Kurzgeschichte
Zur rechten Zeit am rechten Ort

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"Für sie bin ich der Retter in der Not. Er sieht mich als Konkurent"
Veröffentlicht am 25. September 2016, 6 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Für sie bin ich der Retter in der Not. Er sieht mich als Konkurent

Zur rechten Zeit am rechten Ort

Titel

Vor längerer Zeit hatte ich mir angewöhnt Tampons einstecken zu haben. Meine letzte Dame hatte immer das Glück, im unpassendsten Moment ihre Periode zu bekommen und nichts dabei zu haben. Nach dem sie mit mir Schluss gemacht hatte, dachte ich nicht daran, das ich die Dinger mit mir herumtrug. Eines Tages begab es sich, das eine Dame plötzlich ihre Periode bekam und nichts dabei hatte. Wir waren beide in der Straßenbahn. Sie mit ihrem Freund und ich allein. Als sie ihm steckte, das sie gerade ihre Tage bekommt, glitt

meine Hand automatisch in meine Jackentasche, holte einen Tampon hervor und hielt ihn ihr hin. Während des ganzen Vorgangs sah ich nicht zu ihr, sondern die ganze Zeit in mein Buch, welches sehr spannend war. Bis ich ihren Blick spürte. Sie starrte mich entgeistert an. Ihr Typ schaute ziemlich eifersüchtig drein. Aber das war ich schon gewohnt. Ständig waren irgendwelche Typen grundlos eifersüchtig, nur weil sich ihre Weiber mir anvertrauten. „Ich habe öfters Nasenbluten. Man sieht zwar scheiße damit aus, aber es stoppt am Schnellsten den Blutfluss. Willst eins für deinen aktuellen

Blutfluss?“ Natürlich war das gelogen. Obwohl, als ich Teenager war, hatte ich fast jede Nacht Nasenbluten gehabt. Aber ich hatte mir nie Tampons in die Nase gesteckt. Damals hatte ich noch keinen Kontakt dazu gehabt. Das mit den Tampons in die Nase stecken, wenn man Nasenbluten hat, habe ich aus irgendeinem Film. Mein Gegenüber schien ihn nicht gesehen zu haben, denn sie ließ ein langgedehntes Ah von sich. Wahrscheinlich nahm sie es als Tipp. Sie zögerte. Ihr Typ guckte mich immer grimmiger an. Ich beachtete ihn nicht. „Es ist nur ein Angebot. Du musst es

nicht annehmen.“ „Danke. Und die helfen wirklich bei Nasenbluten?“, fragte sie leicht misstrauisch? „Probier es doch aus? Wie du sehen kannst, entspricht der Durchmesser des Tampons, in etwa dem Durchmesser meines Nasenlochs.“ Als sie den Tampon entgegengenommen hatte, zog ich mir meine Jacke aus und breitete sie über ihre nackten Beine aus. „Jetzt kannst ihn benutzen, ohne das jemand was sieht.“, sagte ich und schaute ihr ernst und entschlossen in die Augen. Und tatsächlich steckte sie sich das

Ding rein. Ihr Freund war nicht begeistert davon. Doch sie ignorierte seine Proteste und gab mir dankbar meine Jacke zurück, als der Tampon richtig saß. „Das du kein Hitzschlag kriegst, bei der Hitze.“ „Gewohnheit. Und heute war es ganz günstig, das ich sie anhatte. Nicht wahr?“ Sie lächelte mich an. Es war ein bezauberndes Lächeln gewesen. Und das Letzte, was ich von ihr sah. Denn ich musste aussteigen.

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