Dark Prinz See you Tomorro
Kapitel 2: Die Vorfreude
Am nächsten Morgen wachte ich auf und fühlte mich immer noch leicht benommen von den Ereignissen des Vortags. Rudolf hatte mich wirklich nach Hause begleitet, und obwohl er kaum etwas gesagt hatte, hatte mich sein Blick den ganzen Abend über nicht losgelassen. Mein Herz klopfte schneller, wenn ich nur daran dachte.
In der Schule war es wie immer – nur dass ich mich dieses Mal auf jeden
Schritt achtete, um Jessica und ihre Clique aus dem Weg zu gehen. Ich merkte sofort, dass die anderen irgendwie tuschelten und sich heimlich anstarrten, aber ich konnte nicht herausfinden, warum. Rudolf hingegen saß ruhig an seinem Platz, als sei nichts geschehen, und schenkte mir ein kleines, aufmunterndes Lächeln. Dieses Lächeln war alles, was ich brauchte, um mich ein wenig sicherer zu fühlen.
In der Pause saß ich auf der Bank im Schulhof, blätterte in meinem Notizbuch und versuchte, die Gedanken an gestern zu ordnen. Plötzlich setzte sich Rudolf neben mich. „Hey, alles okay?“ fragte er
freundlich. Ich nickte, obwohl mein Herz raste.
„Du hast gestern echt alles tapfer durchgestanden“, sagte er leise. „Ich weiß, dass es nicht leicht war.“
Ich schaute ihn an und musste unwillkürlich lächeln. „Danke… wirklich. Ich weiß gar nicht, wie ich dir danken soll.“
Er grinste verschmitzt. „Na, lass uns das doch bei deiner Geburtstagsfeier nachholen. Ich freue mich schon darauf.“
Plötzlich spürte ich ein Kribbeln in
meinem Bauch. Nur der Gedanke, dass Rudolf wirklich zu meiner Party kommen würde, ließ mich erröten. Alles wirkte so aufregend, so neu – als würde sich mein Leben gerade ein kleines Stück in eine magische Richtung drehen.
In der nächsten Stunde bemerkte ich, dass Jessica mich erneut beobachtete. Ich spürte, wie sie tuschelte und mit ihren Freundinnen kicherte, doch diesmal blieb ich ruhig. Ich wusste, dass ich jemanden hatte, der hinter mir stand – Rudolf. Dieses Wissen gab mir Mut und ließ mich ein Stückchen selbstbewusster werden.
Am Ende des Schultages konnte ich es
kaum erwarten, nach Hause zu kommen und die letzten Vorbereitungen für meine Party zu treffen. Während ich mein Zimmer betrat, dachte ich daran, wie unglaublich aufregend das Leben plötzlich war, nur weil ein neuer Junge in meine Klasse gekommen war.
Und tief in meinem Herzen wusste ich: Irgendetwas Besonderes verband uns, etwas, das ich noch nicht ganz verstand, aber schon jetzt nicht mehr missen wollte.
Fortsetzung folgt