Kurzgeschichte
Wie eine Maschine

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"Wie eine Maschine"
Veröffentlicht am 24. November 2008, 6 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Über den Autor:

Du lächelst - und die Welt verändert sich! (Buddha) _______________________________ Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir lieben,sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden.
Wie eine Maschine

Wie eine Maschine

Beschreibung

Eigentlich mehr Gedankengänge...

Wie eine Maschine. So fühle ich mich. Leben um zu existieren. Sonst nichts. Nicht etwa um Spass zu haben. Oder um sonst irgendwas zu tun oder zu sein. Nur zu existieren. Mich jeden Tag aufs neue in die Schule quälen, kaum noch positive Gedanken. Viel zu viel schwarz breitet sich in meiner Seele in meinen Gedanken in meinem ganzen Sein aus. Alles wirkt schwer und unerträglich. Meine Launen sind für die Anderen kaum zu ertragen. Das weiß ich. Und es tut mir leid. So unendlich leid. Ich kann nicht anders. Ich tue alles, um die anderen nicht zu verletzen, ihnen keine Sorgen zu bereiten. Immer so tun als sei alles in bester Ordnung. Das ist so anstrengend. Ich hab das Gefühl völlig erschöpft zu sein. Einfach nicht mehr zu können. Einfach so. Völlig ausgelaugt. Wenn ich etwas tue, dann wie eine Maschine. Aus Angst die anderen könnten etwas nicht verstehen, wenn ich ihnen etwas geschriebenes gebe, etwas privates, markiere ich wichtige Stellen im Text. Wie in einem Schultext. Das ist doch krank. Ich hab das Gefühl, mich selbst nicht mehr unter Kontrolle zu haben, aber mich immer wieder zu zwingen, mich unter Kontrolle haben zu MÜSSEN! Ich muss es einfach tun. SO tun. Immer versuchen zu lächeln. Glücklich zu sein. Lachen, reden, tanzen. Durchs Leben tanzen. Aber in Wirklichkeit im gebückten Gang mich durch die Gänge schleppen. Durch die langen Korridore der Ziellosigkeit. Der Aussichtlosigkeit. Niemals endende Gänge, und ich werde immer langsamer, immer erschöpfter. Habe das Gefühl immer kleiner zu werden. Unter der riesigen Masse die mich erdrückt. Zerdrückt, immer dichter Richtung Boden quetscht. Nicht mehr Atmen können, wie eingeschnürt, Das Herz, die Lunge, Mein ganzer Körper. Wie fest eingeschnürt in dicke Seile, mit festen Knoten, die ich niemehr werde öffnen können. Völlig hilflos, am Boden liegend und einfach dahin siechen. Nach und nach stirbt ein Stück nach dem anderen ab. Und ich kann mich nicht wehren, weil ich so eingeschnürt bin. In diesem Leben, in dem ich so glücklich sein muss. In dem ich das Gefühl habe, glücklich sein zu müssen, weil sich sonst allen Sorgen machen würden. Ich will nicht, dass sich die anderen Sorgen um mich machen. Es haben doch alle anderen genügend eigene Probleme, da muss ja nicht auch noch ich daher kommen, und alles durcheinander bringen. Deshalb lass ichs einfach und behalts für mich.
Verzweifelt.

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Du lächelst -
und die Welt verändert sich! (Buddha)
_______________________________
Nicht die Schönheit entscheidet, wen wir lieben,sondern die Liebe entscheidet, wen wir schön finden.

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gaethke Harter Stoff - Aber gut beschrieben.

Zitat: (Original von Alaways am 24.11.2008 - 18:43 Uhr)

Aber wie Recht du hast, dass wir in einer heutigen Gesellschaft wirklich immer funktionieren MÜSSEN. Da geht heutzutage kein Weg dran vorbei. Schade


Wir müssen nur sterben, ganz sicher. Alles andere ist nicht zwingend.
Vor langer Zeit - Antworten
Gast Re: Maschine -
Zitat: (Original von Alaways am 24.11.2008 - 18:43 Uhr) Hallo.
Ich frage mich gerade, was in deinem Leben so schlecht verlaufen ist, dass du dir nicht selbst treu bist. Warum denkst du darüber nach für andere parat zu stehen, wenn du doch eigentlich am Boden liegst. Denke immer daran, dass du dein eigenes Leben hast und dir von niemandem etwas vorschreiben lassen musst. Wenn du unglücklich bist, dann lass doch deinen Dampf ab. Jeder hat Sorgen, die er loswerden möchte.

Aber wie Recht du hast, dass wir in einer heutigen Gesellschaft wirklich immer funktionieren MÜSSEN. Da geht heutzutage kein Weg dran vorbei. Schade

Trotz allen negativen Gedanken, die du in deinem Text verarbeitest schenke ich dir 5 Sterne, da mir dein Schreibstil unheimlich gut gefällt und due Worte direkt auf den Punkt bringen kannst.

LG Steffen


Danke! Für alles was du geschrieben hast... :)
LG zurück
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