Nach längerer Zeit bin ich wieder hier.
Das Leben ist ein Arschloch?
Keine Ahnung, ich schreibe Lyrik für
Menschen, die sich etwas mehr über den Tellerrand hinaus wagen.
Nicht jedermanns Sache, aber immer ehrlich und nah
den Hinterhöfen und Seitengassen der Gesellschaft.
Es wird Nacht unter uns
Eine Jungfrau zum Frühstück
und das Morgenmagazin.
Es regnet Flieder
über meiner Stadt.
Eremiten bauen Paläste
und Jesus wird aufgebahrt.
Konzerne versprühen Konfetti
aus Glas
und irgendjemand klopft an meine Tür.
Es ist Sommer.
Die Kinder tanzen an den Wänden.
Kleine Schatten für das
Exekutions-Kommando.
Und nebenan
feiern sie Messen.
Große, laute Messen,
deren Gesänge
mich zwingt
den Fernseher lauter zu drehen.
Das Moma-Wetter
peitscht durchs Wohnzimmer
und ich ertränke
die Dunkelheit mit Kaffee
und zwanzig Zigaretten zu viel.
Fragen werden
an Häuser gesprüht.
In grellem braun.
Kein Hausmeister in Sicht.
Und mittedrin ich,
geläutert und angepasst.
Kein Joint mehr zu haben,
seit Kalle starb.
Nach längerer Zeit bin ich wieder hier.
Das Leben ist ein Arschloch?
Keine Ahnung, ich schreibe Lyrik für
Menschen, die sich etwas mehr über den Tellerrand hinaus wagen.
Nicht jedermanns Sache, aber immer ehrlich und nah
den Hinterhöfen und Seitengassen der Gesellschaft.
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Rajymbek
Wenn man nicht denkt, was man soll, dann kann man sich freuen, anders zu sein. Ich freu mich über deinen Text.