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Ambivalenz

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"Ambivalenz"
Veröffentlicht am 14. Dezember 2013, 10 Seiten
Kategorie Sonstiges
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Ambivalenz

Ambivalenz


Wie soll ich dir denn erklären was ich selbst nicht kapiere?


Mein Zimmer ist leer.

Wärst du hier, es wäre lebendig.

Aber du kannst nicht.

Du darfst nicht.

Unglaublich.

Es dir zu sagen traue ich mich nicht.

Wie wirst du reagieren?

Wirst du wegschauen und auf deiner Sprache sprechen, so dass ich dich nicht verstehe?

Wirst du verletzt sein, wütend werden, vielleicht sogar durchdrehen?

Ich kann dich nicht einschätzen.

Gar nicht.


Weswegen du nicht zu mir kannst.

Weswegen ich deine Wohnung nicht mag, fragst du immer.

Ich hätte mir doch ein Himmelbett gewünscht und jetzt hätte ich es.


Annehmen kann ich es nicht.

Ich bräuchte mich nicht zu fürchten.

Madame.. Mädchen..

Geh nicht..

Magst du mich?


Weißt Du..

Wenn ich mit dir reden könnte, vielleicht

wäre es dann leichter.

Aber wahrscheinlich hätte ich dich dann gar nicht erst kennengelernt.

Weil du dann langweilig gewesen wärst.

Wärst du?

Nein, vermutlich nicht.

Du wärst wunderbar gewesen.

Ich glaube fest daran.


Gerne hätte ich dich neben mir sitzen.

So habe ich deinen Pulli auf meinem Kopfkissen, die Decke hört langsam auf nach dir zu riechen.

Alle Anhaltspunkte verwischen.


Aber du bist so schrecklich aktiv.

So unruhig.

So unerträglich.

Irgendwelche Gründe muss ich doch finden um von dir fernzubleiben.


Draußen ist es zu kalt..


Ich bin froh um dich, wie du bist.


Nur verlangst du sehr viel.

Und ich verhindere sehr viel.


Weißt du, immer versuche ich die Situation zu umgehen, in der ich dir sage, was die Beziehung bestimmt.

Und dir zu zeigen wie stark dieses Gefühl ist.


Kennst du dieses Gefühl?

Welcher Art sind deine Gefühle?


Deine Augen sind so fremd.

Sie sind Blitze, die mich reagieren lassen.

Gefahr, Flucht.

Schnell, konzentrier dich.

Steh nicht mit dem Rücken zu ihm.


Zeig ihm Liebe, das beruhigt.

Liebe als Überbrückung.


Sie ist ehrlich, natürlich ist sie das.

Aber in dem Moment ist sie mein Schutz.


Was ist Einbildung?


Gut, dass ich reagieren kann,

aber ist meine Reaktion gerechtfertigt?


Wer bist du nur? Mensch sag mir einfach wer du bist.

Zeig es mir, für eine Sekunde nur.


Schauer.


Kälte. Eisige Kälte.

Zum Glück kann ich mich noch bewegen.

Zum Glück kann ich noch davonlaufen.


Ich mag dich.


Nur ist da so etwas Fremdes.


Wie soll ich dir sagen, dass ich panische Angst vor dir habe?

...Alpträume..


Wo ich doch weiß, wie lebensbejahend du bist.

Wie du übersprudeln kannst vor positiver Energie.

Wie du alles festgefahrene aufwühlst, die seltsame Langeweile wegpustest.

Überall wo du erscheinst.


Manchmal denke ich,

vielleicht wachst du auf.

Vielleicht durchläuft dich ein Zittern und dann stehst du plötzlich vor mir.

Ganz.


In kurzen Momenten hast du dich angedeutet, flüchtig. Einprägsam.


Eigentlich kenne ich dich,

Eigentlich habe ich dich schon gesehen und kann dir vertrauen.

Nur etwas überdeckt dich.


Ich möchte dieses Etwas zerschlagen, zerkratzen, wegreißen.

Dann schäme ich mich.

Wie gemein.

Weil ich doch weiß dass dieses Etwas Du bist.






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Über den Autor

kassiopayakauz
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erato 
Das Chaos in unserer Gedankenwelt
ist sicher oft auch ein notwendiger Prozess
zur Findung - nach Suchen und Sortierung.

Konnte dir folgen..
HG
von der Betageuze und dem ganzen Orion
Vor langer Zeit - Antworten
Tintoletto Sehr interessante Formulierungen! Die Gefühlswelt hast Du toll beschrieben ... Höhen und Tiefen, Liebe und Hass - so ist das Leben eben;)
L.G. Tinto
Vor langer Zeit - Antworten
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