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Das Geheimnis der weißen Wölfe - Prolog und Kapitel 1

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"Seltsame Wesen streifen nachts durch die Finsternis."
Veröffentlicht am 04. Juni 2015, 28 Seiten
Kategorie Jugendbücher
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Über den Autor:

Ich bin Erzieherin, liebe es Fantasy - Bücher zu lesen und bin gerade selbst eins am Schreiben. Daran sitze ich schon, seit meinem 16. Lebensjahr und dadurch bin ich es gerade am bearbeiten.
Seltsame Wesen streifen nachts durch die Finsternis.

Das Geheimnis der weißen Wölfe - Prolog und Kapitel 1

Prolog

Keira war zu allem bereit. In der rechten Hand hielt sie einen Stift, mit der linken Hand tastete sie die geöffnete Schublade im Innenraum nach dem Pergament ab. Über ihre faltigen Wangen liefen Tränen. Was war nur passiert? Die Hoffnung und alles Gute näherten sich rasend schnell dem Ende. Dennoch gab sie ihr Leben nicht einfach dem Schicksal hin. Das Pergament, welches sie eigenständig verfassen würde, würde aller Schicksal Wendung sein und Demjenigen, an den es bestimmt war, helfen die Finsternis zu besiegen. Sie war zu allem

bereit. Keira kam aus der Schlafzimmertür als sie von Dämonen, schwarze, finstere Gestalten, gefesselt wurde. Ihre Leibwächter, die sich rechts und links an der Schlafzimmertür positioniert hatten, waren versteinert. Keira wurde unsanft auf den Thron gesetzt. Ihre älteste Tochter verbeugte sich vor ihr und ein grässliches Lachen schallte durch die Überreste des einst so schönen Schlosses. Ihr Gewand war schwarz. Ihre Augen waren schwarz, alles an ihr wirkte kühl und unberechenbar.:>> Du warst schon immer sehr naiv. << >>Wieso tust du das? << Voller

Traurigkeit sah Keira ihre Tochter an. Wut und Hass erkannte sie in ihren Augen, kein Mitleid, kein Mitgefühl, nichts. Alles war eingefroren, irgendwo ganz tief in ihr. >>Das weißt du nicht?- Ihr habt mich doch zu dem gemacht was ich jetzt bin <<. Selias Lachen verstummte nicht. Der Raum, in der die Königin mit ihrer Tochter und einigen Dämonen war, erhellte sich - explodierte. Nichts war mehr übrig, von dem was einst so schön aufgebaut war, nichts von all der Gutherzigkeit, den schönen Jahren.

__________________________________________________________ Sharon, ein kleines, süßes Baby, dass in einer Wiege lag und schlief. Blaue Augen betrachteten es. Es waren die der Mutter. Der Vater lächelte seine Frau an und nahm sie in den Arm. Im Grunde gehörte er nicht in diese Welt, doch auch wenn beide Familien etwas gegen die Verbindung auszusetzen hatten, niemand würde sie jemals trennen können, außer dem Tod selbst. Sie legte ihren Kopf an seine Brust und lächelte zur Wiege. Wie sehr hatten sie sich auf das Kind gefreut.

Ein kleiner Mann, ein Zwerg, kam durch die Hintertür in die Wohnkammer gestürmt. Er wies auf das Fenster, sein Gesicht war mit Sorgen gezeichnet. Kalea sah besorgt vom Baby zu ihrem Mann. Ihre zarten Hände hielten die Wiege fest, wollten sie nicht loslassen- sie machte sich große Sorgen. Sam, der sich derweil von seiner Frau löste und ebenfalls aus dem Fenster sah, war geschockt. Die Dämonen marschierten zahlreich auf die kleine Hütte zu. Zu einer tödlichen Formation aufgestellt, standen sie nun davor, in der die kleine Familie wohnte. Sie wurden von der Schwester der Frau, Selia, angeführt. Sklaven, dürre, armselige Wesen, trugen

die böse Frau auf einem schwarzen Stuhl. >> Kommt heraus! Oder meine Dämonen kommen hinein. << Selias Stimme klang bestimmt und grausam. Sie würde ihre Drohung wahr machen. Kalea hatte Angst und nahm ihre kleine Tochter auf den Arm. Sie waren zu früh. Viel zu früh und sie wollte sich noch nicht von ihrer kleinen Prinzessin verabschieden. Der Vater versuchte seiner Frau zu verstehen zu geben, dass sie verschwinden solle, nein es sogar müsse. Der Frau liefen Tränen die Wangen runter und sie wickelte das Kind in eine Decke ein. Es sollte nicht krank werden. Die junge Mutter küsste ihr

Baby zum Abschied auf die Stirn und strich ihm mit ihrer Hand über die Wangen. Die Kleine war aufgewacht, lächelte und hielt ihre kleinen Händchen nach oben. Der Vater, der hinter Kalea stand, nahm die Händchen und drückte sie ein letztes Mal. Wieder rief die boshafte Stimme ihnen zu und dieses Mal traf ein schwarzer, giftiger Pfeil ein Möbelstück, das sich verflüssigte. Der Zwerg wurde ungeduldig und rief den Zentauren herbei, der sich an der Hintertür positioniert hatte. Er solle Sharon in Sicherheit bringen, sie weit weg von alldem bringen, bis der alles entscheidende Tag kommen würde. Der Zentaur nahm es behutsam in seine

Hände, verbeugte sich und verließ, zusammen mit dem Kind, durch jene Hintertür, die Hütte. Kalea und Sam sahen dem Zentaur hinterher. Ein letzter Spruch, hauchte Kalea ihrem Baby zu, dann stellte sich die kleine Familie der bösen Königin. Selia erhob sich von ihrem Stuhl, zum Zeichen ihrer Dämonen, dass sie in ihrem Kampf Gebrüll inne halten sollten und richtete sich an das Paar:>> Wo ist das Kind? Gebt es mir! SOFORT! << Eine Prophezeiung war es, die Selia beunruhigte. Ein kleines Baby solle ihr Ende sein. Das Baby ihrer Schwester?- Das Paar sah sich an. Niemals würden sie ihr Baby dem Bösen überlassen. Lieber

würden sie sterben. Kalea und Sam schlossen die Augen. Das Licht, was schon einmal einen geliebten Menschen geschützt hatte, tat auch dieses Mal seine Aufgabe, doch war die Macht der Dunkelheit viel stärker. Die Dämonenkönigin hüllte sich in schwarzes Licht und immer mehr breitete es sich aus, bis das helle Licht schließlich völlig aufgesogen wurde. Unter dem Druck, wurde das junge Paar gegen die Hauswand geschleudert. Kalea war an der Schulter-, Sam am Bein verletzt worden. Selia genoss jeden dieser Momente und ihrer Schwester wurde bewusst, dass sie verloren hatte. Ihr blieb keine andere Wahl, als

aufzugeben, doch ihre geliebte Tochter, fand ihre Schwester nicht.


Kapitel1: Totentanz der Seelen

Der große Mann tauchte nun endlich auf. Sein weißer Bart war so lang, dass er aufpassen musste nicht darüber zu stolpern. Er erhob seinen Stab, der aus edlem Teakholz war, den die Elben einst angefertigten. Der Griff wurde durch einen Kronenform geziert, die mit goldenen Sternen geschmückt war. Der Stab selbst war nicht gleichmäßig sondern in ihm waren Wesen eingearbeitet worden. Elben, Zwerge und andere Lebewesen, die in Kalteron, die Welt der Magier, lebten. Meilan, der Weise, stand auf dem Berg, der sich schützend um das Tal legte. Auf

ihm war er allein, denn niemand traute sich zu dieser Zeit hier herauf. Es war die Zeit, an dem die Toten und die verlorenen Seelen ihren Tanz vollbrachten. Als die Uhr eins schlug hielt der Weise den Stock in die Luft und sang das Lied der Toten: >> Ihr Seelen kommt von weit her, doch es gibt keine Wiederkehr, das verlorene Land und euer Band, kann niemand verstehen, was ist geschehen? Das Volk wird weitergehen, das Elend weiterbestehen. <<

Diesen Text sang er mehrere Male in einzigartigem Singsang bis der Berg erwachte und weiße Nebelschwaden den alten Mann umringten. Das heulende Geschrei der Seelen war so klagend und schmerzerfüllt, dass selbst der Hexer, der sonst sehr beherrscht war, Tränen in die Augen bekam. Es war schon ein Jammer, dass diese Seelen nicht sterben, aber auch nicht leben konnten. Sie wurden gefangen gehalten und konnten nicht entkommen. Von wem und warum sie gefangen wurden, wusste niemand, doch Meilan vermutete, dass es seine Tochter Selia war, die dafür die Verantwortung trug. Schon seit drei Wochen ging er zur selben Zeit, jeden

Sonntag, auf den Berg und versuchte die verlorenen Seelen zu fragen, doch immer tanzten sie um ihn herum, schrien, weinten - und schwiegen. Ihm kam es so vor, als war es ihnen verboten worden, etwas zu sagen. Meilan stand nun in mitten der Nebelschwaden, die sich langsam zu Gestalten formten. Bald waren hunderte von Seelen in verschiedenen Größen und Formen zu sehen. Sie sahen wie Zwerge, Menschen oder Tiere aus, waren jedoch durchsichtig und hatten Ränder unter den Augen. Ihre Gesichter waren verzerrt und es fiel schwer ihnen in die Gesichter zu schauen.- Zwei Gestalten, ein Mann und eine Frau, näherten sich Meilan. Er

musste zweimal hinschauen, um sicher zu sein, dass er sich nicht täuschte. Es waren Kalea, seine jüngste Tochter und Sam. Sie bewegten ihre Münder doch kein Ton drang in die Ohren des Vaters. Sie schwebten etwas über dem Boden. >> Hilf uns...beschütze unsere Tochter. Sie ist noch so klein<<, hauchte Kalea mit aller Mühe ihrem Vater zu und ihre Worte kamen nicht klar, eher schwach hervor. >>Was ist nur mit euch passiert? Ihr seid doch nicht tot, oder? <<, fragte Meilan und sah sich um. Die Geister schwebten alle auf ihn zu. Ein Durcheinander brach aus, denn jeder der Seelen versuchte etwas zu sagen. Doch sie waren zu

schwach. Meilan konnte das Heulen nicht mehr ertragen und schrie auf. Es herrschte Ruhe. Sam wandte sich an seinen Schwiegervater:>> Pass auf Sharon auf...gib ihr einen neuen Namen und eine neue Familie. Halte sie und dich von dem Bösen fern... egal was passiert. Bringe sie auf die Erde. << Meilan wusste nicht, dass er Großvater geworden war. Lange war es her, als seine jüngste Tochter sich von ihnen abwandte. Er stand vor den Eltern und goldene Sterne versammelten sich in seiner Hand. Zuvor hatte Kalea ihr Kind mit einem Zauber belegt, dass sie unsichtbar für alles Böse machen sollte.

In ihrer jetzigen Gestalt und ihrer letzten Kraft, beschwor sie ihr geliebtes Kind. Meilan hielt Sharon in der Hand. Die Eltern wirkten zufrieden, dennoch traurig. Das Baby schlief tief und fest. Meilan wollte wissen, ob seine Tochter tot oder lebendig war, doch Sam schüttelte den Kopf:>> Wir müssen gehen. Wir haben nicht viel Zeit. << Die Seelen lösten sich nach und nach auf. Kalea lächelte Meilan zu und sagte zum letzten Mal:>> Bitte gib ihr den Namen Sarah und..., << Kalea’s Stimme wurde immer leiser, ihr Körper verwandelte sich zu Nebel, >>...bring sie zu den Menschen.

<< Meilan sah das kleine Kind an und weinte. In seinem neuen Schloss war er jetzt noch sicher. Aber wann würde Selia wohl zu ihnen kommen? Vielleicht in ein paar Jahren, vielleicht aber auch schon morgen. Er wusste es nicht. Er ging, mit dem Baby auf dem Arm, die goldene Treppe hinauf und befiel einigen Wachen, die an seiner Zimmertür - und an den anderen Zimmern standen, das Hoftor zu bewachen. Der weise Mann stand vor seinem Bett. Ein großes , mit dunkler bezogener Bettwäsche. Sein

Zimmer war nicht so sauber, wie sein altes und der Fußboden war aus altem Holz. Jeder Schritt in diesem Zimmer wurde von dem Knacken des Holzes begleitet. Er fühlte sich einsam und verlassen. Wie gerne hätte er seine Frau noch gesehen und ihr geholfen. Sicher hätte er ihr helfen können. Oft gab er sich selbst die Schuld an Keira`s Tod, doch jeder andere seines Hexenvolkes wusste, dass es Keira selbst so wollte. Meilan sah das Baby an. Es schlief ruhig und sein Herz schlug langsam. Er hatte beide Töchter verloren. Die eine war böse und die andere war durch sie getötet oder verflucht worden. Er wusste keine Antwort darauf und gerade diese

Ungewissheit brachte ihn zur Verzweiflung. Was er jedoch wusste war, dass es mit Sicherheit, ohne Zweifel, seine Schuld war, weshalb Selia böse wurde. Er vernachlässigte sie zu sehr und das alleine war der Anlass für ihren Wechsel zur bösen Seite. Nur das konnte es sein. Eine alte, kleine Frau, mit weißen Haaren, tauchte bei dem Zauberer auf. Sie trug eine Schürze, unter der ein blaues, halblanges Kleid herausragte. Sie hatte auch ein paar Pfunde zu viel, was sie aber nicht im Geringsten beeinträchtigte. Immerhin war sie eine Zwergin. Sie war etwas hektisch und blieb vor dem Zauberer stehen. Sie

atmete schnell aus und ein, da sie in Windeseile die vielen Treppenstufen hinaufgeeilt war. Sie sah das Kind in Meilans Armen. Die Haushälterin, Mia Molodes, lächelte und sah des Hexers besorgtes Gesicht:>> Nanu, Sie sehen gar nicht gut aus. Ich wollte gerade Ihr Zimmer aufräumen, aber ich denke, Sie sollten sich etwas hinlegen und ich vertage dies auf morgen.- Soll ich mich um dieses Baby solange kümmern? <> Ich denke, ich komme alleine zurecht, danke Ms. Molodes. Es wäre nett von Ihnen, wenn Sie diese Flasche...<<, er sprach ein paar undeutliche Wörter, einen Zauberspruch, und ein paar Meter vor seiner Nase entstand aus einem

hellen Licht eine Babyflasche, die in der Luft schwebte. Dann gab er sie Mia und brachte seinen Satz zu Ende:>>...mit lauwarmem Tee füllen könnten. << >>Ich denke, das ist kein Problem für mich. Ich habe schon für viele Kinder die Flasche gemacht. << Sie nahm die Flasche und ging die Treppen hinunter. Während sie die Stufen hinunterging redete sie weiter:>> Melina, Karsten, Olivinen und Samia. All denen habe ich schon die Flasche gemacht. Und es ist ja auch nicht so, dass ich faul bin. Ich mache alles und schäme mich für nichts. Ich würde sogar das Schloss verteidigen...<> Ich finde es empörend, dass so eine Unruhe im Schloss herrscht.

Nichts kann man in Ruhe erledigen. Immer kommen diese Nichtsnutze und zerstören alles. Da muss doch jemand etwas unternehmen. << Meilan lächelte über die Sprachweise seiner liebenswerten Haushälterin. Es war einfach zu schön, wenn die Zwerge ihre mürrische Art auslebten. Das war nur eine Sache von vielen, die er an der Zwergin zu schätzen wusste. Mürrisch aber liebevoll. Dankend nahm er die Flasche an und gab dem Baby etwas zu trinken, das aufgewacht war. Nachdem Das erledigt war, nahm er das Kind ging dann die Treppen hinunter und stieg auf einen braunen Wallach. Er ritt in den zerstörten Wald und legte das Kind in

den Stamm einer alten Eiche, die der einzige, noch lebende Baum war. Dann ritt er, nach einem kurzen Blick zu seiner Enkelin und einer Handbewegung, zurück zu seinem Schloss. Das Kind in der Eiche war verschwunden. Als Meilan an das Hoftor kam waren die meisten Häuser des Dorfes abgebrannt, Frauen lagen tot -, Babys lagen blutig geschlagen auf dem Boden und die Körper der Männer besaßen keine Köpfe mehr. Meilan sah nur noch eine Möglichkeit: Er musste sich seiner Tochter stellen um sein Volk zu retten. Das hieß, dass er auch seine Familie aufgeben musste. Ein letztes Mal lächelte er, bevor er sich umdrehte und

auf die Dunkelheit zuritt.

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Gracysleen2
Ich bin Erzieherin, liebe es Fantasy - Bücher zu lesen und bin gerade selbst eins am Schreiben. Daran sitze ich schon, seit meinem 16. Lebensjahr und dadurch bin ich es gerade am bearbeiten.

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Buhuuuh Ich glaub in der 7. Zeile des Prolog fehlt bei näherte ein e. ;-)

Nur so als konstruktive Kritik bzw. als freundlich gemeinter Hinweis! :-)

Simon
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Gracysleen2 ich danke dir =)
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Buhuuuh Bitte. :-)
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