beREISEN
Sehnsüchteleien im Gepäck
der Straßenstaub riecht regennass
ich reise mit dem Widerspruch
mein Gegenüber trollt sich nicht
kein Fluch ist krumm genug.
Mal stocher ich im alten Übel
mal wein ich meine Tücher feucht
der Schnee ist auch nicht alt geworden
die Tropfen paaren sich zum Rinnsal
und manchmal blinzelt Himmelsblau.
Ich hab mich hinterrücks umgangen
bin auf dem Weg allein zu mir
an meinen Zehen zieh'n Termine
der Wochentag trägt Sorgenfalten
und brammelt von der guten
Zeit.
Stoß meinen Wanderstecken kürzer
noch hat der Weg mehr als nur Dreck
noch find' ich ziellos eine Richtung
und scheinbar freuen mich die Zeilen
Ahoi, ich bring den Kahn in Fahrt.
jfw