man sie bei Feinschnitt findet. Es gibt auch Flake, Plug, Twist, Coins und Crumble Cake-Tabake. Darauf gehe ich aber auch noch einmal gesondert ein. Auch die Zusammensetzung ist meist unterschiedlich von Zigarettentabak, aber auch darauf komme ich später noch zu sprechen. Im allgemeinen kann man Pfeifentabake jedoch in zwei Kategorien einteilen. Das sind, die aromatisierten und die nicht-aromatisierten Tabake. Bei aromatisierten Tabaken spricht man im allgemeinen von Tabaken „Dänischer“

Richtung. Bei nicht-aromatisierten meist von Englischer, holländischer, amerikanischer u.s.w Mischung je nach weiterer Zusammensetzung. Aromatisierte Tabake zeichnen sich meist durch eine Aromatisierung mit Frucht oder Alkoholischen Essenzen und Aromen aus. Von Apfel, Vanille, Lakritz, Gin, Brandy, Whisky, Schokolade u.s.w ist fast jedes Aroma zu finden. Man darf sich dies jedoch weniger vorstellen wie bei Shisha-Tabaken. Die Aromatisierung wird vor allem von der Umwelt des Rauchers wahrgenommen werden und schlägt sich in der Raumnote wieder. Der Raucher selbst hingegen wird ziemlich schnell feststellen, dass das Aroma selbst

während dem Rauchen ziemlich schnell verfliegt, manchmal schneller, manchmal langsamer, aber kein Aromat hält das Aroma wirklich bis zum Ende. Aromazusätze in Pfeifentabak sind eher dazu gedacht, den normalen Tabakgeschmack zu unterstützen, nicht ihn mit Süße völlig zu überdecken. Auch enthalten sie oftmals einen hohen Anteil an sogenanntem Black Cavendish-Tabaken, wobei es sich um „gebackenen“ Tabak handelt, der sich durch sehr süßlichen, milden Geschmack und Geruch (Mich erinnert er in Reinform immer etwas an Rosinen oder Dörrpflaumen) und niedrigen Nikotingehalt auszeichnet. Generell

könnte ich für einen Anfänger einfach einen nicht zu stark aromatisierten Black Cavendish empfehlen. Lecker, unkompliziert und auch für die Umgebung durchaus angenehm. Auch nicht aromatisierte Mischungen erhalten jedoch meist ein Casing d.h eine Behandlung in einer, meist zuckerreichen Lösung, beispielsweise Honig, die vor allem den Zweck hat, den Tabak haltbarer zu machen. Wirklich völlig naturbelassenen Tabak in diesem Sinne, findet man bei Pfeifentabak also eher selten, jedoch ist dieses Casing bei nicht aromatisiertem Tabak meist kaum bis gar nicht zu schmecken. Bei manchen Herstellern z.b dem englischen Hersteller

Samuel Gawith, gehört die Grundnote ihres Casing aber bereits zu so einer Art Markenzeichen ( In dem hier genannten Fall, besitzen alle Tabake von S.G einen Anflug von Maiglöckchen-Aroma. Gewöhnungsbedürftig. Manche mögen es, andere hassen es) Nicht aromatisierte Tabake erhalten den Großteil ihres Geschmacks also ausschließlich von den eingesetzten Tabaken. Meistens finden sich hier Virginia-Tabake, die sich durch einen hohen Zuckergehalt, aber auch einen höheren Nikotingehalt auszeichnen. Was diese einzelnen Tabake aber genau ausmacht darauf werde ich noch einmal anderswo genauer eingehen. Und, vor

allem in Tabaken englischer Richtung, findet sich Latakia-Tabak. Dieser zeichnet sich durch ein extrem rauchiges, an Lagerfeuer erinnerndes Aroma aus, das bereits bei einem geringen Anteil Latakia deutlich zu schmecken ist. (Und für die Umgebung, außer sie mögen BBQ nicht ganz so auf Zustimmung stoßen dürfte)

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EagleWriter
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Terazuma Hey, das war ja echt interessant!
Ich meine, ich habe mit dem Rauchen nichts am Hut, aber ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass Pfeiffe rauchen wirklich so komplex ist und eigentlich einem Ruheritual entspricht. Na, wieder was gelernt!^^
LG Tera
Vor langer Zeit - Antworten
EagleWriter Irgendwas muss einen doch bei Verstand halten :D
lg
E:W
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
"Pfeife rauchen - Essays über ein Hobby..."
Als ehemaliger Pfeifen- und Zigarilloraucher
kann ich in der Tat nur bestätigen, was Du da so fein säuberlich
und akkurat aufgeschrieben hast, nämlich die absolut perfekte
Handhabung eines langsam tötenden Selbstmordinstrumentes... ...smile*
Aber so what, jedem Tierchen sein Plaisierchen... ...smile*
LG
Louis :-)
Vor langer Zeit - Antworten
EagleWriter Wie erwähnt. Über die Gefahren braucht man sich hier gar nicht streiten. Das ist sinnfrei.^^
lg
E:W
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