Kurzgeschichte
Katzenkonferenz - Katzenhausen in Bingumgaste

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"Auf leisen Pfoten schleichen sie"
Veröffentlicht am 18. Dezember 2014, 10 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Ich gehöre als Großmutter von drei erwachsenen Enkeln schon zu den älteren Damen im Rentenalter, habe mich ganz den Tieren verschrieben (23 Katzen, 10 wilde Katzen zwei Ponys aus schlechter Haltung, drei Hunde mit schrecklichem Hintergrund und zwei Kaninchen. Aber auch einem unglaublich netten Mann seit über 30 Jahren und einer 86 jährigen Seniorin, der ich versuche das Leben noch ein wenig schön zu machen . Schreiben ist immer schon mein ...
Auf leisen Pfoten schleichen sie

Katzenkonferenz - Katzenhausen in Bingumgaste

Katzen

Konferenz in Katzenhausen Bingumgaste


Am Abend saßen sie auf dem großen Platz vor der Scheune. 12 Katzen waren im Kreis versammelt, jeder an einem angestammten Platz,. Die Augen waren halb geschlossen,  als ob sie schliefen,

Aber sie führten eine angeregte Unterhaltung und ich hörte sie reden:

„Hallo“ sagte der dicke schwarze mit der weißen Schnauze, „ ich heiße Egon und hab mich vor einigen Jahren  auf Wanderschaft begeben, weil es in meinem Ort zu viele von meiner Sorte gab. Nun bin ich hier auf dem Bauernhof Zuhause. Ich habe hier zwei Frauen und fünf Kinder. Es gibt eine Menge Mäuse zu fressen und Milch habe ich auch genug, Der Bauer ist ein netter Mann. Er mag uns und ich möchte nirgendwo anders mehr leben als hier“ „Oh, „sagte der kleine graue mit dem Knickohr “ich wurde in einer Hütte im Garten  da drüben geboren. Aber meine Mama war

nur ein par Tage für mich da, bis der große Mähdrescher kam und sie nicht schnell genug von der Straße kam. Ich habe mich neben sie gesetzt und wollte dass sie wieder aufsteht. Aber sie stand nicht mehr auf. Da kam eine blonde Frau vorbei ,nahm mich auf den Arm und nahm mich mit in ihr Haus.

Meine Mama hat der Mann von der  blonden Frau in ihrem großen Garten hinterm Haus begraben.“ „Ach ja „ sagte die alte weißgestreifte Katze, „ ich erinnere mich, wie du zu uns gekommen bist. Du warst so klein und hast geweint, Aber ich habe dich unter meine Fittiche genommen. Na ja Milch konnte ich dir nicht geben,. Ich hätte deine Oma sein

können. Aber die Frau, die wir Menschenmama nennen, die hat alle zwei Stunden ein Fläschchen mit Milch warm gemacht und dir zu trinken gegeben. Den Rest habe ich dann besorgt .Ich habe deinen Bauch mit meiner Zunge massiert, damit deine Verdauung in Gang kommt und habe dich in meinem Schoß schlafen lassen, damit du nicht alleine warst. Und als du anfingst durch die Küche zu rennen, habe ich auf dich aufgepasst, damit die Hunde dir nicht zu nahe kamen. Und dann habe ich dir gezeigt wie man sein Geschäft in einem großen Kasten verrichtet, den sie Katzenklo nannten. Und  getobt  hast du mit mir. Dabei war

ich ja schon alt und manchmal haben meine Knochen ganz schön weh getan, bei der vielen Bewegung die du mir abverlangt hast.““Hallo“ rief die kleine graue „ich heiße Helena und man nennt mich die Streunerin. Ich habe noch eine Schwester die sie immer Nanni rufen. Wie wir hier hin gekommen sind weiß ich nicht, aber es war ein bitterkalter Winter vor zwei Jahren und wir wussten nicht was wir tun sollten. Wir hatten Hunger und haben schrecklich gefroren. Da gab es am Haus wo ihr wohnt eine Veranda. Die haben sie mit Türen und Fenstern aus Holz versehen und im Sommer immer schön mit Blumen geschmückt und nachmittags haben sie

da in der Sonne gesessen und Kaffee getrunken. Die blonde Frau die ihr Menschenmama nennt hat uns einmal da entdeckt und wollte nicht, dass wir dort in der Kälte lagen .Also hat sie uns eine Höhle gebaut mit vielen weichen Decken ausgekleidet und und mit Fressen versorgt. Der Winter konnte uns nichts anhaben. Anfassen durfte sie uns nicht, denn wir waren ja wilde Katzen und sehr misstrauisch“ „ Ha“ rief der dicke gemütliche Schwarze mit der weißen Brust.“ Ihr wart das die immer abends schnell auf  die Veranda gehuscht seid, damit euch nicht ein anderer die Höhle streitig machen konnte. Aber Pech gehabt, diese Menschenmama scheint ein

Herz aus Gold zu haben, denn als ich nass kalt und hustend dort angekrochen kam, hat sie schnell noch eine Höhle gebaut und mich mit irgend welchen Kügelchen versorgt, die mir den Husten genommen haben.. Und zu fressen hatte ich auch genug.“ „ Na ja“ sagte der große graue mit der weißen Schwanzspitze“ ich war ganz schlau. Eines Morgens habe ich mich auf den Weg in dieses Dorf gemacht. Ich hatte schrecklichen Hunger und wusste nicht wohin. Da entdeckte ich in einer Türe eine Klappe. Ich steckte vorsichtig meinen Kopf hindurch und was ich sah, war das Paradies. Da stand eine Frau und bereitete mehrere kleine Tellerchen

mit duftendem Futter vor. Vor ihr saßen fünf  Kollegen und schauten erwartungsvoll zu ihr auf. Als sie mich sah, hat sie mich nicht einfach weggescheucht, nein, sie winkte mich heran und nahm noch ein Tellerchen aus dem Schrank und schon saß ich inmitten der Anderen in einem herrlich warmen Zimmer und genoss eine Mahlzeit, die so gut war, dass ich die nie mehr vergessen werde. Ja und seitdem darf ich dort ein und ausgehen, wann immer ich will“

Leise habe ich mich von dem Platz entfernt und habe sie alleine gelassen, diese kleinen Streuner, die alle eine Geschichte zu erzählen haben. Alle haben eins gemeinsam, sie waren alleine

und brauchten Hilfe. Ein bisschen macht es mich froh, dass ich ihnen diese Hilfe geben darf, denn an meiner Türe wird kein Tier abgewiesen und ich genieße es wenn ich abends aus dem Fenster schaue und sehe sie da auf dem Platz im Kreis  sitzen, ihre  Augen halb geschlossen, jeder auf seinem angestammten Platz und sich etwas erzählen .…


Ich liebe sie meine Haus und Wildkatzen….

Marianne Görs -Ferry

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Hörbuch

Über den Autor

Ferry
Ich gehöre als Großmutter von drei erwachsenen Enkeln schon zu den älteren Damen im Rentenalter, habe mich ganz den Tieren verschrieben (23 Katzen, 10 wilde Katzen zwei Ponys aus schlechter Haltung, drei Hunde mit schrecklichem Hintergrund und zwei Kaninchen. Aber auch einem unglaublich netten Mann seit über 30 Jahren und einer 86 jährigen Seniorin, der ich versuche das Leben noch ein wenig schön zu machen . Schreiben ist immer schon mein absolutes Hobby neben dem Texten von Liedern und auch mal eine CD zu besingen.

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KaraList Der Katzenclan ist ganz offensichtlich gesprächsbereit. :-) Ich habe mich eingeschlichen und zugehört.
Eine schöne Geschichte, liebe Ferry!
LG
Kara
Vor langer Zeit - Antworten
GerLINDE 
Hallo Marianne,
ich finde es immer sehr schön, wenn Tiere eine Geschichte erzählen. Und das hast Du hier wunderbar dargestellt. Habe den Katzen gern gelauscht.....
Lieben Gruß
Gerlinde
Vor langer Zeit - Antworten
GertraudW 
Wieder einmal eine Deiner wunderschönen Geschichten. Ich bin ganz "gierig" darauf sie zu lesen - da muss alles zurückstehen ... Am meisten begeistert mich - und das habe ich Dir ja auch schon gesagt - Dein Barmherzigkeit Mensch und Tier gegenüber. Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Ausdauer. Ich hoffe aber, Du denkst auch ab und zu an Dich?
Liebe Grüße und einen schönen Nachmittag mit all Deinen Lieben
Gertraud
Vor langer Zeit - Antworten
Ferry Eine ganz liebe Umarmung an dich und genieße du auch den Nachmittag.
Ein lieber Gruß vom hohen Norden in den Süden
Vor langer Zeit - Antworten
AngiePfeiffer Guten Morgen Marianne, habe deine tolle Geschichte gerade unserem Kleintierzoo vorgelesen und selbst die Fische haben beifällig geblubbert. Ich soll schöne Grüße bestellen, vor allem von der Katze. Ich habe auch unserer Streunerin (wir füttern nur 1 Kätzchen mit durch) eine Extraration gegeben und 'Miss Elli' dankt besonders.
Lieb Grüße
Angie
Vor langer Zeit - Antworten
Ferry Liebe Angie, also bist du auch so ein kleiner Engel der Tiere. Ich liebe Menschen, die auch die Tiere mögen "lächel".Ich wünsche dir einen schönen Tag und ganz liebe Grüße an dich, Marianne
Vor langer Zeit - Antworten
mohan1948 So ähnlich haben sie sicher gesprochen Deine Katzen! Manchmal kann ich die Stimmen der Tiere hören. Ich bin immer wieder fasziniert von Deiner großen Tierliebe, dass Du kein Tier abweist! Bewundernswert wie Du diese Arbeit schaffst und noch so viel schreibst! bin ganz fasziniert von Deinen Geschichten!
Wünsche Dir einen wunderschönen Tag
und ganz liebe Grüße
Hannelore
Vor langer Zeit - Antworten
Ferry Danke Hannelore, ja sie reden mit den Augen und wenn man gut zuhört, kann man es verstehen.Durch meine Seniorin, die ich einmal vor Jahren kennen lernte, mit der wir, weil sie völlig einsam, war zusammengezogen sind, komme ich heute nicht mehr vor die Türe. Sie ist nun 86 und benötigt meine Hilfe. Also versorge ich tagsüber die Tiere und meine Seniorin und Nachts hole ich mir die Kraft die ich brauche beim Schreiben. Wenn dann noch solche lieben Kommentare wie hier kommen, weiß ich, welch glücklicher Mensch ich bin.
Lieber Gruß
Marianne
Vor langer Zeit - Antworten
baesta So warmherzig erzählt, die Geschichte Deiner Katzen. Ich musste dabei mein Katerchen gleich mal streichen. Er liegt neben mir und schläft und ich darf mal an den PC.

Liebe Grüße
Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
Ferry Das war der Anfang liebe Bärbel. Jedes Tier hier hat seine besondere Geschichte. Ich hoffe nur, dass die auch gefallen.
Schlafe gut und ein Knuddelbussi aus Katzenhausen in Bingumgaste.
Vor langer Zeit - Antworten
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