Krimis & Thriller
Blau wie das Meer Teil 2 - Terrorismus in der Weite des Ozeans

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"Eine neue Situation"
Veröffentlicht am 22. Januar 2014, 22 Seiten
Kategorie Krimis & Thriller
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Über den Autor:

Uwe Honnef "Die Realität ist es Wert geträumt zu werden!" Facebook.com/sealord Twitter: Sealord@sealord_Autor
Eine neue Situation

Blau wie das Meer Teil 2 - Terrorismus in der Weite des Ozeans

 Blau wie das Meer Teil 2


(Der Macher)

Ihm wurde sehr schnell klar, dass er dieses nicht von seinen Eltern erwarten konnte. Seine Lehrer bevorzugten auch die Kinder mit den teuersten Sachen und die mit den besten Noten. Gut, dachte er sich kann ich das eine nicht haben, so werde ich eben dass andere mir erarbeiten! Das ging auch einige Jahre gut, bis er dann sah wie ein Schüler sich mit Geld seine Noten erkaufte! Eine unbändige Wut kochte in Ihm, aber er hielt sich zurück und beobachtete dieses Treiben ein paar Wochen bei

verschiedenen Lehrern und sogar bei seinem Direktor. Er hatte sich einen billigen Fotoapparat besorgt und alles sorgfältig dokumentiert! So gewappnet ging er dann eines Tages zu seinem Schuldirektor und konfrontierte ihn mit den Verfehlungen seines Kollegiums! Nachdem Herr Direktor sich laut genug echauffiert hatte, schmiss ihn dieser dann aus seinem Büro! Am nächsten Tag brachte der Hausmeister dem Herr Direktor ein Päckchen, mit Fotos seiner selbst, beim entgegennehmen von Geschenken! Desweiteren stand auf einem Zettel “Ich erwarte jeden 1.Schultag des Monats im Sekretariat einen Briefumschlag mit der Hälfte Ihrer

Zusatzeinnahmen, mindestens aber $ 500,-!" Im gleichen Moment klingelte das Telefon und ein stadtbekannter Klatschreporter fragte nach ob er das Päckchen bekommen hätte, oder ob er sich noch weiter um die Geschichte bemühen solle. Ab diesem Tag waren seine Noten gut und auch er hatte Schulhefte für jedes Fach! Nur der Klatschreporter weiß bis heute nichts vom Anruf in seinem Namen. Da er in keinster Weise ein schlechtes Gewissen bekam entwickelte er sich zu einem Meister der Überzeugung und des Umgarnens. Er studierte Mathematik und

Betriebswirtschaft, jobbte schon im Studium bei Banken und nach seiner Ausbildung beim Großvater besuchte er auch die Koranschule und lernte viele wichtige Männer kennen. Den Wertpapierhandel machte er zu seinem Spezialgebiet. Ab und zu bekam er von seinem Großvater die Bitte übermittelt gewisse Szenarien, in Bezug auf Ihre Auswirkungen auf den Aktienmarkt, zu analysieren. Irgendwie hatte er den Eindruck geprüft zu werden und er fügte einfach auch Kaufempfehlungen dazu. Eines Tages wurde Ihm wieder so eine Aufgabe übermittelt und ein Konto mit einhundert tausend Dollar bereitgestellt. Diese

sollte er seinen Berechnungen nach investieren. Die Aufgaben hatten immer etwas mit Attentaten, politischen Aufständen oder plötzlichen Todesfällen von wichtigen Menschen zu tun und so wunderte er sich nicht, dass dies auch hier der Fall war. Er kratzte sein ganzes Geld zusammen und investierte es so wie er es mit dem Geld des Großvaters tat. Dann wartete er ab. Einige Wochen später, er wurde schon nervös, erfuhr er aus dem Autoradio vom Tode eines Industriellen in Indien dessen Name ihm seit der Aufgabenstellung nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist. Da er sein eigenes kleines Vermögen zwar parallel zu den Hunderttausend jedoch nicht in

Aktien, sondern in Optionsscheinen investierte, war er nun ein gemachter Mann. Mit den Jahren vervielfachte er das Geld auch auf dem Betriebskonto, wie er es nannte, aber sein Großvater holte nie etwas ab. Auch wanderte dieses Konto von Land zu Land, von einem Namen auf einen anderen. Eines Tages bekam er einen Millionenbetrag überwiesen, mit einem Szenario, das Ihn dazu brachte, sein gesamtes mittlerweile beachtliches Vermögen zu investieren. Dann verließ er New York und fuhr in den Urlaub. September ist eine schöne Zeit in Florida und Paul entschied, dass dies der rechte Moment war, um mit dem Auto Richtung Süden zu fahren. Ihm war

schon lange klar, dass die Radikalen egal welcher Coleur, sowie auch der Terroristen nichts anderes sind als willige und verblendete Helfer einer Organisationsform, in der es nur darum geht, Macht zu erlangen und viel viel Geld zu verdienen. In diesem Monat wurde er sehr wohlhabend!             Drei, An Bord! Rauschend jagen Eisenbahnzüge an mir vorbei, bis mir klar wird, dass ich nur meinen Puls höre, der dem Schmerz in meinem Kopf den Rhythmus vorgibt. Ich versuche meine Augen zu öffnen, sehe aber nur bewegte Bilder wie beim Pink Floyd Konzert zu einer Zeit wo

psychodelic Drops noch nicht vom Apotheker jeder Hausfrau gegeben wurden, sondern man sie sich ehrlich verdiente, als Soldat in Vietnam oder als Musiker im Club um die Ecke. Alles dreht sich. Ich will dagegenhalten, kann mich aber nicht bewegen. Langsam lichtet sich der Schleier und mein Schädel fühlt sich an wie kurz vorm bersten. Der kleine Raum liegt im Halbdunkel und ist angenehm kühl. Ich liege gefesselt auf einer schmalen Pritsche. Kahle Wände. Die Tür, mit einem Rad für den Schließmechanismus versehen, erinnert mich daran wo ich bin. Ein Geräusch hinter mir zwingt mich meinen Kopf zu drehen und ich

sehe eine junge Frau auf einem Stuhl, die augenblicklich zu mir herüber kommt. „Sind Sie endlich aufgewacht?“ Statt einer Antwort kommt nur ein Krächzen aus meiner Kehle. „ Hier, trinken Sie etwas Wasser“ sagt sie in einem perfekten Englisch mit nur einem ganz kleinen Akzent und hält mir eine Flasche an den Mund. Köstlich, das Wasser lässt auch die restlichen meiner Lebensgeister erwachen. „Warum bin ich gefesselt? Warum habt Ihr mich niedergeschlagen?“ Keine Antwort, stattdessen öffnet sich die Tür und der alte Mann kommt mit zwei Begleitern herein. „Du gut geschlafen?“ lächelt er mich an. „ Wer bist Du? Was Du willst

hier?“ Ich versuche kurz nachzudenken, bekomme dann aber von einem der Burschen einen Hieb in die Seite. „Rede schon!“ Der Alte schaut Ihn böse an und der Typ geht einen Schritt zurück. Nun weiß ich, wer hier das Sagen hat und entscheide mich ganz einfach die Geschichte zu erzählen! Als ich geendet habe holt der Alte meinen Pass aus der Tasche. „Du heißt Lars? Wie ein König?“ Ich wollte gerade erwidern, dass ich mich eher wie ein Schlagzeuger fühle, als wie ein etruskischer Herrscher diesen Namens als er schon weiter spricht. „Ich will Dir vertrauen, kann ich das?“ „Ihr wart in meinem Schiff, alles was ich euch erzählt habe konntet

Ihr dort sehen, meine Papiere, Bilder, Seekarten! Kann ich mich darauf verlassen, dass noch alles dort ist?“ Der Alte schaut mich verwundert an! „Befreit mich endlich von diesen Fesseln und erzählt mir eure Geschichte!“ Der Alte nickte und die beiden Typen platzierten sich zu beiden Seiten der Tür. Die junge Frau machte sich an meinen Fesseln zu schaffen. Mit leiser Stimme und einem eindringlichen, bedauernden Blick flüsterte sie „Glaube mir eine unvorsichtige Bewegung und du bist tot!“ Nachdem ich noch etwas Wasser getrunken hatte fing der Alte an zu erzählen. Eines weiß ich heute, hätte ich geahnt, was mich erwartet, ich hätte die

Geschichte nicht hören wollen und wär schneller verschwunden, als Bleibarren im Meer versinken. „Mein Name ist Kwan“ sagte der Alte „wir stammen aus Nordkorea und sind von dort mit diesem Schiff geflohen!“ Nun, doch keine Chinesen, dachte ich als er auch schon langsam, als müsste er mit seinen Worten ringen weitersprach. „ Ich war Lehrer und brachte den Kindern der Parteigenossen Englisch bei. Mir ging es gut bis ich eines Tages in meiner Kirche erwischt wurde. Wir alle hier sind Christen und damit „feindlich gesinnte Personen“. Ich dufte ab sofort nicht mehr in die Nähe meiner ehemaligen Schüler. Was es in Korea bedeutet eine

feindlich gesinnte Person zu sein, mag man sich im Ausland schwer vorstellen. Man bekommt z.B. weniger Nahrung zugeteilt und muss täglich damit rechnen, ins Lager gesperrt zu werden. Wer nach China flieht wird zurück geschickt und dann öffentlich hingerichtet. Wie die Lager funktionieren brauche ich Dir als Deutschen ja nicht zu erklären! Und ja, Nordkorea hat auch Gaskammern“ Das reichte mir. „Was zum Teufel soll das? Meint ihr etwa, dass Deutschland ein Monopol darauf hat?“ keifte ich den Alten an. „Wir Deutschen, zumindest die meisten, haben aus der Vergangenheit gelernt und bitter dafür

bezahlt. Aber das meine Generation und auch unsere Kinder dafür immer noch blöd angemacht werden und bezahlen müssen, geht absolut zu weit! Einem US Amerikaner würdest Du hier auch nicht den Völkermord an den Indianern, den Spaniern an den Ureinwohnern Südamerikas u.s.w. vorwerfen“ Ich wusste dass mein Ausbruch kontraproduktiv war, aber ich musste erreichen, dass Kwan mit mir auf Augenhöhe sprach. Ein befreundeter Japaner erzählte mir einmal, dass Asiaten gerne die Herkunft nutzen, um subtile Beleidigungen auszusprechen. An seinem Augenaufschlag konnte ich erkennen, dass ich in seine Falle getappt

war.“Willst Du eine politische Diskussion oder wissen was hier los ist?“ fragte er scheinbar belustigt. „Wir alle hier haben viel durchgemacht“ fuhr er fort. „ bis sich dann diese Chance auftat. Ein hohes Parteimitglied ließ mich unter einem Vorwand verhaften und suchte mich dann im Gefängnis auf. Er erzählte mir von einem Schiff, einer ausländischen Firma, das uns aufnehmen und außer Landes bringen würde, wenn wir nur genügend Geld hätten. Ein paar Tage später war ich wieder frei!“ Kwan trank einen Schluck Wasser holte tief Luft und sprach weiter “Ich traf den Kapitän dieses Schiffes und erfuhr, dass er bis zu 150 Menschen mitnehmen kann,

versteckt in den Ballasttanks des Schiffes. Kurz gefasst, wir verkauften alles was wir hatten, sogar die Heiligenfiguren aus unserer Kirche, gaben dem Kapitän unsere mit Edelsteinen verzierte Monstranz aus Gold und wurden in einer dunklen Nacht an Bord gebracht. Er flutete die Ballasttanks vor unseren Ein- und Ausgängen und wir verließen den Hafen!“ Während ich mir die Geschichte anhörte klopfte es und ein Mann kam aufgeregt herein. Er sprach zu Kwan und ich verstand kein Wort. Mir fiel nur auf dass er ganz nass war. „Lars wir müssen an Deck, folge mir bitte.“ Er stand ohne weitere Erklärung

auf und ich lief hinter ihm her. An Deck fiel mir sofort auf, dass es ziemlich dunkel war und wie aus Eimern regnete. Dann stockte mir der Atem. Mein Schiff, die Topas, hing in einem Ladekran und wurde wie ein Pendel hin und her geschleudert. Sofort rannte ich los. Die beiden Burschen holten mich am Kran ein und hielten mich fest, während ich mein Hab und Gut schon zerschmettert an Deck liegen sah! Endlich kam Kwan und sorgte dafür dass die beiden mich losließen. „Was soll das?“ schrie ich. „Wir wollten nicht dass Du dein Schiff verlierst! Schau Dich doch einmal um!“ Und da sah ich es.

Dunkle, ja schwarze Wolken vor uns. Hinter uns noch blauer Himmel kurz vorm Sonnenuntergang. „Verdammt wie lange habe ich geschlafen?“ „Du bist gestern Mittag angekommen, ca. dreißig Stunden!“ Nun sah ich auch die Wellen, nicht allzu hoch aber hoch genug um Topas Platz an der Gangway unsicher zu machen. Die Idee sie an Bord zu hieven war wohl doch nicht so schlecht. Aber diese Dilettanten! Sie hatten mein Schiff zwar in die Gurte des Krans bekommen aber weder eine Vor-noch eine Achterleine angebracht, um es am schwingen zu hindern. Wie sie gedacht haben die Topas an Deck zu stellen wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Eine

herkömmliche Yacht mit einem Kiel wäre ohne Ständer einfach umgefallen. Gott sei Dank, Topas ist ein Kimmkieler, das heist zwei Kiele einer links einer rechts, und darauf kann man sie abstellen. Nur jetzt zwölf Tonnen Stahl außer Rand und Band wieder einzufangen, ich sah die Gefahr, dass ich alles verlieren könnte, wovon ich immer geträumt und wofür ich jahrelang gearbeitet habe. Ich musste handeln und zwar verdammt schnell! Ich rannte zum Kran, packte den Kranführer und schmiss ihn hinaus. Als Segler hat man schon zig Kräne gesehen und so manchen bedient. Ich hob die Yacht weiter nach oben um die Pendelbewegung zu verringern und

ließ sie dann schnell herunter, bevor sie es sich anders überlegte und wieder Schwung bekam. Kurz vor dem Deck bremste ich den Kran und senkte `Topas´ langsam ab. Ein schreckliches Kreischen, als Stahl auf Stahl traf und dann war Ruhe. Mittlerweile waren ca. zwanzig Leute an Deck und ließen sich bereitwillig von mir befehligen um die Yacht mit schweren Gurten an Deck zu befestigen. Das Wetter war noch schlechter geworden und Kwan zog mich Richtung Aufbauten und Brücke des Schiffes!


©Uwe Honnef



Das ist hier ein Auszug aus der nicht lektorierten Fassung! Die ganze Geschichte wird in komplett überarbeiteter Form 2015 als Buch und e-book erscheinen! Wenn Ihr zwischendurch noch etwas lesen wollt seid ihr auf meiner Website herzlich Willkommen! http://www.uwehonnefautor.de/

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niki013 hallo Uwe
alles habe ich nachgelesen ,,, toll und wirklich spannend

gg. lieben Gruss zum Sonntag
dieNiki
Vor langer Zeit - Antworten
Feedre Großartig und spannend, genau wie Teil I
Supi...
LgF
Vor langer Zeit - Antworten
roxanneworks 
Wieso ist mir dieser Teil durchgegangen...?
Weiterhin kurzweilige Unterhaltung, "alter" Seebär ;-)


Herzliche Grüße
und schönes WE
roxanne
Vor langer Zeit - Antworten
Frettschen Eine spannende Geschichte.
Bist du eigentlich selbst auf dem Wasser zuhause? Oder schreibst du nur gekonnt davon?
Sehr gut.
Frettschen
Vor langer Zeit - Antworten
Sealord Danke Dir!
Ich bin viel auf dem Wasser! Ich bin Segler, überführe Yachten und segle viel in englischen Kanal und im Wattenmeer! Andere Reviere wie Karibik und Ostsee kenn ich auch.
LG Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
zuckerschlampe Wunderbar geschrieben und genauso gut wie der erste Teil. :D
LG Janine
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Sealord Danke, Freut mich dass es Dir gefällt!
LG Uwe
Vor langer Zeit - Antworten
Gaenseblume Es HAL mich gefesselt. LG Marina Gaenseblume
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Sealord Danke, freut mich sehr wenn es Dir gefällt!
LG Uwe
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Hofdichter Spannende Sache , ein starker Wille ist nicht zu bremsen :-))

Freu mich auf die Fortsetzung!

Einen schönen Sonntagmorgen wünscht
Ephraim
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