Worte im Herbst
Lasse meine Worte schweben
wie die Spinnen Netze weben
legitim erscheint mein Streben
will nicht an der Erde kleben
Wie ein Herbstschwan südwärts zieh'n
Wort – und klaglos dann entflieh'n
über tosende Gewetter
endlos fallend bunte Blätter
Präg' mir stets die Route ein
hab' die Landschaft hier ganz klein
häng' die Nase in den Wind
weil bei mir auch Freunde sind
Nach der Schneenacht kalter Zeit
ist im Lenze es soweit
wenn die Unruhe uns
weckt
und die Luft nach Pappschnee schmeckt
kehren meine Worte wieder
lassen sich sehr zärtlich nieder
sehn das Wachsen, das geschieht
singen dir ein Frühlingslied
2010-10-02 jfw