Sonstiges
Nackt

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"Nackt"
Veröffentlicht am 12. Januar 2018, 6 Seiten
Kategorie Sonstiges
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Über den Autor:

Ich bin Martina, Jahrgang '83 und habe eine Tochter. Ich lebe in einem kleinen Dorf in Niedersachsen. Das Schreiben ist für mich ein Ventil meiner Gefühle. In jedem Gedicht steckt also auch ein kleines Stückchen meiner Seele. Die erotischen Kurzgeschichten sind allerdings allesamt reine Fiktion.
Nackt

Nackt

Nackt

Langsam gleitet das letzte Kleidungsstück zu Boden. Ich folge ihm mit meinem Blick, wage nicht aufzusehen. Ich kann deine Blicke hinter mir spüren. Wie sie über meinen nackten Körper gleiten, jede Einzelheit aufsaugen. Ich weiß genau, dass ich mich betrachten soll. Mich ansehen, mich komplett entblößen. Denn nackt ist nicht gleich nackt. So hebe ich also meinen Blick in den Spiegel. Betrachte meine Füße, die Beine hinauf, die glatt rasierte

Scham, den kleinen Bauch, der mein Wunder eine ganz Zeit beherbergte. Weiter hinauf zu meinen kleinen, festen Brüsten mit ihren kecken, kleinen Nippeln. Ich mag diesen Anblick. Der Blick wandert über meine Arme, zu meinen Händen mit den langen, schlanken Fingern. Um dann über den Hals zu meinem Gesicht zu wandern. Die Lippen verziehen sich zu einem Grinsen dabei. Die Augen funkeln mich fröhlich, mit einem Anflug von Traurigkeit, an. Das Grün passt zu mir, denke ich. Eigentlich bin ich doch ganz hübsch. Trotzdem fühle ich mich oft unwohl

und unsicher. Wer bin ich? All die ganzen Jahre war ich eine Partnerin, Ehefrau, Mutter, Arbeitnehmerin. Aber wer bin ich ohne das alles? Was macht mich aus? Ich weiß es derzeit nicht. Ich bin so hilflos, funktioniere nur. Das Leben geht weiter... Aber wie?

Eines Tages, wenn der ganze Kram verarbeitet ist werde ich es wissen. Dann steige ich aus der Asche wie ein Phönix. Bis dahin genieße ich deine Gegenwart. Das Gefühl der Wärme und des Verstehens was ich bei dir habe. Du blickst tief in meine Seele, bist meine Stütze, ohne mich zu

etwas zu drängen. Bei dir bin ich einfach ich. Mit allen Höhen und Tiefen. Ich blicke wieder in den Spiegel, sehe deinen wissenden Blick. Die Wärme darin strömt durch mein Innerstes. Wärmt die kühle Seele. Ich sehe wie du mich berührst, wie deine Hände meinen Körper berühren. Ich werde zu Wachs in ihnen. Langsam drehe ich mich zu dir herum, senke demütig den Blick. Ich weiß was ich gerade möchte. Dir das kostbarste schenken was ich besitze, mein Vertrauen. Ich sinke auf die Knie, gebe mich dir hin. Möchtest du dieses Geschenk

annehmen? Denn gerade zählt ausschließlich die Gegenwart. Alles weitere wird sich fügen. Ich vertraue dir und ich vertraue mir. 12. Januar 2018

(c) M.Rethorn

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Hörbuch

Über den Autor

matzetino
Ich bin Martina, Jahrgang '83 und habe eine Tochter.
Ich lebe in einem kleinen Dorf in Niedersachsen.
Das Schreiben ist für mich ein Ventil meiner Gefühle. In jedem Gedicht steckt also auch ein kleines Stückchen meiner Seele. Die erotischen Kurzgeschichten sind allerdings allesamt reine Fiktion.

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Miranda Sehr erotisch geschrieben, liebe Martina.
Gerne gelesen.

Liebe Grüße
sigrid
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matzetino Danke liebe Sigrid.

Liebe Grüße
Martina
Gestern - Antworten
Schwanenfeder körperliche Liebe ist das Beste und Schönste, gebe es dem Menschen, den du liebst für immer und ewig, eingeschlossen in deiner lodernden Seele, gib sie dem, der den Wein von deinen sehnenden Lippen leckt und der dich hält, so innig, als gäbe es keinen Tag danach...

das sind meine Worte für dich...

Schwanenfeder
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matzetino Dankeschön liebe Schwanenfeder.

Liebe Grüße
Martina
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Apollinaris Guter Text Martina. :)
Diese Woche - Antworten
matzetino Danke Simon

LG
Martina
Vorgestern - Antworten
KaraList Mit feiner Linie ein Bild gemalt, auf Überflüssiges verzichtet, um dem Wesentlichen Platz zu geben. Sehr schön geschrieben!
LG
Kara
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matzetino Wie dankeschön Kara.

Liebe Grüße
Martina
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Bleistift 
"Nackt.."
jener Credo-Satz, der fiel in der Mitte Deines Büchleins,
...Eigentlich bin ich doch ganz hübsch...
Ganz sicher so hübsch, wie dieses Büchlein hier geschrieben ist...
Ich glaube, dass sich eines Tages ein Ritter auf einem weißen Pferd,
mehr als überglücklich schätzen wird,
dein kostbares Geschenk annehmen zu dürfen... ...smile*
LG
Louis :-)
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matzetino Ach Louis es muss gar nicht der Ritter sein ;-)

Freue mich über deinen, wie immer, so schön formulierten Kommentar.

Herzliche Grüße
Martina
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