Kurzgeschichte
Geschichte zur Geschichte - So entstehen meine Storys

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"Funktioniert deine Kreativität auch so?"
Veröffentlicht am 03. September 2017, 6 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich schreibe schon sehr lange, auch wenn das früher mehr sporadisch war. Es geht meistens um die nostalgische Prosa: Kurzgeschichten, Erzählungen, kleine Dialoge usw. Es hat angefangen, wie Edelsteine sammeln: es war als ob ich etwas sehr Schönes entdeckt habe und es war in mir drin. Und ich musste es rauslassen: aufschreiben. Sich genau zu erinnern ist etwas sehr Kostbares. Etwas verarbeiten, akzeptieren, ist wie eine direkter Kontakt zur ...
Funktioniert deine Kreativität auch so?

Geschichte zur Geschichte - So entstehen meine Storys

Ab und zu wird man gefragt, wie man auf die Ideen kommt, warum schreibt man das oder dies, woher kommt das alles. Auf einmal habe ich mir selber die Frage gestellt und so kam es zu dieser Geschichte über meine Geschichten.

Es ist manchmal ein Ereignis, zu dem du eine Rede vorbereiten sollst, oder du möchtest aus eigenem Antrieb etwas dazu zu sagen. So war es mit der Rede zur Hochzeit von meinem ältesten Sohn. Man braucht eine Idee, einen roten Faden, damit die Rede zu einer Geschichte wird. Man denkt darüber nach, versucht zu schreiben und hoppla! irgendwann hast

du den Faden und die richtigen Wörter.

Die Ideen kommen oft von außen: ein Geruch, ein Bild, ein Wort, ein Gegenstand, eine Sache usw. Es kann unendlich viele Gestalten haben, was deine Seele berührt. So entstanden meine Geschichten „Erinnerungen“ und „Buffet“.

Manchmal ist es eine Aufgabe, wie, zum Beispiel, bei dem VHS-Kurs „Kreatives Schreiben“. Ich sollte über eine Bank (Sitzangelegenheit) anhand einer Postkarte schreiben und die Überschrift „Das Bankgeheimnis“ war vorgegeben. So kam ich auf die Nachbarsbank in

meinem Heimatsort. Da habe ich das Thema Freundschaft angerissen und logischerweise kam die Geschichte über meine erste Freundin „Lenka“ˡ dazu.

Die Busreise nach Litauen ließ mich an meine litauische Puppe denken und ich schrieb die Geschichte „Meine letzte Puppe“ auf.

Aus der Kindheit habe ich mich langsam in die Zeit der Pubertät und des Erwachsenenalters vorgearbeitet. So konnte ich „Die erste Liebe“ und „Die Liebe 2.0“ nicht umgehen.

Wenn man gerade in einer kreativen Hochstimmung ist, dann greift man Ideen

„aus der Luft“ auf. Dazu dienen dann die kuriosen Dialogen oder Vorfälle im Alltag einer Familie. Es sind die Geschichten „ Schlechte Akustik“ und „ Ein altes Ehepaar beim Frühstück“.

Die Geschichte „Der Ficus“ ist mir besonders teuer. Sie war mein erster Text, der nicht aus Nostalgie entstanden ist. Sie war ein Wendepunkt im meinen Schreiben und entstand kurz nach einem sehr freudigen Ereignis in der Familie.

Der Gedanke, dass meine Zimmerpflanze eine Geschichte hat, traf mich wie ein Blitz. Da habe ich verstanden: Das Leben ist wie eine Wollkugel, die Geschichten

wie Fäden aufsammelt. Die Aufgabe ist: Den Faden zu erkennen, genauso wie man ein Wort in einem Buchstabenrätsel ersieht.

Man braucht dazu einen klaren Blick, einen fruchtbaren Boden und das Begreifen. So entstehen meine Geschichten.

ˡ Manche Geschichten, die hier genannt worden sind, können sie auf proza.ru nachlesen

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Hörbuch

Über den Autor

Marita
Ich schreibe schon sehr lange, auch wenn das früher mehr sporadisch war. Es geht meistens um die nostalgische Prosa: Kurzgeschichten, Erzählungen, kleine Dialoge usw. Es hat angefangen, wie Edelsteine sammeln: es war als ob ich etwas sehr Schönes entdeckt habe und es war in mir drin. Und ich musste es rauslassen: aufschreiben. Sich genau zu erinnern ist etwas sehr Kostbares. Etwas verarbeiten, akzeptieren, ist wie eine direkter Kontakt zur eigenen Seele. Das ich die Edelsteine zu verabeiten lernen muss, dass verstehe ich. Aber diese Art von Arbeit macht mir Spaß!

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HansJoachim Ich glaube,Kreativität kommt aus einem selbst heraus,aus seinen Erfahrungen,Gefühlen und Stimmungen.Vielleicht schnappt man irgendetwas auf und macht sich seinen Reim dazu.
Das ist der rote Faden,den du meintest und drum herum bauen wir eine Geschichte.
Ich z.B.kann keine Ungerechtigkeit vertragen,egal gegen wen und wenn ich so etwas erlebe,lese oder höre,dann will ich dagegen kämpfen und versuchen,dieses Übel zu beheben oder zu bekämpfen.Da es manchmal nicht funktioniert,wie z.B.bei der Politik,wo die Dummheit Pate steht,möchte ich zumindest kleine Nadelstiche setzen durch meine Bücher hier.
Dein Büchlein regt zum Nachdenken an,liebe Marita!
Uns bleibt oft nur das geschriebene Wort,um unsere Wut und Gefühle auszudrücken und oft kommen uns beim Schreiben noch viele Ideen,die wir dann hinzufügen.
Man darf dabei aber nicht vergessen,das,wenn man über andere Menschen,wie z.B.Poltiker und deren Arbeit schreibt,es auch recherchiert werden muss,damit es auch halbwegs stimmt und wenns auch als Spass gemeint ist.
lg hj
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Marita Ich danke für das ausführliches Kommentar. Stimme vollkommen dem Geschriebenen zu.
Vielen lieben Dank für den Favoriten.
LG
Marita
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