Romane & Erzählungen
Riptide - 03 - Gegen den Strom

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"Ene, mene, muh und raus bist du ..."
Veröffentlicht am 29. Juli 2016, 42 Seiten
Kategorie Romane & Erzählungen
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Über den Autor:

Jo Karter Ein Insel Kind, welches seine Heimat furchtbar lieb hat... Willst du einen klaren Kopf bekomm, Dann kehr ein auf Usedom, Der weisse Sand zwischen den Füssen, Das Meer wogt die Wellen auf, die Möwen grüssen, Die Sonne selbst scheint am windigsten Tag, Das ist das was ich an dir, mein zu Hause, mag. 1981 / 2013
Ene, mene, muh und raus bist du ...

Riptide - 03 - Gegen den Strom

Bruderliebe


Christo war wütend, empfand es als ungerecht wie er vom Trainer und seinen Eltern behandelt wurde, mit einem zusätzlichen Schwimmtraining am Freitagabends bis 21.00 Uhr und weiteren Ausdauerprogramm am Wochenende hatte er gut zu tun. Es sollte Spaß machen und keine lästige Pflichtveranstaltung sein, aber mit seinem aufsässigen Verhalten in den vergangenen Wochen hatte er alles verdorben, wofür er die letzten Jahre gekämpft hatte. Christo spielte es mit mit

gleichgültigen Witzen weg. Den Qualifikationslauf hatte er kurz vor dem Ziel abgebrochen, obwohl er vorne lag, hatte den Sieg und somit den Platz fürs Sportinternat Helge Simon und Meiko Stark überlassen und sich disqualifiziert.

Er schwieg über seine Gründe und hoffte auf die nächste Chance.


Er wähnte sich nach dem Training hinter der Schwimmhalle alleine, das Meer welches durch das Vollmond helle Licht erleuchtet war, zog ihn magnetisch an. Ob es das alles Wert war, musste sich erst noch zeigen und Christo konnte dem rauschenden Nass nicht wieder stehen. Bis zu den Knien stand er samt

Sportschuhen und langer Hose im Wasser, als Vanessa die ihm gefolgt war, plötzlich hinter ihm am Strand stand. Sie schien besorgt. "Was machst du da Chris?" "Vanessa Gott, hör auf mich zu erschrecken , ich dachte mir bleibt das Herz stehen?" Er ging zwei Schritte weiter ins Tiefe. "Ich dich erschrecken? Was machst du hier unten?" "Ich geniesse die Luft, sie ist so anders!" Seine Fingerspitzen streifen das kühle Klare. Nur wenig entfernt von den heulenden Robbenbänken. "Komm wir gehen nach Hause du bringst

mich doch?" „Holt dich keiner ab ab?“ „Nein! Bringst du mich?“ „Klar! Wird wohl langsam Gewohnheit, kleines Mädchen.“ "Komm aus dem Wasser!" "Einen Moment noch!" "Chris? Wir sollten gehen." "Machst du dir Sorgen um mich?" "Irgendwie schon." "Das brauchst du nicht! Ich tu nichts dummes, ich will nur die Natur spüren... ich bin froh das ich noch hier bin" "Der Mond ist nur wundervoll Chris... aber wir sind spät dran." "Na dann los! Lass uns gehen." Er lächelte in sich

hinein. Barfuß stiefelte Christo los, Seine nasse hose baumelte zusammen mit seinen Sportschuhen am hintersten Gurt seines Rucksacks.Vanessa klammerte sich an seinen Arm und er nahm ihre Sporttasche. Sie wußte es brachte nichts nach zufragen, warum er manche Dinge tat, er war eben Christo, diesmal war irgendwas anders.

„Chris hast du schon mal jemanden geküsst, ein Mädchen meine ich?“ Sie wollte ihn ablenken, vielleicht bekam sie auch heraus was ihn so beschäftigte, das er alles um sich herum vergaß

„Ja klar!“ Irgendwie rechnete Vanessa mit einer anderen Antwort. „Wirklich?“

"Ist schon ´ne Ewigkeit her das letzte Mal?"

"Warst du verliebt?"

"Bestimmt nicht!"

"Woher willst du das wissen?"

"Dann würde ich mich besser daran erinnern!"

"War es Jo?" Ein Schweigen sagte mehr als tausend Worte.

"Besonders ist das nicht und schon gar nicht wenn die die du küsst zur Familie gehören.“

„Ja?“ Sie schien erleichtert und sie lächelte ihn an, sie hätte es sich denken

können.

„Hast du schon einen Jungen geküsst? ... du und Helge das würde doch super passen ... ich weis das er dich mag.“ „Nein! ... hat er gesagt das er was will?“ wenn du kommst wird das Großmaul kleinlaut und bekommt kaum noch ein Wort raus?"

"Jedesmal?"

"Jedesmal ..." Er spielte ihn übertrieben nach. Als Vanessa ihn küsste. „Oh?" Christo versteinerte, warum seine beste Freundin das getan hatte, was lief gerade falsch. Sie hatte immer behauptet nichts von ihm zu wollen. Und dieser Kuss war so anders wie die vielen zuvor.

"Wie war es?"

"Gut , gut ... gut ja wirklich gut ... stotterte er. „Gehen wir nun... wir können nicht die ganze Nacht hier draußen verbringen!“ Er nahm ihre Hand und blickte ihr in die Augen, Vanessa lächelte zurück. Vanessa gab ihm seinen ersten gute Nachtkuss, er blamierte sich nicht. Doch was sollte er fühlen. Sie verband mehr viel mehr... war Vanessa nur einer seiner nahestehenden Freunde oder seine erste feste Freundin. Und ein zweiter Kuss lies seine Zweifel verstummen.



„Heute Abend hab ich Nessa geküsst

oder vielmehr sie mich. Es war anders... als zwischen uns. Ist es das was alles ändert?“ Er lächelte Joanie an und lag neben ihr im Bett.

„Von einem Kuss wird man nicht erwachsen! ...Lass mich raten, jetzt kann ich dir alle meine Geheimnisse sagen?“

„Machst du es?“

„Mit Sicherheit nicht!“

„Ist mir auch gar nicht wichtig!“ , log er und verkündete stolz.„Nessa Sie ist jetzt meine Freundin glaub ich, hörte sich jedenfalls bei ihr so an!“

„Ja dann wird’s wohl stimmen, dass hab ich damals doch gleich gesehen“ Sie lagen eng zusammen geschmiegt. „Das

ist wirklich süß! Du bist ja auch nicht mehr so hässlich wie früher Mäusezähnchen!“

„Schön das ich Abends nicht ganz alleine bin.“

„So ist es wenigstens ein bisschen wie früher.“

„Schon gut ich mag dich!“

„Ich dich auch!“ Ihre Aufmerksamkeit war ihm sicher. Und er wollte weiter reden „Schh!“ Joanie umarmte ihn , müde schliefen sie nebeneinander ein. Das Christo nun eine Beziehung führte war dies der erste Schritt um sich von Joanie zu lösen und sie fand das es nötig war, denn Kinder waren sie schon lange nicht mehr. Das Spiel was Beide

miteinander seit ihrer Rückkehr spielten, war ein Spiel mit dem Feuer.


Ein viertel Jahr später


Dieses Sturmklingeln lies Christo wach werden. Er schaute aus Joanies Zimmertür, schlüpfte flink hindurch und tat so als käme er gerade aus dem Bad. Seine Mutter stand gut gelaunt in der Küche und bereitete das püntklich das Frühstück vor.

"Machst du auf Schatz?"

"Ja klar, ...wo ist Papa?"

"Er ist nochmal kurz im Büro in der Stadt!" Maria hatte gute Laune, unausgesprochen gute Laune, was

Christo etwas verwirrte.


„Du?“, wenig erfreut öffnete er die Haustür. "Warum kommst du nicht über den Garten ins Haus, du kennst dich doch aus?" „Ich hab Brötchen mitgebracht Brüderchen! Aussendem bin ich heute nur ein Gast.“ Wenn Ben sich blicken ließ, bedeutete es nie was Gutes. Aber er war Marias Liebling, was für ihre gute Stimmung sprach, nur Christo konnte sich nicht daran erfreuen. „Schön dann nimm sie wieder mit! GEH!“ „Sind der alter Herr und sein Drachen schon auf? Ich muss noch Kleinigkeiten

regeln.“ „Mama ist in der Küche, aber du hast dich bestimmt bei ihr angemeldet, also tu nicht so!“ „Okay okay... ich muss mit ihnen ... reden! Mach platz!“

"Papa ist noch unterwegs!"

"Dann warte ich eben!" Er stürmte an Christo vorbei, was mehr als ein schlechtes Zeichen war : „Ach so ich werde hier ab morgen wieder einziehen? Also wisch dir dein dummes Grinsen aus der Fresse Kleiner.“ Er hatte es geahnt, immer wenn es gut lief kam sein Bruder um alles zu zerstören.


Mit Ben´s Anwesenheit kippte die

Stimmung und sie weckte ein unbekanntes Gefühl in Christo. Die Eifersucht. Joanies Tür blieb in der Nacht verschlossen und tagsüber vermied sie ihn und auch sonst gab es nicht mehr viel was sie gemeinsam teilten. Sie tat Christo etwas für ihn ungewöhnliches er brachte Vanessa mit nach Hause und wollte zeigen, das es ihm egal war, denn er und sie waren glücklich wenn sie zusammen waren.


 Joanie ging viel aus, auch ein paar Mal mit Ben der sie wieder in die alte Clique brachte.


"Es kann dir doch egal sein, wen sie

trifft! Was ist das Problem?"

"Das Problem mit dem Problem ist, sie wird wieder Ärger machen, wenn sie Ärger macht muss sie gehen und am Ende muss ich sie für immer gehen lassen."

"Manchmal weis ich nicht was das zwischen euch ist, ihr hasst euch, ihr liebt euch, dann tut ihr euch gegenseitig weh ... Chris das ist Kindergartenniveaue!" Vanessa sah Joanie nie als ernsthafte Gefahr, aber es kam oft zur Sprache.

"Ich nehm´s nunmal persönlich, wir kennen uns so lange ..."

"...niemand darf sie angucken, man könte sie dir ja wegnehmen..."

"Denkst du so?"

"Kümmer dich um dich, du bist so ein lieber Mensch und die ständigen Witze gehen doch nur auf deine Kosten!"



Joanie kam lange nicht aus dem Bad in dem sie sich eingeschlossen hatte. Christo wartete auf sie. „Du bist noch wach?“ „Hhm!“ Er blickte sie nur an, sie konnte ihm nicht verbergen, das indem sie mit Ben ausgegangen war etwas Übles getan hatte, sie war Christo in den Rücken gefallen und machte alles kaputt.

„Ben hat da sowas erzählt, ... habt ihr es

getrieben?“ „Nicht jetzt Christo!“ „Ja , aber er ist ein Arschloch und das weist du!“ „Ich dachte er wäre, anfangs war er doch sehr nett und ich wollte es glauben!“ Die Wahrheit. „So dumm kannst selbst du nicht sein. ... mir wollte er damit weh tun und dich hat er dafür benutzt!“ „Ich will auch mal Spaß haben ohne Rechenschaft ab zu geben, weder vor dir noch vor sonst jemanden!“ „Mach doch was du willst!“ „Fein mach ich auch!“ Sie schlug ihre Zimmertür zu. Und Christo lief den Flur hoch und runter, nicht wissend in

welches der Zimmer er gehen sollte. Ben wollte er nicht sehen und bei Joanie konnte er sich nicht entschuldigen. „Alles in Ordnung?“Laurent hatte den Krach vernommen und sah nach dem Rechten. „Nein!“ „Willst du darüber reden?“ „Nein! ... Es ist Ben ... er nervt nur total... und Joanie hat schlechte Laune!“ „Und deshalb bist du wütend!“ „Nein !!! …. ja!“ „Dann lass ich dich in Ruhe?“ „Papa, warum kann es nicht sein wie früher? ... Ben und ich haben nichts gemeinsam ... warum ...lässt du zu das er alles kaputt macht ..."

"Joanies Probleme haben nichts mit Ben zu tun ... dementsprechend ... dulden wir ihn ... weil er unser Kind ist ..."

"Ich hab es satt mich gegen ihn zu wehren ... ihr hättet nur nein sagen müssen!"

"Wenn es Benny besser geht ... werden wir sehen was ist ..."

"Seine Freundinnen haben ihn nicht zum erst Mal sitzen lassen ... jedes Mal ist es das gleiche..."

"Du sagst es wir behandeln euch alle gleich und leider haben die Männer in dieser Familie ein zu weiches Herz , wenn du deswegen eine Entschuldigung von mir haben willst hier ist sie!"

"Von Benny weichem Herz seh ich

nichts..."

"Und ich vermisse bei gewissen anderen Leute seit Wochen mal ein ernst gemeintes Lächeln und das hat auch nichts mit deinem Bruder zu tun." Laurent spielte darauf an im Glashaus zu sitzen und mit Steinen zu werfen.

Den nächsten Tag herschte Funkstille zwischen Joanie und Christo. Am darauf folgenden Tag lies er Joanie nicht mehr aus den Augen. Sie saß im Wohnzimmer und las ein Buch, als Christo anfing sie zu nerven. Erst wollte er sehen was da so interessant war und er entriss ihr das Buch. „Du lernst für die Schule?“ Damit hatte

er am allerwenigsten gerechnet. "Willst du etwas deinen Abschluss nachholen

?" „Wäre für dich auch gut, gib es wieder her!“ Er warf es ihr zu und traf sie hart an der Schulter mit Absicht. „Autsch, bist du verrückt geworden? Kleiner Idiot!“ „Bist du verrückt geworden?“ „Provozier mich nicht!“ „Provozier mich nicht!“ „Spinner!“ „Hure!“ Schon saß die Ohrfeige im Gesicht, das Maß war voll. Christo sah sie nur mit großen Augen an, dass sie dazu in der Lage war, ihm weh zu tun. Joannie stieß ihn zur Seite aber Christo

ging ihr nicht aus dem Weg. „Was willst du?“ „Vertrau mir und sei ehrlich? Ich glaub nicht das was mit Ben war...“ „Wenn du dich dran erinnerst hab ich nie so was behauptet!“ „Und warum heulst du dann?“ „Mit Ben hat das nichts zu tun ... eher mit David!“ „Mit David?“ Sein großer Bruder war schon lange nicht mehr hier gewesen. „Ehrlich?“ Joanie konnte ihm nicht sagen was sie beschäftigte. „Ehrlich!“ „Ich habe an diesem Abend eine meiner Idealvorstellungen verloren! Ce la vie, das Leben ist wie es

ist.“ „Deine Idealvorstellung? Du hast doch nur zwei!“ „Ja!“ Sie konnte nicht aussprechen, da sie keine rechten Worte fand. „Zu einem ich... und zum anderen eine heile Familie? Was hat David getan?“ „Kann ich dir nicht sagen.... nur ... Nichts in diesem Leben ist perfekt oder hält für die Ewigkeit, auch wenn es so scheint! Ben hat nur versucht mich auf zu muntern und ist den Abend mit mir ausgegangen. Er ist okay. “ „Deswegen warst du so traurig?“ „Hhm nichts hält für die Ewigkeit erst recht nicht Beziehungen, aber das verstehst du erst wenn du älter

bist!“ „Langsam hab ich es satt, für alles bin ich zu jung, das versteh ich nicht. Ich fass es nicht! Früher konnten wir miteinander reden und jetzt tust du auch wie all die anderen und hälst mich für dumm! Und David wenn er hier, ist warum besucht er uns nicht?“ „Christo, auch wenn ich wollte, ich kann es dir nicht sagen! Ich will dir nicht weh tun, zu viel liegt mir an dir!“ „Es reicht ich bin nicht unsichtbar und ich brauche vielleicht nur etwas mehr Zeit um zu verstehen.“ Das Heldenbild seines großen Bruders konnte sie ihm nicht

nehmen. Vanessa besuchte Christo nun öfters zu Hause, sie lernten sogar zusammen. Als Ben sich zu ihnen setzte und sie beobachtete. "Wo ist denn dein anderes Liebchen? Sie macht wohl ´nen Ausritt. Hhm ?" "Nein. Ich bin direkt hinter dir!" Er drehte sich um und stellte sich ihr in den Weg. Sie hielt ein Tablett mit Gläsern in den Händen "Na Lust? Wer braucht schon das da wenn du mich haben kannst und das ganz für dich alleine!" Bens abfällige Bemerkungen verletzten Joanie, auch wenn Christo Chancenlos

war suchte er die Auseinandersetzung mit ihm. "Lass Joanie zu Frieden!" "Du kleiner Furz willst mir Vorschriften machen?" "Ich erzähl es Papa! ... Jo hat dich noch verteidigt und gesagt du hättest eine nettte Seite ..." "Die hab ich , weis dein Liebchen das du voll auf die Nymphomanin abfährst, kann doch jeder sehen. Was wenn ich ihr erzähle wo du deine Nächte verbringst." "Wehe du fasst Joanie an!" "Was dann? Ihr hat´s bei mir gefallen, oder weshalb wollte sie es wissen?" Sein schelmisches überlegenes Grinsen provozierte. Vanessa verdreht nur die

Augen.

Das Ben Handgreiflich wurde damit rechnet keiner. Er schlug Christo erst mit der einen dann mit den anderen flachen Hand ins Gesicht, wie immer wenn er ihn drauf vorbereitete, ihn auf den Boden qualvoll nieder zu strecken, er beließ es bei den Klapsen .Joanie überlies es Vanessa Christo zu bemuttern.

"Ich denke nicht das die Alten davon wissen?"

"Dann sags doch und verschwinde endlich!" Er blickte zu Vanessa.

"Bloß weil er nicht mit seinem Scheiß beim Drachen durch kommt bin ich sein

Sündenbock!" "Und das was er gesagt hat!" Vanessa setzte sich zu ihm. Als Joanie die Limonade auf den Tisch stellte. "Der kann nicht sehen wenn ich glücklich bin und das bin ich mit dir und dann erfindet er irgendwelche Scheiße! ... Alles gut?" „Dabei hat er sich zusammen gerissen!“ Joanie lachte diesmal war es gut ausgegangen und spielte es runter. Nur Vanessa lachte nicht. Christo rechtfertigte sich nie, weil er immer der Meinung war im Recht zu sein. Er hatte sie zum aller ersten Mal angelogen, sie behielt es für sich und wollte nur nach Hause. Das dritte Rad am Wagen war sie.

"Alles okay Nessa?"

"Ich muss nach Hause, wir reden später ja?" Ben behandelte Christo ziemlich herab würdigend, dazu gehörte auch das er Christos Sachen durchwühlte um irgendwas zu finden mit dem er ihn erpressen konnte. Das mit Joanie nie was laufen würde, er war sich sicher, sie stand mehr auf Männer wie ihn davon war er überzeugt und irgendwann würde er seine Chance bei ihr bekommen. "Na was haben wir den denn da?" Ben lachte hämisch, denn er hatte nicht lange gebraucht etwas zu finden.

Joanie konnte im Gegensatz zu Christo nie so recht Gitarre spielen, er konnte es nicht mehr mit anhören, und er zeigte ihr wie es richtig ging. Leise summte sie eine Melodie und Christo versuchte sie nach zu spielen. Mit einem Mal war die Vertrautheit, die sie beide so lange vermisst und gesucht hatten da. Christo küsste Joanie von sich aus. Schon oft hatten sie sich geküßt, nur nebenbei wie es unter jugenlichen üblich war, es hatte nie das bedeutet was es dieses Mal tat. Er hatte seine Hand auf ihrer Brust über ihrem Herzen, diesmal kicherten sie nicht oder spaßten, dieser Kuss

endete in einem Rausch von Hochgefühl... Es war anders, schon immer gewesen und Joanie lies zu das er sie berührte. Er küsste sie erneut mit offenen Augen und probierte aus wie weit er gehen konnte. Das flaue Gefühl im Magen wurde stärker. Er zog ihr den Pullover aus, sie trug keinen BH, nur ein dünnes Unterhemd, er schob es hoch, zögerlich stockend griff er erneut zu . Er spürte das es nicht nur ihn erregte, zärtlich küsste er ihre Brust. Das Stöhnen war leise, es erschreckte ihn und er nahm wahr das Joanie weinte. Schnell zog er ihr Hemd runter. Weh tun war das letzte was er wollte. „Das ist falsch!“ Christo saß stumm auf

dem Bett als sie ihren Pullover überzog und ihr blondes Haar zusammenband. „Christo sowas darfst du nur machen wenn ein Mädchen es dir erlaubt!“ „Bin ich zu weit gegangen, krieg ich jetzt Ärger?“ Es fiel ihm schwer Joanie in die Augen zu sehen. „Ja!“ Ihr erging es nicht anders. „Hat es dir gefallen!“ Er schluckte. Joanie griff ihm in den Schritt und er war es der einen Laut ausstieß : „Dir hat es Spaß gemacht?“ Er nahm ihre Hand weg, ihre Augen waren glasig und das kam nicht von den Tränen. „Mach das nicht nochmal!“ „Hey ich wollte nur Spaß machen, bist doch sonst nicht

so?“ „Ich brauche kein Zeug um mich gut zu fühlen. Hast du es von Ben? Klebt er deshalb so an dir? “ „Christo es war nur eine Pille okay, er hat sie mir gegeben weil´s mir schlecht ging. Du weißt nicht was ich hinter mir hab!“ Dieser letzte Satz er hatte schon lange nicht mehr so geredet, wie sie es tat. „Du hast versprochen keinen Ärger zu machen, mir versprochen! ... Pa versprochen ... wenn er es rauskriegt. Ben kann dich damit erpressen und du bist so dumm... ich weis nicht ob wir Freunde sein können?“ „Christo! Es kann nicht wie früher

werden wann siehst du es ein! Und ernsthaft Freunde machen nicht rum ...“ „Wann siehst du es ein, ...hör endlich auf zu Lügen!“ Das er sich auf dieses Spiel eingelassen hatte bereute er. „Ich mach keinen Ärger Mäusezähnchen... ich brauch dich! Du hast mich gebeten zu bleiben.“ Die wahren Gründe warum sie es getan hatte blieben im Dunkeln, aber von diesem Abend an konnte man sie als clean bezeichnen. Schluss mit dem was sie aus de Ruhe brachte: „Sind wir Freunde?“ „Halt dein Versprechen dann sind wir Freunde!“ Er küsste sie unschuldig.

"Freunde ... mehr darf es nicht sein, es

ändert alles!"

"Wäre es so schlimm für dich?"

"Was wäre ich für dich, wenn ich dich nie verlassen hätte?"

"Joa ...?"

"Wir wären weiter wie Geschwister aufgwachsen, und mit seiner Schwester fängt man nichts an, können wir es nicht dabei belassen!"

"Ich möchte dich mit niemanden teilen." Laurent bemerkte nichts, irgendwie hatte er für sich beschlossen sich aus allem raus zu halten, was Joanie und Christo noch schiene es keinen Grund zu geben ein zu

greifen. Christo hatte seine Pläne und die würde er auch durch ziehen. Die Wogen hatten sich nach einigigen Tagen geglättet. Es war als sei nie etwas vorgefallen und Christo hielt Abstand zu Joanies. So sehr er sich versuchte sich abzulenken , wenn er Joanie ansah kehrten die Schmetterlinge im Bauch zurück. Natürlich bemerkte Joanie es, sie mussten endlich einen Schlussstrich ziehen, bevor es zu weit ging, doch sie schwiegen sich beide an, wie sie auch über die Kussache schwiegen.


Sein Ziel war klar um Abschließen zu

können musste er seinem Weg folgen und bis dahin, gehörte Joanie zu ihm , wenn es hieß vorsichtiger zu sein und Zweifel hinter sich zu lassen sollte es so sein.

Inhalt - Gekürzte fassung

01. Vorspan / Mädchen sind anders

02. Grießbrei mit Apfelmus

03. Bruderliebe

04. Heimliche Gedanken

05. Ein anderes Leben

06. Zurück auf Anfang

07. Der Joker

08. Bei Nacht

09. Rivalen der Bahn 10. Amelie

11. Nervenkitzel

12. Ein neuer Morgen

13. Reflexionen

14. Glühen

15. Dämmerung

16. Sommer der Gefühle

17. Rastlos

18. Heimweh

19. Start!

20. Ready!!

21. Action!!!

22. Nebeneinander !!

23. Sorry Bruder!

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Hörbuch

Über den Autor

JoKarter
Jo Karter
Ein Insel Kind, welches seine Heimat furchtbar lieb hat...

Willst du einen klaren Kopf bekomm,
Dann kehr ein auf Usedom,
Der weisse Sand zwischen den Füssen,
Das Meer wogt die Wellen auf, die Möwen grüssen,
Die Sonne selbst scheint am windigsten Tag,
Das ist das was ich an dir, mein zu Hause, mag.

1981 / 2013

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gela556 Autsch, wenn Männer eigensinnig werden und nicht verstehen wollen, das man mit Gewalt ...nichts erreichen kann.
Schöne Geschicht, es macht Spass sie zu lesen
Herzlichst, Gela
Vergangenes Jahr - Antworten
Willie Die Probleme junger Leute, man muss als alter Mann weit zurückdenken und darüber nachdenken. Das ist das Gute an Geschichten wie deiner, sie berührt..
b.G.
W..
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