Gedichte
Kinderdruck - das perfekte Kind

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"Kind, Jugendlich, groß...alles andere als einfach. "
Veröffentlicht am 19. Mai 2016, 10 Seiten
Kategorie Gedichte
© Umschlag Bildmaterial: Olga Drozdova - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Schreiben und Fotografieren ist eine andere Art die Welt zu sehen, und eine Möglichkeit, sie mit meinen Augen zu zeigen. Gerne Greife ich Themen auf, über die keiner gerne redet oder schreibt, Themen wie Angst, Panikattacken, Reizdarm, Chronische Krankheiten! Es ist nicht immer biografisch, sondern entspringt vielerlei Quellen. Ihr findet mich bei Facebook unter Kesalie und meine Fotos kostenfrei zum Download bei Pixabay unter Meli1670. Über ...
Kind, Jugendlich, groß...alles andere als einfach.

Kinderdruck - das perfekte Kind

Vorwort

Was wissen wir schon? In einer Welt voller Egoisten, jeder mit dem Blick auf sich....

 

Eine Gesellschaft voller harter Ellenbogen, voller Druck und Erwartungen...


was wissen wir schon, alles durchgeplant, terminiert, organisiert, strukturiert...


was wissen wir schon, wie es ist in so einer Zeit groß zu werden?

Am Anfang

Du sagst immer, es ist zu meinem Besten,

ich soll an meine Zukunft denken,

komm mir vor als würdest du mich mästen,

mich ständig in DEINE Richtung lenken.


Klavier und Tennis soll ich spielen,

gedanklich an meinen Händen Schwielen.


Lernen für die Schule,

jeden Tag eine Stunde,

grummeln in der Magenkuhle,

gehe vor die Hunde.


Immer gut gekleidet,

sau dich ja nicht ein,

meine Freiheit darunter leidet,

fühle mich gesteuert und klein.


Ein Tablet schenkst du mir,

das für Kinder bekam ich,

da war ich vier!








Ich wünsche mir Familienzeit,

stattdessen gibt es ein neues Kleid.


Arbeiten müsst ihr rund um die Uhr,

das läge doch in unserer Natur.


Die Tagesmutter muss es richten,

erzählt aus Ihrer Jugend uns Geschichten.


Geschichten von Gummistiefeln und Pfützen,

Vanillesoßen auf roten Grützen.


Bäume hat sie erklommen,

sich wie ein Junge benommen.


Sie durfte jeden Tag raus zum spielen,

sie hatte keine gedanklichen Schwielen.


Kopfschmerzen machen sich breit,

für Freunde habe ich kaum noch Zeit.


In der Schule ist es auch nicht toll,

die Klasse mit 30 übervoll.

Der Lehrer zwingt sein Stoff hindurch,

egal ob laut, egal ob ruhig.


Es zählt   nur noch das was du hast,

nicht wer du bist,

fühle mich gehetzt, ohne Rast,

weil das Alles Luftraubend ist.


©Kesalie 5-2016



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Hörbuch

Über den Autor

Kesalie
Schreiben und Fotografieren ist eine andere Art die Welt zu sehen, und eine Möglichkeit, sie mit meinen Augen zu zeigen. Gerne Greife ich Themen auf, über die keiner gerne redet oder schreibt, Themen wie Angst, Panikattacken, Reizdarm, Chronische Krankheiten! Es ist nicht immer biografisch, sondern entspringt vielerlei Quellen.
Ihr findet mich bei Facebook unter Kesalie und meine Fotos kostenfrei zum Download bei Pixabay unter Meli1670. Über Grüße und ein "Gefällt mir" freue ich mich natürlich auch.

https://www.facebook.com/kesalie.tl/
https://pixabay.com/de/users/Meli1670-1376333/

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EllaWolke Nach diesen Zeilen, will man erst einmal einfach nur durchatmen - gut hast Du den Druck, der auf Kindern lastet beschrieben ....

Planungen - gemacht, bevor das Kind geboren.
Auch schon erlebt .... kann da das Kind vom ersten Schrei an noch Kind sein? Ist es nicht schon "verdammt" zu erfüllen? Erwartungen anderer.

Tanzen, Klavier, Sport, Bogenschießen .... bleibt einem Kind da noch Zeit für´s Kind sein? Es hörte sich glücklich an, dieses Kind, doch wie Du scheibst ...das Ausgebranntsein ist vorprogrammiert. Immer unter einem Druck ...

Sonnige Grüße
Vor langer Zeit - Antworten
gela556 
Schwerer Tabak,
da etwas dazu zu sagen ist nicht einfach.
Wir leben nun einmal in einer Zeit, wo Jeder auf Jeden schaut
und stets muss er besser sein. Ruin und Nöte
sind da schon mit einbegriffen.
Herzliche Grüße, Gela
Vor langer Zeit - Antworten
Kesalie Jeder schaut auf jeden...vielleicht, aber wer schaut auf das Kind? Meine Tochter ist 9, manche ihrer Mitschüler müssen 1Stunde ZUSÄTZLICH zu den Hausaufgaben üben, TÄGLICH. Höher, besser, weiter, und mit 30 dann Burn out. Wir Erwachsenen wissen doch am besten, wie es ist, nicht so sein zu dürfen wie man ist. Das hat jeder schon durchlebt. Die Kids leisten von Geburt an schon soviel, alleine das Sportliche! Vom mühsamen Robben, in Krabbeln, zum hochziehen, tapsen, dann laufen. Reines Muskeltraining.

Man muss nicht 2 mal im Jahr in den Urlaub. Und die Welt braucht auch nicht ausschließlich Akademiker, dafür aber um so mehr zufriedener Menschen, der Grundstein wird in der Kindheit gelegt.

LG und danke fürs Lesen und Gedanken austauschen :D Melanie
Vor langer Zeit - Antworten
gela556 Ich war ein Heimkind, lebte nur hinter Gittern,
durfte ich einmal nach Hause, wollte meine Mutter mich nicht und mein Vater hätte mich fast umgebracht. Die Zwangsehe hat ihr übliches getahn, mit 32 Rentnerin und trotzdem gab ich alles an meinen Kinder, Liebe und Geborgenheit, so gut ich es konnte.
Ich weiß also, was es heißt zu Kämpfen, umgeben zu sein von Lügnern, immer gemieden und ständig alleine zu sein.
Ich hatte trotzdem gekämpft und ging auf die Barikaden, damit meinen Kindern es erspart blieb, und sie noch Kinder sein durften.
Wie es Heute ist, weiß ich nicht, habe keine Enkelkinder.
Mit freundlichen Grüßen, Angelika

Vor langer Zeit - Antworten
Kesalie Hallo Angelika,
da hast du aber kämpfen müssen! Gute dass du damit so offen umgehst, das wird vielen Menschen helfen. Heut zu Tage wird jedes 3te Kind mißhandelt und jedes 6te mißbraucht. Die Dunkelziffer liegt vermutlich wesentlich höher. Es ist nicht nur die soziale "Schicht" nein, es sind auch Mütter die unter Druck stehen, alles unter einem Hut zu bringen, die sich über die Kinder profilieren, sich dem Druck der Gesellschaft bezgl Leistung hingeben. Ich lese gerade eine Biografie über ein Heimkind, allerdings spielt sich das in der ehemaligen DDR ab. Allerliebste Grüße Melanie
Vor langer Zeit - Antworten
gela556 Liebe Melanie,
Danke für die lieben Worte.
Ich wünsche Dir noch einen sehr schönen Abend
Und von mir kommen ganz besonders liebe Grüße zurück
Gela

Vor langer Zeit - Antworten
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