Jugendbücher
Die Wetterkugel - ***Teil II***

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"2. Teil des Fantasykurzromans"
Veröffentlicht am 03. November 2015, 90 Seiten
Kategorie Jugendbücher
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Über den Autor:

Ich bin Hobbyautor aus Leidenschaft, das Schreiben kam mal wie ein Löwenzahnschirmchen zu mir ins Zimmer und in meine Welt geflogen, Ich hab es aufgefangen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. :-) Eigentlich war und bin ich gar kein so großer Leser aber am Schreiben bin ich irgendwie hängen geblieben. Macht mir einfach Spaß; besonders wenn die Geschichte Erfolg hat und anderen Freude bereitet und somit gefällt. :-) Ansonsten gibt`s noch ...
2. Teil des Fantasykurzromans

Die Wetterkugel - ***Teil II***

Die Wetterkugel II

von Simon Käßheimer

Prolog

Wovon will ich erzählen?

Nach nun vielen vergangenen Jahren trafen sich der Eber Ork, der Elch Eah und Aro der Fuchs auf einem gemeinsamen Spektakulum auf dem Jahrmarktsplatz; nachdem sie lange Zeit wieder getrennter Wege gegangen waren und die Wetterkugel unauffindbar verschwunden schien.

Dem war nicht so, ein gerissener Fuchs namens Warf hat die Wetterkugel in ihrem Versteck gefunden und versucht sie eben für sich nützlich zu

machen. Gewitter ziehen am Horizont auf und Blitze zucken durch die dunklen gespenstischen Regenwolken. Warf steht auf einem freien Platz, einer Lichtung, im Wald und hebt die Wetterkugel in die Höhe wärend er ihre geheimnisvollen Modultasten drückt. Wieder zuckt ein Blitz und das Gewitter wird immer unnätürlicher mit jeder Sekunde die vergeht. Was hat er vor? Die Wetterkugel wird wieder erwachen durch seine Hand - so viel steht fest. Lest nun weiter! ...


Jeremias der Igel

1. Die Stachelschweine

Sie sind lieb und nett und eigentlich ganz umgängliche Zeitgenossen, wenn da die Sache mit den gefährlichen Stacheln ihrerseits nicht wäre. Meist verdingen sie sich in Außenseitertätigkeiten oder unwichtigen Jobs um niemanden zu stören oder ihm bzw. ihr zu nahe zu kommen. Ein feiner Zug ihrerseits wie ich finde. Es war ein milder Tag, der Jahrmarkt war in vollem Gange und zu guter Letzt durfte wie es schien auch eine Überraschung nicht fehlen. Aro der

Fuchs war allein bei dem Spektakel aus Feuerschluckern, Handwerkern und Philosophen verschiedener Spezies wärend seine Frau Rene Zuhause bei den Kindern geblieben war. Er wollte sich mal wieder wie in alten Zeiten, vor diesem schönen Leben als Landstreicher fühlen. Oder kurz: Frei. Dieser Jahrmarkt bot ihm die Gelegenheit ab und an mal rauszukommen, wobei ab und an in diesem Fall einmal pro Jahr hieß. Er lief durch die Schaustellerbuden, schnüffelte beim Geldwechsler kurz vorbei um seine Uhr schätzen zu lassen und war froh das sie nichts wert war. Lange war sie schon in seinem Besitz

und die Abenteuer von früher waren noch immer auf dem Zifferblattglas mit kleinen und großen Kratzern notiert. Doch nun schien sie, oder besser das Schicksal wieder die volle Stunde zu schlagen den als er um das nächste Zelt bog - wen sah er dort? Leas den Elch - Soldat und treuer Freund vergangener Zeit. Er war wohl wie es schien, wie immer seit früher, im Auftrag des Waldkönigs hier und nicht unbeschäftigt. Trotzdem wollte Aro die schöne sich bietende Gelegenheit zu einem Plausch über Gestern nicht auslassen und so steuerte er ihn freudestrahlend an um ihn zu begrüßen. ,,Leas, rief er alter Freund.ˮ Dieser

drehte sich halb um und schaute in die freundlichen bekannten Augen von Aro. Er erkannte ihn sofort. ,,Aro, du hier - was für ein schöner Zufallˮ, rief er aus. Und als dem noch nicht genug der Überraschung war stürmte das Wildschwein Ork aus dem nahen Zelt direkt in ihre von Überraschung überwältigten Körper. ,,Orkˮ, riefen sie wie aus einem Munde. Und dieser hielt sich nicht lange auf, schleifte sie ums Zelt und begann sie dort nach Eberart freundlich mit einem hefteigen Schulterklopfer zu begrüßen. Er versicherte sich nochmals das ihn keiner sah und sagte dann: ,,Ich hab grad einen guten Handel

gemacht - wenn auch nicht zum beiderseitigen Vorteil, da muss man sehr vorsichtig sein.ˮ Die beiden Freunde schauten sich an, begannen zu lachen und riefen kurzum: ,,Immer noch der alte Ork.ˮ Nun begrüßten sie sich wirklich, Ork musste erzählen was er erstanden hatte und Leas woher er kam und wohin er ging und Aro - er erzählte den beiden von seiner Familie. ,,Da hast du es weit gebrachtˮ, sagte Ork. ,,Ich bin immer noch ledig. Aber ich habe auch nicht meine Freundin aus den Händen der Keilerwache befreit und die Wetterkugel wieder ... nun ja ...

wiedergefunden.ˮ ,,Das weiss keiner wo die abgeblieben ist oder was aus ihr geworden istˮ, sagte Aro. ,,Ist besser soˮ, fügte er noch erklärend an. ,,Wir leben heute besser denn je ohne ...ˮ, er konnte nicht ausreden; eine dichte Gewitterwand war urplötzlich aufgezogen und Blitze zuckten die kurz darauf neben ihnen in ein Zelt einschlugen. Der Himmel hatte sich verfinstert und das Wetter spielte total verrückt. Die drei Freunde zogen sich hinter eine nahe Mauer zurück. Ihnen war mit einem mal klar das dies eine Schicksalhafte

Begegnung wohl heute war, oder besser von Minute zu Minute mehr wurde. ,,Wir haben doch nicht etwa einen großen Fehler gemacht?ˮ, fragte Leas. Er schien die Situation als erster real zu erfassen. ,,Die Wetterkugelˮ, sagte er gegen den Wind keuchend. Das war kein Wetter von der Natur geschaffen; er hatte Recht. ,,Der Waschbär ist aber doch totˮ, erklärte Aro zweifelnd fragend. ,,Das ist er sicherˮ, brüllte Ork. ,,Aber mit der Kugel müssen wir wohl noch rechnen.ˮ Das Wetter legte sich langsam wieder und als wieder Ruhe eingekehrt war, mit weiterhin schwarzem Himmel, stellte Aro fest: ,,Wir müssen sie finden und

oder den der sie jetzt hat. Er könnte uns alle vernichten. Dich Ork, dich Leas und mich samt meiner geliebten Familie in dieser Welt. Ein Zweifel ist ausgeschlossenˮ, fügte er schlau und entschlossen hinzu. Um sie herum lag nun alles in Trümmern und selbst die Wand die sie schützte hatte einige lockere Steine an der Oberseite die sich im Restwind lösten und zur Seite herabfielen. Einer traf Ork am Kopf. Ein leises ,,Auaˮ war daraufhin in Keilergewohnter Art zu hören. Was sollten die Freunde nun tun, oder besser, was würden sie nun tun? Aro begann im Augenblick zu überlegen und ein Plan erfasste den Fuchs. ,,Wir

wollen den Staudamm aufsuchen. Vielleicht finden wir dort mehr oder ein paar Fragen auf unsere und aller Antworten.ˮ Zumindest war das seine Idee. Leas verneinte. ,,Wir müssen erst den Waldkönig aufsuchen und ihm von alledem berichtenˮ, sagte er. ,,Nun gut, das wollen wir, du hast Recht Leasˮ, sagte Aro. Und gemeinsam begaben sie sich die Trümmer und Verwüstung des Jahrmarktes hinter sich lassend zum Heimatwald von Leas. Es dauerte eine Weile ehe sie dort waren, Ork hielt Schritt und letztlich langten sie am Abend dort an.

2. Die Mäuse

Klein und unscheinbar haben auch sie ihre Aufgabe in der Welt. Genug sie sind ein verschwiegenes Tiervolk und letztlich wissen nur sie selbst etwas über sich genau. Ihre Sprache ist vielen ein Geheimnis. Der Wald war finster, dicht drängten sich die Bäume um sie als sie in ihn hinein liefen um doch sicher von Leas geführt zu werden. Er kannte hier jeden Moosflecken und nach ca. einer Stunde waren sie auf sicherer Passage, wenn auch unheimlich von anderen Tieren im Dunkel der Nacht umgeben, durch den

Wald gedrungen. Sie wurden bereits erwartet. Der Waldkönig mit seiner Krone aus Wurzeln begrüßte sie und insbesondere Aro den er seit Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte. ,, Ich will mich nicht mit Geplänkel abgeben, es ist die Lage uns schon bekannt und deine Geschichte junger mutiger Fuchs muss noch warten. Trotz der Zeit die inzwischen vergangen ist. Wie ihr sicher vermutet ist die Wetterkugel an alledem passierten schuld. Ich sehe das genauso und wie ihr erkenne ich die Gefahr.ˮ ,,Gut dennoch das ihr erst hier her gekommen seitˮ, ich will euch geleit bis zu ihrem letzten Fundort dem Damm

geben und die Bitte äußern das ihr uns retten möget.ˮ Damit schloss der Waldkönig - ein alter weiser Elch; seine betrübnis und sorge war ihm anzusehen und Aro spürte seine Furcht im Anklitz des weisen Mannes. ,,Wir wollen aufbrechen Herr Königˮ, sagte Leas. Aro stimmte ihm einvernehmlich zu und Ork grunzte kurz ein ja.ˮ ,,So liegt es wieder an euch meine treuen Freundeˮ, sagte der Waldkönig, trat von seinem Tron herab - legte jedem kurz und Leas, seinem Sohn lang, die Hand zur Ermutigung auf die Schulter und ging dann fort. ,, Brechen wir aufˮ, sagte Ork. Sie taten es. Eine Kompanie

aus zwölf Elchen schritt als sie den Thronplatz verließen langsam folgend hinter ihnen her. Sie kannten den Weg zum Damm aber auch unsere Freunde war dieser Ort der letzen Ruhe der Wetterkugel nicht unbekannt. Ihn hatten noch die Lebewesen die vor ihnen hier lebten gebaut und wie die Wetterkugel umgab auch diesen Ort immer noch ein Geheimnis. Es war nicht nur das Geheimnis der letzten Ruhestätte der Wetterkugel es war der Schatten mysteriöser alter Vergangenheit die weit hinter ihnen allen lag. Viele Stunden vergingen auf Landstraßen und Schotterwegen, immer den kürzesten Weg suchend fand sich nur

einer der stets bekannt war und richtig schien. Die Elche hatten die Karte des Reiches bei sich und Aro studierte sie des öfteren um Rat zu suchen auf ihrem langen beschwerlichen Weg. Wen konnten sie fragen, diese Frage stellte sich ihnen, wem trauen und wohin würde sie das alles führen. Ich hoffte damals es noch berichten zu können irgendwann. Der Himmel war stetig dunkel und schwarz und Ork und Leas froren erbärmlich im eiskalten Regen, der manches mal peitschte, trotz Regenschutz den auch Aro trug. Sie langten im Gebirge an. Hier war die Grenze zum ersten Teil des Reiches und ihr Rastplatz für die Nacht. Sie schliefen

unruhig und kurz und erwachten ohne einen Sonnenstrahl zu sehen der sie weckte. Weiter ging es und sie marschierten Tapfer, die Grenze von Wald gesäumt passierend. Hier war auch das Planetarium von Tycho Nordpfote dem Astronom nicht weit doch sie hatten keine Zeit ihn zu besuchen, heute war nicht gestern und er war nicht die Hilfe die sie nun suchten oder suchen durften trotz all seines Wissens. Tage vergingen und weit im Norden fanden sie sich am Fährhafen ein wo sie Übersetzten gemeinsam. Im Namen des Königs war ein Boot gechartert worden und Vögel hatten die Nachricht bereits vom

Waldkönig vor Tagen bestellt. Es war eine lange Fahrt und der Kapitän war ein alter kranker Hirsch. Viel Erfahrung hatte er doch wenig zu sagen. Wie es meist ist mit Seeleuten. So wurde auch die Überfahrt zur Geduldsprobe und als sie letztlich beim Dammgelände mit seinen Ruinen eintrafen wurden sie längst von irgendwelchen Schatten in den Ruinen belauert. Sie wussten nicht um sie und doch waren sie leider schon da. Viele waren es, doch wer. Keiner der Gruppe wusste es oder um sie. Sie hielten sich verborgen bis der Damm zu passieren anstand. Am unteren Ende des Sees der unterhalb lag konnten sie

jemanden fremden ausmachen. Es war ein rotes Tier - ein Fuchs. Er winkte sie zu sich und stellte sich als Phan vor als sie unten bei ihm endlich angelangt waren. Aro kannte ihn nicht aber er riet zur Vorsicht bei allem natürlichen Vertrauen. ,,Wer du bist wissen wir jetztˮ, sagte er. ,,Aber warum bist du hier und was willst du von uns? Der gewifte Fuchs drehte sich um und nun als er die Hand erhob wussten sie was anstand. Sie waren geradewegs in eine gestellte Falle gelaufen. Um sie herum traten aus der Lichtung dunkle Gestalten in dunklen Stoffroben und es waren die Spitzen der Pfeile zu erkennen die auf sie ringsum gerichtet waren. ,,Das war

Torheitˮ, sagte Leas und Ork machte sich zum Kampf bereit. ,,Soweit kommt es nichtˮ, schritt Aro ein und gebot Ork seine Lanze zu wahren. ,,Wir wollen wissen was ihr wollt und wer was von unserem Tod hatˮ, sagte Aro der Niederlage gewiss. ,,Wir wollen es euch zeigenˮ, sagte Phan der Fuchs verschlagen und er bestätigte damit alle Gerüchte die man über Füchse im ganzen lange Zeit verbreitete. Die düsteren Kapuzenträger umringten sie, kreisten sie vollends ein und geboten ihnen dann in eine Richtung mit ihnen zu gehen. Es waren Wölfe und andere darunter, ein Gürteltier schien einer von ihnen zu sein, eine bunt gemischte Schar

in schwarzblauer bis tiefschwarzer Kluft, nicht auszumachen wer sie waren. Sie schoben sie zum Waldrand nahe des Dammsees. Dort stand ein weiterer Fuchs, oder war es ein Wolf? Nein, ein Fuchs aber sein Fell war teilweise ergraut und stand struppig von seinem Hinterlauf auf dem er wie alle Tiere ging ab. ,,Ich bin Warf.ˮ

3. Die Tauben

Boten und Helden der Lüfte sind sie, wichtig zu aller Zeit und unterschätzt von so vielen. Lassen wir ihnen ihren Frieden, geben sie uns welchen auf ihre Art, oder führen uns wie es ihre Art ist zu Orten die noch niemand bisher kannte. Sie sind Forscher und Beobachter nicht nur in der Luft. Eine düstere Stimme klang in ihren Ohren. Warf war ihnen unbekannt. Doch einem nicht. Ork kannte ihn. ,,Du bist der Anführer der Fuchsgilde die es einst einmal gegeben hat, ich kenne dich und

deine Geschichten aus meiner Ausbildung in meiner Jugend. Was willst du hier und von uns? ,,Ich will euchˮ, antwortete dieser. ,,Ihr seid doch hier um die Wetterkugel zu finden? Ich habe sie.ˮ Er lüftete seinen Umhang und vor ihnen lag in seinen Händen, bis gerade vor aller Augen verborgen die Kugel um die sich alles drehte. Die Wetterkugel. ,,Wie kannst du sie haben? Woher hast du sie?ˮ, quol es aus Leas Mund heraus nachdem er sie erblickt und gemustert hatte in Ehrfurcht ihrer Besonderheit und Einzigartigkeit. Er hatte sie noch nicht oft zu Gesicht bekommen wie alle Tiere. Auch, wenn er auch der Sohn des

Waldkönigs war, war es ein Wunder diese zu sehen. Insbesondere da sie als verloren galt und unwiederbringlich. Sie galt als verschollen und zerstört und ihr Geheimnis kannte jeder. Sie steuerte einst das Wetter. ,,Wie hast du sie gefunden und oder woher hast du sieˮ, wollte Aro nach der großen Pause des Erstaunens äußern. Doch er kam nicht soweit. Warf ergriff die Kugel und drehte sie in seinen Händen zur Nasenspitze von Aro hin. ,,Das wüsstest du gern?ˮ, fragte er überheblich. ,,Ich will es dir sagen Füchslein Aro.ˮ ,,Wer kennt dich nicht?ˮ ,,Ich habe sie gefunden. Sie ist von ganz allein zu mir gekommen und nun gehört

sie dem der sie verloren hat - nicht mehrˮ, sagte er und die letzen zwei Worte zischte er geradezu Aro entgegen. ,,Ich und meine Freunde hier, wir sind nun Herr über sie und über das Wetter - schlechte Wetteraussichten für euch - wenn ich das sagen darfˮ, er spottete. ,,Du kannst sie nicht besitzenˮ, sagte Aro. ,,Sie ist ein Teil aller und von allem hier und viel zu wertvoll.ˮ ,,Und Gefährlich willst du doch noch sagenˮ, lachte Warf Machtbesessen. ,,Das ist sie.ˮ Aro schaute die Kugel genau vor seiner Nase an. Es war ein gläsernes Etwas, keine Kristallkugel nein, sie zeigte Noten und Buchstaben, Zahlen und Lichter an.

Dazwischen waren kleine Graue Vierecke die man drücken konnte und auf denen Kreise und Striche zu sehen waren. Aro rammte mit seiner Nase einen der direkt vor ihm liegenden Knöpfe und schlug Warf die Kugel aus der Hand damit. Sie fiel unbekümmert zu Boden. Ein Sturm riss an und ein Blitz zuckte der sich kurz darauf im Boden entlud. Wieder war der dunkle Himmel hell erleuchtet und im Kreis der sprechenden herrschte Panik die Aro zur Flucht nutzen konnte. Leas folgte ihm. Ork blieb stehen und bändigte die Verfolger. ,,Guter Okk, dankeˮ, dachte Aro noch und verschwand dann im Dunkel des Waldes mit Leas die Kugel

zurücklassend aber gerettet - Leas stumm wie ein Fisch. Er war ein Kämpfer, nicht laut allerdings, aber sich der misslichen Lage in der er mit Aro nun steckte voll bewusst aber sorgsam war. Die Verfolger kamen schon. Sie flüchteten auf einen alten breiten Baum der Deckung bot und versteckten sich dort bis Ruhe endlich eintrat und die Verfolger vorbeihuschten. Nun, sie keuchten und rannten Atemringen ihnen folgend aber das war nun ja nicht so wichtig. Aro und Leas war die Flucht gelungen. Sie hatten sie erst einmal abgeschüttelt. Doch nun dämmerte es Aro siedentheiß: ,,Die Kugelˮ, rief er entsetzt. Er fasste sich jedoch wieder.

Leas neben ihm behielt auch Ruhe und sagte: ,,Wir haben Zeit, aber nicht viel, zumindest mehr wieder wie vor Minuten noch.ˮ ,,Gut gesagtˮ, sagte Aro der wieder zu sich kam. ,,Wir müssen Warf folgen und sie schützen.ˮ Aro stellte das mit der Seelenruhe eines Helden fest, er war einer das stand fest.

4. Die Wiesel

Immer ein wenig quirlig, stets zu einem Spaß bereit. Das sind die Wiesel; und ihre Speisen sind auch nicht schlecht. Oft in der Küche zu finden sind sie sonst Keck und neugierig, zwei Eigenschaften die ihnen nicht nur bei der Nahrungsbeschaffung, und Zubereitung, helfen. Sie gingen weiter, vorsichtig, um nicht entdeckt oder nachfolgenden in die Arme zu laufen. An einer Lichtung trafen sie auf ein Wiesel das sich offensichtlich als Tourist hier aufhielt.

,,Ich bin Illiˮ, stellte er sich vor. ,,Ich bin Tourist auf der Nordhälfte und - ich habe mich verlaufen.ˮ Er reichte ihnen eine Karte und Aro war still begeistert. Nun wussten sie wo sie waren. ,,Ich will die Ruinen besuchen, oder wollte esˮ, erklärte Illi. Er war ein netter und so kamen sie kurzzeitig und umschweifend ins Gespräch. ,,Hast du dunkle Gestalten am Damm oder hier in der Gegend gesehen?ˮ, wollte Aro Einhalt gebietend wissen. ,,Nein, nur ein paar dunkel gekleidete Waldsportler sind an mir vorbeigekommen. Es scheint Marathon zu sein. Obwohl seltsame Aufmachung dafür wie ich finde. .... ˮ Er wollte

weiterreden doch plötzlich trat eine schwarze Gestalt aus dem Dickicht hervor. Es war Phan der Fuchsuntergebene von Warf. Aro zog sein Messer aus der Hüftschnalle um seinen Bauch. ,,Hey hey junger Fuchs - wir sind auf der selben Seiteˮ, wehrte dieser. ,,Wir sind auf der selben Seite?ˮ, fragte Aro unbeeindruckt. ,,Du hast uns doch eben noch Warf ausgeliefert?ˮ ,,Das habe ich ja, ich hätte euch auch gleich töten lassen können; und kann es noch - bei Gelegenheit.ˮ, er sagte das mit der Kühnheit der Gewissheit. Aro kniff die Ohren zusammen. Dann sagte er: ,,Was willst du Phan?

Jetzt?ˮ Ich will den Fuchsgilden ein guter Anführer sein und nicht die Fuchsgildenreste mit Warf, einem himmelsschreienden verrückten teilen. Er wird uns alle töten mit dieser Kugel. Danach steht mir nicht der Sinn. ,,Du bist also auf unserer Seite, willst du sagen?ˮ, fragte Leas, zögern in der Stimme. ,,Das will ich.ˮ ,,Ich hoffe du weist mehr als wirˮ, erklärte Aro zweifelnd. ,,Nein, aber ich will euch helfen mir zu helfen.ˮ ,, Hier sind Profiant und Wasser für ein paar Tage und einige kleinere Waffen und Bögen zum täglichen jagen.

Ihr müsst nach Osten, dort hält sich Warf bald wieder auf. Im Fuchswald nahe der östlichen Grenze. Du Aro müsstest ihn ja vielleicht kennen?ˮ ,,Ich kenne den Weg und diesen Ort, aber dort war ich schon seit meiner Geburt nicht mehr. Viele Füchse gibt es dort nicht mehr. So war es mal zumindest.ˮ Warf versammelt dort seine dunklen Anhänger um sich und versammelt sie um den alten Bau der Füchse. Er hat den Bau wieder gefunden und nutzt ihn um dort mit der Wetterkugel zu experimentieren. ,,Ein Glück weiß er nicht mehrˮ, dachte sich Aro leise, an die Vergangenheit kurz

zurückdenkend.

5. Die Hirsche

Sie sind ruhig und Sittsam, meist sind sie im Gastgewerbe tätig oder der Schifffahrt anheim gefallen. Ein Hirsch ist kein Hirsch allerdings und man sollte diese Tatsache nicht herausfordern ohne sich einer deftigen Niederlage zu stellen oder ihr zumindest mutig ins Auge zu blicken. Aro traute Phan plötzlich, er wusste selbst nicht genau warum, und dennoch war es so. Er wollte sich auf seinen Plan - wenn er denn einen vorzuschlagen hätte, einlassen; wie er aussah wusste er

nicht. Unterdes in einem anderen Teil des Landes, in Aro`s Heimat, war Rene - seine Frau mit den Kindern im Wald allein. Nicht lange allerdings denn eben wurde sie von Untergebenen Warfs weggebracht die überfallartig das Haus umringt hatten und sie schließlich mit sich nahmen. Davon ahnten Aro und Leas nichts. Weit davon entfernt. Wie sollten sie? Sie hörten sich nun Phan`s Plan an und wurden dadurch seiner Loyalität und vor allem seiner Schläue gewiss. Er wollte sie in die Fuchswälder bringen. Viele

Tagesreisen entfernt und dort zum Bau von Warf. Aro hätte das auch gewollt - doch hätte er ohne seine Hilfe nicht gewusst wie; noch überhaupt davon gewusst wo Warf lebte. So ging es nun vor sich. Warf voraus begannen sie ihre lange Wanderung durch die Wälder des Landes. Ab und an lichtete der Wald sich und so war es nicht verwunderlich das sie das ein oder andere Schaf an einer Lichtung trafen, es aber wissentlich um ihre vermeintliche Natur und Intelligenz eher mieden. Aro war froh sich für Phan`s Führung entschieden zu haben obgleich ihm noch immer nicht recht wohl war ebenso wie

Leas der sich nur zögerlich beider Worte anvertraute. ,,Traue keinem Fuchsˮ, hieß es allgemein und trotz seiner Freundschaft zu Aro war Leas dennoch nicht unnötig unvorsichtig. Des Abends des zweiten Tages trafen sie auf einen alten Hirsch der wohl nahe dem Ufer des Waldsees sein Wirtshaus samt Fährstation bewohnte. Er lud sie ein bei ihm zu übernachten und wollte sie am darauffolgenden Tag über den See bringen. Damit hätten sie viel Zeit gespart. Hätten sage ich den es kam doch alles anders als geplant. Des Nachts, der alte Hirsch schlief bereits, machten sich dunkle Gestalten an der

hinteren Tür des Wirtshauses zu schaffen. Es waren Warf`s dunkle Leute. Aro und Leas spürten das Eindringen der Gesellen und schreckten im Bett hoch wärend es fast schon zu spät war. Die Tür wurde leise aufgestoßen und einzig Phan konnte sich - geweckt von seinen neuen Gefährten noch auf das Dach retten ehe es zu spät war. Aro und Leas wurden in Knebeln mitgenommen. Der alte Hirsch schlief weiter und wurde erst gewahr des tun`s als er am Morgen die Zimmer aufsuchte und Phan`s Geschichte hörte. Wohin brachten sie Aro? Das war im Grunde eine einfache Antwort. Zu Warf.

Letztendlich war es einzig Phan der nun allein da stand und das übersetzen der Seefähre nicht mehr aufschieben konnte. Vielleicht konnte er sie noch am anderen Ufer abfangen. Der alte Hirsch verstand schnell. Er machte die Fähre klar und legte mit Phan zum anderen Ufer ab. Es dauerte etwas mehr als eine viertel Stunde die sie brauchten um das andere Ufer zu erreichen. Dort kamen sie zu spät, trotz aller Eile, und dennoch es reichte sich auf der Entführer Fährte noch zu setzen. Phan tat es und hatte schon bald das Lager der pausierenden Kidnapper eingeholt. Nun war guter Rat teuer. Aro und Leas waren in Knebeln und Phan stand nun allein. Er entschied

sich seinen Anführerrang gegen sie auszuspielen. Das hieß. Er stand plötzlich mitten im Lager. ,,Sind sie noch auf meiner Fährteˮ, fragte er gespielt verängstigt den obersten der Bande. ,,Ich hoffe nichtˮ. ,,Wen meinst du wollte die Bande überrascht wissenˮ. Phan legte die Schauspielrolle seines Lebens hin. Kniete nieder und rief: ,,Aro und Leasˮ. ,,Sie hätten mich fast erwischtˮ. ,,Da mach dir keine Sorgen Phanˮ, lächelte der oberste - ein Wolf. ,,Die haben wirˮ, fügte er hinzu und deutete auf die geknebelten überraschten Gefangenen. ,,Du brauchst dich nicht

mehr zu fürchtenˮ, spottete er weiter verächtlich über Phan. Dieser seines Ranges bewusst wurde gleich wieder gefasst und sagte: ,, Dann ist ja gut, die haben mir übel mitgespielt aber ich konnte ihnen entkommen und nun bin ich hier - als Ranghöchster dieser Bandeˮ. ,,Gutˮ, sagte der Anführerwolf. ,,Wir wollen ja alle zu Warf letztlichˮ. Er war verärgert. Phan ging daraufhin zu den Gefangenen und prüfte Aro`s und Leas Fesseln. Er prüfte sie. Sie waren fest und die Knebel hielten. Eine weitere Lüge war fällig nach einem Blinzeln in allein ihre Richtung. ,,Wir sollten zu Warf`s Bau aufbrechenˮ,

sagte Phan. Womit er die Loyalität von Aro und Leas zurückgewann. Eine andere Richtung halte ich für unnötig. ,,Wir haben Befehl ihn zu ihm ins weit davon gelegene Lager zu bringen. ,,Ich sehe dir nach das du es nicht wissen kannst, du bist nur Befehlsempfängerˮ, reizte Phan den Anführerwolf. ,,Ich sage dieser Befehl ist ausgesetzt, in Warf`s Namen und der Situation zugrundeliegend in der wir steckenˮ. ,,Welche Situationˮ, wollte der abgesetzte Anführer wissen. Doch Phan hüllte sich in Schweigen ehe er nur kurz noch sagte: ,,Warf wird es dir später erklärenˮ. Damit ließ er ihn im Ungewissen

stehen. Phan hatte Zeit gewonnen. Und seinen Posten.

6. Die Schafe

Die Schafe sind im allgemeinen für ihr ruhiges Wesen bekannt, viele von ihnen sind aber auch sehr auf ihr Äußeres bedacht was ihnen den Stempel eitel zu sein schon eingebracht hat. Sie verdinnen sich oft als Frisöre oder sind aber auch in der Landwirtschaft tätig. Füchse und Schafe können nicht so gut miteinander. Liegt wohl meist an ihrem unterschiedlichen Wesen und oder an ihrer meist unterschiedlich hohen Intelligenz. Ein Schaf bleibt letztlich oft "ein Schaf".

Es wurde Abend, es wurde Nacht. Phan

war nicht mehr zu sehen gewesen für Stunden. Das Lager schlief. Aro und Leas wussten nicht was sie glauben sollten. Doch nun war es wichtiger Phan nicht unnötig zu verraten. Das war eine gute Strategie, wie sich kurz darauf nach Mitternacht herausstellte, den eben trat Phan auf sie zu und löste die Wachen ab. Er löste die Fesseln von Aro und Leas liess er kurz darauf nicht allein staunen. ,,Es tut mir leid Bruder - sagte Phan an Aro gewandt. ,,Bruuderˮ, fragte Leas geknebelt brummelnd. ,,Ja, ich bin ... das bin ich Aro - ich bin dein Bruderˮ. ,,Das wusste ich nichtˮ sagte Aro und

rang nach Worten. ,,Aber kann das seinˮ. ,,Ja, das ist so. Es ist eine lange Geschichte. Doch jetzt sollten wir erst mal hier wegˮ, sagte Phan und die anderen zwei stimmten ihm nickend zu. ,,Sie werden uns überall vermuten nur nicht auf dem Weg zu Warf`s Bau, das ist unsere Chanceˮ, sagte Phan schnell erklärend. Er löste ihre Fesseln mit einem Wurfmesser und nahm Leas den Knebel ab. ,,Dankeˮ, schmollte dieser etwas dankbar. Nun folgte eine vorsichtige Schleichpartie hinter das Lagerende. Dann begannen sie zu

rennen. Es verging eine viertel Stunde im Eiltempo. Sie suchten keine Fährte zu hinterlassen und kreuzten geschickt um die Bäume herum wie es ihnen Phan vormachte. Er war Aro`s Bruder? Das konnte stimmen musste es aber nicht. Doch nach etwas mehr als besagter viertel Stunde schnell laufend bis rennend hielten sie inne. Sie keuchten und suchten nach Luft. Eine kleine Lichtung war nah. Es war ein Biberbetrieb dort der Holz verarbeitete. ,,Dort hinˮ, rief Phan. Aro und Leas folgten

nochmals. Nun waren sie aber auf eines gespannt - Phans Geschichte. Aro überlegte noch da kamen sie bei der Biberhöhle von Biber Praxels, wie auf einem Hoilzschild stand an. Sie verbargen sich hinter einem großen Stammhaufen und dann reichte Aro Phan die Pfote. ,,Bruder oder nicht - vielen Dank Phanˮ, sagte er. ,,Du kannst es ruhig glauben Aro, ich kenne dich lange schonˮ sagte Phan. ,,Du galtest nur sehr langer als verschollen Bruderˮ. ,,So musste ich meiner Wege gehenˮ. Er hielt ihm seine Seite hin und lüftete

etwas das darüberliegende Fell. Hier ist der Beweis. Er zeigte auf einen dreiteiligen Leberfleck der im Bogen dort als Mal zu erkennen war. Aro prüfte seine Seite, es stimmte. ,,Das hatten auch unsere Elternˮ, sagte Phan. ,,Woher weisst du das alles Phan, wollte Leas einwerfend wissen. ,,Ich spürte es - und Warf hat es mir mal abfällig im Suff angedeutetˮ. Das war der Grund weswegen ich mich seiner Bande anschloß. ,,Das erklärt vielesˮ, sagte der überfallene Aro. Dann wurde er sehr nachdenklich. Er hatte es wohl gespürt wer Phan war - so schien es

ihm. Doch das ...

7. Die Biber

Die Biber sind fleißige Gesellen, tun niemandem etwas solange man kein Baum oder aus Holz ist, eine spitze Zunge ist ihnen allerdings zu eigen ebenso wie ihre Zähne scharf sind. Zumindest wissen sie sich gut auszudrücken. ... war für ihn ein Rätsel das er nicht zu lösen vermochte. Phan sein Bruder. Das wäre ihm nie in den Sinn gekommen. Doch warum in Warf`s Bande, und die Wetterkugel was war sein Beitrag dazu. Keiner. Aro überlegte fester. Ich schätze doch dachte

er. So oder so er war gewohnt vorsichtig Phan gegenüber. Warum? Wieso, hast du die Kugel nicht beschützt, fragte er Phan anklagend. ,,Ich konnte nichtˮ, sagte Phan ehrlich. ,,Warf ist mächtig - zu mächtig für meine Begriffeˮ. Aro liess das so stehen. Es klang für ihn aufrichtig und ehrlich. Dann wollen wir sie zurückholen. ,,Was nicht das einzige sein wird Bruderˮ, stellte Phan niederblickend fest. ,,Ich habe eine schlechte Nachricht für dich

erhaltenˮ. ,,Was den nochˮ, wollte Leas und Aro wie aus einem Munde wissen. ,,Rene und deine Kinder ...ˮ. Weiter kam Phan erst mal nicht. Aro rüttelte ihn. ,,Was ist mit ihnenˮ. ,,Warf ha ... hat sieˮ, brachte Phan kaum noch gefestigt stotternd hervor. Sie drehten sich um, da stand ein Biber vor ihnen. ,,Praxels mein Name, was tun sie hier werte Herrenˮ, wollte der Biber wissen. ,,W ... wii ... wir verstecken unsˮ brachten die drei aufgechreckt hervor. ,,Zzz - Füchseˮ. Er wandte sich um und ging. Damit war die kurze Unterhaltung

zu Ende. ,,Los jetzt - wir müssen weiterˮ, es war Leas der den Kopf behielt. ,,Du hast Recht Freund Leasˮ, sagte Aro. Es wurde langsam Tag. Stunden waren wie im Flug vergangen aber es war noch nicht hell. Sie suchten nach Teer um aus einem der Stämmchen die nahe ihres Versteckes lagen eine Fackel zu tränken. Sie fanden ihn am Wasser. Mit Fackel und nun zu dritt folgten sie etwas dem schmalen Wasserlauf der wohl in den Waldsee mündete. Sie liefen flotten Schrittes und Phans Miene wurde mit jeder Unterhaltung mit

Aro wieder heller. Leas merkte das. Doch dann - die Miene wurde wieder finster. Sie kamen am "Waldrand" an. Das war nicht der Waldrand und doch hier endete der Wald. Wie konnte das sein. Ein Bär saß auf einem der Stümpfe. ,,Das ist Warf`s Werk. Ich bin dankbar, aber der Rest der Waldtiere und Bewohner wohl nichtˮ, klagte der Bär freundlich pausierend. ,,Wer bist duˮ, wollte Aro von dem Bär wissen. ,,Ich bin Timo der Holzfällerˮ. ,,Soviel Holz wurde noch nie an einem Tag geschlagen möchte ich meinenˮ. ,,Naja, es ist eh bald

Winterˮ. ,,Hoffe nicht daraufˮ, sagte Phan. ,,Das könnte sich auch noch ändernˮ.

8. DIe Bären

Die Bären manchmal etwas brummelig und pummelig sind eigentlich herzensgut und nur aufgrund ihrer Größe etwas furchteinflösend. Sie sind Familientiere und leben in kleinen familiären Sippen in Höhlen zusammen. Meist oder sehr oft im Holzfällergewerbe tätig. ,,Jetzt wird es Zeitˮ, stellte Aro fest. ,,Wir brauchen unbedingt die Kugel zurück - wie auch immerˮ, fügte er eilig hinzu. ,,Da hast du Recht Bruderˮ, sagte Phan und Leas nickte beiden zustimmend zu. ,,Wie weit ist es von hier aus bis zum

Bau von Warfˮ, fragte Aro. ,,Ungefähr noch einen halben Tagˮ. ,,Das war als die Bäume noch standenˮ. Unterdes ging es Rene im Fuchsbau längst angekommen nicht gut. Sie hielt ihre Kinder, in und an Armen, und harrte in einem Kerker aus Lehm und Erde der Dinge die noch über sie hereinbrechen würden. Warf war sicher sie noch gebrauchen zu können - so liess er sie leiden und wartete ab. Die Wetterkugel unterdes machte in den Händen Warf`s eine Wandlung durch, von der niemand allerdings so recht Notiz nahm. Sie verlor ihre

ursprüngliche Farbe etwas und wurde eher etwas Türkis. Woran das lag hätten viele nicht zu ahnen gewusst. Ich will es kurz etwas anreißend erklären hier. Das mystische Objekt dessen Herkunft niemand so recht bekannt war war einst eine Wettersondenähnliche Apperatur der Menschen gewesen - zumindest fand das die meiste Zustimmung unter den Gelehrten der Ratten und unter der Erde verlor sie ihre Energie welche von der Sonne und ihren Strahlen gespeist wurde. Solarenergie kurzgesagt. Die Farbe lies dies und ihren Füllstand erkennen aber davon ahnte niemand

etwas. Aro ebenfalls. Er Phan und Leas waren längst unterwegs das Objekt zu sichern und Rene zu befreien deren Schicksal mehr als Ungewiss im Dunkel lag. Aro drängte, forderte und trieb seine Mitreisenden und Gefährten an. Doch all das verkürzte nicht den Weg. Es lagen noch einige Kilometer vor ihnen als sie zur Rast anhielten und innehielten. Aro wollte erst nicht, doch auch seine Beine waren wie Blei inzwischen. Leas mahnte zur Vernunft und zur Ruhepause und letztlich ließen sich beide Füchse darauf unwillig ein. ,,Was sollen wir eigentlich bei Warf`s

Bau tun?ˮ, fragte Leas. ,,Er wird gut bewaffnet und gesichert seinˮ. Phan lachte. ,,Nee, das isser nichtˮ. ,,Es ist ein Fuchsbau und das ist esˮ. ,,In dieser Beziehung ist Warf ein Einfaltspinsel und zu Selbstüberzeugtˮ. ,,Er lebt allein. Nur einige Waschbären - seltsame Gesellen; wohnen in seiner Näheˮ. ,,Er lebt allein, in unserem riesigen Familienbauˮ, fragte Aro. ,,Ja, aber warum Familienbauˮ, Phan zögerte neugierig. ,,Weil wir früher dort gelebt haben mein Bruderˮ. ,,Vor langer Zeit - als unsere Eltern noch

lebten und Warf noch nicht geboren war vermutlich. ,,Doch Waschbären sagst duˮ, hakte Aro nach - an Früher zurück denkend. ,,Jaˮ, das ist nicht gut. ,,Die dürften uns großen Ärger trotzdem machen. ,,Wieviele sind esˮ. ,,Ungefähr Fünfˮ, überlegte Phan laut. ,,Fünf Waschbärenˮ, Aro dachte laut nach. Er hatte schon mal auf einen nicht geachtet, das würde ihm dieses mal nicht passieren. Ob es wohl Chokas* war? Er überlegte. War das Möglich? Er glaubte es nicht.












*Chokas = siehe DIE WETTERKUGEL ( 1. Teil )

9. Die Marder

Ein merkwürdiges Volk, eine Art Zigeunersippe deren Herkunft wie auch Ziel stets ein Rätsel bleibt. Sie verdingen sich auf Jahrmärkten als Wahrsager und sind auch für den ein oder anderen Diebstahl in eines Bauern Gehöft verantwortlich. Trotz allem ist ihr Ruf schlechter als ihr eigentliches tun. Plötzlich kam ein Marder des Weges. Er grüßte freundlich. Dann stellte er sich vor: ,,Lox mein Nameˮ. ,,Was können wir für dich tun Lox?ˮ, wollte Phan zögernd

wissen. ,,Ihr könntet mir sagen ob ihr einen Fuchs gesehen habt - noch einen meine ichˮ, fragte Lox. ,,Er soll hier die Bäume gefällt haben und so - mit einer Kugelˮ. ,,Nein - wir suchen ihn selbstˮ, erklärte Aro Lox. ,,Na dann ist ja gutˮ, sagte Lox. Er ging seiner Wege. Insgeheim aber lächelte er - war doch niemand aufgefallen was er wirklich wissen wollte und was ihn dieses Weges geführt hatte. Die drei Reisenden brachen auf. Aro voran, dann Phan und Leas. Phan

wies den Weg und die drei gingen ihn schnellstmöglich. Als sie am späten Abend ankamen war der Fuchsbau von dunklen Gestalten umstellt. Sie suchten ein Versteck nahe des Geschehens und fanden es hinter einem fauligen alten Baumstamm welcher nahe des ganzen Sichtschutz bot. Plötzlich trat Warf ins Freie - sein graubraunes Fell leuchtete leicht im Glanz der Wetterkugel die er in Händen hielt. ,,Hat es je etwas schöneres gegeben in meiner Hand, habt achtˮ, sagte er Machttrunken. ,,Phan, hat uns verraten Brüder - aber der soll uns nicht kümmernˮ, sagte er

weiter. Phan stand auf und spurtete vom Fleck weg los, Aro wollte ihn zurückhalten doch suchte dann wieder die Deckung. Was hatte er vor? ,,Das habe ich nichtˮ, sagte Phan und trat in den Kreis. Die dunklen Kuttenträger fletschten teils die Zähne. ,,Ohh, ein alter Bekannterˮ, sagte Warf. ,,Wo bist du so lang gewesenˮ, fragte Warf verächtlich. ,,Ich habe dir Aro gebracht und seinen Gefährten Leas - sie verbergen sich in der Näheˮ. Aro war geschockt, blieb aber gottlob noch, seinem Gespür folgend, in seinem

Versteck. ,,Sie sind weit von hierˮ, fügte Phan hinzu. ,,Kommt mit mirˮ, rief er. ,,Tut was er willˮ, rief Warf fauchend. Die dunkle Menge folgte dem davonsprengenden Fuchs. ,,Er will sie weglockenˮ, stellte Aro an Leas gewandt fest. ,,Das ist unsere Chanceˮ. Sie stieben die Messer von Phan gezückt aus ihrem Versteck. Aro Sprang über den Baumstamm und Leas tat es ihm ähnlich gleich. Sie rannten auf den nichtsahnenden War zu der in den gewaltigen Fuchsbau vor ihnen zurücklief aus dem er gekommen

war. Eben drehte er sich um als er gerade noch die Kugel herum riss und sie nicht in Aros Hand gelangte. ,,Heeeeeyˮ, rief er und die Kugel rollte ihm fast aus der Hand. Ein Sturm kam urplötzlich auf. Aro, das Messer gezückt, Sprang auf ihn und Leas nahm die Kugel an sich wärend er nicht wusste was er damit tun sollte. Die Kugel färbte sich mit letzter Energie Rotlila im inneren und der aufkommende Sturm trieb den dreien die gegen ihn hart ankämpften das auffliegende Laub und Dreck in die Augen. Leas wusste nur eines - die Kugel durfte niemandem mehr in die Hand fallen. Er

warf sie vor sich gegen einen nahen Felsstein - doch sie zerschellte nicht. Was sollte er tun? Sie zu zerstören war unmöglich wie es schien. Der Sturm jedoch legte sich damit wieder - erst mal. Aro nahm sie mit dem freien Arm an sich wärend er Warf festhielt. Leas half ihm. Warf das Messer an die Kehle haltend fragte er ihn: ,,Woher hast du die Macht sie zu kontrollieren?ˮ Die habe ich von einem Marder. Er hat es mich gelehrt. ,,Ein Marderˮ, staunten sie. Warf erklärte ihnen einiges in Eile. ,,Er hat sie kaputt

gemachtˮ. ,,Sie folgt mir nicht mehr. Eben habe ich sie noch beherrscht. Lox hieß erˮ. ,,Wer ist erˮ, wollte Aro eben fragen als die Wetterkugel durchsichtig in seiner Hand wurde. ,,Er ist ...ˮ, Warf griff nach der Kugel Machtbesessen, Aro verbarg sie und Warf prallte mit dem Kopf auf den nahen Felsen an dem eben die Wetterkugel nicht zerschellt war. ,,Er war eben bei mirˮ, brachte Warf noch hervor - dann starb er am Kopf tödlich getroffen. So denn, die Wetterkugel verlor ihre, vielleicht gefährliche, Macht und kehrte

ins Heiligtum der Katzen zur sicheren Aufbewahrung zurück - Rene und Aro`s Kinder wurden gerade noch gerettet in ihrer Not und ich beschließe hiermit diese Geschichte ohne zu vergessen noch zu sagen: ,,Von Lox und den fünf ominösen Waschbären fehlt bis heute jegliche Spur, Ork jedoch wurde ebenfall`s aus einem der Verliese entlassen und ward als stiller Held gefeiertˮ. Jeremias der Igel

Copyright & Impressum

Text & Coverbild + sonstige Illustrationen:


2015 © Simon Käßheimer


Fortsetzung des Fantasykurzroman:


DIE WETTERKUGEL

von Simon Käßheimer


Mehr dazu auf: http://kaessheimer3.beepworld.de/index.htm


Erhältlich hier z.B.:

http://www.amazon.de/Die-Wetterkugel-Simon-K%C3%A4%C3%9Fheimer-ebook/dp/B00E84RZK2/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1433519265&sr=8-1&keywords=Die+Wetterkuge


Mehr noch? Interesse?

Vielleicht interessiert euch ja die Vorgeschichte zu diesem 2.Teil.


Lest hier doch einfach mal ins fertige Büchlein rein:


http://www.mystorys.de/b98418-Kinderbuecher-Die-Wetterkugel.htm


Und dann besorgt euch das Buch doch einfach für schmales Geld. ;-)


Es dankt euch schon mal für euer Interesse bis hier her.


( Der Autor )



Simon Käßheimer



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Hörbuch

Über den Autor

Buhuuuh
Ich bin Hobbyautor aus Leidenschaft, das Schreiben kam mal wie ein Löwenzahnschirmchen zu mir ins Zimmer und in meine Welt geflogen, Ich hab es aufgefangen und seitdem lässt es mich nicht mehr los. :-)
Eigentlich war und bin ich gar kein so großer Leser aber am Schreiben bin ich irgendwie hängen geblieben. Macht mir einfach Spaß; besonders wenn die Geschichte Erfolg hat und anderen Freude bereitet und somit gefällt. :-)

Ansonsten gibt`s noch zu sagen über mich das ich einfach gerne kreativ bin und was versuch aus der mir gegebenen Lebenszeit zu machen. Sei es nun Kunst, Musik, Schreiben ( in vielfältiger Weise ) o.w.a.i.. Ich schau aber auch gern einfach mal `nen Film an oder hör bis zum abwinken Musik wenn ich nicht grad mit Freunden und Bekannten was mach oder unternehm.

Mehr noch über mich und meine Person - siehe: http://simonkaessheimer.online

Achso: ,,Meine Texte hier sind größtenteils unlektortiert eingestellt also bitte habt Nachsicht mit mir diesbezüglich!" Rechtschreibtips und konstruktive Kritik dieser Art aber immer erwünscht bis gewollt.

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