
Wer kennt das Gefühl schon nicht, irgendwo zu sitzen und über alles und jeden nachzudenken. Man zerbricht sich den Kopf und weiß letztendlich nicht, welchen Schritt man wirklich machen soll. So viele Fragen, auf die wir keine Antworten haben. So viele Antworten, für die wir keine Erklärung haben und soviel Gedanken und Gefühle, die wir einfach nicht zu sortieren wissen. Daraus folgt, dass das Denken den Schritt zum Handeln einleitet und das
Handeln der Schritt der Erfahrung ist.
Die Erfahrung und das Erlebnis sind ausschlaggebend für Gegenwart und vor allem für unsere Zukunft, denn in und mit ihr leben wir alles das, was wir nennen Vergangenheit und Leben.
So lebe ich die gestrigen Tage in meiner Gegenwart, nehme sie mit in die Zukunft und entscheide oft anhand dessen, was und wie ich mit gewissen Erlebnissen und Begegnungen umgehe.
Jede noch so kleine Entscheidung kann dein Leben verändern, aber vergiss nie, sie fing in deinem Kopf oder deinem Herzen an.
Ich habe oft den Moment erreicht, an dem ich einfach alles stehen und liegen lassen will. Den Moment, an dem ich allein sein möchte oder auch einfach nur meine Ruhe brauche. Den Moment, um klare Gedanken zu fassen, die Augen zu öffnen, dass Herz zu beruhigen und mir meiner Ziele wieder bewusst werden. Manche Momente durchlebe ich nicht zum ersten Mal, nicht zum zweiten Mal und auch nicht zum letzten Mal. Trotzdem handel ich oft gleich und mache die Fehler erneut. Ich stelle fest,
dass sich nix ändert und fange an anders zu handeln, weil ich mit manchen Entscheidungen nicht zufrieden war. Daraus folgt, dass ich nicht immer direkt eine richtige Entscheidung treffen kann. Wichtig ist , dass ich nicht in der Zeit oder im Geschehen stehen und daran hängen bleibe. Jede weitere dieser Entscheidungen treffe ich mit mehr bedacht, mit offeneren Augen und viel mehr Verstand, aber eine Garantie für Liebe, Glück und mehr habe und bekomme ich trotzdem nicht. Das Gefühl meines Herzens lass ich nie außen vor, denn es gibt mir den Einklang zu meinen Gefühlen, die mein Verstand nie benutzen
wird.
Es wird immer einen dieser Momente geben, die mir den Atem rauben, sowohl positiv als auch negativ. Immer wieder einen Moment, der mich nachdenklich macht. Einen, bei dem ich das Gefühl habe, dass die Zeit stehen bleibt und auch immer wieder einen Moment, in dem mir klar wird, dass es weiter gehen muss.
Sei immer du selbst... Es ist sicherlich nicht immer leicht man selbst zu sein, aber umso wichtiger sein wahres Gesicht nicht zu verlieren und zu vergessen. Manchmal sind wir gezwungen Masken aufzusetzen und Mauern zu bauen für eine Fassade, dessen Anblick und Eindruck im ersten Moment so berechenbar scheint, dass sie in Wirklichkeit schon wieder unberechenbar ist. Es ist wichtig zu wissen wofür man steht, wichtig zu wissen wofür man lebt, wichtig zu wissen
wofür man atmet und das Wichtigste, sich bei all dem nie zu vergessen. Ich selbst zu sein bedeutet für mich nicht, mich jedem Menschen offenbaren zu müssen. Es bedeutet lediglich, dass ich weiß wo ich momentan stehe, weiß was ich will, weiß wovon ich träume und auch weiß wer ich bin. Es gab oder es wird Zeiten geben, in denen wir manchmal schwanken. Zeiten, in denen wir gedenken aufzugeben und Zeiten, in der uns jegliche Kraft fehlt um weiter zu machen, weiter zu kämpfen, zu denken, zu fühlen und manchmal auch zu leben. Gerade in dieser Zeit habe ich mich immer wieder
neu entdeckt, habe ich vieles anders gesehen, über vieles anders gedacht und habe diese Zeit als Erfahrung in mein Leben geschlossen und akzeptiert. Vielleicht bin ich in vielerlei Hinsicht vorsichtiger geworden, in vielen Hinsichten wachsamer und genauer, aber selbst in all diesen und anderen Hinsichten, bin und bleibe ich, ich!
Sei immer du selbst, denn wer dich nicht akzeptiert, dich nicht respektiert und liebt wie du bist, hat dich ganz gewiss nicht verdient!
Manchmal frage ich mich, ob es wirklich richtig ist so gutherzig zu sein. Immer zu geben, auch wenn ich weiß, dass ich nichts zurück bekomme. Doch liegt es ja in meiner eigenen Kraft zu entscheiden, wem oder was ich selbst bereit bin zu geben und schenken. Beeinflusst von Herz und Verstand, begleiten mich Erinnerungen, Gefühle, Liebe, Schmerz und noch so vieles mehr, dass mich zu diesen Handlungen führt oder manchmal auch verführt. Ich habe es nie bereut zu geben, eher noch hat es mir gezeigt, wie meine
Mitmenschen damit umgehen, welchen Stellenwert es bei ihnen hat und ob sie sich in ferner Zukunft überhaupt noch daran erinnern konnten. Es liegt in der Natur vieler Menschen, immer nur zu nehmen und selbst nie zu geben, aber diesen ist es selbst überlassen, denn schließlich hat jeder seine eigene Ansicht von Wert und Leben. In der Liebe gibt man mit dem Gedanken und mit dem Gefühl aus tiefstem Herzen. Man gibt niemals mit der Erwartung, etwas zurück zu bekommen. Lediglich mit der Hoffnung, dass das, was man gibt, diesen Menschen glücklich macht und man ein Stück seiner Freude empfängt und mit ihm
teilen kann.
Es kommt halt nicht immer darauf an, was man gibt oder bekommt, sondern wie man damit umgeht.
Es wird immer einen dieser Momente geben, bei denen du nicht verstehst und nicht erklären kannst, was gerade mit dir und um dich herum geschieht. Einen dieser Momente, der dich zu Boden reißt und dich auf die Knie zwingt. Einen dieser Momente, in denen du nichts zu sagen weißt, Leere fühlst und das Gefühl von Leben dir unerreichbar fern scheint. So nehme ich einen dieser Momente und multipliziere ihn mit den Erfahrungen der Vergangenheit. Das Produkt dessen ziehe ich ab von der Kraft, die ich habe, und muss oft feststellen, dass diese Kraft
für solche Momente gar nicht mehr vorhanden ist, die Energie aufgebraucht ist, die Kraft ausgeschöpft und die Hoffnung auf Mut und Glück vergeht wie der Duft einer Rose, die keine Bedeutung mehr hat. Meine Gedanken verirren sich im Labyrinth der Gefühle, doch fühle ich deutlich den Schlag meines Herzens, kontrolliere mein Ein- und Ausatmen, ehe ich anfange einen Weg zu beschreiten und eine Kraft zu schöpfen, dessen Herkunft mir manchmal unbewusst und fremd erscheint. Es ist die Hoffnung, die mir leise flüstert, dass ich nicht aufgeben soll, die mir flüstert, stark zu bleiben und mir Mut macht, das zu erreichen,
wovon ich träume und liebe, wofür ich stehe, kämpfe und lebe. Die Hoffnung, die sich ergibt aus Menschen, die wir lieben und von denen wir geliebt werden. Ich schließe das Kapitel, die Sonne scheint, die Rose bekommt einen neuen Duft und ich schreibe eine neue Erfahrung und ein neues Leben...