Biografien & Erinnerungen
Einladung zu einer Spritztour in den 50ern

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"Einladung zu einer Spritztour in den 50ern"
Veröffentlicht am 31. Mai 2014, 6 Seiten
Kategorie Biografien & Erinnerungen
© Umschlag Bildmaterial: Sandra Cunningham - Fotolia.com
http://www.mystorys.de

Über den Autor:

Hallo, liebe Leser, was soll ich über mich nur sagen? Bin schon etwas älter und somit reich an Erfahrung und Jahren, wandle auch gern mal auf nostalgischen Wegen und Pfaden. Schreibe Gedichte, eigene Lieder, male auch Bilder und gebe als nächstes hier mal einige kleine Geschichten von mir wieder. Hoffe es wird mir gelingen und auch gleich auf Anhieb klappen, denn das ist mein Plan, so will ich es machen. Es grüßt euch bis dann, man liest ...
Einladung zu einer Spritztour in den 50ern

Einladung zu einer Spritztour in den 50ern

Einladung zu einer Sritztour in den 50ern



Vor vielen, vielen Jahren waren meine jüngere Schwester Hanna und ich unterwegs zu einer kleinen Spritztour. Der stolze Besitzers eines Autos, was damals noch eine besondere Attraktion bedeutete, der ein guter Bekannter meines Vaters und der gesamten Familie war, hatte uns eingeladen. Wir Kinder kannten ihn nur unter dem mysteriösen Namen "Onkel Mulle". Er war beruflich als Vertreter tätig und sehr beredt, was bei mir, wann immer ich ihm begegnete, ein wenig Befremden auslöste zumal

seine Aussprache nicht die deutlichste war.

Eine Fahrt im Leukoplast-Bomber in den 50ern Auf dem Bild seht ihr mich ganz vorne rechts kurz vor Fahrtbeginn noch ein

wenig skeptisch tönend. Unseren Proviant hab ich fest in der Hand. Trotz aller Bedenken meinerseits wurde es eine unvergessliche Ausflugstour.


Jetzt fragt ihr euch sicher was das Besondere an dem Erlebnis darstellte, dazu kann ich nur sagen "Auto fahren", das ist doch wohl klar.


Dieses Auto von Onkel Mulle war außerdem ein ganz besonderes Auto. Es war ein Lloyd. Bei diesen Autos bestand die Karosserie wegen der damals vorherrschenden Materialknappheit aus Sperrholz, innen teilweise mit Kunstleder überzogen – daher auch der

Spitzname „Leukoplast-Bomber“. Dieses Gefährt wäre heutzutage sicherlich ein bewunderter Oldtimer. Es scheint ein Lloyd LT 500 gewesen zu sein. So eine sechssitzige Großraumlimousine, eine Mischung aus Lieferwagen und Kleinbus. Diese Fahrzeuge wurden zwischen 1953-1957 gebaut, hatten "stolze" 13 PS und brachten es auf Tempo 75 in der Spitze. Im Volksmund hieß es damals noch lustigerweise: „Wer den Tod nicht scheut, fährt Lloyd!“ Meine Eltern und unsere Bekannten schienen eine Vorliebe für diese Art von

Lieferwagen zu haben. Ich kann mich da noch an so manche Fahrt erinnern, die nicht gerade ein Vergnügen war. Nichts war gepolstert, gefedert oder weich verkleidet, es war alles hart und kantig, dementsprechend war die Fahrt. Ohne erhebliche Irritationen und blaue Flecken kam man da fast nicht mehr raus, aber es war total lustig und ein Riesenabenteuer für uns alle.







Copyright Dalena Schoen

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Über den Autor

DalenaSchoen
Hallo, liebe Leser,

was soll ich über mich nur sagen? Bin schon etwas älter und somit reich an Erfahrung und Jahren, wandle auch gern mal auf nostalgischen Wegen und Pfaden.
Schreibe Gedichte, eigene Lieder, male auch Bilder und gebe als nächstes hier mal einige kleine Geschichten von mir wieder. Hoffe es wird mir gelingen und auch gleich auf Anhieb klappen, denn das ist mein Plan, so will ich es machen.

Es grüßt euch bis dann, man liest und schreibt sich hoffentlich mal wieder, irgendwann,

Dalena Schoen :)

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Milan01 Was für eine besondere Erinnerung.
Das Auto ist ein Hit. Der wäre jetzt sicher ein wunderschöner Oldtimer.
Lg Milan
Vor langer Zeit - Antworten
Monczi 
Erinnerungen ganz besonderer Art
LG Monczi
Vor langer Zeit - Antworten
SternVonUsedom 
Ein schöner Moment

Herzlichst
Der Stern
Vor langer Zeit - Antworten
erato 
Nettes kleines Leckerli aus dem Fundus des Lebens
und man fühlt sich gleich selbst wieder in diese Zeit
versetzt.......
GgghG Thomas
Vor langer Zeit - Antworten
welpenweste 
Meine Eltern hatten sich das erste Aurto geleistet. Es war ein Lloyd Lp 600! Später kam dann - natürlich ein Käfer. Es war nicht einfach mit dem Lloyd, erzählten mir später meine Eltern, aber immerhin. Leider habe ich keine Fotos mehr von ihm. Soweit ich weiß soll er mit der betörenden "in" Farbe aschgrau geprotzt haben.
Gerne gelesen!
Günter
Vor langer Zeit - Antworten
GertraudW Eine herrliche Geschichte hast Du uns da geschrieben liebe Dalena. Es erinnerte mich an meine Jugend, als mein erster Freund mit so einem "Leukoplastbomber" (sagten wir auch dazu ), in München den Rosenheimer Berg heraufkam. Das Auto hat richtig "gesungen" und man konnte es schon von Weitem hören. Aber ich war stolz, einen Freund mit Auto zu haben ...
Übrigens, ein herzliches Dankeschön, dass du mir für meinen "Enttäuschten Kater" einen Favo geschenkt hast.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag
Gertraud
Vor langer Zeit - Antworten
Sealord Schöne Erinnerung!
LG Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
EllaWolke Tolle Sache ;)

LG Ella
Vor langer Zeit - Antworten
Hofdichter 
Sehr schön Magdalena , da würde ich auch gern mal mitfahren :-)

LG Ephraim
Vor langer Zeit - Antworten
GerLINDE 
Hallo Dalena,
super schön und nett geschrieben, Deine Erinnerungspräsentation mit dem einzigartigen "harten Leukoplast-Bomber". -lach- Das Automobil wäre heute eine große Besonderheit !
Danke, dass Du uns daran teilhaben lässt.
Lieben Gruß
Gerlinde
Vor langer Zeit - Antworten
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