Kinderbücher
Le Larum ( LESEPROBE )

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"Eine andere Welt ... als Leseprobe erstmal. ;-)"
Veröffentlicht am 15. April 2016, 34 Seiten
Kategorie Kinderbücher
© Umschlag Bildmaterial: Simon Käßheimer
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich bin Hobbyautor aus Leidenschaft, das Schreiben kam mal wie ein Löwenzahnschirmchen zu mir ins Zimmer und in meine Welt geflogen, Ich hab es aufgefangen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. :-) Eigentlich war und bin ich gar kein so großer Leser aber am Schreiben bin ich irgendwie hängen geblieben. Macht mir einfach Spaß; besonders wenn die Geschichte Erfolg hat und anderen Freude bereitet und somit gefällt. :-) Ansonsten gibt`s noch ...
Eine andere Welt ... als Leseprobe erstmal. ;-)

Le Larum ( LESEPROBE )



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1. Der Besuch

Alles begann am 14.09.2006. Ich saß an meinem Schreibtisch und wusste nicht, was ich tun sollte. Der Fernseher war vom Gewitter der letzten Nacht aufgrund einer Überspannung im Stromnetz defekt, und der Videorecorder, der darunter stand, zeigte 09:18 an. Es war also kurz vor halb zehn und ich hatte nichts zu tun. Außer vielleicht das übrige Geschirr in der Spüle noch abzuwaschen und abzutrocknen. Wärend ich mich also zu dieser Aufgabe aufgerafft hatte, klingelte es an der Haustür. Meine Wohnung lag einige

Stockwerke hoch in einem großen Block. Nachdem ich per Sprechanlage gefragt hatte, wer da sei und keine Antwort darauf bekam, entschloss ich mich, die Tür nicht zu öffnen und damit den Türöffner Türöffner sein zu lassen. Verwundert wegen dieses Vorfalls, trocknete ich die letzten Geschirrstücke ab und zuckte dann zusammen, als es plötzlich an meiner Wohnungstür deutlich und unüberhörbar klopfte. „Kann man denn nicht bei mir einfach in die Sprechanlage antworteten oder zumindestens leiser klopfen?“, fragte ich mich und ging zur Tür, um nachzuschauen. Ich öffnetet die Tür vorsichtig und vor mir stand niemand.

Erst als ich nach unten blickte, sah ich ein älteres kleines Mütterchen. Sie war zwar kein Liliputaner, hatte aber dennoch die Größe eines solchen. Nachdem ich mich von meiner Verwunderung über meinen Besuch gelöst hatte, fragte ich die kleine Frau nach ihrem Anliegen. Sie sah mich sehr freundlich an und stellte sich auch gleich vor. „Hallo, ich bin Stella. Stella Mandrin. Es tut mir sehr leid, dass ich nicht auf die Sprechanlage geantwortet habe. Sie liegt einfach zu weit oben und ich habe keine so kräftige Stimme, um laut genug zu antworten. Gott sei dank stand die Eingangstür offen, und so bin ich einfach

die Treppen hinauf gestiegen und habe Ihr Türschild gesucht“. Ein mir nicht bewusster baulicher Mangel, das sehe ich ein. Wahrscheinlich geht es nicht nur mir so, dachte ich für mich und fügte dann laut hinzu: „Guten Tag Frau Mandrin. Kennen wir uns? Ich hab sie noch nie gesehen.“ In Gedanken war ich noch immer bei den baulichen Mängeln für kleinwüchsige Personen auf dieser Welt. „Doch ich kenne dich, Lori.“, antwortete die ältere Dame. „... und du darfst mich ruhig Stella nennen. Schließlich sind wir ja miteinander verwandt. Ich bin deine Ururgrossmutter väterlicherseits und komme aus Larum. Dort habe ich für

dich bereits alles vorbereitet, denn ich will dich jetzt mit dahin nehmen. Alles Weitere werde ich dir dann erklären ...“ „Moment! Sie sind meine Ururgrossmutter und ich soll wohin?“, unterbrach ich sie. „Nach Larum“, fuhrt Stella fort. „Ich sehe ein, dass das für dich sehr verwirrend sein muss. Ich tauche hier einfach als Fremde auf, die du noch nie gesehen hast, und behaupte deine Ururgrossmutter zu sein. Lori oder soll ich sagen 'Herr Helkin'? Sie waren doch bis heute ein Weisenkind, sind von Pflegeeltern aufgezogen worden, und Sie wussten nie wer ihre Eltern sind oder waren.“ „Ja genau das stimmt.“,

antwortete ich ganz baff. Das offensichtliche Wissen über meine Person und mein bisheriges Leben überraschte mich wirklich. Irgendwie kam mir diese kleine Dame sehr bekannt vor. Auf der andern Seite war ich mir sicher, sie noch nie gesehen zu haben. „Ich verstehe deine Zweifel und dein Misstrauen aus Furcht. Aber keine Angst, ich will dir bestimmt nichts Böses.“, und dann sagte sie mit einem verschmitzten Lächeln: „Wenn sich hier überhaupt jemand fürchten muss, dann wohl ich. Wo du ja fast zweimal so groß bist wie ich.“ Diese witzige und aufmunternde Aussage mit all ihrer Wahrheit, sowie die Art, wie sich Stella

gab und ausdrückte, hatte mich überzeugt. Sie merkte, dass ihren Worten Glauben geschenkt wurde, ich gewillt war, mir anzuhören und mir anzusehen, was sie mir sagen oder zeigen wollte. Stella drehte ihren kleinen Regenschirm, den sie zugeklappt vor sich hatte, auf dem Boden und sagte dann: „Es scheint, du willst alles erfahren. Das ist gut so, denn sonst wäre ich umsonst die vielen Treppenstufen hier herauf gestiegen. Deine fragenden Augen bestätigen mir das.“ Ich merkte, dass sie mich von Kopf bis Fuß musterte. Stella merkte sofort, wie aufgeregt ich war. Sie schien mich viel besser zu kennen, als ich mich

selbst. Ich hatte mir zum Beispiel die Fragen nach meinen wahren Eltern … was mit ihnen geschehen und wieso ich ein Waisenkind war … nicht mehr gestellt, seit ich mit sieben Jahren adoptiert wurde und den Nachnamen Helkin erhielt. Ja, seitdem hieß ich Lori Helkin und ich liebte meine Pflegeeltern, wie meine leiblichen Eltern. Leider sind diese dann bei einem Unfall im Gebirge ums Leben gekommen. Da war ich gerade achtzehn Jahre alt. Durch Stellas Besuch kamen alle Erinnerungen zurück und alte Wunden wurden wieder geöffnet. „Wollen wir nicht in altem Schmerz und

alten Wunden stochern. Das bringt niemand etwas.“, sagte Stella ruhig und öffnete den kleinen Schirm. Sie hielt ihn mit der rechten Hand so über ihren Kopf, dass er sich über ihr drehte, dann meinte sie: „Das Wetter ist so schön. Den Schirm habe ich dabei, damit das so bleibt. Ein kleiner Aberglaube von mir. Aber er funktioniert meistens, und wenn nicht, werde ich zu wenigstens nicht nass. … Wollen wir nicht einen Spaziergang in den Stadtpark machen?“ Sie hatte mich aus meinen Gedanken geholt und ich willigte ein. „Nimm auch einen Schirm mit. Man weiß ja nie, wie lange der Aberglaube vorhält.“

Jetzt, im beginnenden Herbst, zog ich mir meine warme Jacke an … nahm den alten Herrenschirm, der neben der Kommode schon seit Ewigkeiten unbenutzt stand … schloss die Wohnungstür mit dem Schlüssel, den ich aus meiner Hosentasche hervorholte, ab und dann folgte Stella die Treppen hinunter nach draußen. Wir schlugen den Weg in Richtung des nahegelegenen Stadtparks ein. Auf dem Weg dorthin fragte ich Stella, was wir denn im Stadtpark wollten und wo denn Larum sei. Stella antwortete mit ruhigen Worten: „Warte noch ein wenig, bis wir bei dem alten dicken Baum im Stadtpark

sind.“ „Der, von dem niemand die Sorte oder Art kennt?“ „Genau. Das ist ein Baum aus Larum, den deine Eltern noch vor ihrer Rückkehr nach Larum zur Sicherheit gepflanzt haben. Der Baum ist genau so alt wie du. Jetzt bist du ja noch 32 Jahre alt, aber am 17. des nächsten Monats wirst noch ein Jahr Älter.“ „Ja genau, woher wissen Sie das bloß alles?“ Worauf sie antwortete: „Wie gesagt, ich bin deine Ururgroßmutter.“

2. Im Stadtpark

Als wir bei dem Baum ankamen, der der ganzen Stadt schon immer Rätsel aufgegeben hatte … keiner konnte seine Art bestimmen … fiel mir auf, dass die Wurzeln und die Stammwindungen sich nach außen gewölbt hatten und nach außen wuchsen. Stella blieb vor dem Baum stehen. Ich sah sie fragend an. „Was wollen wir an diesem merkwürdigen Baum Stella?“, und sie antwortete: „Siehst du, jetzt ist der Baum soweit, dich nach Larum hindurch zu lassen. Vorher ging es nicht. Der Eingang war zu klein und zu eng. Obendrein warst du noch nicht soweit,

als das man dir davon hätte erzählen können. So gelangen wir nach Larum. Ich mache es dir vor. … Halte den Schirm griffbereit und stelle dich, so wie ich jetzt, in das Innere der Wölbung des Baumes.“ Stella stellte sich in den Hohlraum des Baumes und befahl dann: „Redquick … Ratquick!“ Plötzlich zog sich der Hohlraum, in dem Stella stand, zusammen und kurz darauf dehnte er sich wieder auseinander. Alles war wie vorher, nur Stella war weg. Ich stand wie benommen da und wollte meinen Augen nicht trauen. Vorsichtig lief ich in den Baum hinein und schaute, ob sie sich vielleicht nur versteckt hatte. Aber nein. Da war nichts und

niemand mehr. Verdutzt stand ich da und murmelte mehr für mich die Worte, die Stella zuletzt gesagt hatte. „Hm … Redquick … Ratquick.“ Der Baum begann, sich um mich zu schließen. Unter mir öffnete sich der Boden und ich stürzte in einen blauen Himmel. Über mir schloss sich das Loch, aus dem ich gepurzelt war. Ich fiel und fiel. Auf einem plötzlich vorbeischwebenden Schild stand geschrieben: „Schirm bitte griffbereit halten und bei Aufforderung aufspannen!“ Ich fiel weiter durch dieses merkwürdige Wolkengebilde, diesen Himmel der mich umgab. Dann kam das nächste Schild an dem ich vorbeifiel.

„Schwerkraftfeld. Bitte den Schirm öffnen!“ Hier begann also die Schwerkraft. Ich nahm meinen Schirm, löste die Verankerung am Griff und hielt mich daran fest. Sofort wurde meine Fallgeschwindigkeit angepasst, und bedeutend langsamer schwebte ich nach unten. Ich würde es nunmehr als Leichtkraft bezeichnen, die mich sicher am Schirm schwebend zu Boden brachte. Unter mir sah ich einen großen Platz, der wohl der Marktplatz einer großen Stadt war. Stück für Stück schwebte ich die letzten Meter nach unten und setze dann sicher auf dem asphaltierten Boden auf.


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Info zum Buch:

Das ganze geht natürlich auch länger!

Das hier ist die Leseprobe und wer mehr wissen will über LARUM und was es mit Stella auf sich hat der hole sich doch das fertige Büchlein:


Hier zu bekommen und rein garnicht gekürzt:


Amazon.de, Thalia.de, ...


Mit der/dieser ISBN auch im Onlinebuchhandel irgendwo:


ISBN: 9783844805925


Copyright

Text und Bild ( Cover und Illustration ):


2016 © Simon Käßheimer


Lektorat und quergelesen von:


Antje Schmid

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Hörbuch

Über den Autor

Buhuuuh
Ich bin Hobbyautor aus Leidenschaft, das Schreiben kam mal wie ein Löwenzahnschirmchen zu mir ins Zimmer und in meine Welt geflogen, Ich hab es aufgefangen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. :-)
Eigentlich war und bin ich gar kein so großer Leser aber am Schreiben bin ich irgendwie hängen geblieben. Macht mir einfach Spaß; besonders wenn die Geschichte Erfolg hat und anderen Freude bereitet und somit gefällt. :-)

Ansonsten gibt`s noch zu sagen über mich das ich einfach gerne kreativ bin und was versuch aus der mir gegebenen Lebenszeit zu machen. Sei es nun Kunst, Musik, Schreiben ( in vielfältiger Weise ) o.w.a.i.. Ich schau aber auch gern einfach mal `nen Film an oder hör bis zum abwinken Musik wenn ich nicht grad mit Freunden und Bekannten was mach oder unternehm.

Mehr noch über mich und meine Person - siehe: http://simonkaessheimer.online

Achso: ,,Meine Texte hier sind größtenteils unlektortiert eingestellt also bitte habt Nachsicht mit mir diesbezüglich!" Rechtschreibtips und konstruktive Kritik dieser Art aber immer erwünscht bis gewollt.

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Gabriele Der Beginn einer Geschichte, auf die ich nun wirklich Lust bekommen habe....... :-)
Liebe Grüße, Gabriele
Vor ein paar Monaten - Antworten
Buhuuuh Schön, das freut mich sehr. Danke für die Coins auch und den Favorit. :)

Komm und lies wieder; rein oder darüber hinaus. :)
Vor ein paar Monaten - Antworten
Annabel Interessant zu lesen. Ich wünsche dir einen schönen Tag, lieben Gruß an dich
Dieses Jahr - Antworten
Buhuuuh Danke liebe Annabel! :-)

Simon
Dieses Jahr - Antworten
Buhuuuh Vielen Dank - das freut mich sehr. Ich verweise mal auf Hinweisseite 29 der Leseprobe. ;-)

Simon
Vergangenes Jahr - Antworten
Herbsttag Toller Anfang. Hat mich schon gefangen genommen. Bin auf eine Fortsetzung gespannt. Ira
Vergangenes Jahr - Antworten
Herbsttag Danke für die Münzen.
Vergangenes Jahr - Antworten
Buhuuuh Bitte!
Vergangenes Jahr - Antworten
baesta Klingt wirklich interessant. Ich liebe Kinderbücher, aber alle meine Regale sind sooooo voll.

LG Bärbel
Vergangenes Jahr - Antworten
Buhuuuh Danke liebe Bärbel, das Büchlein der ganzen Geschichte ist eigentlich auch nur als E-Book zu haben / zu bekommen . ;-)
Vergangenes Jahr - Antworten
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