Fantasy & Horror
Four Dreams - 2. Kapitel

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"Mit Freunden an der Seite"
Veröffentlicht am 10. Juli 2016, 36 Seiten
Kategorie Fantasy & Horror
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Über den Autor:

Hallöchen, hier spricht (schreibt) Svea, Ich wohne überall und nirgendwo, ich kann nur sagen:auf der Erde. Zudem liebe ich das Schreiben, aber auch den Sport, Malen und Zeichnen, außerdem liebe ich meine Familie und Freunde (halbwegs verständlich oder?). Ich bin durch vieles Lesen von genialen Büchern, wie zum Beispiel den Tigerbüchern von Colleen Houck, die Bücher von Kerstin Gier und vielen anderen mega Büchern (Nightshade...) zum Schreiben ...
Mit Freunden an der Seite

Four Dreams - 2. Kapitel

2. Kapitel Auf den Korridoren sah man überall Grüppchen über die Aufgaben der Schulspiele diskutieren und sich austauschen. Das erste wunderschöne Bild erschien auf einer Klassentür und darauf folgend schrie die Klassenlehrerin ( Mrs. Dimbley, die für ihre Wutausbrüche berühmt war(Psychophatin)) die Klasse schön deutlich und vor allem sehr, sehr laut an. Ich fand zwar, dass das Portrait von ihr ziemlich gut getroffen war, doch sie war da anscheinend anderer Meinung. Außerdem war ich mir sicher, dass dieses

Portrait auch ihren Weg in die SaintMariSmile schaffte. Als wir den Aufschrei von Mrs. Dimbley hörten sprangen alle Schüler vor Schreck von den Stühlen, so emotional, grauenhaft war er. Unser derzeitige Lehrer Mr. Fligh, der wohl langweiligste, doch coolste Lehrer der Schule, gab ebenfalls einen kurzen Schrei von sich und manche machten sich ernsthaft Sorgen um ihn, da er schon mindestens drei Schlaganfälle in seiner Lehrerzeit hatte, einen auch in unserer Klasse. Als der Schreck von seinem Gesicht wich und dies langsam wieder Farbe annahm fiel auch seine Klasse wieder in ihre Sitze, wo sie kurz zu vor noch am schlummern

waren. Kurz nach dem Aufschrei kam dann die Schlagattacke. Mr. Fligh flippte danach so aus und ich meine so wirklich. Er schrie und wirbelte mit den Armen wild herum, wo er mindestens vier Bücher samt Federmappen von den Tischen fegte. Mr. Fligh und Mrs Dimbley kamen nicht unbedingt gut mit einander aus. Doch insgesamt kam Mr Fligh mit niemandem von seinen Kollegen wirklich gut aus und so ziemlich das ganze Kollegium hatte er schon unter seiner Gewalt. Er konnte durchaus Einschüchternd sein, bei seiner Größe und dem abstehenden fahlem Haar konnte man sich das gar nicht so gut vorstellen, aber wenn man ihn erst

einmal als Lehrer hatte, dann… Noch immer knallrot vor Zorn stapfte er aus der Klasse knallte die Tür hinter sich zu und marschierte im Millitärstellung und steif auf Schritt direkt auf die gegenüberliegende Tür zu. Die Klasse folgte ihm natürlich und ich war nicht die Einzige die ihr Handy zückte. Als seien wir Paparazzis, obwohl sich das bei unserem Lehrer eigentlich schon lohnen würde. Doch diesmal konnte selbst Mr. Fligh Dimbley nicht das Wasser reichen. Zumal es bei der ca. zwei Meter großen und aufrechten Französischlehrerin irgendwie besser wirkte. Sie hatte wie immer ihr Kostüm und den Bulero darüber an und ihr Haar

war im festen Knoten nach hinten gezogen. Alles wie immer. Ich verglich im Geiste das Portrait mit ihrer selbst und stellte fest, dass es wirklich gut getroffen war. Sie sah toll aus und lustiger Weise wurde sie genauso gemalt, wie sie auch meistens aussah. Das Gesicht, was eigentlich hübsch aussehen konnte knallrot und zu einer augeblasenen Fratze verzogen. Ein paar fettige Strähnen im Gesicht, die aus ihrem sonst so ordentlichem Knoten entflohen waren. Obwohl sie nie fettige Haare haben würde, so weit würde sie wohl nicht gehen. Das wäre ihr Ende. Sie war wohl die gepflegteste Lehrerin an der Schule, mit ihrem

Desinfektionsspray und ihren anderen Utensilien, mit denen sie die Schüler täglich quälte. Sie konnte ohne dem Wissen, was wir über sie hatten wirklich wie eine stolze Frau wirken, das hatte wohl der Praktikant letztes Jahr auch gedacht. Spätestens als er ihr eine Rose überreichte und sie zum Essen einlud, erkannte er dann wohl auch ihr wahres Wesen. Naja…eine Woche später hat er dann wieder gekündigt. Ich würde schätzen, dass ihre Lippen ihm wohl am meisten Angst gemacht hatten. Sie hatte so schon schmale Lippen, aber wenn sie erst einmal in Rasche war, dann…hatte sie einfach keine Lippen mehr, nur noch ein furchterregendes Instrument, was die

schrecklichsten Geräusche von sich gab und ganz im Ernst sie hatte die Jugendsprache voll drauf. Tja, die Klasse die sie gerade hatte tat mir auf jeden Fall leid und die neue Schülerzeitschrift am nächsten Morgen würde es auch nicht besser machen. Auch das Internet nicht. Es gab schon eine eigene Seite, nur mit ihren Ausbrüchen. Sie hatte erstaunlich viele Abonneten. Aber ich glaube, von dieser Seite wusste sie noch nichts. Andererseits, vielleicht wurde sie ja in der Therapie mit dem Internet bekannt gemacht. Sie hielt zwar immer wieder davon ab und bestritt. Aber ganz ehrlich, sie konnte niemandem etwas vor machen. Sie hatte doch

eindeutig psychische Probleme. Und nein, wir haben nicht nur solche Lehrer an der Schule, so krank ist sie nun auch wieder nicht, obwohl… Auf jeden Fall hatte der Maler Talent und die hinzugefügte schwarze Stubsnase mit den Schnurhaaren, hatte sich auch gut gemacht. Kompliment! Zu unserer großen Überraschung platzte Mr. Fligh fast, klammerte sich an seinen Bierbauch und ehe wir uns versahen prustete er los. Wir konnten es nicht fassen und uns allen klappte vor Erstaunen der Mund auf. Das hätte sicherlich auch ein nettes Bild ergeben, aber leider waren wir ja die Paperazzis. Wir konnten einfach nur mit offenen Mündern gaffen und

aufnehmen, obwohl auch viele so erschüttert, von dem untypischen Verhalten Mr. Flighs waren, dass sie ihre Handys runtergenommen hatten, oder sie einfach fallen lassen haben. Nachdem Mr. Fligh sich durch seinen heftigen Lachanfall schüttelte forderte er uns wieder auf in die Klasse zu gehen, offenbar fand er, dass Dimbley auch ohne seinem Zutun schon genug Probleme oder was auch immer hatte. Kichernd, auch sehr untypisch, ließ er sich auf seinen Platz fallen und schüttelte sachte den Kopf >> Sie ist einfach zu gut getroffen, die Gute. Der Maler muss gute Nerven haben, wahrlich gute Nerven.<<

Während der Stunde hörten wir noch weniger zu als zuvor, okay, wir hatten auch vorher nicht zugehört, aber egal. Wir tauschten fleißig Bilder aus, wie diese kleinen, besessenen Jungs mit ihren Fankarten, oder drehten die Lautstärke der Handys runter, während wir uns die Videos von Mr. Flighs Lach-und Wutanfall anschauten und schon zurechtschnitten, um sie dann ins Netz zu stellen. Mr. Fligh war auch recht angesehen auf der SchulHomepage, die ja eigentlich die Lehrer im Griff haben sollten, aber irgendwann haben wir sie ihnen einfach abgenommen, übernommen und haben sie immer noch in unserer

gefährlichen Gewalt. Nach der Stunde rannte ich schnell mit Alpha, meiner besten Freundin raus, um noch schnell einen Blick auf Mrs, Dimbley zu erhaschen. Als sie aus der Klasse trat bebten ihre Lippen immer noch und viele Schüler verkrochen sich wieder zurück in ihre Räume. Ich drehte mich lachend um und ging in Deckung als Mrs Dimbley geradewegs auf Alpha zusteuerte und sie im schrillen Tonfall zur Strecke brachte. >> Was gibt es denn da zu lachen Mrs. Alphabetha? << Alpha unterdrückte gerade noch ein weiteren Lachkrampf und antwortete >> Nichts Mrs. Dimbley, nichts. << Mit besorgtem Gesichtsausdruck fuhr sie fort >> Haben

sie sich den wieder erholt, sie Arme. Dieses abscheuliches Bild, der der ihnen das angetan hat gehört doch von der Schule geschmissen, noch heute und für immer, finden sie nicht? Es hat ihnen ja so einen Schrecken eingejagt. << Mrs. Dimbley schnaubte und zischte meiner Freundin ins Ohr >> Diese Woche habe ich noch genügend Plätze in meinem Büro frei. Von mir aus können sie mir jeden Nachmittag einen Besuch abstatten. << sie schüttelte ihren Kopf >> So nicht meine Liebe, so nicht! << Damit machte sie kehrt und verschwand, während Alpha sich nicht mehr halten konnte, sie prustete los und bekam einen heftigen Hustenanfall. Nach wenigen

Minuten, in denen sie sich wieder gefangen hatte, sagte sie >> Du hättest sie mal von Nah sehen sollen. Die Arme kann einem glatt leidtun und ihre Frisur auch gelitten. << Ich kicherte auch und sie fügte noch in strengen Tonfall hinzu >> So nicht meine Liebe! << Lachend schlängelten wir uns durch die Masse aus dem Gebäude. Wir gingen Hand in Hand, wie wir es oft taten. Wir waren nicht lesbisch, nein. Ich weiß gar nicht, warum wir das so oft gemacht hatten, es war einfach normal und ich kannte Alpha halt schon gefühlte Ewigkeiten. Obwohl, wenn man die Jahre nachrechnete war es gar nicht so lange. Ich glaube wir hatten uns vor neun Jahren kennengelernt.

Okay, das war doch verdammt lange, aber damals hatten wir uns noch gehasst, von daher zählt das nicht so richtig. Meine Eltern waren auch ziemlich gut mit ihren befreundet, wobei ich echt nicht verstehe, was bei Alphas Eltern manchmal abgeht. Ich meine, wer nennt sein Kind Alphabetha. Mit Abstand der bescheuertste Name den ich kannte. Ich meine hallo, Alphabetha? Bitte, das ist nicht einmal ein Name. Aber wie es scheint, lieben ihre Eltern das griechische Alphabeth, anders kann ich mir diese eindeutigen Fehltritte eben nicht vorstellen. Ihr Bruder hieß Anthoni Gamma. Damit hatte er das bessere Los gezogen, aber trotzdem. Und

doch trotz diesem grausamen Geschmack, oder besser nicht vorhandener Geschmack für Namen, sind ihre Eltern irgendwie auch wie Alpha Teil der Familie. Außerdem sind sie auch sehr wichtig für uns, ohne Alphas Mutter, die vier Sterne Köchin in irgendeinem Lokal war, hätte ich nie meine ganzen Geburtstage überstanden. Obwohl eherr Mom, hätte dann deutliche Probleme gehabt, die sie so schon oft genug hatte, als Alphas Mom dann mal nicht konnte, oder keine Zeit hatte auch noch das Essen für meine Geburtstage zu machen. Ihr Vater war auch so ein hohes Tier, beim Anwalt. Was genau er machte wusste ich nicht, aber ist ja auch

ziemlich egal. Anwalt ist halt Anwalt. Macht es da noch einen Unterschied, ob nun Rechtsanwalt oder…okay, mehr Anwälte kenne ich irgendwie nicht. …peinlich! Auf jeden Fall würde ich ohne Alpha nicht auskommen. Wir sind einfach immer zusammen, aber nicht so eine Streberklicke. Wir gehörten in den Kursen eher so zu den „coolen“. Es gibt halt immer diese Unterteilungen und ich hatte halt das Glück in einer Guten und beliebten zu sein. Oft konnten ja die Streber nicht einmal etwas für ihren Ruf. Wir hatten ein Mädchen in unserem Profil, die nicht mal annähernd streberhaft war. Sie war

genauergenommen eigentlich ziemlich schlecht in der Schule. Aber mit Alpha, die schon immer zu den Jahrgangsschönsten und angesagtesten Girls gehörte, war mir der gute Platz neben ihr wohl sowieso sicher. Irgendwann hatten wir es endlich durch die sich träge bewegende Masse geschafft und gingen über den Hof zum Tor. Zu meinem Schrecken, stoppte ich abrupt und krallte mich an meiner besten Freundin fest. Die meinen ängstlichen Blicken folgte und den Grund schließlich auch fand. Was zur Hölle hatte meine Großmutter jetzt hier verloren? War etwa schon neuer Monat?

>> Was macht deine Oma den bitte hier? << fragte Alpha mich und guckte mir entsetzt, aber trotzdem grinsend in die Augen. Sie dachte genau das Selbe wie ich nur, dass es ihr egal sein konnte >> Aber, aber Claire, worum denn so ein Gesicht? Ist doch schön, dass sie dich endlich mal wieder von der Schule abholt. Sie war doch so lange nicht mehr hier. Außerdem war doch ihr letzter Besuch wieder so schön, unfassbar schön, findest du nicht auch? << Einmal im Monat kam meine Großmutter mich und meine kleine Schwester zu unserem Bedauern abholen. Sie machte uns jedes Mal lächerliche Geschenke und

faselte immer von den „ Alten Zeiten “, die sie anscheinend viel besser fand als die heutigen. Sie meckerte über alles und jeden, über den Gebrauch von Handys oder anderen elektronischen Geräten früher benutzte man noch Telefonzellen. Claire weißt du überhaupt was das ist, eine Telefonzelle? Die waren viel praktischer als die heutigen Handys. Man konnte für wenig Geld jeden erreichen und auf den Straßen wurde man nicht immer von diesen möchtegern Nutten umgerannt, weil er beim gehen auf seinem Daddelding eine Nummer eingab. Es ist eine Schande von eurer Mutter, dass sie euch auch solche Geräte gekauft hat! Ja, und sie hatte nicht nur

etwas gegen Handys und das normale alltägliche, sondern auch gegen Nutten und Homosexualität. Da sie nicht viel von der modernen, elektronischen Welt hielt, schenkte sie uns zu Weihnachten oder zum Geburtstag Bettlaken, die schätzungsweise aus dem 16.jahrhundert stammten Jetzt habt ihr endlich mal etwas Anständiges und Hübsches. Diese Laken sind viel praktischer, als diese neuen Spannlaken, da macht man sich nur Laufmaschen wie in Strumpfhosen rein. Sonst hatte sie uns schon geblümte Schlafmützen gekauft ( die sie selbst jede Nacht trug ) oder die schönsten Hosen der Welt geschenkt Heutzutage trägt man ja gar keine vernünftigen

Hosen mehr, das was die Jugend von heute trägt, kann man noch nicht einmal Hose nennen, so kurz wie die sind. Bei manchen sieht man ja die Hälfte vom After. Außerdem machte sie Freunden immer ein schlechtes Gefühl, indem sie über ihre Kleidung meckerte oder sie beim Nutzen eines Handys erwischte. Tja, ich war damit aufgewachsen, genau wie meine Schwester. Wir dachten immer, alle Großmütter wären so, aber als wir dann anderer kennenlernten, die ihren Enkeln Süßes und vor allem Brauchbares schenkten und sie liebevoll in die Arme schlossen und ihnen alles gaben, was sie wollten, spätestens dann erkannten wir die Wahrheit. Unsere

Granni war anders. Ich raffte meine Schultern und strich meine langen Haare aus dem Gesicht. Wie ich bereits sagte, meckerte sie über alles, außer die alten Zeiten und ein aktueller und begehrter Meckerpunkt war unsere schlechte Haltung, die langen unhygienischen Haare und so weiter. Aber diesmal wollte ich ihr erst gar nicht so viele Gelegenheiten bieten mich runterzumachen. Ich hatte schon so schlechte Laune, denn so eben wurde mein Tag zerstört. Eigentlich hatten wir geplant in den neuen Film ins Kino zu gehen und anschließend vielleicht noch in einem Club den Geburtstag einer Mitschülerin nachzufeiern. Daraus würde

jetzt nichts mehr werden. >> Ach, wenn du sie so gerne hast, darfst du wenns unbedingt sein muss noch mal mitkommen. Obwohl du wahrscheinlich eine ziemliche Spaßbremse wärest. Aber wenn es dir so wichtig ist, darfst du gerne mitkommen, sie würde bestimmt auch noch etwas Schönes für dich finden. << >> Hah, träum weiter! Ich geh nicht mal zehn Meter an die ran. Ich rieche doch nach Zigarren und Rasierschaum. An die komme ich nie wieder ran, das ist ein Versprechen! << sie grinste mich schadenfroh an >> Aber hey, Claire! Du kannst mich gerne anrufen, wer weiß mit viel Glück hat sie euch ein schickes

strick Unterhösschen besorgt. << Als wir nur noch wenige Meter vom Schultor entfernt standen, glitt Alphas Blick schnell zu meiner Granni, die sie kritisch von oben bis unten musterte und verschwand dann schnell, mit einem letzten miesen Grinsen. Feigling! Ich wappnete mich noch schnell für das lang ersehnte Wiedersehen mit meiner Großmutter und stieß dann das eiserne Tor auf. Meine Schwester Joline stand schon mit beschämtem Gesicht neben ihr. Als ich vor ihr stand und mir ein Lächeln auf meine Lippen klatschte wurde meine Erscheinung auch schon genauer unter die Lupe genommen.

>> Hi, Granni. << Ich gab ihr schnell ein Küsschen auf die Wange und stellte mich rasch wieder aufrecht hin, wie gesagt, ich wollte mich einmal gut machen. >> Ich äh…, wir haben uns schon den ganzen Tag auf dich gefreut. Ähm.. war deine Anreise gut? << >> Relativ, alles relativ. Aber Claire, was ist das, das ist ja… << Ich schaute schnell an mir herunter und unterbrach sie schnell >> Ähm, dieses Jahr wurde unsere Schuluniform etwas gekürzt. << >> Und schau mal << fügte Joline noch mit strahlenden Augen hinzu. Sie raffte ihren karrierten Rock glatt und zeigte

auf ein kleines Wappen mit einem schwarzen G für Gielgud und zwei Theatermasken, eine lachend, eine weinend. Unsere Schule wurde nach dem Gielgud Theater im Zentrum Londons benannt. Schon vor zwei Jahren hieß es, dass wir ein neues Logo bekommensollten, doch erst dieses Schuljahr wurden die Uniformen geändert, mit neuem Logo. Granni schnaubte nur und zusammen gingen wir schweigend nach Hause. Der Bus ist ja viel zu teuer, alle Leute die ihn benutzen sind premitiv und daher stinkt er und… Unser Schulmagazin hat übrigens keinen Fehlnamen. Ich meine unsere Schule heißt Guilgud und sie heißt

SaintMariaSmile. Das hat einen Grund, nicht wirklich spannend. Unserer Schule hatte vor vier Jahren eine Art Abkommen mit dem Theater, seitdem heißt sie Guilgud. Vorher heiß sie halt Saint Maria. Als wir nach gefühlten Stunden endlich zu Hause ankamen, erfuhren wir, dass unserer Granni das Geld zu schade war, also zu schade für uns. Anscheinend hatte sie endlich begriffen, dass wir ihre Unterwäsche nie trugen und ihre alte Bettwäsche ebenfalls nie benutzten. Eigentlich hätten wir wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen haben müsse, da Granni das so hart mit gekriegt hatte, doch Joli und ich waren einfach heil

froh, dass wir nicht weiterhin jeden Monat Angst vor unserem nächsten Geschenk haben mussten. Trotzdem entstand erst einmal eine ziemlich peinliche Stille. Joli zuppelte nervös an ihrem Haargummi herum während ich von einem Fuß auf den nächsten übersprang und zurück. Danach erfuhren wir auch noch, dass sie nur noch zum Abendessen bleiben und dann zurück nach Wales fahren würde. Als sie sich nach dem Abendessen, Pizza, frisch vom Bestelldienst (Für uns ein echtes Festmal), noch ihre, wie wir erfuhren, alten Sachen mitnahm, konnte sie nicht anders und setzte Joli noch einmal die Schlafmütze auf, die sie ihr zu ihrem

letzten Geburtstag geschenkt hatte. >> Oh Joline, sie steht dir so gut. Darin siehst du tatsächlich wie eine Tochter der Zahnfee aus! << Wir erhaschten noch ein letztes liebevolles Lächeln, was wohl eher der Mütze galt als uns, bevor sie endlich das Haus verließ und leider die Mütze vergaß. Unserer Granni hatte uns immer weis gemacht, dass es die Zahnfee nicht gibt und den Weihnachtsmann natürlich auch nicht. Damals hatten wir deswegen ziemlich viel Stress mit ihr gehabt. Wollte das nur noch einmal hinzufügen, denn ich verstehe einfach nicht warum zur Hölle: die Tochter der Zahnfee? Granni, alles okay mit

dir? >> Bäh! Die stinkt nach Motten und wahrscheinlich auch nach Nachttopf. Den hat sie doch bestimmt auch oder Clai? << Joli riss sich das Ungetüm vom Kopf, wobei leider eine ihrer Karamellfarbenen Locken in einer der grauenhaften Schmetterlingsbroschen hängenblieb und sie einen kleinen Schmerzensschrei von sich gab. >> Warte, ich mach das schon! << sanft befreite ich ihr seidiges Haar von der Mütze und schmiss sie angeekelt in die Ecke >> Ja, sie hat bestimmt einen Nachttopf! << Lachend gingen wir zwei in unsere Zimmer und ich schmiss mich erschöpft

in mein leider viel zu kleines Bett, sodass meine Füße über den Rand baumelten. Doch bevor ich schlafen konnte musste ich unbedingt noch in mein Tagebuch das Portrait von Mrs. Dimbley festhalten. Noch war es frisch in meinem Kopf. Da meine Mutter Malerin war, konnte ich wohl auch ganz geschickt mit Stift und Pinsel umgehen, doch im Gegensatz zu ihr klebte nicht an jedem meiner Kleidungsstücke Farbe oder ähnliches und meine Wand sah auch eher geordnet aus, wenn man sich die meiner Mutter besah. Nachdem ich Mrs. Dimblay, in mein Tagebuch portrairt hatte versank ich

endlich in den unzähligen, weißen, weichen Kissen und fiel in einen tiefen Schlaf. >> Claire, Alphabetha! Dies ist ein Befehl: Bleibt sofort stehen, ihr seit verhaftet! << Ich und Alpha bleiben stehen und starren Mrs. Dimbley verdutzt an. Hinter ihr stehen zwei Männer von der Polizei, die mit Handschellen auf uns zukommen und ein gefährliches funkeln in den Augen haben.

>> Wie lautet unsere Anklage? << fragt Alpha trotzig mit geregtem Kinn, die unpassender Weise ein rosa-Rüschen Kleid trägt. Einer der Bullen nimmt eine lange Pergamentrolle aus seiner

Ledertasche und entrollt sie. >> Ihr seid hiermit, wegen versuchtem schmuggeln von Strickunterhosen offiziell verhaftet. <> Das sind hochwertige Unterhosen, heutzutage kriegt man so etwas Praktisches gar nicht mehr! << Dann dreht Granni sich wieder um und verschwindet. Nun steht Mrs. Dimbley genau vor uns und wird zu Mr. Fligh der uns einen Vortrag über alte, kostbare Unterwäsche hält. Während Mr. Fligh redet schlafen die Polizisten im stehen ein und ich und Alpha gehen an ihnen vorbei in unser Klassenzimmer wo wir gerade Mathe haben sollten. Doch im Klassenzimmer sind keine Stühle und Tische sondern

Sand und Steine. Die Sonne brennt heiß und wir beginnen zu schwitzen. Weit und breit war keine Wasserquelle zu sehen und Alphas pinke Haare leuchten in der schwülen Luft. Moment, pinke Haare? Hat sie nicht eigentlich dunkles Haar? Es ist nur ein Traum, nur ein Traum! Ich wünsche mir eine Flasche Wasser und trinke sie aus, während ich uns noch eine Picknickdecke insklusieve Bacon und Frenchtoast wünsche. Eine kühle Brise streift uns und neben mir erscheint eine große, grüne Oase…

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Über den Autor

aevsidreamy
Hallöchen, hier spricht (schreibt) Svea,
Ich wohne überall und nirgendwo, ich kann nur sagen:auf der Erde. Zudem liebe ich das Schreiben, aber auch den Sport, Malen und Zeichnen, außerdem liebe ich meine Familie und Freunde (halbwegs verständlich oder?).
Ich bin durch vieles Lesen von genialen Büchern, wie zum Beispiel den Tigerbüchern von Colleen Houck, die Bücher von Kerstin Gier und vielen anderen mega Büchern (Nightshade...) zum Schreiben gekommen. Meine Schwester (ihr Account: happy end) , die schon vor mir mit dem Schreiben angefangen hat, hat mich dabei unterstützt.
Ich hatte viele Geschichtsanfänge, doch jetzt arbeite ich schon seit längerem an einem richtigen Roman. Ich werde ihn auch auf jeden Fall zu Ende schreiben und hoffe, dass ihr ihn bis dahin verfolgt und mir fleißig Verbesserungsideen und so weiter schreibt. Mehr über meinen Roman findet ihr in meinem Forum, oder ihr lest ihn einfach gleich :-).
wie gesagt, über Abboneten und insgesamt Leser würde ich mich mega freuen
LG eure aevsidreamy

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LunaBielle Jetzt bin ich echt schon auf den nächsten Teil gespannt, und wie das alles mit dem Prolog zu tun hat! :)
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aevsidreamy Vielleicht schwäche ich das noch ein wenig ab, muss mal gucken. :-)
danke
Vor langer Zeit - Antworten
gela556 Was für ein Glück, dass nicht alle alten Menschen so sind
deine Granni hat es hier doch ganz schön übertrieben
GlG, Gela
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