Biografien & Erinnerungen
Ein kurzes Verfahren - Eine teuere Analogie

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"Der bequemste Weg, zahlen und Klappe halten."
Veröffentlicht am 20. Januar 2017, 12 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
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Über den Autor:

Ich sehe und verstehe mich als Hobby-Autor. Da ich jedoch mit dem Schreiben nicht meinen Lebensunterhalt bestreiten muss, nehme ich mir die Freiheit heraus und schreibe das, wozu ich Lust habe, woran ich Spaß habe und was mir gefällt. Da ich ein kritischer Mensch bin, gerne alles hinterfrage, was mir fragwürdig erscheint und darüber Nachdenken (ein weiteres Hobby von mir) schreibe ich nicht nur zur Unterhaltung und zum Wohlgefallen. Ich bin ...
Der bequemste Weg, zahlen und Klappe halten.

Ein kurzes Verfahren - Eine teuere Analogie

Grüß Gott (3)

Ende, Grüß Gott, Teil 2


Da ich den Hitler-Gruß nicht aus rechtsextremer Gesinnung geschrieben habe, sondern nur um den Spieler darauf aufmerksam zu machen, dass ich Grüße, die einem Personenkult dienen, nicht mag und auch zu keiner Zeit rechtsextremes Geistesgut verbreitet habe, sondern nur meine Meinung vertrat, halte ich die Anzeige für nicht gerechtfertigt und erstatte hiermit Anzeige gegen die Person, die mich angezeigt hat, wegen Rufmord, Verleumdung, übler Nachrede und

Mobbing. Ich bin mir nicht sicher wer der Gesellschaft mehr schadet. Sind es die Rechtsextremisten oder sind es die Zeitgenossen, die aus Gier nach Anerkennung oder Geltungsbedürfnis friedliche Mitmenschen zu Rechtsextremisten machen oder abstempeln wollen?









Ein kurzes Verfahren

Nun ist es amtlich, wenn auch nicht explizit daraus hervor geht, dass ich ein Rechtsextremist bin, so hat mir der Gebrauch des Hitlergrußes in Gegenüberstellung zum Gottesgruß eine Verurteilung von 300,- € eingebracht. Von der Staatsanwaltschaft Köln, vertreten durch die Staatsanwältin (Namen sofern Interessen besteht ) erhielt ich als Antwort auf meine Anhörung folgende Benachrichtigung

(Abschrift vom Original):




Ermittlungsverfahren gegen Sie Tatvorwurf: Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.


Sehr geehrter (gemeint bin ich)


nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen sind Sie eines Vergehens nach §86a StGB hinreichend verdächtig. Ich beabsichtige, von der Verfolgung dieses Vergehens abzusehen und Ihnen aufzugeben, als Auflage einen Geldbetrag von 300,- Euro an folgende Stelle zu zahlen usw.



Ich gebe zu, für die Staatsanwaltschaft ist das der einfachste Weg, das Verfahren zu den Akten zu legen. Aber, dass ich für die Bequemlichkeit 300,- Euro zahlen soll, das will mir nicht in den Kopf, daher erwiderte ich der Frau Staatsanwältin:


Sehr geehrte Frau Staatsanwältin ....


Sie machen mir zur Auflage, 300,00 € zu zahlen, nur auf den Verdacht hin, eines Vergehens nach § 86 a StGB. Sicher werden Sie verstehen, dass mir das als Begründung nicht ausreicht und gelange eher zu der Auffassung, dass Sie die Anhörung ebenfalls missverstanden

haben oder, dass ihnen relevante Punkte entgangen sind, die gegen das Vergehen sprechen. Daher bitte ich sie um eine detaillierte Begründung und Beweise, die diesen Verdacht bestätigen. Vielleicht hätte ich dann die Chance das Missverständnis aufzuklären, denn es wäre mir schon wichtig, nicht auch noch von Ihnen als Rechtsextremer dargestellt zu werden - welches ich mit dem Zahlen des von ihnen geforderten Betrages sogar bestätigen würde. Weil ich mir aber sicher bin, dass dem nicht so ist und etwas dagegen habe, dass mir das unterstellt wird, erlaube ich mir den Widerspruch mit der Bitte

und in der Hoffnung, dass Sie es doch etwas genauer verfolgen und dem Zusammenhang den Vortritt geben, der beim besten Willen nichts mit Rechtsextremismus zu tun hat, sondern mir nur unterstellt wurde. Sollten Sie nach Überprüfung Ihrer Entscheidung zu einem günstigeren Urteil kommen, dann wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen Dass ich verurteilt wurde, nur auf Grund eines Verdachtes und die Begründung in einem ziemlich komplexen Paragraphen versteckt ist, ist schon reichlich unverschämt. Aber scheinbar haben schon viele ähnliches mit sich machen

lassen, ansonsten wäre die Benachrichtigung fundierter ausgefallen.


Dass es auch Ausnahmen gibt, innerhalb des besagten Paragraphen, scheint der Staatsanwältin genauso entgangen zu sein, wie der Zusammenhang, indem ich den Gruß verwand habe und das nochmal zur Erinnerung: Wenn ich Heil Hitler geschrieben habe, um damit anzudeuten, dass der Gruß von der Art her nichts anderes bedeutet, als Grüß Gott, denn beides sind Personenkult bezogene Grüße, dann hat das absolut nichts mit Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu tun, sondern das ist

meine Meinung und das ist u.a. auch eine Ausnahme, die der besagte Paragraph zulässt.

Aber das habe ich der Frau Staasanwältin noch nicht geschrieben, denn zunächst möchte ich die Reaktion abwarten und auf den Ausgang bin ich selbst sehr gespannt, denn Juristen vom Gegenteil zu überzeugen, deren Schwerter die Paragraphen sind, dürfte nicht einfach sein, aber der Versuch ist es wert und wie es ausgeht, das wird dann im Teil 4 nachzulesen sein – für die Wenigen, die das überhaupt interessiert. Warum schreibe ich das? Ganz einfach um zu sehen, wie das Verständnis der

Leser ist, aber auch, um darauf aufmerksam zu machen, wie leicht und bequem sich die Staatsanwaltschaft eines Verfahrens entledigt um es zu den Akten zu legen – was aber zugleich auch ein Beweis dafür ist, für wie dumm sie die Betroffenen halten bzw. einschätzen. Außerdem wäre damit auch die lästige Gegenanzeige vom Tisch.

Ich habe mir vorgenommen, es bis zum Letzten durchzuziehen und scheue mich auch nicht vor dem Verfassungsgericht. Ich würde mich über jeden Kommentar freuen und auch Vermutungen über den Ausgang, würden mich interessieren.



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Hörbuch

Über den Autor

pepe50
Ich sehe und verstehe mich als Hobby-Autor. Da ich jedoch mit dem Schreiben nicht meinen Lebensunterhalt bestreiten muss, nehme ich mir die Freiheit heraus und schreibe das, wozu ich Lust habe, woran ich Spaß habe und was mir gefällt.
Da ich ein kritischer Mensch bin, gerne alles hinterfrage, was mir fragwürdig erscheint und darüber Nachdenken (ein weiteres Hobby von mir) schreibe ich nicht nur zur Unterhaltung und zum Wohlgefallen.
Ich bin mir dessen bewuust, dass ich die Mehrheit damit nicht begeistern kann. Aber auch in dem Falle ist mir Qualität lieber als Quantität.
Alle (annehmbaren) Kommentare sind ausdrücklich erwünscht und ich betrachte sie als Belohnung.

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mohan1948 Es wird wie immer mit zweierlei Maß gemessen lieber Fred! Ich hoffe, Du kommst ohne Strafe davon, denn bei diesen "Gutmenschen" ist leider alles möglich. Dass du nicht rechtsradikal bist, dass weiß ich, doch wenn man in einer Demokratie solche Aussagen wie Du es gemacht hast, schon vor den Kadi gezerrt wird, ist schon erschreckend.
Wünsche Dir ein schönes Wochenende
herzlichst
Hannelore
Vor langer Zeit - Antworten
pepe50 Vielen Dank, liebe Hannelore und ich denke wir beide wissen was wir voneinander zu halten haben ... wäre das bei allen so, dann sähe die Welt anders aus.
Hier ist doch der beste Beweis für die Engstirnigkeit. Alle fahren auf den Hitlergruß ab, der in dem Zusammenhang wirklich nur Nebensache ist, aber das will man nicht wahr haben und macht eine Staatsaffäre daraus und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Was Du zur Demokratie schreibst, dem schließe ich mich an und es ist zugleich ein Hinweis auf die Qualität der Sogenannten. .
Intrige, Verleumdung, Rufmord, üble Nachrede, Mobbing und ganz abgesehen von der Meinungsfreiheit, scheinen keine Rolle zu spielen oder es mangelt an der geistigen Vorausetzung das wahr zu nehmen. Aber leider ist das ja nichts Neues. Dass allerdings auch eine Staatsanwältin zu dieser Klientel gehört, das ist für mich neu und ich vermute sie wird andere Gründe haben, die ich aber nicht so ohne weiteres akzeptieren werde.

Dir auch ein schönes Wochenende - LG Fred
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
Ach Pepe,
ich habe nun deinen "rechtsradikalen" Werdegang
von der Kneipe (Teil1) bis hier her aufs Gericht (Teil3) verfolgt.
Und ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass Du bestimmt
keiner dieser glatzköpfigen, ewiggestrigen Dummbrote in Springerstiefeln bist, sondern eher ein kautziger, alter Starrkopf, der mal einen rausgehauen hat, weil ihm beim Skat
ein anderer göttlich grüßend über die Leber gehumpelt ist...
Als intelligenter Mensch hättest Du allerdings mit einem charmanten Lächeln ebenso problemlos darüber hinwegsehen, oder es bestenfalls mit einem nichtssagenden Gesichtsausduck einfach ignorieren und dabei bewenden lassen können.
Aber nein, Du musstest ja noch deinen Senf in Form einer eklatanten Begrüßungsformel dazugeben, die dem Auge des Gesetzes auf der Stelle das Lid aufschlagen ließ...
Und das sogar weit über 70 Jahre nachdem jener völlig verblödete Grußgeber alllängst das Zeitliche gesegnet hatte...
Wie uninitelligent von Dir, wo Du doch genau wusstest, dass eine solche auch in der Öffentlichkeit des Internetzes vorgetragene Grußformel per Gesetz schon seit etlichen Jahrzehnten in diesem Nachfolgeland des Deutschen Reiches als verboten galt...
Und jetzt beklagst Du Dich hier und bei Gericht schriftlich darüber, dass man Dir das Kainsmal auf die Stirn gedrückt hat, mit dem man Dich als nun tatsächlich als einen Ewiggestrigen abstempeln will...
Ach hättest Du Dich doch nur mit dem Gruß: "Heil Cäsar" auf jenes freundliche gemeinte
"Grüß Gott" besonnen, als es noch Zeit dafür war.
Dann hättest Du Dir jetzt in Italien, bei den Römern jede Menge Pluspunkte,
anstatt deutscher Euronen-Abzüge aus Köln einhandeln können.
Aber so ist es nun mal, des Menschen Wille ist schließlich sein Himmelreich... ...smile*
So grüße ich Dich denn mit einem politsch absolut unverfänglichem
"Petri Heil"...
...obwohl ich mir nun meiner Sache darin auch nicht mehr ganz sicher bin,
heutzutage so richtig politisch korrekt gegrüßt zu haben... smile*
Jedenfalls beste Grüße
Louis :-)



Vor langer Zeit - Antworten
pepe50 Vielen Dank für den beeindruckenden und vorbildlichen Kommentar Louis. Leider bist Du aber auch den Manipulationen aufgesessen, die man dem Gruß entnommen hat..(s. auch bitte mein Komment. unter Günter)
Z - Wie uninitelligent von Dir, wo Du doch genau wusstest, dass eine solche auch in der Öffentlichkeit des Internetzes vorgetragene Grußformel per Gesetz usw. -Ze
So wurde es dargestellt, so war es aber nicht. die Antwort mit dem Hitlergruß war im Chat nur an die betreffende Person gerichtet, der mit: Grüß Gott, ein Spiel eröffnete. Veröffentlicht und aufgebauscht wurde es von einige Mitspieler, die das aus dem Chat geklaut haben, um sich damit auf meine Kosten zu profllieren - wobei sie sich zu Nutzen machten, dass die meisten Menschen einfach alles glauben ohne sich selbst Gedanken zu machen.
So befindest Du dich mit deinem "Petri Heil" schon auf ganz dünnem Eis. Immerhin ist das die Hälfte von dem Hitlergruss und was ist, wenn jemand behauptet, dass Du Petri gar nicht gemeint hast? Darf man eigentlich "Heil Merkel" sagen? Ich würde es gerne tun, denn sie könnte es gebrauchen. :-)
Es ist nur traurig, das solche Menschen, die sich auf Kosten anderer Profilieren - in welcher Weise auch immer - in der Masse die nötige Unterstützung finden. Wen wunderts? An Vorbildern mangelts ja nicht, Politiker, Medien etc.
Zumindest rechne ich es dir hoch an, dass Du mich nicht in der Ecke siehst, in die man mich gerne geschoben hätte bzw. hat.
Ja, auch dir die besten Grüße
Fred


Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift 
Hallo Fred,
ich lese seit Jahren Deine Geschichten und manchmal muss
ich über deine Kauzigkeit in bestimmten Dingen schon mal lächeln,
aber mit einem bisschen mehr Nachdenken über bestimmte Zusamenhänge hättest Du Dir gewiss viele Unannehmlichkeiten ersparen können. Und ehrlich, ich würde mit Dir auch kein einziges Wort wechseln, stündest Du auf deren Seite, denn nichts hasse ich mehr als dieses braune Nazigesindel & Co. ,wie auch ihre über einen Persilschein weißgewaschenen geistigen Nachfolger...
Dieses verkackte NPD-Verbot durch die deutsche Justiz ist für mich ein offener Schlag ins Gesicht der 60 Millionen Opfer dieser faschistischen Barbarei des 20.Jahrhunderts. So dürfen die geistigen Erben dieser Verbrecher mit höchst juristischer Genehmigung der Bundesrepublik Deutschland weiterhin die Demokratie besudeln und ihr Unwesen treiben...
Diese Nazis haben im vergangenen Jarhundert einen Teil meiner Familie auf dem Gewissen und ich erkenne sie schon von Weitem an dem infernalischen Gestank den sie verbreiten, in welcher Maskerade sie dabei auch immer auftreten mögen...
Aber zu Deiner Information, selbst ein wie auch immer geartetes Bekenntnis (nur) im Internet abzulegen, heißt zugleich per Gesetz auch immer "Öffentlichkeit" zu präsentieren.
Wenn vier Personen an einem virtuellen Tisch sitzen und Skat spielen und auch nur einer von ihnen sich entsprechend äußert, dann hat er, ob er es will, oder auch nicht, den Tatbestand der Öffentlichkeit eindeutig erfüllt.
Der Rest ist mit allen Konsquenzen leicht vorhersehbar.
Und dabei spielt es auch gar keine Rolle, wie man was gemeint,
oder auch nicht gemeint hat...
Ich hoffe, Du hast an dieser Stelle gewiss den Inhaltes meines Satire-Grußes sehr wohl verstanden, selbst wenn der Name auch nur so ähnlich klingt, wie der dieser rechtspopulistischen gescheiterten Unternehmerin, so reißt niemand dabei seinen rechten Arm in die Höhe, um jemanden zu huldigen.
Denn wenn wir ab sofort alles wortwörtlich nehmen, dann können wir uns aus der Kultur unseres Abendlandes sogleich verabschieden...
LG
Louis :-)


Vor langer Zeit - Antworten
pepe50 Auch dieser Kommentar kann sich sehen lassen, Louis und ich glaube ich könnte mich mit dir Stunden oder Tage lang unterhalten bzw. philosophieren oder auch diskutieren, ohne befürchten zu müssen, dass wir uns in die Wolle kriegen, zumindest lassen deine Kommentare den Schluss zu..

Das Geständnis, dass Du meine Geschichten schon seit Jahren liest, freut mich natürlich. Dass ich zu wenig nachdenke, das sehe ich anders und das würde eher zu dem Kauzigen passen, vielleicht denke ich anders, welches viele nicht nachvollziehen können. Kauzig erinnert mich an Schopenhauer, mit ihm kann ich mich identifizieren, wenn ich seine cholerischen Zügen außer acht lasse. - lach.
Du Hast so viele Punkte angesprochen, auf die ich aber nicht weiter eingehen möchte, denn dann würden wir wohl kein Ende finden, aber ich werde mich über PN bei dir melden. - LG Fred
Vor langer Zeit - Antworten
welpenweste Ein Verfassungsgericht wird in keinem Fall heran gezogen.
Der Fall ist einfach, liegt auf der Hand. Mit diesem geringen Strafvolumen ist die Sache noch glimpflich ausgegangen.
Allerdings teile ich die Ansicht, dass deutsche Gerichte mit verschiedener Gewichtung agieren. Wie kann es sein, dass Herr Müntefehring straflos folgendes von sich geben konnte: "Wer nicht arbeitet braucht auch nichts zu Fressen!" (wörtlich).
Diese und ähnliche Sätze sind mir aus der Geschichte von Konzentrastionslagern bekannt.
Auch der Ausspruch des Ministers Clement: "Die Arbeitslosen sind alles arbeitsscheue Betrüger" ist eigentlich strafbar. Würde ich haargenau dasselbe über die Flüchtlinge veröffentlichen, dann könnten sich die Gerichte plötzlich daran erinnern, dass es den Straftatbestand der Volksverhetzung gibt.
Günter
Vor langer Zeit - Antworten
pepe50 Vielen Dank für deinen ergänzenden Kommentar, Günter, wobei Du leider auch von der falschen Voraussetzung ausgegahgen bist.

Z -Der Fall ist einfach, liegt auf der Hand. Mit diesem geringen Strafvolumen ist die Sache noch glimpflich ausgegangen. - Z

Dem Stimme ich zu, der Fall war für mich auch einfach. Grüß Gott ist eine Floskel und ich habe mit einer Floskel geantwortet. Das wäre aber nicht strafbar. Das Perfide ist doch, dass man versucht hat dieser nichtssagenden Redewendung einen Sinn zu geben und noch verwerflicher ist es, dass dieser konstruierte Sinn gegen mich verwendet wurde. Aber am schlimmsten ist es, daß die Meisten auf diesen "Zug" mit aufgesprungen sind - inkl. der Staatsanwältin - ohne sich auch nur im Mindesten Gedanken darüber zu machen, was dieser Missbrauch und die Umdeutung der Floskel für Folgen hatte.
Wer Probleme damit hat, den Hitlergruß als Floskel anzusehen, beweist lediglich, dass die Vergangenheit noch nicht bewältigt wurde und die Betreffenden sich immer noch mitverantwortlich fühlen, für das, was in der Nazizeit geschah.
Das bestätigt auch das Verbot dieses Grußes, aber dadurch läßt sich nicht ungeschehen machen, dass es diesen Gruß gegeben hat zudem bestärkt es jene, die Missbrauch damit treiben wollen.
Ein "edler" Deutscher muss alles daran setzen, dass sich diese Zeiten auf keinen Fall wiederholen und das wollen sie bei jeder Gelegenheit unter Beweis stellen - was für vernünftig veranlagte Menschen allerdings eine Selbstverständlichkeit ist. - LG Fred
Vor langer Zeit - Antworten
MerleSchreiber Gratuliere, da hast du mit Deinen gezielten Provokationen ja mal richtig Erfolg gehabt; will sagen: es wurde dir die ersehnte Aufmerksamkeit zuteil. Jetzt - wo es um`s Geld geht, kommt Du meines Erachtens schon ziemlich gemäßigt, man könnte auch sagen, unterwürfig daher. Als aufgeklärter und NICHT der "unwissenden Masse" angehörender Mensch hättest du allerdings auch schon vorher wissen müssen, wie der Tenor der Rechtsprechung in dieser Sache ist:
Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 09.08.2010 - 1 Ss 103/10:
Auch wer mit einem Hitlergruß in der Öffentlichkeit nur Aufmerksamkeit erregen und provozieren will und dabei keine politischen Absichten verfolgt, macht sich strafbar.

In meiner Tendenz zum Gutmenschen ;-) wünsche ich dir aber trotzdem, dass du aus der Sache irgendwie gut, hoffentlich aber etwas schlauer, wieder rauskommst.
Gott zum Gruße, Pepe (Anm.: eventuell provozierende Grußformel, jedoch ohne strafrechtliche Relevanz)
Merle
Vor langer Zeit - Antworten
Bleistift lacht*
Feiner Kommentar... grinst*
LG
Louis :-)
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