Kurzgeschichte
- Schicksal -

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"- Schicksal - "
Veröffentlicht am 17. März 2014, 26 Seiten
Kategorie Kurzgeschichte
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Kapitel 1



Mit zwei rote Rosen lief ich den Weg entlang und war völlig in Gedanken. All die schöne Zeiten , die wir hatten sind vorbei. Nie wieder werde ich mit so viel Liebe und Sicherheit umarmt. Nie wieder werde ich in diese wunderschöne Augen sehen können. Nie wieder werde ich diese zwei schöne Stimmen hören können. Es ist schwer für mich zu akzeptieren, dass sie für immer fort sind, aber da muss ich jetzt durch. Ich muss wieder anfangen mich durchs Leben zu kämpfen. Weiterleben in dieser unfairen Welt! Ich kniete mich auf den Boden und starrte auf die eingravierten Namen auf den Steinen. ''Melek und Ali Yildirim'' Warum habt ihr mich alleine gelassen? Warum

konntet ihr nicht bei mir bleiben? Warum musste es so kommen? Diese Fragen stellte ich mir jeden Tag, wenn ich hier war. Ich würde alles dafür geben, um sie noch einmal in die Arme nehmen zu dürfen. Ich strich einmal mit der Hand über die eingravierten Namen und küsste anschließend den kalten Stein. Ich legte die rote Rosen auf das große Grab und spürte immer mehr Tränen, die mir über die Wangen liefen. Arzu: Ich vermisse euch so sehr. Wie sehr ich mir wünsche euch bei mir zu haben und euch einfach nur in die Arme zu nehmen. Ich habe Angst alleine auf dieser Welt. Ich fühl mich nicht mehr beschützt und sicher. Ich will wieder das Gefühl von Sicherheit und Schutz haben Baba. Ich will wieder das Gefühl von Zärtlichkeit und Liebe haben Mama. Aber all das habt ihr mitgenommen als ihr mich verlassen habt. Ich vermisse euch so unebeschreiblich. Ich wischte mir meine Tränen weg, doch es war zwecklos. Immer mehrere kamen dazu. Ich küsste ein letztes Mal den Grabstein und stand vom Boden auf.

Dabei sah ich immer noch auf die Namen der beiden. Langsam drehte ich mich. um und ging. Jetzt komme ich mal zu mir. Ich heiße Arzu und bin 19 Jahre alt. Ich habe lange, glatte hellbraune Haare und eisblaue Augen, die ich von meinem Vater habe. Ich wohne seit kurzem in meiner eigenen neuen Wohnung. Ich hielt es nicht mehr aus in unserer alten Wohnung. Alles erinnerte mich dort an sie. Geschwister habe ich leider nicht. Ich bin ein Einzelkind. Sehr ungewöhlich für eine Ausländerin, aber dafür habe ich viele Verwandte. Sie versuchen mir alle zu helfen das zu verkraften, aber in letzter Zeit habe ich mich von jedem destanziert. Ich wollte mit niemandem reden. Ich brauchte Zeit für mich, um all dies zu realisieren. Ich werde nie über meine Eltern hinwegkommen. Seit genau 2 Monaten ist das jetzt her. 2 Monate sind sie jetzt nicht mehr da und langsam gewöhnte ich mich auch dran. Mein ganzes Leben muss ich nun ohne meine wundervollen Eltern leben. Jedes Mal wenn ich an ihr Grab bin, wollen die Tränen nicht mehr aufhören, aber sonst versuche

ich stark zu wirken. Ich verschnellerte meine Schritte, da ich schon spat dran war. Ich hatte nur noch 5 Minuten und musste dann anfangen zu arbeiten. Ich arbeite als Kellnerin in einem Restaurant. Dort verdiene ich gut genug um über die Runden zu kommen und um Geld für mich auch noch zu haben. In letzter Minute kam ich da an und machte mich sofort an die Arbeit. Als ich um 17 Uhr endlich Feierabend hatte, machte ich mich auf den Weg nach Hause. Zu Hause nahm ich mir frische Sachen und ging erstmal duschen. Nachdem ich fertig geduscht hatte, zog ich mich an und ging in die Küche. Ich kochte mir was zu essen. Dann setzte ich mich ins Wohnzimmer und schaltete mir den Fernseher an. Früher durfte ich nie im Wohnzimmer essen. Jedes Mal hat meine Mutter mit mir geschimpft. Sie hasst es, wenn jemand im Wohnzimmer isst. Wie sehr ich mir jetzt gewünscht hätte, dass sie durch die Tür ins Wohnzimmer kommt und mit mir schimpft. Aber so wird es nie wieder sein!

Ich sah zu dem großen Bild meiner Eltern, dass bei mir im Wohnzimmer hing und starrte es an. Die Tränen stiegen mir wieder in die Augen und schon spürte ich die erste Träne meine Wange herunterlaufen. Ich wischte sie weg und versuchte zu lächeln. Ich dachte an die Worte, die sie mir immer wieder sagte: ''Wenn du hinfällst, dann steh wieder auf und kämpfe weiter! Ich will dich nur glücklich sehen!'' Sie würde mich nicht so sehen wollen. Sie würde wollen, dass ich nicht aufgeben soll. Wahrscheinlich würde sie mir jetzt sagen, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert oder dass es Schicksal ist. Aber musste es mich wirklich so hart treffen? Sie waren so liebevolle und gute Menschen. Die wichtigsten Menschen in meinem Leben, die ich nie verlieren wollte und jetzt ist genau das passiert wovor ich am meisten Angst hatte: Ich habe sie verloren! Ich will meine Eltern nicht enttäuschen,

denn jedes mal sagten sie stolz, dass sie eine starke Tochter haben und dass sie eine Kämpferin ist! Mit Tränen in den Augen sah ich lächelnd das Bild an. Arzu: Ich werde euch niemals enttäuschen!

Kapitel 2

Ich war wie jedes Wochenende mit Elif und Sahin unterwegs. Wir waren in eine Shishabar. Wir sind hier Stammkunden und Sahin kennt den Inhaber hier sehr gut. Als mein Handy klingelte, hob ich lachend ab und entfernte mich ein wenig von den andern. Arzu: "Hallo?" Frau: "Hallo, spreche ich da mit Frau Yildirim?" Arzu: "Ja mit wem spreche ich da?" Frau: "Es wäre besser wenn sie ins Krankenhaus *** kommen." Arzt: "K-Krankenhaus?" Frau: "Ja wir warten auf sie!" Ich sah zu Elif und Sahin, die mich fragen ansehen. Nachdem ich den beiden erzählt hatte, wer am Telefon war, führen wir ins Krankenhaus. An der Rezeption sagte ich der Frau bescheid, dass ich hierher gerufen wurde. Als sie mein Nachnamen

hörte, sah sie schlagartig zu mir hoch und sah mich bemitleidend an. Was geht hier vor sich? Ein Arzt kam und bat mich alleine in sein Büro. Ich sah kurz zu Elif und Sahin und folgte dem Arzt dann. Im Büro setzte ich mich gegenüber von ihm. Arzt: "Also Frau Yildirim, es wird jetzt eine harte Zeit auf sie zukommen. Ich will dass sie nachdem sie jetzt erfahren was passiert ist wissen, dass wir ihnen dabei helfen es zu verarbeiten." Arzu: "Sagen sie mir bitte endlich was los ist!" Arzt: "Gut. Also ihre Eltern hatten heute beide einen Autounfall und haben es leider nicht geschafft zu überleben." Wie ein Schlag ins Gesicht. Ich brauchte paar Sekunden, um zu realisieren was er mir da gerade erzählt hat, dann brach auch zusammen. Der Arzt rief Elif und Sahin und teilte ihnen kurz mit was los ist. Sie versuchten mich alle zu beruhigen, was nicht funktionierte. Ich schubste sie alle von mir weg und schrie um mich. Mein Hals brannte und mein Herz

schmerzte. Ab diesen Moment wurde ich verschlossen und abwesend zu jedem. Ich wollte es einfach nicht wahr haben. _________________________________ Mein Handywecker klingelte jetzt zum dritten Mal. Ich nahm verschlafen mein Handy in die Hand und sah das wir schon 9 Uhr hatten. Ich stand schnell auf und machte mich fertig. Zähne putzen, Haare machen, schminken, anziehen. Ich griff noch schnell nach mein Handy und meiner Tasche und flitzte aus der Wohnung. Da meine Wohnung in der Nähe von der Stadt war, lief ich jeden Tag zur Arbeit. Ich musste mich beeilen, da ich spät dran war. Ich bund mir schnell meine Schürze um und schon fing die Arbeit an. Ich ging an ein Tisch zu zwei Mädels und bediente sie. Sie sahen mich so an, als wären sie was besseres. Wie ich solche Menschen hasse! Und ihre Art wie sie mit mir sprach. Am

liebsten würde ich ihr jetzt eine klatschen, aber ich riss mich zusammen, da ich es nicht riskieren konnte meine Arbeitsstelle zu verlieren. Ich versuchte sie zum Schluss noch anzulächeln und ging zu Elif. Elif ist meine Cousine und meine bessere Hälfte. Ich würde alles für dieses Mädchen tun! Wir arbeiten beide hier in diesem Restaurant und haben auch sehr viel Spaß dabei normalerweise. Aber auch dieser Spaß hat vor 2 Monaten sein Ende genommen. Sie lächelte mich an. Ich stellte mich neben ihr und sah rüber zu den zwei Weibern. Elif: "Was ist los? Wieso guckst du die so an?" Arzu: "Wie gucke ich denn?" Elif: "Keine Ahnung. Irgendwie so als ob du sie gleich umbringen würdest." Sie lachte. Arzu: "Menschen, die denken sie seien was besseres, kann ich einfach nicht leiden!" Elif: "Wie? Was haben sie gesagt?" Arzu: "Nichts. Die Blicke waren schon genug!"

Elif: "Guck dir die mal an. Diese Barbiepuppen. Die sehen so aus als ob sie mit dem Gesicht in ein Schminkkasten gefallen wären und nicht mehr rausgekommen sind!" Ich lachte leicht. Elif: "So will ich dich sehen Arzum! Lachen steht dir viel mehr." Ich sagte nichts und hörte sofort auf zu lachen. Ich nahm die fertige Bestellung und brachte sie zum Tisch. Arzu: "Guten Appetit wünsche ich euch!" Mädchen: "Habe ich erlaubt, dass sie mich duzen?" Arzu: "Nein, tut mir leid. Ich dachte-" Mädchen: "Sie sollten nicht so viel denken!" Sie sah mich arrogant an und drehte sich weg. Eine kurze Zeit blieb ich einfach so da stehen. Innerlich kochte ich gerade so vor Wut! Ich drehte mich um und ging zurück. Nachdem diese Weiber zu Ende gefrühstückt hatten, musste ich mich um die

Rechnung kümmern. Sie drückte mir ein fünfziger in die Hand. Mädchen: "Stimmt so! Kauf der Mama was schönes, morgen ist Muttertag!" Als ich das hörte, spürte ich einen großen Schmerz an meiner Brust. Morgen ist Muttertag Anne und ich werde dir nicht wie immer diesen großen Strauß von Rosen in die Hand drücken können, dir ein Kuss auf die Wange geben können. Die Zeit ist vorbei. Ich spürte wie meine Augen sich füllten und schaffte es zum Glück meine Tränen zu unterdrücken. Ich sah das Mädchen wütend an. Sie ist eindeutig zu weit gegangen. Wie kann ein Mensch nur so dreißt sein? Ich schmiss ihr das Rückgeld auf den Tisch und sah zu ihr. Arzu: "Ich glaube DU wirst es viel dringender für deine Abschminktücher benötigen! Und nein ich werde dich sicherlich nicht siezen, denn solche

Menschen wie du haben meinen Respekt nicht verdient!" Sie sah mich schockiert an und im nächsten Moment war sie weg. Als ich mich umdrehte, bemerkte ich wie Elif auf mich zukam und mich bemitleidend ansah. Hinter der Theke stand Mert, der Sohn des Chefs. Elif: "Arzu mein Engel." Arzu: "Es ist alles ok Elif. Mir geht's gut!" Sie sah mich unglaubwürdig an, nickte aber. Der Tag verlief weiterhin ganz normal. Als Elif unf ich endlich um 17 Uhr Feierabend hatten, verabschiedeten wir uns von den andern. Mert: "Soll ich euch nach Hause fahren?" Arzu: "Nein mich nicht, danke. Ich muss noch etwas erledigen!" Elif: "Ich werde mit Arzu gehen!" Arzu: "Nein Elif geh du schon Mal nach Hause! Wir

sehen uns später." Ohne dass sie noch was dazu sagen konnte, gab ich ihr schnell ein Kuss auf die Wange und ging. Ich drehte mich noch einmal um und winkte ihr zu. Ich wollte, dass Elif schon nach Hause geht, weil ich noch zum Friedhof wollte. Wie jedes Mal kaufte ich 2 rote Rosen im Blumenladen direkt neben dem Friedhof und ging ans Grab meiner Eltern. Jedes mal wenn ich ihre Namen auf dem Stein lese, tut mir mein Herz weh. Es ist schwer keine Mutter und kein Vater mehr zu haben. Noch nicht einmal ein Bruder, der sich um dich kümmert und dich beschützt. Ich küsste den Stein an der Stelle wo ihre Namen eingraviert waren und legte die Rosen aufs Grab. Arzu: "Anne, Baba warum behandelt man Menschen so? Warum nimmt man keine Rücksicht? Es tut hier im Herzen weh andere mit ihren Eltern zu sehen und zu wissen, dass ihr nicht da seid. Jede Mutter wird morgen glücklich ein Geschenk von ihrem Kind in

der Hand halten. Wie gern ich mir wünsche dich auch so glücklich wie jedes Jahr am Muttertag zu sehen!" Ich starrte die erde an und versunk in meine Gedanken. Ich musste ganz kurz leicht lächeln, wenn ich daran dachte, wie sehr sie sich jedes Mal über mein Geschenk am Muttertag freute. Als ich mein Blick zur Seite wendete, bemerkte ich etwas weiter von mir entfernt eine Frau um die 30, die sich vor einem Grab auf die Knie gesetzt hatte. Sie weinte und wiederholte sich mehrmals, mit dem was sie sagte. "Was habe ich falsch gemacht, dass sie mich so sehr hassen? Ich kann nicht mehr. Ich schaff das ohne dich nicht!" Das waren ihre Wörter, die sie oft wiederholte. Ich stand langsam auf und näherte mich ihr vorsichtig. Sie hatte mich noch nicht bemerkt. Erst als ich mich zu ihr gekniet hatte, bemerkte sie mich und sah kurz zu

mir. Frau: "Ich vermisse dich so sehr! Ich vermisse ihn!" Sie fing an heftiger zu weinen und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Ich legte meine Hand auf ihr Rücken und sah auf den Grabstein. "Burak Demir" Ich sah wieder zu ihr, doch sagte nichts. Ich weiß ganz genau wie es ist, Menschen, die man liebt, zu verlieren. Worte würden im Moment nichts bringen. Schweigend saßen wir vor dem Grabstein. Man hörte nur ihr leises Schluchzen. Nach einer Weile hörte sie auf zu weinen und sah zu mir. Frau: "Warum sind Sie hier?" Arzu: "Duzen wir uns lieber." Sie nickte: "Was machst du hier?" Arzu: "Meine Eltern sind, also

sie-" Weiter kam ich nicht, denn meine Augen füllten sich wieder. Ich sah weg und versuchte gegen meine Tränen anzukämpfen. Ich kann es noch nicht mal aussprechen. Es tut immer noch so sehr wie am ersten Tag weh. Wann werden diese Schmerzen endlich vergehen? Frau: "Ist schon ok. Ich hab verstanden." Arzu: "Dein Mann?" Ich deutet mit dem Kopf auf das Grab. Frau: "Ja. Ich vermisse ihn unbeschreiblich!" Ich nickte. Frau: "Er hat mich immer geschützt vor seiner Familie weißt du. Ich wurde von seiner Familie nie richtig akzeptiert." Sie sah traurig auf ihre Hände. Frau: "Es wird immer schlimmer. Sie geben mir die Schuld dafür, dass er für immer weg ist!" Arzu: "Deine Schwiegereltern?" Sie nickte.

Frau: "Nur seine ältere Schwester, sie ist genau wie er. So liebevoll. Sie versucht mich wie er immer zu schützen." Arzu: "Inshallah werden sie dich bald akzeptieren!" Frau: "Ich wünsche mir es so sehr, auch wenn sie mir schon so viel angetan haben!" Ich lächelte ihr aufmunternd zu. Sie lächelte ebenfalls und stand auf. Ich stand auch auf und hörte wie plötzlich mein Name gerufen wurde. Ich erkannte ihre Engelsstimme sofort. Elif! Ich sah in die Richtung wo der Schrei herkam und sah wie sie mit schnellen schritten auf mich zukam. Die Frau verabschiedete sich kurz und ging dann. Als Elif vor mir stand, sah sie mich wütend an. Elif: "Arzu willst du mich umbringen?! Wieso gehst du nicht an dein Handy?" Arzu: "Tut mir leid, war auf lautlos." Elif: "Arzum du musst langsam über die Sache hinwegkommen. Ich weiß es ist schwer für dich, aber es kann so nicht weitergehen!"

Arzu: "Elif lütfen...(bitte)" Elif: "Nein Arzu! Jedes mal das gleiche mit dir! Denkst du Melek Teyze oder Ali Amca würden dich so sehen wollen? Nein!" Arzu: "Ich weiß Elif, aber es geht nun mal nicht anders. Ich kann nicht anders! Bitte versuch mich doch zu verstehen." Elif: "Ich versteh dich ja Arzu, aber es muss langsam aufhören. Du hast dich von jedem und alles distanziert. Wir vermissen alle das wunderschöne Lachen von dir! Du musst uns auch mal verstehen. Wir machen uns sorgen um dich!" Arzu: "Ich weiß, es tut mir Leid!" Sie umarmte mich und flüsterte leise in mein ohr, dass es mir nicht leid tun muss und, dass wir die alte Arzu wieder zurück bekommen. Leichter gesagt, als getan, dachte ich mir. Sie löste sich wieder von mir, lächelte mich an und gab mir ein kuss auf die Wange. Ich bin so froh, Elif zu haben. Ich liebe sie einfach. Was würde ich nur ohne sie machen? Ich versuchte sie auch leicht an zu lächeln und lief mit ihr zurück.

Sie meinte, dass sie heute bei mir schlafen wird, womit ich einverstanden war. Bei mir angekommen, setzten wir uns ins Wohnzimmer und sahen und still einen Film an. Nach einer Weile brach sie die Stille. Elif: "Macht es dir was aus, wenn Sahin kommt?" Ich schüttelte mein Kopf. Sie lächelte und schrieb ihm zurück. Sahin ist Elif's Freund. Sie sind beide seit ein einhalb Jahren glücklich zusammen. Es freut mich Elif mit ihm so glücklich zu sehen. Man sieht ihm auch an, dass er sie wirklich über alles liebt. Sie sind wie für einander geschaffen. Nach 5 Minuten klingelte es an der Haustür. Ich wollte gerade aufstehen, um die Tür zu öffnen, doch Elif war schneller. Sie öffnete die Tür und sprang ihm sofort um den Hals.

Sahin: "Da hatte wohl jemand Sehnsucht." Elif: "Ja nach dir mein Schatz!" Sahin gab ihr ein Kuss auf die Wange und setzte sich auf die Couch. Sahin: "Wie geht es dir Arzu?" Arzu: "Gut danke und dir?" Sahin nickte und sah zum bild meiner Eltern. Ich wusste womit die beiden gleich anfangen werden, deshalb stand ich schnell auf und sagte ihnen, dass ich auf die Toilette muss. Ich sah mich nur im Spiegel eine Weile an. Meine Augen hatten ihren Glanz verloren. Früher funkelten sie richtig, doch dieses Funkeln ist mit meinen eltern verschwunden. Gerade als ich wieder ins Wohnzimmer gehen wollte, klingelte es an der Tür. Ich fragte mich wer es sein könnte und sah schon Elif's Gesichtsausdruck, das geschockt und ängstlich wurde.

Sahin: "Das müsste Caner sein, ein Freund von mir. Ist doch nicht schlimm, dass ich ihn mitgebracht habe oder?" Elif sah erleichtert aus. Ich: "Nein ist schon ok." Ich öffnete die Tür und hörte wie jemand die Treppen hochlief. Ein etwas breit gebauter Junge kam hoch und war mit seinem Handy beschäftigt. Er blieb vor mir stehen und sah direkt iin meine Augen. Diese Augen! Solche Augen hatte ich noch nie zuvor gesehen. Eine Mischung aus grau und grün und ein tick blau. Sie waren so wunderschön!

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rockdilay

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