Gedichte
Das Kapital

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"Das Kapital"
Veröffentlicht am 25. August 2014, 4 Seiten
Kategorie Gedichte
© Umschlag Bildmaterial: Yulia Artemova - Fotolia.com
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Über den Autor:

Die Ahnung, das Gefühl, der Reiz eines Augenblicks sickert in mein Herz und bildet aus tränenreichen Worten einen See, der, wenn er überläuft, in Kaskaden, Verse schmiedet, die zum Verstand fließen wie ein weiser Strom und sich ins Meer ergießen. Die Hand ist sein Delta, Schreibt auf, was der Fluss von seiner Reise erzählt. (Roland Pöllnitz)
Das Kapital

Das Kapital

Das Kapital

Das Kapital sucht keinen Streit, ist ängstlicher Natur, es braucht Gewinnbeständigkeit, die stete Konjunktur. Liegt der Ertrag bei zehn Prozent wir die Elite kühn, bei zwanzig sie kein Freund mehr kennt, die Fantasien erblühn. Bei fünfzig kommt der Übermut, man lügt, was man nur kann, wie immer zahlt dann den Tribut der arme, kleine Mann. Bei hundert gibt es kein Gesetz, das stampft man sorgsam ein, da nutzt man dreist das Internetz, um frevlerisch zu sein.


Bei tausend geht die Grenze auf, riskiert man gar den Tod, Verbrechen, Krieg und Amoklauf, egal wie groß die Not. Das Kapital will keinen Streit, es will doch nur Profit, es nutzt jede Gelegenheit, nimmt, was es kann, stets mit.


(c) Rajymbek 08/2014

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Über den Autor

Rajymbek
Die Ahnung, das Gefühl, der Reiz eines Augenblicks sickert in mein Herz und bildet aus tränenreichen Worten einen See, der, wenn er überläuft, in Kaskaden, Verse schmiedet, die zum Verstand fließen wie ein weiser Strom und sich ins Meer ergießen. Die Hand ist sein Delta, Schreibt auf, was der Fluss von seiner Reise erzählt. (Roland Pöllnitz)

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Rehmann Es wird sich auch nie ändern !!!
LGH. Rehmann
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek 
Panta rhei, mein Lieber, auch der Imperialismus ist nur eine Periode, wenn auch keine besonders lebensfreundliche in seinen alten Tagen.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Gast Da hast Du gut bei Marx/Engels nachgelesen!

LG Jürgen
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek 
Das Zitat stammt von Thomas Joseph Dunning, das Marx im Kapital anführt und lautet im Original: "Kapital", sagt der Quarterly Reviewer, "flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel." - Das Kapital, Band I, S. 801, Dietz-Verlag Berlin, 1961

Ich habe es ein wenig poetisiert.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
Boris ich war nicht eingeloggt, sorry
Vor langer Zeit - Antworten
NORIS gruselig aber wahr.
LG Heidemarie
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek 
Man darf ihm nicht über den Weg trauen, Heidemarie.

VLG Roland
Vor langer Zeit - Antworten
NORIS Ddas zeigen Bankencrash, Weltwirtschaftskrise, Steuerhinterziehung und viele andere Betrügereien sehr deutlich!
LG Heidemareie und
Vor langer Zeit - Antworten
Rajymbek 
Es ist eben ein sterbender, faulender, parasitärer Kapitalismus, Heidemarie.
Vor langer Zeit - Antworten
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