Durstig
Ich bin so durstig, spricht der Vater,
schenkt ein mir doch ein kühles Bier,
ich brauche keinen Trinkberater,
ich kenn mein Lebenselixier.
Die Poesie, erklärt der Vater,
steckt tief in einem Becher Wein,
so schrieb der Schiller einst Theater,
dann soll das auch beim Vater sein.
Ein Gläschen Cognac, so lallt der Vater,
ist letzten Endes auch nur Schnaps,
am Morgen gibt ein schwarzer Kater
dem Schwerenöter einen Klaps.
Ich bin so durstig, spricht der Vater,
am Abend ist der Kater fort,
so fährt er in den Wiener Prater
und trinkt das Bier heut im Akkord.
(c) Rajymbek 07/2014