Gedichte
Spätherbst im Ich

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"Spätherbst im Ich"
Veröffentlicht am 02. Januar 2009, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
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Über den Autor:

Eigentlich zu nett für diese Welt.
Spätherbst im Ich

Spätherbst im Ich

Spätherbst im Ich

 

Ich fürchte mich.

Kälte zieht durch jede Faser

brennt auf der Haut und

klammert fest sich im Gemüt.

 

Schwarz sind die Wasser aller Meere,

die Ebbe wirkt  wie  Lebensleere.

Das große Tor ist nicht mehr weit,

in  Wellen zeigt sich Sterblichkeit.

 

Die Lampen hat der Tag vergessen,

nur  Wogenkämme  tragen fahles Licht.

Kann Offenbarung ich ermessen,

wenn in mir stirbt die Zuversicht?

 

Noch ist Erinnerung ein fester Pfad,

auf dem die Seele nicht erblindet.

Im  Uhrwerk  war ich  nur ein kleines Rad,

um das sich schöne Zeit auch windet.

Ich fürchte mich.

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erato
Eigentlich zu nett für diese Welt.

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Gunda Spätherbst - Hallo Thomas,
Qualität lässt sich nicht verleugnen ...

Freue mich, dir hier zu begegnen.

Lieben Gruß
Gunda
Vor langer Zeit - Antworten
mukk Spätherbst im Ich - - ein wundervolles Gedicht - sehr berührend, voll Melancholie und Angst, aufrüttelnd - und doch auch voll Dankbarkeit für schöne Tage, schöne Jahre.
Alles hat seine Zeit - auch wenn im Herbst die Blätter fallen, ist dies eine wunderschöne Jahreszeit, voll Reife und intensiver Farbenpracht.
Richte den Blick nach vorne, so hast du nicht nur schöne Erinnerungen, eine reiche Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft - vielleicht voll Überraschungen. Sei ein wenig neugierig auf einen stillen, ruhigen Winter. (lies morgen mein Gedicht "Wegkreuzungen" im Forum)
Mit ganz lieben Grüßen
Ingrid

Vor langer Zeit - Antworten
Traumwelten Spätherbst im ich - eine treffende Wortwahl, realistischer ehrlicher Blick in die Zukunft des eigenen Ichs. Und doch tragen wir bereits die Weisheit der bereits gelebten Zeit in uns.

Liebe Grüße
Eva
Vor langer Zeit - Antworten
ulla Zeilen, - die nachdenklich machen,
der Blick in die Zukunft, ob fern oder nah, wer weiß das schon...
und doch schwingt auch etwas Dankbarkeit für schöne Stunden mit,
hat mich tief beeindruckt
liebe Grüße
ulla

Vor langer Zeit - Antworten
Phantasus Spätherbst im Ich - hallo erato, mit treffenden Metaphern und ausgewogenem Rhythmus ist dir eine sehr gute Gestaltung von Furcht gelungen.
Liebe grüße von Phantasus
Vor langer Zeit - Antworten
PaulG Spätherbst - Da geht es sehr in die Tiefe. Ein sehr schönes Gedicht mit Gedanken, denen wohl jeder in seinem Leben ausgesetzt ist oder es noch sein wird...

Liebe Grüsse
Paul
Vor langer Zeit - Antworten
Nuance Spätherbst im Ich - Ein Werk, das in sich völlig rund und stimmig ist, in all der Traurigkeit, Nachdenklichkeit, Melancholie und auch Furcht / Angst, die es vermittelt.
Mit Bedacht gewählt und wirklich treffend ist der Titel. Wird auch der Herbst als Jahreszeit mit keinem Wort im Gedicht verwendet, so erinnert er doch mit seinen Boten an genau jenen Weg hinein vom Lebensherbst in den Winter / die Sterblichkeit, die du auch so treffend, nachdenklich, berührend, ja sogar Furcht und Angst aufkommen lassend beschrieben hast.
Zum Nachdenken anregend im Innehalten des Bewusstseins, dass das große Tor für jeden zu durchschreiten ist.
LG, Nuance
Vor langer Zeit - Antworten
Abendstern Ich fürchte mich ... - Lieber Thomas,
ein wundervoll melancholisches Gedicht,
welches du uns hier schenkst.
Dieser Blick in die Tiefe, lässt die Angst leben, die du in hervorragender Wortwahl in Verse gewebt hast...

mein Kompliment !

herzliche Grüße
und alles Gute für 2009 !
Abendstern
Vor langer Zeit - Antworten
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