Kurzgeschichte
Eine neue Menschheit - Projekt ,,Übersiedlung"

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"Eine neue Menschheit - Projekt ,,Übersiedlung""
Veröffentlicht am 22. August 2015, 8 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

I believe in God, but not as a thing, not as an old man in the sky. I believe that what people call God is something in all of us. -John Lennon
Eine neue Menschheit - Projekt ,,Übersiedlung"

Eine neue Menschheit - Projekt ,,Übersiedlung"

Projekt ,,Übersiedlung"

Wir erschufen Zivilisationen, errichteten Metropolen, technologisierten unsere Welt. Dabei bemerkten wir zu spät, wie brüchig unsere Pfähle waren, auf denen wir bauten. Kontinente? Verschwunden in den dunklen Tiefen der Ozeane. Staaten? Zerrieben zwischen den Gesteinen der Macht. Technologie? Verrostete Überbleibsel aus goldenen Zeiten. Das Jahr 2900, die Polkappen geschmolzen, unsere Technologie von ständigen Kriegen zersetzt. Kriege um Wasser, Kriege um Öl, um die

Etablierung einer Weltanschauung, eines Systems, nach dem die Völker leben sollten. Die Weltbevölkerung vergrößerte sich rapide, auch Seuchen und Epidemien konnten sich dem nicht entgegenstellen. Die Besiedlung des Mars, ein letzter Hoffnungstropfen für die Menschheit der Erde: Zunächst gab es nur wenige, zerstreute Kolonien. Nach einigen Jahren, die als Testphase X in die Geschichte dieser Welt eingingen, wurde das erste große Projekt „Übersiedlung“ gestartet. Nach und nach entstanden Städte auf einem fernen Planeten und die Erde drehte sich für immer weniger Menschen. Immer mehr Menschen

verließen ihre Heimat und brachen auf, in eine neue Welt. Nach wenigen Jahren wäre unser Planet nur noch eine blaue, menschenleere Kugel in den Weiten des Universums gewesen. Einige kluge Köpfe gab es jedoch, die schon früh verstanden hatten, dass menschlicher Verstand allein nicht mehr ausreicht, die Welt zu kontrollieren und in ständiger Balance zu halten. Die Balance zwischen Leben und Tod, zwischen Erschaffung und Vernichtung. Während die einen Wissenschaftler, mit dem einzigen Wunsch, die Erde schnellstmöglich zu verlassen, an der Besiedlung des Mars forschten, forschten andere Wissenschaftler an der

Erschaffung übergeordneter Wesen, die als Wächter das Handeln der Menschen überwachen sollten. Geforscht wurde zunächst mit künstlicher Intelligenz, die sich jedoch schnell als unkontrollierbar und fehlerhaft herausstellte. Nach kurzen Tests begannen die Wissenschaftler mit der Erforschung der Erweiterung des menschlichen Bewusstseins und erschufen die ersten genetisch veränderten Menschen. Doch auch diese Form menschlichen Lebens war noch nicht bereit, die gesamte Menschheit zu leiten und in ihrem Handeln zu kontrollieren. Erst in den Resten eines Meteoriten fanden Forscher den

Schlüssel zur Generierung eines menschlichen Wesens, dessen Fähigkeiten weit über die menschliche Vorstellungskraft hinausreichten. Es entstanden Wächterfiguren aus Fleisch und Blut. Menschliche Gestalten, die sich fortpflanzen konnten und manche von ihnen oblagen dem menschlichen Prozess des Verwitterns. Doch in ihrem Inneren flossen Mächte, die nicht von dieser Welt waren. Mit dem Wissen der Wächter und dem Gehorchen der Menschen gelang es, den blauen Planeten zum Neuen zu zivilisieren und neue Metropolen und Zivilisationen zu erschaffen. Technologisch war die Menschheit wieder am Anfang, doch sie

besaß eine mächtige Waffe: Das Wissen. Fünf Inseln erhoben sich aus den Fluten des wütenden Meeres. Fünf Inseln, die eine Chance boten, die Welt neu zu ordnen. Die Bevölkerung einer jeden Insel unterlag der Führung eines Wächters. Doch hatten sie das Vertrauen der Menschen zu Beginn in die Wiege gelegt bekommen, wurde ihre Macht immer mehr infrage gestellt. Denn auch sie hatten sich fortgepflanzt und Emporkömmlinge erschaffen, die nicht den Willen zur Erhaltung und Führung der menschlichen Rasse hatten...

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ImkeSte
I believe in God, but not as a thing, not as an old man in the sky. I believe that what people call God is something in all of us. -John Lennon

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Otonijel Richtig schöner Text. Schön geschrieben, sprachlich sehr gut.
Deine Vorstellung für die Zukunft hat etwas leicht mythisches fast und dass die Wächter schlussendlich ein ähnliches Verhalten entwickeln wie die Menschen heutzutage, ist wirklich interessant.

Soweit in die Zukunft hab ich mich noch nie vorgewagt, aber bis kurz vor den Wächtern kam ich auch shcon mit meinen Überlegungen. (Ich dachte da shcon an das Jahr 2150, wegen rasanten Fortschritt der Technik)

Liebe Grüße Otonijel
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cliffy ein sehr sehr interessantes Werk muss ich sagen alles so wirklich gut geschrieben lieben Gruß Jenny
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