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Kapitel 27 Grenzgänger - Das wandernde Rätsel

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"Kapitel 27 Grenzgänger - Das wandernde Rätsel"
Veröffentlicht am 13. Januar 2018, 12 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Über den Autor:

Hallo Ihr Lieben, "Wer bin ich?" das Hauptspiel bei dieser Kathegorie Schreiben tue ich schon seid vielen Jahren. Mit 10 Jahren habe ich damit angefangen und bis vor zwei Jahren habe ich auch noch alles per Hand und mit dem Füller geschrieben. Altmodischer geht wohl kaum. Ausserdem kann man mich als DAU bezeichnen: dümmster anzunehmender Useser. Um in der Moderne zu landen habe ich mich für diese Seite entscheiden. Ich Freue mich ...
Kapitel 27 Grenzgänger - Das wandernde Rätsel

Kapitel 27 Grenzgänger - Das wandernde Rätsel

Grenzgänger

In die Dunkelheit blickte Mia. Der Gevatter Mond trieb sie aus dem Bett. Der Fluch in ihr wanderte wie eine Raubkatze in freier Wildbahn, auf der Suche nach Beute. Dabei bleckte es die Zähne und spürte dass die Person die sie zähmte weit weg war, und keine Verbindung zu Mia aufnahm. Barfuss und nur mit diesem Gewandt bekleidet, das Mia einst als Schutz vor dem Fluch geschenkt bekam, stand das Mädchen vor der Mauer der Falkenherrin. Am liebsten wäre die Raubkatze dagegen

gesprungen und hätte seine Krallen daran gewetzt, jedoch der Bannkreis war alt und mächtig. Zudem stand Mia unter dem Schutz der Falkenherrin, also war ein Ausbruch unmöglich. Vorerst! Seine Zeit würde noch kommen. Der treue Verwalter des Anwesens Aslan tauchte aus dem Nebel der Nacht auf, und fand das hilflose Bündel im Bodenfrost herumliegen. Die Dunkelheit, die Mia umgab verschwand. Nun war sie ein völlig normales Kind. Leider würde diese Dunkelheit irgendwann wieder zum Vorschein kommen und Aslan betete deswegen zu Allah, dass in dieser Zeit die Alexis Mia auch beschützen konnten.

Der alte Magier streichelte ihr über das schwarze Haar. In diesem Augenblick empfand er Mitleid, denn in der Dunkelheit sah er Mias Tod, und dessen Augen waren auf Jagd aus. Aus dem eisigen Nebel auf einem steilen Hügel stach es hervor, das alte Klostergemäuer um das Internat der Stella Aureus. Im Tal unten wurde das verträumt wirkende Falkenstein von den Schwaden wie von zarten Daunenfedern eingedeckt. Nur etwas weiter oben an der Klippe zum See thronte die Burg Falkenstein unter dem Wappen der Balthasar. Wer jetzt zum Himmel sah konnte die Greifvögel erspähen, die in

ihren Schlag zurückflogen. Jedoch wurden sie erwartet. Auf der Mauer des Verteidigungsrings stand Anna-Lena. Ihre stolze Haltung glich genau wie die eines Adlers mit ihren Bewegungen, wie der leicht schwingenden Flügel, die fast schon schwerelos schienen. In den glasklaren Augen lagen die Verantwortung und das Wissen. Die unbeschwerten Tage gingen vorbei, schon viel zu lange verstrich die Zeit. "Du denkst wieder an deinen Mann." "Du lehnst dich wieder zu weit aus dem Fenster, junge Dame." Aber Johanna fühlte sich nicht in der Stimmung als Kind behandelt zu werden.

Der Mond hielt sie die ganze Nacht wach, sowie die Sorgen um ihren manchmal etwas leichtsinnigen Bruder. Jedoch Anna-Lena blickte sie nicht an. Kaum ertrug sie noch das Leid des Fluches. "Julian hat gerade die Nachricht vom Oberhaupt Abadonn erhalten, dass Fin durch ihre Reihen streift", wechselte Jo das Thema. "Verluste?" Der Gesandte der fünf mächtigen Geister, der die Prüfung einberief, war dafür bekannt eine schnelle Auslese vorzunehmen, wenn ihm jemand in die Quere kam. "Nur Technologie. Er scheint eine

Allergie auf das einundzwanzigste Jahrhundert zu haben", meinte Jo leicht belustigt. Diesen Nico kannte sie gut, denn er wurde nur ein Jahr vor Duncan zum Familienoberhaupt gewählt. Daher also mit gerade einmal zarten fünfzehn Jahren. "Der Fluch war noch nie ein Grund...", begann Anna-Lena, doch Jo unterbrach sie. "Nein, wir Balthasar haben keinen Grund uns vor der Prüfung zu fürchten. Aber du machst dir mehr Sorgen um Emily." Ein alter Waldkauz landete bei Anna-Lena auf dem Arm, und deshalb musste sie nicht ihre Nichte ansehen. "Julian ist zu sorglos. Sie hat kein

Zeichen, aber ein Attribut der einer Toten ähnlich sieht. Sie ist sein Kind, aber ob die Geister sie akzeptieren ist eine andere Frage." "Darum solltest du dir weniger Sorgen machen", knirschte Johanna mit den Zähnen. In Gedanken fühlte sie sich bei Kai und kannte Julian gut genug um zu wissen, dass dieser seinen Neffen geradewegs in die Hölle führte. Zwar wusste sie, dass ihre Eltern tot waren, jedoch Kai würde an der Hoffnung leiden. Hoffen stellte etwas Grausames dar. Die Ungewissheit zermürbte jede Seele, und am schnellsten den

Verstand. "Was willst du damit sagen?", forderte Anna-Lena sehr sachlich. "Der Wind fängt an zu Tosen. Irgendetwas geht hier vor, und das hat mit dem Tod zu tun. Mit vergangenem Tod und neuen Opfern." "So blutrünstig kenne ich dich ja gar nicht", spielte die Tante das grausige Verhalten ihrer Nichte herunter. "Egal wie mächtig wir sind, der Mensch hat die Fähigkeit einander zu töten, also werden die fünf Familien immer angreifbar sein." "Und jetzt vor der großen Prüfung sind sie es am meisten?", ergänzte Anna-Lena

als Frage. "Das war schon immer so. Diese Zeit musste ich schon immer Überstunden machen." "Schon immer?", flachste die Ältere, da solch altklugen Sprüche gar nicht zu ihrer aufmüpfigen Nichte passten. "Meisterin Anna-Lena, ihr vergesst mein Amt existiert bereits seit vielen Jahrhunderten." Jetzt musste sich die Frau umdrehen. Geradewegs blickte sie in die Augen eines Falken, dessen weiße Haare im Wind der Morgendämmerung wehten und die Gewandung rauschte wie das Flügelschlagen. "Ich bin die Falkenherrin, vergesst

niemals dass ich den Tod bereits gesehen habe." Nach dieser Feststellung stürzte Anna-Lena zu Boden. Denn sie ließ ihre Schwägerin begraben, ebenso vor geraumer Zeit auch ihre Schwiegermutter und dennoch gab es kein Zweifel, diese Ausstrahlung war ihr einfach zu vertraut. Alle drei Frauen glichen sich bis auf das Haar, und existierten unabhängig voneinander. Die Eine brachte die Andere hervor, und nun an einem unbedachten Morgen waren sie eins. Die Magierin spürte zwar, dass es sich dabei um eine viel zu simple Lösung handelte, aber zu mehr war ihr Geist nicht in der

Lage. "Egal, was euer Mann und die Alexis herausfanden, es lohnte sich zu töten. Es lohnte sich ein so großes Risiko einzugehen, dass nur noch ein Kind helfen kann, welches man an den Galgen der Hoffung knüpft."

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Hörbuch

Über den Autor

silberfunke
Hallo Ihr Lieben,

"Wer bin ich?" das Hauptspiel bei dieser Kathegorie
Schreiben tue ich schon seid vielen Jahren. Mit 10 Jahren habe ich damit angefangen
und bis vor zwei Jahren habe ich auch noch alles per Hand und mit dem Füller geschrieben.
Altmodischer geht wohl kaum.
Ausserdem kann man mich als DAU bezeichnen: dümmster anzunehmender Useser.

Um in der Moderne zu landen habe ich mich für diese Seite entscheiden. Ich Freue mich darauf mich mit anderen
fleißigen Schreiberlingen auszutauschen und eventuell auch die ein oder andere Geschichte neu zu kreieren
Hauptsächlich bin ich geschichtlich mit Fantasy und Abenteuer unterwegs, allerdings versuche ich mich seit kurzem auch in der Sparte Krimis und Kurzgeschichten.

Ich bin gespannt was mich hier erwartet,
liebe Grüße
der Silberfunke

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Annabel Interessant zu lesen. Lieben Gruß an dich und einen schönen Abend
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