
Samantha drehte sich gerade zur Eingangstür als diese aufging und mit einem Lächeln begrüßte sie Ihre beste Freundin Lara. „Hey süße, ich freu mich dich zu sehen. Wie lange ist das jetzt her?“, fragte Sam. Lara: „Oh Gott Sam, keine Ahnung, aber viel zu lang. Diese Entfernung ist echt der Horror. Komm her und lass dich erst mal drücken Süße.“ Lara nahm Sam in die Arme als würden sie sich nie wieder sehen. Sam: „Ich kann es einfach nicht glauben Lara. Du heiratest. Ist es der, den ich kenne, oder wer anderer?“ Lara: „Ja es ist der Rodriguez. Er ist aber noch in Wien. Er kommt in 5 Tagen nach Berlin. Seine Arbeit, du weißt ja.“ Sam: „Ich hoffe ihr werdet euch öfter sehen, wenn ihr dann verheiratet seid.“ Lara lächelte und scherzte: „Deswegen heirate ich ihn ja auch.“
Samantha nahm Lara an der Hand und sage: „So mit den Maßen was du mir geschickt hast, habe ich dir dein Traumkleid genäht. Bitte probiere es gleich an, damit wir mit den Änderungen, falls es welche geben sollte, gleich anfangen können.“ Die beiden gingen in den ersten Stock, wo Lara’s Kleid lag. Lara: „Du bist echt ein Schatz. Wie läuft dein Designer Studio eigentlich so?“ Sam: „Super, ich bin so froh diesen Weg gegangen zu sein. Ich habe jetzt ein Angebot von Plucci erhalten. Sie wollen einige Skizzen von mir sehen und vielleicht in die kommende Kollektion nehmen.“ Lara: „Oh mein Gott, Sam. Das ist ja Großartig.“ Das Telefon klingelte in diesem Moment wo Lara ihr gratulieren wollte. Sam: „Süße, zieh du dein Kleid an und komm dann zu mir, dort haben wir mehr Spiegeln.“ Sam rannte die Treppen runter um das Telefon noch zu erwischen. Sam hob ab und sagte ihren gewohnten Satz auf: „Sam´s Studio, Guten Tag.“ „Hey Sam, ich bin´s Benito.“ Sam: „Ben, was für eine Überraschung. Habe schon lange nichts mehr von dir gehört.“ Ben: „Ja sorry Sam, die Arbeit war echt anstrengend. Du ich brauche wieder Anzüge für meinen Job und du bist nun mal die Beste darin. Du hast eh noch meine Maßen oder?“ Sam lächelte und sagte: „Äh sorry Benito, aber ich habe es verlegt, ich wollte letztens ein bisschen Ordnung rein bringen, aber ich habe es komplett vermasselt.“ Ben: „Okay, dann komm ich schnell vorbei, ich bin eh gerade in der Nähe. Brauch nur noch eine Minute. Ich hoffe mein Parkplatz ist frei.“ Sam: „Da muss ich dich enttäuschen. Eine Kundin belegt es gerade. Aber hinter ihr ist eins frei.“ Ben: „Bin schon da. Parke schnell ein. Ich komme.“ Sam: „Ist gut. Bis gleich.“ Sam legte auf und fragte sich ob sie richtig gehandelt hatte. Sie musste es tun. Sie musste ihn hier her locken.
Kaum hatte sie sich von ihren Gedanken wieder befreit, kam schon Benito herein. Sam: „Guten Tag schöner Mann.“ Sam: „Guten Tag, schöne Frau. Na komm bemess mich.“ Sam lächelte und sagte: „Bist ganz schön stürmisch heute.“ Ben: „Sorry hab leider wenig Zeit.“ Sam: „Okay ich hole mein Maßband.“ Sam ging zu einer Schublade und öffnete sie. In diesem Moment meldete sich Lara aus dem ersten Stock. Sie schrie hinunter: „Sam süße, ich komme jetzt runter, also Halte dich bereit.“ Sam drehte sich zu Benito und sah wie er große Augen bekam. Er atmete fester und schaute zu Sam und wusste, dass sie ihn mit Absicht hergelockt hatte. Sam: „Egal was du tust, geh jetzt nicht. Du wirst es sonst für immer Bereuen.“ Ben: „Warum ist sie hier?“ Sam: „Sie will heiraten. Rodriguez. Ich weiß Benito, dass du sie noch immer liebst. Ihr gehört zusammen und keiner von euch will es eingestehen. Ihr seid so stur.“
Lara hielt ihre blonden Haare mit einer Hand hoch und sagte, als sie bei der letzten Treppe angelange: „Sollte ich meine Haare hochstecken oder…“ Sie ließ die Haaren fallen und schaute zu Benito. Ihr Herz stand für einen Augenblick still. Sie spürte einen tiefen Schmerz, von dem sie dachte, ihn nie wieder spüren zu müssen. Aber er schafte es immer wieder. Nur Benito konnte sie so spüren lassen. Benito drehte sich um und sah ihr direkt in die Augen. Auch er spürte den gleichen Schmerz. Lara: „Ben.. Benito?“ Sie lächelte ihn an und ging auf ihn zu. Auch er machte einige Schritte in ihre Richtung und sie nahmen sich gegenseitig in den Arm. Lara: „Oh mein Gott, ist das lange her. Wie geht es dir? Wie geht es deiner Familie?“ Benito: „Danke, mir geht es gut. Ich habe mich scheiden lassen. Sie ist in der Schweiz mit den Kindern und einem neuen Mann.“ Lara: „Das tut mir echt leid für dich. Das war sicher nicht leicht. Bist du noch immer im Security Job?“ Benito: „Na ja, fast. Ich mache jetzt Personenschutz. Bodyguard.“ Lara: „Schön dass du deinen Traum verwirklicht hast.“ Benito: „Und du. Du willst heiraten? Hast du dir das gut überlegt Lara.“ Lara: „Ja hab ich. Du kennst ihn eh. Rodriguez.“ Ben: „Ja ich kenne ihn. Ich wünsche dir auf alle Fälle alles Gute für die Zukunft mit ihm. Ich hoffe und bete das du glücklich wirst.“ Lara: „Vielen Dank Ben. Ich wünsche dir das auch.“ Ben: „Ähm.. Sam ich komme ein anderes mal wieder vorbei. Ich muss wieder los. Du weißt der Job.“ Sam: „Ist ist Benito. Bis bald. Tschüs.“ Ben: „Tschüs, Bye Lara.“ Benito verabschiede sich mit Küsschen und Umarmen von Samantha und Lara. Lara hielt für einen Augenblick inne, als er den Laden verließ. Sam bemerkte dies und wollte gleich losstarten und ihr die Meinung sagen, aber Lara handelte schneller und sagte: „Bitte, erspar mir das. Ich will es gar nicht hören. Das Kleid passt. Ich finde es super. Ich gehe es ausziehen.“ Sie ging mit schnellen Schritten wieder hinauf in den ersten Stock. Sam schrie ihr hinterher: „Aber du hast es dir gar nicht im Spiegel angesehen.“ Lara überhörte diese Bemerkung und ging hinter die Para wand. Sie holte tief Luft und versuchte einen einzigen klaren Gedanken zu fassen. Warum war er jetzt in diesem Moment aufgetaucht. Was machte er in Berlin? Liebte sie ihn noch? War da noch was? Sie setzte sich auf dem Boden und starrte in die Luft und war versunken in die Gedanken, die sie schon seit 2 Jahren nicht mehr hatte.
Benito stieg ins Auto und war fassungslos. Damals hatte er sie versucht zu vergessen. Er war verheiratet. Aber die Dinge waren jetzt anders. Er hatte sein Leben und sein Liebesleben geändert. Seit der Scheidung hatte er keine andere Frau mehr. Nur noch den Job im Sinn. Warum musste er sie jetzt sehen. Hatte er noch eine Chance bei ihr? Sie würde bald heiraten. Einen Vollidioten, seiner Meinung nach. Diese Gedanken hatte er schon lange nicht mehr. Er dachte sich das er sie nie wieder sehen würde. Was sollte er tun. Sie wieder gehen lassen? Was ist wenn er sie ablehnt. Benito fasste seinen ganzen Mut zusammen und stieg wieder aus dem Auto aus. Mit einer Wucht riss er die Tür von Sam´s Laden auf und ging, ohne einen einzigen Blick auf Sam zu werfen, in den ersten Stock. Er sah Lara´s Schatten hinter der Para Wand. Er schob die Wand zur Seite. Sie war schon auf den Beinen und wollte sich gerade den Reißverschluss runter ziehen. Sie schaute ihn tief in die Augen. Sie konnte nicht fassen, dass er wieder vor ihr stand. Er nahm sie an den Schultern und schob sie sanft zu sich hin. Gab die eine Strähne von ihrer Wange weg und küsste sie zärtlich. Sie wehrte sich nicht. Dies war doch der Moment, worauf sie so lange gewartet hatte. Die Alarmglocken läuteten in ihr wild. Aber dies überhörte sie gerne. Er war froh, dass sie sich nicht wehrte. Er war froh endlich ihre zarten Lippen zu spüren. Er hatte ihre Lippen schon so oft angestarrt, ohne dass sie es je mitbekam. Und jetzt dürfte er sie küssen. Nach so vielen Jahren der Begierde waren diese zwei Lippen endlich vereint.