Krimis & Thriller
Blau wie das Meer Teil 4 - Kontakt

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"Terrorismus in der Weite des Ozeans Teil 4"
Veröffentlicht am 08. Februar 2014, 20 Seiten
Kategorie Krimis & Thriller
© Umschlag Bildmaterial: Uwe Honnef
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Über den Autor:

Uwe Honnef "Die Realität ist es Wert geträumt zu werden!" Facebook.com/sealord Twitter: Sealord@sealord_Autor
Terrorismus in der Weite des Ozeans Teil 4

Blau wie das Meer Teil 4 - Kontakt

Blau wie das Meer






               Blau wie das Meer

                        Teil 4

                      Kontakt

                   








So in Gedanken versonnen hörte er erst sein Handy nicht, obwohl Wagners Walkürenritt ihn sonst sogar des Nachts als Wecker diente. Wenn dieses besondere, abhörsichere Handy ertönte wusste er es war wichtig. Es war einer seiner Männer auf der „Margaret Ferez“. Die Stimme kam dünn an durch die Satellitenverbindung und den zwischengeschalteten Internetpfaden. „Wir haben ein Problem, wurden überwältigt“ kratzt es aus dem Hörer. „Drei von uns im Maschinenraum verschanzt, alles lahmgelegt! Seit drei Tagen! Ich bin unentdeckt!“ Er erzählt in kurzen knappen Sätzen was passiert

war. „Was soll ich tun?“ „Hast Du Kontakt zu den Anderen?“ brüllte Paul in den Hörer. Seine gute Laune war weg, Schweiß auf seiner Stirn. Drei Tage Verlust, und dass jetzt, wo die Meteorologen ihr o.k. gegeben haben! „Ja, Walkie Talkie!“ „Die sollen mich anrufen!“ Er bricht das Gespräch ab und lässt sich in seinen Schreibtischsessel fallen. Seine Gedanken rasen. Die Meteorologen und Ozeanographen waren sich endlich einmal einig und haben ein Zeitfenster für die idealen Wetter- und Strömungsbedingungen aufgestellt. Zu dieser Zeit muss das Schiff im richtigen Seegebiet sein! Dieser idiotische Kapitän mit seinen Moralvorstellungen. Was hat

Ihn nur dazu getrieben die Unterkünfte nicht sofort, als sie auf hoher See waren, zu fluten? Hätten sie die Flüchtlinge nicht mitgenommen, hätte die Nordkoreanische Regierung Ihnen nicht das hochgradig verseuchte Öl überlassen! Wagner erschallt! „Was habt Ihr gemacht“ brüllt Paul in den Hörer. Er hört genau zu, wie der Mann am anderen Ende in militärisch präziser Form Ihn darüber unterrichtet, wie sie das Schiff lahmgelegt haben. „Könnt Ihr es wieder starten?“ „Wir brauchen Strom um den Generator anzubekommen! Durch eine Kugel gab es einen Kurzschluss. Ohne Generator haben wir nicht genug Strom für die

Startprozedur des Motors! Wir haben keine Ahnung wie das gehen soll!“ „Wisst Ihr, ob bei den „Gästen“ einer ist, der sich auskennt?“ Der Mann schnaubt abfällig „Das sind alles Bauern und Lehrer und anderes Intellektuelles Geschmeiss!“ Dann erzählt er Paul von dem Segler. Deville denkt kurz nach. „Allright, einen Versuch ist es Wert. Du weißt, wenn Ihr nicht rechtzeitig vor Ort seid, ist alles verloren! Ihr macht jetzt Folgendes…“ und er erklärt seinen Plan!

Fünf Erkenntnis Mir ist klar, dass ich aus dieser Geschichte nicht mehr heraus kommme. Dass ich der Einzige mit nautischem

Wissen an Bord bin, hat Kwan mir ja erklärt. Ich merke auch, dass die Art, wie ich mittlerweile angesehen werde, nicht skeptisch und abweisend, sondern eher flehentlich und hoffnungsvoll ist. Jetzt habe ich also das Kommando über ein Tankschiff! Wenn es nicht so traurig wäre, ich würde mich vor Lachen über den Boden rollen. Ein Segler kann noch lange nicht ein solches Schiff bedienen. Aber nichts zu tun würde den sicheren Tod für diese Menschen bedeuten! Sie haben mir sogar angeboten mein Boot wieder zu Wasser zu lassen, damit ich weitersegeln und Hilfe holen kann. Ich weiß aber, dass ich dann mindesten zwei Wochen brauchen würde, um Hilfe zu

mobilisieren! Nein, das muss anders gehen. Wir müssen uns Zugang zum Maschinenraum verschaffen und damit kämen wir auch an den Proviant! Beim genaueren Untersuchen der Schotten stellen wir fest, dass die manuellen Öffnungsmechaniken entfernt wurden, geradezu als wollte man einen Zugang verhindern. Den Code für das elektrische Schloss haben wir natürlich nicht. Ich zweifle aber auch daran, dieses von außen bedienen zu können. Sicher gibt es innen einen Schalter. Mittlerweile ist es dunkel geworden und ich bin allein im Gang vor dem Maschinenraum! Ich lehne am Schott und gehe in Gedanken meine Optionen durch. Plötzlich und gänzlich

unerwartet geht die Tür auf und ich falle nach hinten. Noch ehe ich realisiert habe, was vorgeht, ist das Schott wieder zu und ich befinde mich in einem stockfinsteren Raum. Langsam richte ich mich auf. Mit den Händen voran taste ich mich von einer Wand zur nächsten. Der Raum ist klein, sehr klein. Maximal zwei mal Einmeterfünfzig. Ich fühle mich wie in einem Sarg und weiss nicht, ob ich Minuten oder mehr in diesem finsteren feuchtkalten Raum bin, als da plötzlich eine Stimme über die Bordsprechanlage auf dem ganzen Schiff erschallt. „Wir haben den Segler, wir werden Ihm nichts antun, wollen nur mit Ihm reden!“ Langsam öffnet sich das

Schott auf der anderen Seite! Ein Raum im roten Licht der Notbeleuchtung getaucht erscheint mir im ersten Moment wie ein Blick in die Hölle. Die Leiche des Maschinisten in der Ecke unterstreicht das Bild noch! Drei verdreckte, unrasierte Männer mit Ringen unter den Augen starren mich über die Läufe ihrer Waffen an! „Komm!“ sagt der mittlere und dirigiert mich durch einen Gang zu einem Schott, das auf einen kleinen Austritt führt. Hier, unter freiem Himmel, holt der Mann ein Satellitentelefon heraus und gibt ein paar Zahlen ein. „Höre genau zu!“ Er gibt mir das Telefon. Eine kultivierte, sogar weiche Stimme

spricht. „Sie sind der Mann, der mir helfen wird, meine Pläne umzusetzen!“ „Warum sollte ich das tun?“ frage ich und habe im selben Moment schon einen Schlag im Magen, der mir alle Luft raubt. „Zuhören“ sagt der Schläger ungerührt. „Ihr werdet verhungern, wenn nicht! Das ist aber nur einer der Gründe! Glaube mir, Du wirst uns helfen! Die meisten unserer anderen Gäste haben noch Verwandte in Ihrer Heimat und Du, Lars Peters“ er lässt meinen Namen einen Moment stehen, „hasst das auch“ „Woher wissen Sie meinen Namen?“ krächze ich, auf einen Schlag wartend. Dieses Mal darf ich reden. „ Ich habe hier ein Satellitenbild deiner Yacht an

Deck meines Schiffes vor mir! Ihr, der Obrigkeit treuen Deutschen, verunstaltet Eure schönen Yachten mit Registriernummern, selbst wenn diese total unsinnig sind! Und glaube mir, ich habe jetzt sogar die Handynummer deiner Tochter!“ mir geben die Knie nach, als mir bewusst wird, dass jemand der Satellitenfotos meines Bootes hat, mit Sicherheit auch ein Handy orten kann! Mit gebrochener Stimme sage ich „Was soll ich für Sie tun?“ „Als erstes bringst Du das Schiff wieder in Fahrt. Wenn die Maschinen laufen, melde ich mich wieder!“ Das Gespräch ist beendet. Der Mann neben mir zischt mich an: „Du gehst jetzt zu den Koreanern und erklärst

denen die Situation! Vergiss nicht denen klar zu machen, was mit Ihren Angehörigen passiert, wenn auch nur einem von uns ein Haar gekrümmt wird! Wir werden in einer halben Stunde die Schotten öffnen!“ Wir gehen den Weg zurück und sie öffnen die erste Tür. Sofort hinter mir geht diese wieder zu und die andere öffnet sich. Draußen stehen Kwan und eine Gruppe durcheinander redender Männer. Wir gehen in die Messe und, nachdem Ruhe eingekehrt war, erkläre ich Ihnen die Situation. Jetzt weiß ich auch warum die Typen sich eine halbe Stunde Zeit lassen wollten! Die Männer hätten sie in Ihrer Wut ohne über die Konsequenzen

nachzudenken umgebracht! Als meine Worte endlich richtig bei Ihnen angekommen sind, bereitete sich eine bleierne Stille aus. „Macht bitte jedem an Bord klar, dass diesen Verbrechern kein Haar gekrümmt werden darf!“ sagt Kwan zu seinen Leuten. „Kwan schicke bitte jemanden auf mein Boot, in der Backskiste an Steuerbord sind ein tragbarer Generator und ein Kabel. Sie sollen mir beides auf die Brücke bringen!“ Ich wollte als erstes einmal Licht auf der Brücke haben, damit ich mir eventuelle Schäden in der Elektronik dort ansehen konnte. Die halbe Stunde war fast um und ich gehe zum Schott, um für Ruhe zu sorgen wenn es sich

öffnet. Ich hätte mir diese Gedanken sparen können. Die Türen gehen auf und von unseren speziellen Freunden ist weit und breit nichts zu sehen. Umso besser. Als erstes drehe ich die Wasserversorgung an Bord wieder auf. Das ist einfach, da die entsprechenden Schieber sich im ersten Raum befinden und beschriftet sind. Einige Frauen schicke ich in das Proviantlager. Der Kühlraum hat sehr gut die Temperatur gehalten, so dass wir kein Problem mehr mit der Versorgung haben. Nun ist der Generatorraum dran! Einige Kugeln hatten ein Kabel und einen vorgeschalteten Kleingenerator zerstört. Die eigentlichen Generatoren sind größer

als ich und brauchen Strom, um überhaupt in Betrieb genommen zu werden. Soviel ist mir schon klar. Ich beschränke mich darauf, das Kabel zu flicken und den Kleingenerator abzuklemmen. Stattdessen schliesse ich meinen eigenen Generator an. Die Leistung ist in etwa gleich. In der Zwischenzeit haben einige von Kwans Männern auf der Brücke ein paar Kabel ersetzt, die den Kugeln zum Opfer gefallen waren. Ich starte meinen Generator. Der blaue Qualm des Zweitakters stinkt in dem geschlossenen Raum besonders intensiv. Nachdem er warm gelaufen ist, drückte ich den Starterknopf für den ersten Generator.

Nach ein paar Sekunden läuft er, als wenn nichts gewesen wäre. Genauso der zweite! Nun kommt es darauf an. Ich lege den Hebel für die Stromversorgung des Schiffes um. Wenn jetzt noch irgendwo Kurzschlüsse sind, ist es das gewesen. Aber stattdessen geht endlich wieder das normale Licht an und von der Brücke kommt jemand gerannt der sagt, dass dort jetzt ganz viele grüne und rote Lichter leuchten. Ich gehe nach oben. Kwan stellte mir Min vor, die junge Frau bei der ich aufgewacht bin. „Ich habe mir einmal die Handbücher vorgenommen und Dir die Passagen herausgesucht, die das Starten des Motors betreffen!“ Ich bringe alle Hebel

und Schalter in die von Ihr vorgelesenen Stellungen und wir gehen in den Maschinenraum, um den Heizvorgang für das Schweröl zu aktivieren. Glück muss man auch einmal haben! In der Zentrale des Bordingenieurs hängt eine schematische Anleitung für den Startvorgang der Maschine an der Wand! Nach einer weiteren Stunde laufen auch die Schiffsmotoren wieder! In der Zwischenzeit wird in der Messe endlich wieder einmal ein warmes Essen ausgegeben, über das alle herfallen! Ich auch. Als ich auf der Brücke ankomme, steht plötzlich einer der bewaffneten Männer hinter mir und drückt mir das Telefon in die Hand. „Ich gebe Dir jetzt

die Zielkoordinaten durch“ sagte die mir bekannte Stimme! „Solltest Du dich mehr als zehn Seemeilen vom Kurs weg bewegen, wirst Du es bereuen! Also die Zielkoordinaten sind: 4`50´29,27S / 89`56´20,13W dort werdet Ihr erwartet!“ „Das ist ja bei Galapagos! Dahin mit einem Tanker, sind Sie wahnsinnig!“ „Lassen Sie das meine Sorge sein! Und noch etwas, sollten Sie Kontakt zu einem anderen Schiff oder sonst jemanden aufnehmen, bekommen Sie eine Beileidskarte aus Korea oder Deutschland. Damit ist das Gespräch beendet!“ © Uwe Honnef




Das ist ein Auszug aus der nicht lektorierten Fassung! Die ganze Geschichte wird in komplett überarbeiteter Form 2015 als Buch und e-book erscheinen! Wenn Ihr zwischendurch noch etwas lesen wollt seid ihr auf meiner Website herzlich Willkommen! http://www.uwehonnefautor.de/

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Zentaur Jetzt bin auch ich gespannt, wie er aus dieser Nummer wieder herauskommt. Lass dir bitte nicht so viel Zeit für die Fortsetzung.
lg Helga
Vor langer Zeit - Antworten
Sealord Freut mich!
Ich hoffe jede Woche mindesten einen Teil zu schreiben!
LG Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
Milan01 Echt spannend, ich fresse die Sätze förmlich :-) und warte gebannt auf die Fortsetzung. Echt gute Geschichte Uwe.
Lg Milan
Vor langer Zeit - Antworten
Sealord Danke!!! Mehr als einen Teil bekomme ich leider nicht in einer Woche hin!
LG Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
Milan01 Das ist eh beachtlich. Danke für die Coins.
Lg Milan
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Hofdichter Ich bin gespannt ob er die Kiste zum Treffpunkt bringt , gut beschrieben man steht in seinem Schatten und beobachtet mit !

LG Ephraim
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Sealord Danke Dir für Deinen Zuspruch!
LG Uwe
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zuckerschlampe Jetzt wird es aber so richtig spannend! Kann es kaum erwarten weiter zu lesen.
LG Janine
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Sealord Danke Dir! Gib mir bitte ein paar Tage! ;-)
glG Uwe
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PorterThomson Hui! Jetzt kommt die Sache aber ins Rollen! Echt spannend! Der wird doch wohl nicht eine Umweltkatastrophe bei den Galapagosinseln auslösen wollen? Sehr gut geschrieben!
LG Thomas
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