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Auf der Flucht vor dem Tod - Streben nach Unsterblichkeit

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"Auf der Flucht vor dem Tod - Streben nach Unsterblichkeit"
Veröffentlicht am 30. Dezember 2013, 16 Seiten
Kategorie Sonstiges
© Umschlag Bildmaterial: brat82 - Fotolia.com
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Auf der Flucht vor dem Tod - Streben nach Unsterblichkeit

Auf der Flucht vor dem Tod - Streben nach Unsterblichkeit

Auf der FLuchT vor dem Tod - Streben Nach Unsterblichkeit

Jeder kennt den Gedanken an den Tod, er scheint ein fremder Bekannter zu sein, von dem wir unser ganzes Leben lang hören, aber es in den meisten Fällen nur zu einer einzigen Begegnung mit ihm kommt. Seine permanente Präsenz in den Medien, wie auch in unseren Leben lässt uns trauern, schweigen, sprechen, nachdenken und fühlen. Der Tod ist eine paradoxe Sache, die für den Betroffenen in manchen Situationen eine Erlösung sein kann, aber für die Angehörigen immer eine

Qual bleiben wird. Erst nach einer gewissen Zeit lernen wir mit der Leere umzugehen, die ein Mensch nach seinem Ableben hinterlässt. Wie wäre es in einer Welt ohne diese Art von Auseinandersetzung? Bis jetzt existiert noch kein biologischer Beweis für Unsterblichkeit. Oder vielleicht doch? Ein Leben ist meistens durch äussere Einflüsse, Krankheiten oder Organversagen begrenzt. Nur bei Organismen wie Einzeller oder Kolonien von Bakterien spricht man von einer potenziellen Unsterblichkeit, weil bei Ihnen kein altern zu beobachten ist. Aber wenn man die menschliche Spezies betrachtet, hat von ihr jedes Individuum

seine eigene Art, mit dem Tod umzugehen. Wir leben heute aber in einer Zeit in der die Sprünge, der Technik und Forschung immer grösser werden und es doch tatsächlich in Aussicht steht, dass die Forschung uns erlaubt den Tod sehr lange hinaus zu zögern, wenn nicht gar ganz zu überlisten. Natürlich gibt es verschiedene Meinungen und Fragen zu diesem Thema und jene sind meist auch gerechtfertigt, da ja ein Leben ohne den Tod keinen rationalen Sinn ergeben würde. Die Molekularbiologin und Nobelpreis Gewinnerin Dr. Elizabeth Blackburn hat ihre Forschung genau diesem Thema

gewidmet und Jahrzehnte damit verbracht Einzeller, in diesem Fall Wimperntierchen genannt zu untersuchen. Ihre Forschungsergebnisse waren und sind eine grosse Inspiration und vor allem bleiben sie ein grosser Triumph für die Forschung in diesem Bereich. Dr. Blackburn hat entdeckt, dass die von ihr untersuchten Einzeller sich immer wieder teilen und somit ihr Leben nach jeder Teilung wieder neu beginnen. Das Problem liegt in solch einem Fall, eigentlich bei den Chromosomen, die nach jeder Teilung ein Stück verlieren und irgendwann so kurz sind, dass der Organismus nicht mehr funktionsfähig ist. Die

Wimperntierchen haben aber einen Weg gefunden, um diesem Prozess zu entgehen und zwar gibt es in ihrem Zellkern einen Stoff, der die Chromosomenenden immer wieder neu aufbaut. Der Stoff,der von ihnen „Telomerase“ genannt wurde, hilft dem Chromosom eine Schutzkappe zu errichten und genau dieser Substanz, die im Zellkern zu finden ist, verdankt der Einzeller sein unendliches Leben. Auch an anderen Orten der Erde, gab es beachtenswerte Fortschritte, was die Altersforschung betrifft und zwar behaupten Fachleute, dass man die Zellalterung aufhalten und somit ein längeres und gesundes Leben führen

könne. Auch fanden sie in kürzlich vergangener Zeit ein Protein das den physischen Alterungsprozess eines Menschen auslöst und versuchen nun, dieses zu kontrollieren und somit einem Menschen zu ermöglichen möglichst lang sein junges Aussehen zu bewahren. Wie würde es uns Menschen ergehen, wenn ein medizinisches Mittel erhältlich wäre das genau dies bewirkt? Zwar wäre es bei dem heutigen Wirtschaftsmarkt kein Wunder, wenn man auch solch ein Produkt gezielt vermarkten würde und es für den kleinen Mann, sprich für den durchschnittlichen Bürger nicht zu erreichen wäre. Aber unabhängig von der ständigen

Kontrollsucht der Menschen, die auch in solch einer Situation eine grosse Rolle einnehmen würde, wäre es doch gar nicht verkehrt, für einen kurzen Moment darüber nachzudenken, wie lange man gerne Leben würde und/oder ob ein Leben endlos sein müsse, damit man genug Zeit hat, um alles zu tun, was man immer schon tun wollte. Die Vielfalt der Freizeitangebote, der endlos scheinende Fluss an Informationen, die umfangreiche Berichterstattung der Nachrichtensender, die nie endenden Reiseziele zu denen man sich begeben könnte und die unzähligen anderen Abenteuer, denen man sich nur zu gerne widmen würde sorgen dafür, dass uns

unser Leben meist viel zu kurz vor kommt, um wirklich alles zu sehen, was es zu sehen gibt. Wir wollen so vieles tun, aber reicht ein durchschnittlich lang dauerndes Leben dafür aus? Wir sehnen uns nach Abenteuern, Erlebnissen die wir in Form von Geschichten irgendwann unseren Enkeln erzählen können, nach Liebe, Erfolg, Erfüllung und nach einem Vermächtnis jenes wir der Nachwelt hinterlassen können. Oft ist es aber nicht leicht in einer so materialistischen Welt einen klaren Blick für das eigentlich Bedeutsame zu bewahren. Ich habe viele Freunde und Bekannte befragt, von denen ein Grossteil

erschreckender-weise gleich geantwortet hat und zwar, würde ihnen ein längeres Leben viel angenehmer erscheinen, wenn sie genügend Geld besitzen würden, um sich ihre Wünsche erfüllen zu können. Irgendwie ist dies ja auch verständlich, wer würde schon unsterblich sein wollen, um in Armut zu leben oder noch länger arbeiten zu müssen. Hätte ich ein unsterbliches oder deutlich längeres Leben würde ich mir Ziele und Prioritäten setzen. Ich würde versuchen unser Dasein und Universum zu verstehen, die Kulturen dieser Welt kennenzulernen und die schönsten Orte der Welt zu besuchen und dies ohne jegliches Stressgefühl. Natürlich würde

man bei einem deutlich längeren Dasein, mit der ständigen Angst vor politischen Konflikten, Naturgewalten oder sonstigen zukünftigen Problemen leben. Wenn man sich nämlich die Geschichte der Menschheit anschaut, dann bemerkt man, dass es immer wieder zu einem Punkt kam, an dem das Gleichgewicht nicht mehr stimmte und die Menschen sich irgendwelchen Kriegen oder Aufständen anschlossen. Nach all den uns bekannten historischen Ereignissen sollte uns klar sein, dass auch heute die ungerechte, machtbesessene und unterdrückerische Seite der Menschheit nicht mehr wegzudenken ist. Albert Einstein sagte einst: „Ich bin nicht

sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen“. Dies ist eins der Zitate das mir über Jahre hinweg im Gedächtnis geblieben ist. Ich würde aber in solch einer Situation auf keinen Fall am leben sein wollen. Bei dem Gebrauch von heutigen Atomwaffen, würde der Planet sehr viel Zeit benötigen, um sich davon zu erholen. Auch würde ich nicht gerne als einziger Mensch länger leben und zusehen müssen wie meine Familie und all meine Freunde älter werden und mit der Zeit dahinscheiden. Viel lieber würde ich mir

gleiches Recht für alle wünschen. Was aber, würden wir gegen das ständige Bevölkerungswachstum tun? Wäre es aus platztechnischen Gründen überhaupt möglich? Was würde die Unsterblichkeit einer Spezies für Auswirkungen auf unsere momentane globale Struktur haben? Unabhängig von diesen Faktoren, würde ich persönlich meine Zeit damit verbringen, die Regenwälder zu erforschen, alles mögliche zu studieren um mich dann der Wissenschaft zu widmen oder einfach mein Leben geniessen. Mein verlangen nach einem ewigen oder längerem Leben ist jedoch nur schwach. Ich finde, dass man sein

Leben auskosten und so leben sollte, dass man es nicht bereut etwas nicht getan zu haben. Ich kann mir aus verschiedenen Gründen nicht einmal wirklich vorstellen ewig zu leben. Aber falls es zu so einem Lebensumstand kommen sollte, wäre die Weltraumforschung auf jeden Fall etwas, der ich eine hohe Priorität zuschreiben würde. Unser Sonnensystem, wie auch unser Universum und die unbeschreiblich weiten der Galaxien haben mich schon immer fasziniert. Wenn ich in Seniorenheime blicke, in denen der Tod zum allgegenwärtigen Thema wird und die meisten Personen nur noch vor sich hin vegetieren und das

Ende ihres Daseins erwarten, bekomme ich ein ungutes Gefühl, weil für jeden die Gefahr besteht, im fortgeschrittenem Alter auf Hilfe im Alltag angewiesen zu sein oder unter permanenter Aufsicht stehen zu müssen und seien wir ehrlich, wer möchte seine letzten Tage auf Erden schon damit verbringen, auf den Tod zu warten und an einem Ort zu leben, an dem man meist nicht sehr viel mehr als eine Zimmernummer ist. Die meisten im Seniorenheim wohnhaften Personen sagen, dass wenn sie ihr Leben noch einmal leben könnten, würden sie mehr Zeit mit ihren Familien verbringen und sogar ihren absurdesten und wildesten Träumen nachjagen. Kurz gesagt, sie

würden alles tun, was sie in diesem Leben aus irgendeinem Grund nicht tun konnten. Wahrscheinlich wären genau diese Personen die, die es verdienen würden ihr Leben wirklich noch mal „leben“zu dürfen. Ich für meinen Teil bin gegen das Eingreifen in den natürlichen Kreislauf, glaube aber an die Unsterblichkeit der Seele.

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Akash

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chloee Super gschriebe! Schrieb mehr so Sache. Die Schriebstil isch fesselnd und guet.
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