Krimis & Thriller
Ein Adonisröschen für Isodor - Autorenchallenge 19

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" ... und der Sieger ist .."
Veröffentlicht am 14. Mai 2017, 28 Seiten
Kategorie Krimis & Thriller
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Über den Autor:

Ich bin alt wie ein Baum, wild wie der Wind und neugierig wie ein Kind. Ich schreibe und lese, solange ich mich zurückerinnern kann. Einst beruflich als Fernsehautorin. Nun solls als Hobby in die Belletristik gehen.
... und der Sieger ist ..

Ein Adonisröschen für Isodor - Autorenchallenge 19

Autorenchallenge Nr. 19


Diemal geht es um Lampenfieber.

Doch was ist das?

Ich selber kenne es nicht.

Deshalb gehe ich die Sache diesmal
ganz anders an.


Es ist ein Kraut dagegen gewachsen, das Sommeradonisröschen, aus dem ein Wirkstoff für das Medikament gewonnen werden kann.


Viel Freude mit meiner Geschichte.

Ein Adonisröschen für Isodor

Die erste Runde des Wettbewerbes für Musical in der Disziplin „Tanz“ war deutlich an die bisher völlig unbekannte Maria Mutacelli gegangen, die durch ein Feuerwerk moderner Moves im Mix mit Klassik und Jazzdance überzeugte. Den zweiten Platz belegte die außergewöhnlich hübsche ja geradezu erotische und bisher nur aus dem Schlagergeschäft bekannte Mizzi Maienhof, die sich mit einem burlesken Tabledance die Herzen der Jury erobert hatte.

Der dritte Platz ging knapp nach Punkten an Isodor Pfeiffer, einem Showtanzer mit Musicalerfahrung aus Köln, der das ganze

Repertoire aus gängigen Tanzstilen mit umwerfender Akrobatik mixte. Allein sein Anfangspatzer, der seinem überbordenden Lampenfieber zuzuschreiben war und ihn einen Takt verspätet beginnen ließ, nahm ihm den Sieg. Doch viele hielten ihn für den neuen Star und Sieger, der eine Hauptrolle am Berliner Musicaltheater, dem Friedrichstadtpalast, gewinnen würde. Er sah nicht nur begnadet gut aus, man munkelte auch, er habe bereits in Paris in einem kleinen privaten Revuetheater erfolgreiche Auftritte gehabt und könne sowohl in Englisch als auch in Französisch singen. Während der Pause, in der sich die zehn Finalisten auf ihren Gesangsauftritt vorbereiten konnten, waren die Wetten heiß

gelaufen. Wer würde wohl gewinnen? Der Saal füllte sich nach dem ersten Klingelzeichen rasch und der Inspizient rief die Künstler in ihren Garderoben auf, sich für ihre Auftritte fertig zu machen. Das Orchester, extra aus dem Musicaltheater Leipzig eingeladen, nahm wieder seinen Platz ein. Der Dirigent stand an der Tür des Orchestergrabens. Der Inspizient Arvid Stein rief bereits in die ersten drei Garderoben. Nach den Regeln des Wettbewerbes sollten jetzt die drei Erstplatzierten im Bühnengang erscheinen, denn sie würden den zweiten Teil beginnen. Das dritte Klingeln befahl nun die letzten Zuschauer in den Saal, die Jury hatte bereits Platz genommen. Die zwei Damen Maria

Mutacelli und Mizzi Maienhof trippelten, sich gegenseitig scheinbar ignorierend, hinterm eisernen Vorhang hin und her und versuchten jede auf ihre Weise, der Nervosität Herr zu werden. Sie glitzerten in ihren knappen und phatasievollen Kleidchen im spärlichen Licht hinter der Bühne und versprachen beide zumindest optisch ein Showspektakel. Arvid Stein flüsterte etwas nervös mit dem Regieassistenten: „Schau mal, wo Isodor bleibt, da hat sich noch nichts bewegt!“

Während es hinter der Bühne immer belebter wurde und die Maskenassistentinnen sowie die Garderobiere sich an den beiden Moderatoren, einer blonden Langbeinigen mit geschlitztem Kleid und einem dunkellockigen Schönling im Frack mit Lackschuhen, zu

schaffen machten, während diese ihre Texte memorierten, hastete Felix Gräulich, der langjährige Regieassistent, durch die engen Gänge zur Garderobe von Isodor Pfeiffer. Etwas außer Atem klopfte er kurz an und rief: „Herr Pfeiffer, ihr Auftritt!“, fast gleichzeitig drückte er die Klinke herunter und trat in die nach zu viel Deo und männlichem Parfüm, Schweiß und Zigarettenrauch riechende Garderobe. Auf dem Schminktisch vor dem Spiegel stand eine Flasche Rotwein, zur Hälfte leer, daneben ein halbvolles Glas und außerdem ein Fläschchen mit „Similasan“.

„Jaja, das Lampenfieber“, dachte sich der Regieassistent. Viele Künstler halfen sich mit diesem unkomplizierten Medikament. Doch wo war der Künstler? Felix rief: „Isodor!“ Keine

Reaktion, keine Antwort. Er warf einen Blick hinter die Tür, wo abgeteilt durch einen Vorhang eine Liege in allen Garderoben stand. „Sollte der Kerl etwa eingeschlafen sein?“, murmelte Felix vor sich hin. Mit einem Ruck zog er den Vorhang beiseite und tatsächlich, da lag der Held, mit dem Rücken zu ihm und schlief. Wenigstens hatte er das Kostüm an und war geschminkt. Felix rüttelte ihn sanft an der Schulter. „Isodor, Auftritt!“ Keine Reaktion. Nun rüttelte er kräftiger. Dadurch bewegte er den Künstler auf den Rücken und was er sah, ließ ihn aufschreien. Der Regieassistent nahm sich den Garderobenschlüssel. Hastig verschloss er den Raum von außen und rannte zum Inspizienten. Der erwartete ihn schon voller

nervöser Ungeduld. „Isodor ist, glaube ich, …. tot“, flüsterte der Regieassistent ihm ins Ohr. Der Inspizient wurde blass. Schluckte, während sein stressgewohntes Hirn Optionen abwog, Alternativen erwog. Die Show sollte jetzt starten. Eine Verzögerung oder gar Absage würde das gesamte Unternehmen scheitern lassen und die Firma in den Ruin treiben. Ganz zu schweigen von den Hoffnungen der Teilnehmer. Nein er war bereit, jetzt eine Entscheidung zu treffen. Dem Jungen war ohnehin nicht mehr zu helfen. Da half nur eine Notlüge. Er schickte den Assistenten zum Moderator, der gerade im Begriff war, die Bühne zu betreten.

"Sag ihm: Isodor kann wegen einer plötzlichen schweren Erkrankung nicht am

Wettbewerb teilnehmen und habe um sein Ausscheiden gebeten. Alle Rangreihungen werden nun um einen Platz aufrücken.“

Felix eilte, flüsterte hastig, der Moderator nickte verstehend, guckte aber ungläubig und tänzelte dann an der Seite seiner blonden Kollegin im Rhythmus der Musik auf die große Showbühne, um den zweiten Veranstaltungsteil für „Deutschlands neuer Musicalstar“ anzukündigen. Noch bevor er die Worte aussprechen konnte, schaffte Arvid es, den Regisseur kurz auf dessen Direktleitung zu informieren und den Mitgliedern der Jury die Information zukommen zu lassen. Im Saal wurden „Buhs!“ und „Schiebung!“ laut. Die Moderatoren schafften es, sich kurz zu fassen, die Musik begann zu spielen und die

erste Teilnehmerin startete ihren Auftritt. „Ohje, nun werden die Wetten einbrechen. Isodor wird doch überall als Sieger gehandelt“, dachte der Inspizient. Dann schickte er sich in das Unvermeidliche und rief den Theaterarzt an, der in seinem Sprechzimmer vor dem Monitor saß und von dort aus die Veranstaltung verfolgte. Dr. Herbert Maske traf gleichzeitig mit dem Regieassistenten vor der Garderobe ein, hatte auch seine Arzttasche bei sich und fragte: „Der junge Kerl? Vor der Pause war er doch noch ganz quicklebendig, oder?“ Mit einem Blick erfasste er das Bild in der Garderobe, schaute dem Toten in die herausgequollenen Augen und das blasse Gesicht. Puls nahm er nicht mehr wahr und

auch sonst kein Lebenszeichen. Aber das Gesamtbild sah sehr ungewöhnlich aus. „Wir müssen die Polizei anrufen“, sagte er zu Felix. „Ich übernehme das.“

Felix nickte: „Gut, dann gehe ich mal in die Regie und informiere den Chef über die Details.“ In dem Moment wurde die Tür aufgerissen und Balduin Abendroth, der einst berühmte inzwischen ältliche und seltener mit Gastaufträgen betraute Musicalregisseur, stürzte in den Raum. In sonorem Bass tönte seine Frage in den Raum: „Was ist um Gottes Willen geschehen? Welches Unglück entriss dem Publikum und mir einen aufgehenden Stern?“ Mit großer Pose beugte er sich über den Toten.

"Das ist kein natürlicher Tod gewesen, verehrter Balduin", sagte der Arzt. „Ihr Verdacht ist ja ungeheuerlich! Und das in meiner Show!“ , entgegnete Abendroth mit dem Gestus des Entsetzens und der Empörung. Er drehte sich um und blickte zu den Medikamenten und dem Rotwein. „Naja, ein Lampenfiebertyp mit Tablettenmix und Alkohol, das ist wohl sein trauriges und logisches Ende. The Show must go on!“ Balduin wollte schon zum Schminktisch des Künstlers greifen, wohl um sich die Tabletten anzusehen, da hielt der Arzt den Riesen mit einem energischen Ruck am Arm zurück. „Nichts anfassen, verehrter Balduin! Ich muss die Polizei einbeziehen, das nutzt

nichts.“ „Ich hoffe, Sie irren sich doch tun sie ihre Pflicht. Aber bitte diskret, wir brauchen jetzt keinen Eklat, und die Teilnehmer sollten auch nichts mitbekommen“, ließ sich nach einer kurzen Denkpause der Regisseur vernehmen. Felix meinte: „Wir sollten die Künstler so lange in der Kantine oben zusammenführen. Dann kann die Polizei hier unten ungestört arbeiten.“ „Guter Einfall, Felix. Organisiere das schnell zusammen mit Arvid. Wenn alle Künstler in der Kantine sind, ruft die Polizei an. Und hier bleibt so lange abgeschlossen. Und ja, ich spreche mit der Geschäftsleitung, dass die Künstler während dessen auf unsere Kosten

versorgt werden. Das wird sie fürs Erste beruhigen“, fasste der Regisseur seine Überlegungen zusammen und eilte zurück in die Regie, wo sein anderer Assistent inzwischen die Veranstaltung auch ohne ihn weitergeführt hatte. Der Arzt schloss die Garderobe wieder von außen ab. Felix eilte zum Inspizienten, wo sich inzwischen auch dessen Assistent und ein Aufnahmeleiter eingefunden hatten. Gerade war die erste Künstlerin mit ihrem Auftritt fertig und nahm den Applaus entgegen. Felix verkündete den Entschluss des Regisseurs. Nun galt es die von der Bühne kommenden in die Kantine zu dirigieren. Das übernahm der Aufnahmeleiter. Der Inspizient telefonierte schnell mit der Kantine und informierte sie

kurz, jedoch ohne etwas vom Todesfall verlauten zu lassen. Inzwischen umringten die meisten Teilnehmer des Wettbewerbes und die Moderatoren das Inspizientenpult, flüsterten Fragen und wollten Antworten. Felix und dem Aufnahmeleiter, Michael Schnell, gelang es, die Anwesenden in die Künstlerkantine zu dirigieren. Als endlich alle dort anwesend waren, bat er darum, dort abzuwarten, es werde in Kürze eine genauere Erklärung geben. Bis dahin müssten sie sich vor und nach ihrem Auftritt in der Kantine aufhalten. Für ihr leibliches Wohl sei gesorgt, sie könnten sich Getränke und Speisen bestellen. „Allerdings nichts Alkoholisches!“, rief Felix den Versammelten noch schnell zu und überließ dem

Aufnahmeleiter die aufgeregten Menschen mit ihren Fragen. Aber auch der kannte nur die auf der Bühne verkündete Version, dass Isodor erkrankt sei. Felix nahm gerade einen Anruf vom Portier des Künstlereingangs entgegen. Polizei sei hier. „Was ist denn los, Felix?“, fragte der alte Erwin Müller erschrocken. Denn Polizei im Hause hatte es noch nie gegeben. „Erfährst Du bald, lass sie rein, ich komme“, antwortete Felix und eilte durch die Gänge. Die Polizei, das waren fünf Leute, die sich nun hinter Felix her durch die fürs sie noch verwirrenden Gänge des Theaters zum Garderobentrakt bewegten. Den sechsten und siebenten Kollegen hatten sie am Künstlereinlass und der Bühnentür

zurückgelassen, mit dem Befehl des Kommissars: „Hier kommt keiner raus oder rein und bitte alle anderen Ein- und Ausgänge verschließen!“. „Das geht nicht so einfach“, intervenierte Felix sofort. „Wir haben eine Veranstaltung laufen und mehr als 50 Mitarbeiter und etwa 1200 Zuschauer im Haus. Alle Türen sind Fluchtwege. Dann müssen sie eben mehr Leute zum Überwachen einsetzen.“ Der Kommissar, der sich mit Fritz Geier vorgestellt hatte, maß den buntlockigen Regieassistenten mit einem abschätzigen Blick: „Ich denke, Sie können mich meine Arbeit getrost alleine machen lassen und sich ihrer Show zuwenden,“ entgegnete er und eine schneidende Schärfe

hatte seinen bisher ruhigen Ton verdrängt.

„Wie Sie meinen. Viel Erfolg!“, antwortete Fritz und war einen Wimpernschlag später durch eine Tür verschwunden, den Kommissar und seine Truppe mutterseelenallein auf dem sich gerade verzweigenden Gang vor einer abwärts und einer aufwärtsführenden Treppe ohne weitere Erklärungen zurücklassend. Der Kommissar bemerkte schnell, dass er zu weit gegangen war und setzte dem jungen Mann durch die Tür nach, kam dort allerdings in ein weiteres Treppenhaus, das sich nach oben und nach unten ausweitete. Er beugte sich über das Treppengeländer und sah den Buntschopf eine Treppe weiter oben stehen. „Hallo, junger Mann“, rief Kriminalkommissar Geier laut. "Kommen Sie, wir müssen doch

zusammenarbeiten. War nicht so gemeint und Sie haben ja Recht. Ich werde wohl noch ein paar Leute anfordern müssen. Zeigen Sie uns bitte, wo wir zum Opfer kommen.“ Felix rief nach unten: „Kommen Sie die Treppe hoch und dann durch die Tür und gleich die erste Tür rechts. Ich habe den Schlüssel zur Garderobe und erwarte sie oben.“

Insgeheim musste Felix grinsen.

„So ein blöder Schnösel“, murmelte er bei sich. Eine Minute später standen der Kommissar und seine Truppe bereits vor der Tür und Felix übergab den Schlüssel, nachdem er nochmal genau erzählt hatte, wie sein Erkenntnisstand war. Der Theaterarzt kam aus einer Nachbargarderobe. Felix stellte

sie gegenseitig vor und gab dem Kommissar einen Piepser, mit dem er ihn erreichen könne.

„Ich habe noch was zu tun“, verabschiedete er sich. „Und übrigens, ich bin der Regieassistent Felix.“ Er grinste den Kommissar an und eilte behände über Stiegen und durch Gänge zurück zur Bühne, wo gerade der vorletzte Künstler auftrat. Inzwischen hatten Aufnahmeleiter und Inspizienten alle Hände voll zu tun gehabt, die Künstler in der Kantine zu halten beziehungsweise immer wieder dorthin zu komplimentieren. Felix überlegte, wer wohl dem armen Isodor den Sieg nicht gegönnt haben könnte. Als gewiefter Krimileser wusste er, einer musste

einen Vorteil haben. Also schlussfolgerte er, es kann nur einer aus der Spitzengruppe gewesen sein. Der Vertrag und die Geldprämien für die Sieger waren schon erheblich und wohl ein Verbrechen wert. Viele der teilweise mittellosen Bewerber setzten darauf und hofften, dass es nun aufwärts gehen würde. Aber wie ist es geschehen? Wie kam Isodor um? Hatte man ihm Gift in den Rotwein gemischt? Doch wie er wusste, trank Isodor nicht, war trockener Alkoholiker. Sie hatten sich vor zwei Tagen darüber unterhalten. Isodor trank vor allem Fruchtsäfte und guten Tee. Ein Rückfall, der mit seinem enormen Lampenfieber in Verbindung stand? Felix schüttelte leicht den Kopf. Nein, dagegen half

ihm ja dieses Mittel. Wie vielen seiner Kollegen übrigens auch. Völlig harmlos, wenn man den Beschreibungen glauben wollte. Ein homöopathisches Arzneimittel. Interessant war eigentlich nur die Zusammensetzung, die in großen Dosen durchaus zu Schäden führen konnte. Vor allem dieses Strophanthus gratus. Er erinnerte sich daran, was er vor Kurzem bei Wikipedia gelesen hatte: „Die in Zentralafrika heimischen Strophanthus-Arten fanden zunächst nur zur Herstellung von Pfeilgiften Verwendung.“ In Deutschland war der Wirkstoff oder das Gift im Sommeradonisröschen zu finden. Felix wusste das, weil er gehört hatte, dass sein Nachbar genau diese Wildblumen aus seiner Pferdeweide ausgestochen hatte, dadurch

konnten die Pferde sterben, wenn sie das Zeug fraßen. „War da nicht ein Blumenstrauß in der Garderobe?“ Felix versuchte sich zu erinnern. Doch dann wandte er sich wieder seiner Arbeit zu. Der Kommissar würde schon klarkommen und wenn er Fragen hätte, ihn rufen. Vor der Entscheidung der Jury und der Auswertung des Publikumsvotums waren alle Künstler in der Kantine versammelt. Inzwischen hatte sich durch die Befragungen der Polizisten herumgesprochen, dass Isodor nicht nur schwer erkrankt, sondern verstorben war. Das Wort „Mord nahm bislang keiner in den

Mund. Kommissar Geier und der Kriminltechniker waren relativ schnell zu einem Ergebnis gekommen. Isodor starb an einer Überdosis Strophantus gratus. Man hatte zwei verschiedene fremde Fingerabdrücke an der Tasse, am Waschbecken und auf dem Tisch gefunden. Das Gift war in der Teetasse gefunden wurden. Allerdings war die Teetasse sehr schlampig gespült und nicht abgetrocknet. Den Hinweis mit dem Tee verdankte der Kommissar übrigens dem Regieassistenten. Und während im Saal die Siegerin des Wettbewerbes, die vormals viertplatzierte im Tanz und nun Beste mit überwältigender Punktzahl im Gesang ausgerufen wurde,

nahm Kommissar Geier den Regisseur der Show wegen Mordes fest. Der hatte als einziger auf diese Künstlerin gewettet. Die Gewinnsummen würden wohl ein paar hunderttausend Euro betragen. Bei späterer Überprüfung wurde auch seine Ausbildung zum Drogisten bekannt und die Fingerabdrücke waren ein letzter Beweis. Letztlich half ihm kein Leugnen, wenn er auch versuchte einen letzten großen Auftritt aus seiner Verhaftung zu inszenieren. Der Regieassistent Felix Greulich aber bekam endlich eine Stelle als Regisseur am Musicaltheater, denn der Intendant hatte wohl gemerkt, dass der buntgelockte Wirbelwind den Großteil der Bühnenarbeit relativ selbständig gestemmt hatte und die besten

Showideen für die jungen Nachwuchskünstler von ihm und nicht aus der verstaubten Trickkiste des Balduin Abendroth stammten.

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Über den Autor

Tintenklecks
Ich bin alt wie ein Baum, wild wie der Wind und neugierig wie ein Kind.
Ich schreibe und lese, solange ich mich zurückerinnern kann.
Einst beruflich als Fernsehautorin. Nun solls als Hobby in die Belletristik gehen.

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Kornblume 
Dein Medikament gegen das Lampenfieber solltest Du umgehend zum Patent anmelden. Es wird Dich reichund auch berühmt machen. Man wird es Dir nicht nur aus der Hand reißen,sondern die Pharmaindustrie wird Schlange vor Deiner Tür stehen. Selbst die ganz, ganz Großen sind nicht gegen Lampenfieber gefeiht. Sie werden Dir zu Füßen liegen.
Viel Lob für die Ankündigungsseite Deiner Geschichte. Na, da bin ich aber mal gespannt , dachte ich beim Umblättern. Die Neugier hält sich sich bis zu Seite 8 . Dann plätschert sie vor sich hin und der Text zieht sich . Der Mord nicht wirklich spannend , doch für Regieassistent
Felix Greulich der Karrieresprung und sogar ohne vorheriges Lampenfieber. Na ja , so die Einschätzung und den Daumen diesmal nur in der Waagerechten.
Grüße an Dich, lieber Klecks , vor der Kornblume
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Gast Ich danke Dir herzlich. Und das Mittel gibt es wirklich in der Apotheke, ich habe es nur recherchiert :-)
LG vom Klecks
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abschuetze Sorry Kleckschen ... ich habe nur quer gelesen. Ich kann diese kleine Schrift nicht ab. Und ich habe nun schon eine Brille, aber die Buchstaben fangen dann an zu tanzen. Liegt wohl an deiner Story ... Bühne, Künstler ...
Auch konnte mich der Beitrag nicht so recht fesseln und bei der Stange halten. Du schreibst immer so schön professionell, dass ich nicht immer folgen kann. Mein Hirn mag's lieber etwas lockerer. Das sollte jetzt aber keine Kritik sein. Höchstens an meinem Aufnahmevermögen :-)
Wir lesen uns nach der Sommerpause zu passenderen Themen wieder.
LG von Antje
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Tintenklecks nee, hast schon recht. ok, ich mache die Buchstaben größer, aber die Geschichte ist diesmal eher Grütze als Sahne. Danke für Alles. LG vom Klecks
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MerleSchreiber Ja, ich hatte tatsächlich Mühe, dranzubleiben und nicht mittendrin anzufangen, eine Abkürzung zu nehmen und quer zu lesen. Die kleine Schrift fällt mir extrem schwer zu lesen, außerdem stimmen deshalb auch die Seitenzahlen nicht. Zuviel des Guten, lieber Klecks. Man liest immer weiter, aber kommt nicht richtig "rein" in die Story im Künstlermilieu. Wie schade, denn dein Schreibstil wäre ja auch hier wieder einwandfrei. Nein, besser gesagt: richtig anspruchsvoll. So wünsche ich dir einen erlebnisreichen Sommer, damit du hinterher wieder feine Klecksgeschichten schreiben kannst.
Liebe Grüße, Merle
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Tintenklecks Danke, genau dazu soll die Pause gut sein. Ich bin wohl müde und hab einiges um die Ohren. Danke für Deine Zeit
LG vom Klecks
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welpenweste hallo Tintenklecks,
mir drängt sich der Verdacht auf, dass es sich um ein "Muss"-Werk handelt. Zu wenig Esprit, zu wenig Einfälle. eine Krimistory, die lieblos zu Ende gebracht wird und ein paar Seitenbemerkungen zu "Lampenfieber", quasi als Versatzstückchen fallen läßt. Wie immer geschmeidig im Schreibstil, aber eben der Faden zum thema ist ausgespleißt, wenn nicht gar verloren gegangen. Wenn dann wenigstens die Krimistory anheimelnd gewesen wäre, abrer auch da wirken viele, allzu überflüssige Figuren mit. Der Schluss spiegelt genau das wieder. Endlich Schluss mit der Story, so meint man den Autor innerlich rufen.
Mein Gott, wie anders, als das, was ich sonst von Tintenklecks geboten bekomme mit bisher durchweg hohem Niveau.
Die Ausführung ist ordentliche Handarbeit, mehr aber leider nicht.
Natürlich ist es schwierig über Lampenfieber zu schreiben, wenn man es nicht kennt, aber...
Ich schreibe auch über Mörder, hinterfotzige Typen und auch diese Eigenschaft finde ich bei mir nun gar nicht. Das macht doch einen Schriftsteller aus, dass er etwas glaubhaft herüber bringt.
Wir Du schon erwähnt hast, es ist Dir einfach nichts dazu eingefallen. Dafür ist es gut lesbar.
Meine Ausführung "Die Schreibblockade" mag ein wenig darüber hinweg trösten. Es gibt sie, die Schreibblockade.
trotz allem lieb gemeinte Grüße
günter.
Und zum Schluss: Ansonsten schreibst Du toll!
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Gast wie Recht Du hast. :-) Danke
LG vom Klecks
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mohan1948 Ein sehr interessanter Mordfall! Hat mir sehr gefallen
liebe Grüße
Hannelore
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Gast Danke für Deinen Kommentar
lg vom Klecks
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