Ars Poetica
Verlassen wie ein Panther
hockt Leben nun vor meiner Tür
wälzt sich im Schneefeld
löscht die Flammen
heult in den Morgen
zerreißt den Stein
Mein Engel
faltet seine Flügel
zeigt zur Vergänglichkeit
im Himmel hin
lässt splittern Horizonte
rauh schreiend Lebenswind
Zerbrochen scheint
die Brücke unsrer Blicke
kein Wort mehr
findet hin zum Ohr
vergessen die geheimen Zeichen
sind tränenblind nur noch Dekor
Wie versichert man sich Liebe
stolpernd durch ein Wanderbuch
zweifelnd an der Selbstgewandung
wenn Lorbeer von den Schläfen fällt
farbne Federn aus den Märchen
werden sein – was ich nun such
© ths 11 / 2014