Irritation
Wenn Nächte, die in endlos Tränen ertrinken,
Monde, die zwischen dunklen Wolken versinken
und Seele schwellungslos im Bluterguss,
dann finden Augen, an Farbenwelten nicht Genuss.
Wenn schlangengleich, Locken hängen um den Hals,
zeugen von dem endlos Gift des Erdenballs,
das Herz schon heiser ächzt in dünner Luft,
trägt jeder Tag das Licht, nur einer tiefen Gruft.
Wenn Lächeln schenkt sich wie ein Eisenmast,
die eigne Sucht nach dir, verliert an Hast,
taumelt nur einsam an der Wand entlang,
verfliegt ein Traum – ein neuer Tag, wie fängt er an?
© ths 08 / 2014