Fantasy & Horror
Das wandernde Rätsel - 7.Bruderherz

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"Kai bricht ein altes Verspechen und nutz höhere Magie um Mia zu retten. Und das hat Folgen!"
Veröffentlicht am 09. August 2016, 20 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Über den Autor:

Hallo Ihr Lieben, "Wer bin ich?" das Hauptspiel bei dieser Kathegorie Schreiben tue ich schon seid vielen Jahren. Mit 10 Jahren habe ich damit angefangen und bis vor zwei Jahren habe ich auch noch alles per Hand und mit dem Füller geschrieben. Altmodischer geht wohl kaum. Ausserdem kann man mich als DAU bezeichnen: dümmster anzunehmender Useser. Um in der Moderne zu landen habe ich mich für diese Seite entscheiden. Ich Freue mich ...
Kai bricht ein altes Verspechen und nutz höhere Magie um Mia zu retten. Und das hat Folgen!

Das wandernde Rätsel - 7.Bruderherz

7. Bruderherz

Überarbeitete Version



Was passiert wenn ein Teil deiner Familie gestorben, ein anderer verschwunden ist und du nicht weist wem du trauen kannst? In deinem Körper die Kraft von Generationen schläft und die Hoffnung dir das Tor zur Hölle zeigt? Wenn diese Fragen beantworten kannst, dann weist du was Kai bevor steht.







Kapitel 7. Bruderherz


Ausgerechnet an der Badeinsel war der tiefste Punkt des Badesees. Mit schwindender Kraft sah Mia, wie das Licht der Sonne vom Wasser allmählich verschluckt wurde. Eingeschlossen im kalten Nass, begann gleichzeitig ein unerträgliches Ziehen und Zerren in ihr. Das Dröhnen ihrer Schläfe war im Vergleich dazu ein Nadelstich. Nun verlor sie das Bewusstsein und die Menschengestalt, mit der Gewissheit in dieser Form nicht zu überleben. Tut mir Leid. Brüder. Die Oberfläche zerriss und im Augenwinkel erkannte sie, dass jemand sie erreichen wollte

und es konnte. Den schnell herunter sinkenden Körper gepeinigt von den schmerzen der eintretenden Verwandlung, war es nicht möglich sich mehr zu rühren. Eine rettende Hand nach ihm auszustrecken war unmöglich. Diese Gewissheit beschleunigte nur Mias herab sinkenden Tod. Mia! Mit all seiner Willenskraft rief Kai nach dem Mädchen. Es musste ihm gelingen sie bei Bewusstsein zu halten, um die Verwandlung zu stoppen. Eiskaltes brennen durchfuhren die Nerven des Jungen im gleichen Augenblick, in dem er Mia zufassen bekam. Sich des Todeskampfes bewusste, bis Kai die Zähne zusammen. Jedes bisschen Sauerstoff war von Nöten um das hier zu überleben. Für

Beide! Mia wach auf! Für diesen Aufschrei musste Kai seine ganze Konzentration aufbringen, denn es war nicht einfach jemandem einen Gedanken zu senden, wenn dieser nicht bei sich war. Die Zeit rann schneller als Wasser durch seine Hände. Hingegen seine Glieder schienen durch Mias Fluch in Eis verwandelt zu werden. Er war ein guter Schwimmer, aber das hier war anders. Mia, Mia, Mia. Verdammt noch mal, weshalb fühlte er sich so aufgewühlt. Denn Kai überstand doch schon wesentlich Schlimmeres, als dieser Vorfall. In seiner Hilflosigkeit blieb ihm nur noch übrig zum letzten Mittel zu greifen, welches dem

Alexis Erben zur Verfügung stand. Jetzt nutzte er die reine Elementarmagie. Damit brach er ein Versprechen, welches er mir seiner Großmutter gab, nach dem wir unser zu Hause verlassen mussten. In seinem Geist formten sich Worte. Seine Körper sammelte aus den tiefen seiner Selbst Energie. Endlich schaffte er es seine Gliedmaßen zu steuern und prasste somit Mias Leib fest an seinen eigenen. Auf seiner Schulter spürte er das Reisen von Gewebe. Dieser Schmerz feuerte direkt auf seine Wirbelsäule, dass ihm alle Luft aus der Kehle entwich. Aber dennoch rettete er Mia und sich selber vor dem sicheren nassen Tod. Die Wasserblase welche er schuf, war kaum größer als die beiden. Würde die Badeinsel

nicht über ihnen liegen, dann hätte jeder an der Wasseroberfläche dieses Wunder mit ansehen können. Mia, bleib bei mir! Kämpfe! Du bist stark! Das hältst du aus! Während er versuchte Mia in das Bewusstsein zurückzurufen, riss Kai den Gürtel ab, zog das Rückenband auf und streifte das Obergewand ab. Ich habe versagt. Sie sind tot. Ein erbärmliches Wimmern. Ein undeutliches Flackern in einer fast gelöschten telepathischen Verbindung. Nun wurde Kai schlecht. Weiter und weiter strömte lange versiegelte Magie aus ihm herraus, viel mehr als es hätte sein müssen. Es war zu anstrengend für ihn die Blase derart lange

aufrecht zu erhalten. Die Luft war von Anfang an zu knapp gewesen. Ihm fehlte Übung und Training. Eine Menge Training. Du lebst Mia, du musst Leben! Bleib bei mir! Es half nur noch die reine Instandhaltung. Daher presste Kai seine Lippen, hart und unromantisch auf den Mund von Mia. Damit drängte er einen Teil seiner Kraft in ihren Körper und unterbrach mit ungeheurem Glück die Verwandlung von Mias Fluch. DU HAST SIE GERETTET. DOCH NOCH IST ES NICHT VORBEI! Der Fluch wehrte sich. Jetzt bekam Kai Kopfschmerzen, so heftig als hätten die Pranken einer Raubkatze ihn mitten ins Gesicht geschlagen. Der Schmerz fühlte sich derart gewaltig an, als mit geballter Wucht die

Wassermassen auf die Körper der beiden Kämpfenden einschlugen. Der Rettung stand nur noch Mias weites Kleid im Weg, das Gewicht drohte sie in die Tiefe zu ziehen. Bevor die beiden an die Luft kamen, drückte Kai ein letztes Mal seine Lippen gegen Mias, um ihr etwas von seiner Luft abzugeben. Für die beiden schien es so, als würde ihr Handeln Stunden dauern. Während Kai Mia weiter nach oben zog, dröhnte ihr der eigene Herzschlag in den Ohren. Umso länger dieser Aufstieg andauerte, desto mehr wurde das Dröhnen des Herzrhythmus stärker. Es machte ihr Angst es so laut schlagen zu hören, deshalb klammerte sie sich eng an

ihren Retter! Vier starke Hände zogen die Verunglückten ans Ufer. Mit diesen neuen Reizen und dem frischen Sauerstoff, schaffte es Kai seine Magie zurück zu zwängen in seinen Körper. Der Kopfschmerz und das zerrissene Siegel seiner Kraft betäubten ihn dennoch. Augenblicklich wollten Holger und sein Freund sich um Mia und Kai kümmern, jedoch hielten sie sich fest um schlugen. Keiner wollte den andern Preis geben. Um sie herum johlten und jubelten die Badegäste und Jugendlichen aus dem Dojo, und Kai wurde als Held gefeiert. Aber er überhörte alles und jeden. Zu viele Menschen verlor er schon, als dass er Mia jetzt loslassen konnte. Die schlimmsten Bilder schossen ihm durch den

Kopf, und er hatte keine Gewalt mehr darüber. Die einzige Sicherheit die ihm noch blieb, war dieser weiche Körper in seinen Armen. Dieses pochende Herz unter seiner Hand von Mia, und dazu ihr flacher Atem an seinem Ohr. Ein so starker Geist mit wärmender Seele, verbunden durch einen hauch dünnen Seidenfaden, welchen die Menschen Leben nannten. Danke, Kai. Mia. Die erlösende Formel für beide. Der Spuk war endlich vorbei. Mit diesen Worten schaffte sie es, dass Kai loslassen konnte. Die beiden sahen sich an. Mühsam mit halb geschlossenen Augen versuchte Mia sich ein Lächeln abzuringen und Kai... Zusehends

beruhigte sich das Tosen seiner freigesetzen Kraft tief in seinem Innern. An diesem einem Ort, an dem ihm Mia berühren konnte.

Vorsichtig hob er sie hoch, und übergab ihre halbnackte Gestalt in die umsorgenden Hände von Holgers Freund. Auf Mias Stirn klaffte eine dicke Platzwunde. Dunkelrotes Blut sickerte mit Wasser vermischt über ihr Gesicht, den Hals und die Brust. Auf ihrer völlig blassen Haut sahen die purpurnen Fäden erschreckend aus. Auch dem Helden stand die massive Anstrengung in bleiche Gesicht schrieben. Jedoch lehnte Kai die Hilfe von Holger ab. Völlig außer Atem und mit dunkelblauen Lippen wandte er sich nur an seinen Trainer: "Bo, ich bringe Mia nacher nach

Hause!" "Junge, geh’ ins Krankenhaus mit ihr", forderte Boris ihn auf, aber dieses Grün seiner Augen ließen den Trainer erstarren. Der Blick von Kai sah starr aus. Diese anstrengende Konzentration hielt ihn vom Schlimmsten ab. Die Magie war immer noch aufgebrochen und sein Zustand fühlte sich labil an. Instinktiv faste er nach seiner Schulter und war erleichtert das niemand seine Schmerzen sehen konnte, da das Fleisch zwar brannte, jedoch kein Blut floss. Genau in diesem Augenblick tat Annika das denkbar Dümmste, was sie jemals tun konnte. Als sie sprach fasste sie ihn an: "Kai, es tut mir leid. Ich wollte nicht..." Ein Handstreich und Annika landete auf ihrem

Hintern. Von Oben herab trafen sie die kältesten Blicke, die Kai je zeigte. "Es tut dir leid? Was tut dir leid? Dass du Mia beinahe umgebracht hast!", herrschte er sie ungehalten an. Bevor der Junge völlig die Beherrschung verlor, packte ihn Boris am Arm und versuchte Kai von Annika und den anderen wegzuzerren. "Sie hat dir nichts getan. Niemandem hat sie jemals etwas getan." "Kai beruhige dich", donnerte Boris auf ihn ein, doch er drang damit überhaupt nicht zu ihm durch. Der Sohn seines Freundes aus alten Tagen schrie sich die Seele aus dem Leib und kämpfte. Zur Sicherheit stellte sich Holger vor Annika,

selbst wenn sie den Schutz nicht verdiente. "Kai...Kai beruhige dich. Mia ist noch am Leben. Junge, nun komm’ wieder zu Verstand. Es ist nichts Schlimmes passiert." "Du hast keine Ahnung!" Die rehbraunen Augen von Annika wirkten wie die eines aufgeschreckten Tieres, dass gleich von einem Auto erfasst würde. Von ihrem so heiß und innig verehrten Kai war nur noch brüllender Eisbär übriggeblieben. Doch was sie nicht wusste, dass dieser Junge nichts anders war als auch nur ein verletztes Tier, welches um sein Überleben kämpfte. "Es ist nicht wie bei deinen Eltern. – Holger, hilf mir!" Auf Boris Befehl hin sprang der zweite Trainer sofort ein, doch die Chancen zu gewinnen

veränderten sich nur geringfügig. Mit Leibeskräften stemmten sich die ausgewachsenen Männer gegen dieses Kind, das zwischen Panik, Trauer und seiner ungeahnten Kräfte hin und her gerissen war. "Verdammt noch mal ist der Bengel stark!" Jeder Magier achtete das Leben, vor allem sollte er auf das der andern achten. Für Kais Verständnis stellte dies mehr als eine moralische Regel dar. Der Junge wusste, dass das Leben nur ein dünner Seidenfaden war. Ein langer, glänzender Faden. Strapazierfähig und schön, jedoch reizbar und auf seine Art und Weise äußerst empfindlich. "Darf ich mal!" Die Stimme ertönte aus dem Hintergrund der Schaulustigen. Hierbei handelte es sich um

einem groß gewachsenen jungen Mann, dessen Haare struppig und Feuerrot aussahen.

Verschwörerisch zwinkerte er dem kleinen Mädchen zu, sodass selbst Annika rot wurde und er verschaffte sich somit Zugang zu Kai. Noch während Holger und Boris versuchten den aufgebrachten Alexis mit Worten zu beruhigen, holte der Rotschopf schon aus und schlug zu. Es beförderte Kai nach hinten, und die Männer zur Seite. Dass es einen Aufschrei des Entsetzens gab, musste nicht weiter erläutert werden. Außerdem verteidigte sich dieser Fremde sogleich, und dazu noch wieder mit einem schelmischen Lächeln um seine vollen Lippen herum: "Was für ein

einschlagendes Wiedersehen. Meinst du nicht auch, kleiner Bruder?" "Rooster, was machst du denn hier?", keuchte Kai überrascht. Dieser Schlag hatte mehr als nur gesessen, und gleichzeitig kehrte die Ruhe in den Jungen zurück. Diese Schockvariante funktionierte ganz ausgezeichnet. Der junge Mann mit dem außergewöhnlichen Namen Rooster, reichte dem Grauhaarigen die Hand zum Aufstehen. Dabei zog er ihn zu sich hoch, sodass er Kai in den Arm nehmen konnte.Eine unerwartet versöhnliche und brüderliche Geste. Lediglich Roosters Worte zeigten eine schärfere Wirkung als jedes Rasiermesser, und sie heilten Kai endgültig von seiner

Wut. "Jedes magische Wesen im Umkreis von zehn Kilometern hat deine hübsche Aktion mitbekommen können, du Vollidiot!"

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Über den Autor

silberfunke
Hallo Ihr Lieben,

"Wer bin ich?" das Hauptspiel bei dieser Kathegorie
Schreiben tue ich schon seid vielen Jahren. Mit 10 Jahren habe ich damit angefangen
und bis vor zwei Jahren habe ich auch noch alles per Hand und mit dem Füller geschrieben.
Altmodischer geht wohl kaum.
Ausserdem kann man mich als DAU bezeichnen: dümmster anzunehmender Useser.

Um in der Moderne zu landen habe ich mich für diese Seite entscheiden. Ich Freue mich darauf mich mit anderen
fleißigen Schreiberlingen auszutauschen und eventuell auch die ein oder andere Geschichte neu zu kreieren
Hauptsächlich bin ich geschichtlich mit Fantasy und Abenteuer unterwegs, allerdings versuche ich mich seit kurzem auch in der Sparte Krimis und Kurzgeschichten.

Ich bin gespannt was mich hier erwartet,
liebe Grüße
der Silberfunke

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