Kinderbücher
Der kleine, dicke König - Besuch von einem Vampir

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"Der kleine, dicke König - Besuch von einem Vampir"
Veröffentlicht am 27. November 2013, 14 Seiten
Kategorie Kinderbücher
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Über den Autor:

Ich bin Musiker, Tonmeister und immer mehr Kinderbuchautor... Ich möchte LIEBE, Wärme und eine bunte Welt schenken.
Der kleine, dicke König - Besuch von einem Vampir

Der kleine, dicke König - Besuch von einem Vampir

Der kleine, dicke König

Besuch von einem Vampir

Heute hatte der kleine, dicke König frei. Denn auch ein König hat mal frei, ohne Regierungsgeschäfte und so. Der kleine, dicke König wollte sich heute in den königlichen Garten legen und ausruhen, einfach mal faulenzen.

Er war gerade dabei seine königliche goldene Gartenliege zu holen, da klopfte es an der Tür, es war kaum zu hören.

Ganz zart machte es: Tuf, tuf.

“Nanu, wer klopft denn da?“ fragte sich der kleine, dicke König.

Er ging zur Schlosstür und öffnete sie.

Denn auch die Schlosswachen hatten heute frei.

Vor ihm stand ein seltsames Wesen:

Zwei große lange Zähne ragten links und rechts aus dem Mund.

Es hatte zwei spitze puschelige Ohren und zwei gezackte Flügel und um seinen Hals wand sich ein rosaroter Schal. Es stand auf zwei sehr, sehr dünnen zittrigen Beinchen.

Eigentlich war es schwarz aber das

Gesicht war ganz grau und es sah traurig aus.

“Wer bist denn Du?“ wollte der kleine, dicke König wissen.

“Ich bin ein Vampir.“ hauchte der Vampir und schwankte, als ob er gleich umfallen würde.

“Was ist ein Vampir?“ fragte der kleine, dicke König.

“Ich fliege immer in der Nacht und esse für mein Leben gerne Blutorangen. Ich heiße übrigens Dragomir.“

“Ahh, also Du isst gerne Blutorangen und fliegst in der Nacht. Jetzt ist aber doch Tag.“ meinte der kleine, dicke König ein wenig mitleidig und besorgt.

“Genau!“ hauchte Dragomir. “Deshalb geht es mir ja auch so schlecht. Ich muss am Tage schlafen, damit ich in der Nacht fliegen kann. Na, das wird diese Nacht wieder nichts.“

“Komm doch erst einmal herein und dann wollen wir überlegen wie wir dir helfen können.“ schlug der kleine, dicke König vor.

Dragomir fing schon wieder an zu

wanken, als ob er gleich umfallen würde.

“Erst einmal die Vorhänge schließen“, krächzte er.

“Wir Vampire mögen nämlich kein Tageslicht und Sonne schon gar nicht.“ Dabei verzog er seinen Mund als ob er spucken müsste.

Der kleine, dicke König zog die Vorhänge zu. Das war schon seltsam an einem Sonntag und an einem so schönen Sonntag obendrein.

“Danke!“ hauchte Dragomir. “Weißt Du, lieber König, die Blutorangen werden immer seltener. Ich muss immer größere

Strecken fliegen. Die letzten drei Tage habe ich nun schon keine Blutorangen gefunden. Ich habe solch einen Hunger.“ Erzählte er mit fast letzter Kraft.

“Hmm, Blutorangen habe ich auch nicht, aber vielleicht magst Du ja Hummerkrabbenhochzeitssuppe? Willst Du mal probieren?“

“Ja, warum nicht? Klingt gut.“

Der kleine, dicke König brachte Dragomir einen Teller und füllte ihn selber mit Hummerkrabbenhochzeitssuppe auf, denn auch der köngliche Oberkoch hatte

frei.

Dragomir probierte einen Löffel und noch einen und noch einen...

“Wow, das schmeckt echt klasse!“

Dragomir aß die ganze Hummerkrabbenhochzeitssuppe alleine auf.

Der kleine dicke König sah es mit Freude, auch wenn er selber gerne einen Teller mit Hummerkrabbenhochzeitssuppe gegessen hätte.

Dragomir konnte es aber auch wirklich gut gebrauchen und langsam kam er wieder zu Kräften.

“Das hat gut geschmeckt, jetzt fühl´ ich mich wieder besser. Allerdings bin ich jetzt sehr müde.“

Und er gähnte und reckte sich. Dabei konnte man seine beiden Eckzähne sehr gut erkennen. Die waren strahlend weiß.

Und der kleine, dicke König wollte wissen: “Ist wohl nicht ganz einfach die Zähne so weiß zu bekommen?“

“Doch, doch ich muss nur ordentlich die

Zähne putzen. Das dauert allerdings ein bis zwei Stunden aber dann sind sie wieder schön weiß.“ berichtete Dragomir stolz.

“Du könntest im Keller schlafen. Da ist es dunkel und ein Waschbecken habe ich da auch“, meinte der kleine, dicke König.

“Das wäre echt toll“, freute sich Dragomir.

Der kleine, dicke König zeigte Dragomir den Keller und sie fanden eine Kartoffelkiste als Bett für Dragomir, in die er genau hinein passte.

Dragomir bedankte sich und fing an,

seine Zähne zu putzen.

Das dauerte dem kleinen, dicken König aber dann doch zu lange und er beschloss, nun endlich seine königliche goldene Gartenliege zu holen um sich ein wenig auszuruhen und diesen herrlichen Sonnentag noch zu genießen.

Am Abend dann besuchte er Dragomir. Der war gerade aufgewacht.

“Noch einmal, Danke, lieber König. Jetzt bin ich wieder fit.

Ich könnte mich an Ihr Leibgericht echt gewöhnen. Sollte ich keine Blutorangen finden, würde ich Sie gerne besuchen,

um mich mit ihrer Hummerkrabbenhochzeitssuppe zu stärken. Als Gegenleistung würde ich im Garten helfen. Unkraut jäten geht mit meinen langen Zähnen echt gut. “

“Gute Idee“, meinte der kleine, dicke König.

Und so kam es das Dragomir den kleinen, dicken König von Zeit zu Zeit besuchte um ihm bei der Gartenarbeit zu helfen.

Aber zuerst bekam er immer einen ganzen Topf voll mit Hummerkrabbenhochzeitssuppe und nicht

einmal der kleine, dicke König wusste, ob Dragomir tatsächlich keine Blutorangen mehr fand, oder ob Dragomir Hummerkrabbenhochzeitssuppe doch viel lieber mochte.

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warmsoul
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baesta Muss ich im vergangenen Jahr wohl übersehen haben, sonst hätte ich doch längst einen Kommi dagelassen. Eine richtig niedliche Kindergeschichte.

LG Bärbel
Vor langer Zeit - Antworten
warmsoul ...DANKE!!!
Vor langer Zeit - Antworten
Heidrun Lecker!
Deine Heidrun
Vor langer Zeit - Antworten
warmsoul ja...? wegen der Hummerkrabbenhochzeitssuppe...? oder? liebe Grüße, Jürgen.
Vor langer Zeit - Antworten
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